HPB – Die englische Revolution

6. Die englische Revolution
6.1 England unter Elisabeth – Autor: HPB

Unter Königin Elisabeth I. (Thron 1558 – 1603) entwickelte sich die Wirtschaft. Handel und Handwerk, Fischerei und Schiffbau. Die Kleidungs-Gebote der Königin für die Untertanen schützten die einheimischen Produzenten vor Importen aus Frankreich und den Niederlanden. Nach 1570 warfen die Kaperfahrten Francis Drakes in die Karibik und nach Südamerika große Gewinne ab. England wurde zur Seemacht.
1581 erwog die Königin kurzzeitig die Eheschließung mit Franz von Anjou, dem im gleichen Jahr erwählten Landesfürsten der Sieben Provinzen der Niederlande. Doch die Furcht vor zu viel Abhängigkeit und Fremdbestimmung von Frankreich ließ sie davon abrücken. Nach dem Tode des Landesfürsten 1584 widerstand Elisabeth dem niederländischen Werben, an dessen Stelle als Landesfürstin erwählt zu werden. Dennoch gewährte sie den Niederländern Hilfe durch Waffen, Söldner-Anwerbung und das Anlaufen englischer Häfen, wodurch der Handel wieder florierte aber auch die Gefahr wuchs, den latenten Gegensatz zu Philipp II. von Spanien bis zu einem kriegerischen Konflikt zu treiben.
Auf dem Kriegsschauplatz in den Niederlanden neigte sich unter dem Statthalter Alexander Farnese die Waagschale zu Gunsten Spaniens. Nach dem Fall Antwerpens und Brüssels 1585 nahm er Geldern und Groningen ein. Die Sieben Provinzen waren mehr zerstritten als je zuvor.. Nur die Flüsse und Wasserstraßen schienen letzte Hindernisse für die spanischen Streitkräfte zu sein, auch die restlichen Festlandsflächen der Niederlande unter ihre Kontrolle zu bringen. In dieser ernsten Lage handelte der holländische Landesadvokat Johan van Oldenbarnevelt 1586 mit Elisabeth I ein Unterstützungsabkommen aus. Indem die englische Königin ein Expeditionskorps unter dem Befehl Robert Dudleys, des Grafen von Leicester, entsandte, beendete sie das Versteckspiel mit Philipp II. Der Graf wurde von den Generalstaaten zum Generalgouverneur der Sieben Provinzen ernannt. Elisabeth I. wusste, dass das einen Kriegsakt gegen die Souveränitätsansprüche des spanischen Königs bedeutete und ernste Konsequenzen haben würde.

Die Geschichtsbücher beschreiben heute die Hinrichtung Maria Stuarts am 08. Februar 1587 als Auslöser des Krieges mit Spanien. Die seit 20 Jahren gefangene Maria Stuart hatte sich hartnäckig geweigert, den Vertrag von Edinburgh von 1560 zu ratifizieren, der die Auflösung der Allianz zwischen Schottland und Frankreich und Elisabeths Anerkennung als Königin von England fest schrieb. Aus Elisabeths Sicht war Marias Stuarts Hinrichtung jetzt – im Herbst 1586 / 1587 – angesichts des schon verdeckt begonnenen Krieges mit Spanien eine strikte Notwendigkeit, um der Gefahr einer inneren Fronde zu entgehen. Dazu musste jene unbeugsame Gefangene, die am ehesten den Kern der Fronde bilden konnte, endlich beseitigt werden.
Nach der Verhaftung der Babington-Verschwörer im August 1586 und deren Hinrichtung bis zum 20. September wurde dieser Vorgang publikumswirksam verwendet, um Maria Stuart zu richten. Am 25. Oktober wurde sie des Hochverrats und der Teilnahme an der Verschwörung für schuldig gesprochen, wobei bis heute nicht geklärt ist, ob die in der Verhandlung als Beweise vorgelegten Briefe echt waren.
Elisabeth I. initiierte das öffentliche Prozedere mit Hilfe des Parlamentes und der Regierung auf eine Weise, die sie als Getriebene erscheinen ließ, – die mit dem Erlass des Todesurteils und dessen Vollstreckung anscheinend nur zögernd und widerwillig den Forderungen von Volk, Parlament und Regierung nachgab, obwohl das in ihrem ureigensten Interesse lag. (Ein heute im Westen übliches Regierungshandeln.)

Bemerkenswert ist noch ein anderer Aspekt. Nachdem Königin Elisabeth I. 1558 gekrönt worden war und den Heiratsantrag ihres Ex-Schwagers Philipp II. ausgeschlagen hatte, machte sie sich ernsthaft Sorgen, wie ihre auf die anglikanische Kirche gerichtete Politik von den englischen Katholiken aufgenommen und Philipp II. jene in ihrer Opposition unterstützen würde. Sie brauchte dringlich Gewährs-Leute, die ihr vom spanischen Königshof berichteten, was dort vorging. Aber Philipp II. war durchaus nicht so durchtrieben und heimtückisch, wie Elisabeth glaubte, denn er hielt sich an das damals gültige spät-feudale Staatsrecht und an die katholische Moral-Theologie, die ihm solcherart Falschheit verboten. Was man ihm als böse Absicht allenfalls unterstellen konnte, war die Aufnahme katholischer Asylanten, die aus England in die Niederlande flohen.

Als am 02. Februar 1560 in Toledo, der damaligen Hauptstadt Spaniens die neue Ehe Philipps II. mit Elisabeth von Valois geschlossen wurde, was eine Verschwägerung der spanischen mit der französischen Dynastie bedeutete und Philipps Einfluss in Paris stärkte, da klingelten bei der englischen Königin wieder die Alarmglocken. Der Drang, zu erfahren, was dort bezüglich des englischen Throns ausgeheckt werden könne, stieg auf neue Höhen. Informanten in Paris mussten her!
Maria Stuart, die junge Witwe des erst kürzlich gestorbenen französischen Königs Franz II., kehrte 1561 nach Schottland zurück, ohne den Vertrag von Edinburgh zu unterzeichnen. Dieser Vertrag von 1560 war eine Folge des Friedens von Cateau-Cambresis vom 03.04.1559 zwischen Frankreich und Spanien. Das geschlagene katholische Frankreich erklärte sich u. a. darin bereit, auch seine Truppen aus dem katholischen Schottland abzuziehen, eine bislang kaum versteckte Ermutigung für die englischen Katholiken. Mit Maria Stuarts Rückkehr nach Schottland schien sich nun die Gefahr für Elisabeth I. von England zu steigern. Jetzt benötigte Elisabeth nicht nur verlässliche Informanten am schottischen Hof sondern eine ganze Agentur, um die Konsolidierung der Herrschaft ihrer (vermeintlichen) Feindin zu sabotieren. Kraft ihrer Abstammung von der väterlichen Großmutter Margaret Tudor, der älteren Schwester König Heinrich VIII., war Maria nämlich zum Leidwesen Elisabeths – ihrer Tante und der Cousine ihres Vaters Jacob V., – in England thronfolgeberechtigt.
Als strenge Katholikin konnte sich Maria nicht vorstellen, von welch Argwohn und Heimtücke die anglikanische Elisabeth getrieben wurde. Obwohl im schottischen Edinburgh als auch auf englischem Boden Treffen der beiden Königinnen vereinbart wurden, sagte stets Elisabeth ab, weil sie befürchtete, jegliche Versöhnung mit Maria könne den inneren katholischen Feind stärken. Lieber setzte sie alles daran, um in Schottland Affären und Gegenkräfte zu befeuern, die Maria Stuarts Ruf und Legitimität beschädigten.

Als sie 1571 und später Kapitäne wie Francis Drake mit Kaperbriefen ausstattete und auf Beutefahrt schickte, wollte sie genau wissen, ob der spanische König ihr auf die Schliche kam. Im Grunde wusste sie, dass Kaperfahrten Kriegshandlungen – wenn auch auf niedrigem Level – darstellten. Würde der Spanier das als Grund für eine Kriegserklärung nehmen? Oder könnte sie einfach als „Mutter der Bukanier“ weiter so machen wie bisher, ohne ernste Konsequenzen befürchten zu müssen? Solange keiner von Elisabeths Kaperbriefen in die Hände Philipps II. fiel, wer sollte ihr da nachweisen, dass die Bukanier ihr Werkzeug waren, nur als NGO verkleidet? Mit der Raubzug 1585 nach Vigo in Galicien und Santiago auf den Kapverdischen Inseln wurden allerdings alle Vorhänge möglicher Vertuschung weggezogen.
Bei Don Juans de Austria Eintreffen als Statthalter in den Niederlanden am 03..11.1576 erreichten Elisabeths I. Befürchtungen um ihren Thron neue Höhen. War das doch der Held der Seeschlacht von Lepanto, den der Papst voller Bewunderung für einen Königsthron als würdig empfohlen hatte. Spätestens als Don Juan im Sommer 1577 die Zitadelle von Namur besetzen und in der Nähe ein Militärlager einrichten ließ, musste sie unbedingt wissen, was dort ablief. So umgab sie auch den spanischen Statthalter mit einem Netz von Agenten und (wahrscheinlich auch) Giftmischern. Elisabeth I. befürchtete, er beabsichtige, Maria Stuart mit seiner spanischen Armee zu befreien und dann zu ehelichen. Das konnte sie auf keinen Fall zulassen, weshalb Mordaufträge in Bezug auf Don Juan ergingen. Dieser überlebte nur den ersten Anschlag….

Anhand dessen wird ersichtlich, dass Elisabeth I. bereits lange vor dem Krieg mit Spanien die Metropolen Europas mit einem wirksamen Spionage- und Geheimdienst überzogen hatte. Begründer und Koordinator des königlichen Geheimdienstes war Francis Walsingham, jener Mann, der auch die Beweise im Prozess gegen Maria Stuart „beibrachte“. Unter Walsinghams Schirmherrschaft wurden Verfahren der Konspiration und der Kryptographie für den Nachrichtendienst entwickelt und verwendet. Durch ihre spezielle Interessenlage kamen zunehmend Herrschaftsmethoden zum Einsatz, die wegen ihrer hinterhältigen Perfidie niemals von den katholischen Gegenspielern so verwendet worden wären. Erst mit den protestantischen Niederländern kamen Leute des gleichen Schlages zum Zuge.
Was Elisabeth I. von England damals erfolgreich etablierte, wurde von den Betroffenen als unmoralisch abgelehnt. Philipp II. beispielsweise sah im August 1557 mit eigenen Augen das Schlachtfeld von Saint-Quentin und war ob der Toten und Verletzten genau so betroffen wie Henri Dunant nach der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859. Er befahl, die Verfolgung der geschlagenen Franzosen einzustellen und den Rückzug und hätte fortan lieber jeden weiteren Krieg vermieden. Er stimmte einem maßvollen Frieden zu und war sogar bereit, die alte Feindschaft durch eine Ehe mit der erst 15-jährigen Elisabeth von Valois zu begraben.

Für die katholischen Majestäten Europas wurde immer deutlicher, dass das England Elisabeths I. wie ein Raubtier erst kleine Beute schlug, um sich dann auf größere Opfer zu stürzen. Wenn man ihm nicht Einhalt gebot, würde es wie eine Bestie die alten Rechte und Konventionen zerfleischen. Um ihren Räubereien den Anschein von Legitimität bei den Untertanen zu verleihen, begann sie sogar die Rechtmäßigkeit des päpstlichen Schiedsspruches, der 1494 zum Vertrag von Tordesillas zwischen Spanien und Portugal wegen der Aufteilung der Welt in Kolonialgebiete zu bestreiten. Und das, obwohl England zum Zeitpunkt des Schiedsspruches an die päpstliche Autorität gebunden war. Zur Bekräftigung ihrer Absicht ließ die Königin 1584 von Walter Raleigh eine Erkundungsmission nach Nordamerika durchführen, die auf Roanoke Island (heutiges Virginia) die erste koloniale Niederlassung gründete.
Doch genau diese, nach alten Maßstäben moralisch verwerflichen Methoden erwiesen sich als so erfolgreich, dass sie überall Nachahmung fanden und heute zum „normalen Repertoire“ bürgerlicher Politik gehören!!!

Wollte Philipp II. seine Ansprüche auf die Niederlande nicht aufgeben, so blieb kein anderer Weg, als auf die Kriegsakte Englands gewaltsam zu antworten. Den Segen des Papstes für eine militärische Invasion, um dem wilden anglikanischen Treiben Elisabeths ein Ende zu bereiten, hatte er. 1586 begann er unter Zusammenfassung der spanischen und portugiesischen Flotten mit den Vorbereitung der großen spanischen Armada. Die Planung sah vor, die Armada mit starker Truppenmacht in den Ärmelkanal zu entsenden, um dort die Kanalüberquerung der Armee Alexander Farneses zu sichern und anschließend weiter zur Themsemündung vorzudringen. Die Invasion war für den Herbst 1587 vorgesehen, so dass Farnese seine Invasionstruppen rechtzeitig aus den aktiven Kampfhandlungen in den nördlichen Niederlanden herauslösen und im geplanten Bereitstellungsraum von Nordflandern konzentrieren musste.
Zu Beginn von 1587 waren die Schiffsrüstungen in Cadiz und in anderen Häfen nicht mehr zu übersehen. Aus Paris und dem Umfeld des spanischen Großadmirals Alvaro de Bazan gingen alarmierende Meldungen in London ein.Unmittelbar nach der Hinrichtung Maria Stuarts befahl Elisabeth I. Francis Drake einen präventiven Flottenangriff auf den größten spanischen Marinehafen von Cadiz, wo die Armada ausgerüstet und bemannt wurde. Am 02. April 1587 lief Drakes Geschwader aus dem Hafen von Plymouth aus. Am 19. April erreichte es den Hafen von Cadiz und beschoss mit weiter als die spanische Schiffsartillerie reichenden Kanonen die im im Hafen liegenden Schiffe, von denen nach Drakes Angaben 37 versenkt , verbrannt oder gekapert wurden. Die spanische Seite listete hingegen nur 24 Schiffe als verloren auf. Infolge dieser Verluste und weiterer Plünderungen, Zerstörungen und Prisen durch Drake musste der spanische Invasionsplan für 1587 aufgegeben werden, was England Zeit für verstärkte Flottenrüstungen verschaffte.
Philipp II. setzte als neues Ziel für das Auslaufen der Armada den 15. Februar 1588 fest. Doch die ersten der 130 Schiffe löste die Leinen in Lissabon erst am 28. Mai, die letzten am 30. Mai. Bemannt waren sie mit 27.000 Soldaten und mit 2.431 Kanonen bestückt. Im Juli erreichte die Armada aufgrund des geringen Tempos, das sich nach dem langsamsten Schiff richtete, La Coruna, wo Trinkwasser und verdorbener Proviant ersetzt wurden.

Am 30./31. Juli 1588 trafen die Flotten Spaniens und Englands vor Plymouth erstmals aufeinander. Trotz einzelner Gefechte erreicht die Armada ohne größere Verluste den Hafen von Calais, um dort neuen Proviant aufzunehmen, was jedoch verweigert wurde.In der Nacht zum 7. August wurde die dort ankernde Armada mit mehreren Brandern angegriffen und musste fluchtartig die Anker lichten. In der anschließenden Seeschlacht von Gravelines verlor Spanien fünf Schiffe mit annähernd 2.000 Soldaten.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Alexander Farnese längst erkannt, dass ein Übersetzen seiner Armee nach England nicht mehr zustande kommen würde. Ihm selbst fehlte es an Übersetz-Mitteln. Seine Armee lag seit dem Herbst des Vorjahres untätig wartend bei Dünkirchen und war durch krankheits- und desertionsbedingte Ausfälle geschwächt. Auch der Sold floss nicht pünktlich. Von den ursprünglich 30.000 Soldaten waren nur noch 17.000 kampffähig. Kein Wunder, dass das große Invasionsunternehmen abgeblasen werden musste.
Die Weiterfahrt der Armada um Schottland und Irland wurde angesichts der Naturgewalten zu einem Inferno. Insgesamt gingen im Juli und August 64 Schiffe und mehr als 12.000 Mann verloren, davon 3.000 Schiffbrüchige an schottischen und irischen Küsten. Am 22. September erreicht das Flaggschiff „San Martin“ den Hafen von Santander. Ihm folgten 66 mehr oder weniger beschädigte Schiffe.

Für Philipp II. war das ein herber Rückschlag, aber kein Grund aufzugeben. Im Gegenteil – nun veranlasste er alles Notwendige für eine leistungsfähige Flottenrüstung, moderne, wendige Kriegsschiffe mit weniger Tiefgang und den verlässlichen Schutz der Kolonien.
Schon im Jahr 1589 bekam Francis Drake das zu spüren, als die unter seinem Oberbefehl auslaufende Gegenarmada mit 150 Schiffen und 18.000 Soldaten bemannt, ein kompletter Fehlschlag wurde. Auch die komplette Zerstörung der Stadt Vigo (als Ersatz für andere Erfolge) konnte Elisabeth I. nicht davon abhalten, ihn zum Sündenbock dafür zu machen und fallen zu lassen.
Die seit 1588 europaweite englische Propaganda, dass Gott auf Englands Seite stehe und Spaniens Seeherrschaft gebrochen sei, traf bei weitem nicht zu. Das Flottenpotential Spaniens wurde in einem Ausmaß gestärkt, dass ab 1590 eine neue Invasion möglich war und England sogar seine Kolonie in Virginia aufgeben musste.
Wie gut die Maßnahmen Philipp II. Früchte trugen, zeigte die letzte große Kaperfahrt Francis Drakes 1595. Sowohl bei San Juan als auch bei Panama war die Gegenwehr so stark, dass die Freibeuter unverrichteter Dinge abziehen mussten (und sich dafür an wehrlosen Siedlungen austobten). Auf der Heimfahrt starb Drake. Die bretonische Küstenwache Spaniens war inzwischen so stark, dass sie am 02. August 1595 Marinetruppen in Cornwall anlanden konnte, um Küstensiedlungen ohne eigene Verluste zu brandschatzen.

Am 1. August 1589 trug sich in Saint Cloud bei Paris etwas Außergewöhnliches zu. König Heinrich III. von Frankreich, der gemeinsam mit Heinrich von Navarra und dessen hugenottischen Truppen Paris belagerte, wurde ermordet. Die offizielle Geschichtsschreibung benennt den Mörder als Jacques Clement, einen jungen streng-katholischen Dominikaner, der sich als Bote aus dem belagerten Paris ausgab.
Auf dem Sterbe-Bette wiederholte Heinrich III. den Wunsch, dass Heinrich von Navarra sein Nachfolger als französischer König werden möge. Damit bekräftigte er einen Vertrag aus dem Jahre 1584, in dem diese Erbfolge bereits geregelt worden war; – allerdings nur unter der Bedingung, dass Heinrich von Navarra zum katholischen Glauben konvertierte.
Im Lichte der nachfolgenden Ereignisse und des Wissens um die britischen Machenschaften ist diese Urheberschaft jedoch zweifelhaft. Natürlich war die Öffentlichkeit geneigt, in dem Täter den Arm der katholischen Liga von Guise zu sehen, die den König für einen wankelmütigen Abtrünnigen hielt und dafür gerecht bestrafen wollte. Aber wenn das nur eine Verkleidung war, um den wirklichen Auftraggeber der Tat zu verheimlichen? Was, wenn der in London saß?

Da Heinrich von Navarra den Wechsel zum Katholizismus verweigerte, lehnte die katholische Liga dessen Thronfolge ab und leistete im Norden Frankreichs und in Paris weiterhin militärischen Widerstand. Ende 1589 – als faktisch ein militärischer Dreibund zwischen England, den Sieben Provinzen der Niederlande und dem hugenottischen Frankreich entstand – schien die katholische Sache fast verloren Der Herzog von Parma, Alexander Farnese, erhielt am 23. Dezember die Order, Paris zu entsetzen. Ab 1590 kämpfte er mit seiner Armee in Frankreich. Zunächst brach er die hugenottische Belagerung von Paris und versorgte die Hauptstadt mit allem Notwendigen. Obendrein verstärkte er die Pariser Garnison mit eigenen Truppen. Da inzwischen die Niederländer der Sieben Provinzen wieder aktiv geworden waren, musste er zurückeilen, um diese zurückzuwerfen. Dann wieder nach Nordfrankreich, um das vorrückende Hugenottenheer zu stoppen usw. Das Hin und Her auf verschiedenen Kriegsschauplätzen mit schwindender Kampfkraft und bei fehlenden Reserven gegen zahlenmäßig überlegene Feinde zermürbten die spanische Armee und auch den Feldherrn, der 1592 in Arras das Zeitliche segnete.
Am 25. Juli 1593 ereignete sich in der Basilika Saint Denis bei Paris etwas, das die französische und die europäische Christenheit aufs Tiefste erschütterte. Der Anführer der Hugenotten und König von Navarra Heinrich (IV.) empfing als Zeichen seiner Konversion zum katholischen Glauben die heilige Kommunion. „Paris ist ein Messe wert!“, wird ihm als Aussage zugeschrieben. Dieser Glaubenswechsel war die Bedingung dafür, dass sich ihm die Tore der Hauptstadt kampflos öffneten und er am 27. Februar 1594 in der Kathedrale Notre-Dame de Chartres als König Heinrich IV. gesalbt werden konnte. Im gleichen Jahr verließen die letzten spanischen Truppen die Garnison von Paris. So zerstoben alle Hoffnungen der protestantischen Ränkeschmiede, und erfüllte sich die Mission des Herzogs von Parma postum, was nicht jedem Feldherren-Genius vergönnt ist.

Am 29.11.1596 erklärte Philipp II. zum dritten Mal den Staatsbankrott. Die kriegsbedingten Schulden hatten ein Ausmaß erreicht, wo trotz aller Edelmetall-Lieferungen aus den Kolonien 40 Prozent der gesamten Staatseinnahmen für Zinsen auf Kredite verwendet werden mussten. Ein untragbarer Zustand.
Der Frieden von Vervins am 02. Mai 1598 söhnte Frankreich und Spanien aus. Nur wenige Monate später, am 13. September 1598 starb Philipp II. und vererbte seinem Nachfolger Philipp III. die Kriege mit England und den Sieben Provinzen der Niederlande.
Am 24. März 1603 starb auch Elisabeth I. von England und hinterließ ihrem Nachfolger Jakob I., dem Sohn Maria Stuarts und nun König von England und Schottland, den Krieg gegen Spanien. Am 28. August 1604 wurde der Friedensvertrag von London zwischen England und Spanien geschlossen, der den unerklärten Krieg zwischen beiden Staaten beendete und Spanien wieder den Seeweg zu den Spanischen Niederlanden durch den Ärmelkanal öffnete.

Trotz der kriegsbedingten Verluste blühte unter Elisabeths Herrschaft die englische Wirtschaft auf – Landwirtschaft, Handwerk, Fischerei, Schiffsbau, Metallurgie und militärische Rüstungen. Adlige Günstlinge der Königin, geschäftstüchtige Bürgerliche und Abenteurer kamen schnell zu Reichtum. Besonders Krieg und Seeraub erwiesen sich als lukrative Einkommensquellen für diese Kreise.
Wenn man bedenkt, dass allein das Aufbringen der portugiesischen „San Felipe“ durch Drake bei den Azoren 1587 (im Rahmen des Präventiv-Angriffs auf Cadiz) – einer Karacke mit 1.400 BRT, die aus Ostindien mit einer Ladung aus Elfenbein, Gewürzen, Silber und Gold kam – der ganzen Flotten-Operation einen Gewinn-Überschuss bescherte, wird die Dimension deutlich, in der Seeraub Reichtum versprach. Nur zu gern ließen sich auch Kapitäne von englischen Handelsschiffen darauf ein, gemeinsam mit Drake die schwarze Flagge zu hissen und Beute zu machen.
Solche Raubzüge machten erst dadurch Sinn, dass lebhafte Nachfrage unter wohlhabender Gruppen der Gesellschaft nach solchen Produkten bestand, was die Realisierung von Gewinn durch Verkauf ermöglichte. Allein die Ladung der „San Felipe“ brachte 115.000 Pfund Sterling. Die Prise (das aufgebrachte Schiff) nochmals 26.000 Pfund Sterling.
An den Finanzierung von Kaperfahrten beteiligten sich reiche Geldgeber, die dann auch ihren Anteil am realisierten Gewinn erhielten. Gewöhnlich erhielt die Krone ein Viertel des Gewinns. Drake gab sich mit einem Anteil von rund 12 Prozent zufrieden.
Einer der Hauptgründe, warum der englische Markt überhaupt für solches Raubgut aufnahmefähig genug war, lag an der anglikanischen Kirchenpolitik der Königin. Einerseits brachte die Enteignung katholischer Frondeure und Exilanten der Krone Gewinn und stärkte durch Vergabe an anglikanische Parteigänger den Einfluss Elisabeths I. Zwar unterschied sich der anglikanische Klerus in seinem Streben nach Macht und Reichtum nicht wesentlich vom katholischen Klerus, doch bei den Katholiken war die Anhäufung von Pfründen und Schätzen deutlich stärker ausgeprägt. Der klerikale Parasitismus war dort wirksamer, wo die katholische Kirche bestimmte.
Andererseits bedeutete „katholische Staatskirche“ auch den stetigen Abfluss von barem Silber oder Gold aus dem betreffenden Land zur Kurie nach Rom. Ein Aderlass von Zahlungsmitteln, die als Schätze gehortet, zum Vatikan transferiert wurden. Elisabeth I. schnitt diesen Aderlass ab, wodurch der Geldumlauf in England stabil blieb und wirtschaftliche Entwicklung ermöglichte. Ab den 1570-ern kam dann Edelmetallbeute hinzu, die den Umlauf von Zahlungsmitteln ebenso erweiterte wie die Möglichkeit zur eigenen Schatzbildung.
Seeraub als Geschäft – wie in England betrieben – und später auch Sklavenhandel wurden zu zwei der Hauptquellen der ursprünglichen Akkumulation von Kapital, das im Verlaufe des 19. Jahrhunderts die Basis der industriellen Revolution in England bildete.

137 Gedanken zu „HPB – Die englische Revolution“

  1. Erst mal bitte ich um Entschuldigung für den einen oder anderen Druckfehler und dass die Lesbarkeit an manchen Stellen durch fehlende Absätze erschwert ist.

    Doch jetzt zum Thema „Juden und England“ zu jener Zeit, weil das manchen Leser interessiert.
    Wie schon früher kommentiert, gab es zur Zeit von Elisabeth I. keinen einzigen Juden in England oder Irland. Auch im benachbarten Schottland nicht, das damals eigenständig war.
    Doch die Handelsverbindungen englischer Kaufleute reichten weit. U. a. bis ins Baltikum, – wenn dort auch die Holländer und die Lübecker (Hanse) die Nase vorn hatten.

    Litauen und Polen waren damals in Personalunion dynastisch verbunden und schlossen sich im Zuge des Nordischen Krieges gegen Russland auch staatlich zusammen.
    Bereits im 14. Jahrhundert hatte das Großfürstentum Litauen große slawisch besiedelte Gebiete, die fast bis zum Schwarzen Meer reichten, unter seine Kontrolle gebracht und damit dem Zugriff der Goldenen Horde (des von Batu Khan – Enkel Dschingis Khans -gegründete mongolischen Teil-Reiches mit Hauptstadt am Unterlauf der Wolga) entzogen.
    Gerade Litauen besaß vor allem im Mittel- und Südteil einen bedeutenden jüdischen Bevölkerungsanteil. Weil er des Lesens, Schreibens und Rechnens kundig war und etwas vom Handel verstand, waren viele Juden als Gutsverwalter der litauischen oder polnischen Adligen angestellt und kümmerten sich auch um die Vermarktung der Produkte.
    Andererseits dürften jüdische Großhändler die Warenströme auch in die Hafenstädte an der Ostsee geleitet haben, wo sie von englischen Kapitänen geladen wurden.
    Es ist also sehr wahrscheinlich, dass auf diesem Wege manch erfolgreiches Geschäftsgebaren, das jüdischen Händlern zugeschrieben wird, so auf englische Kaufleute „abfärbte“.

    1593 gelangten die ersten portugiesischen Juden nach Holland und fanden dort Aufnahme. Sie brachten das Wissen über das portugiesische Kolonialreich (Brasilien, Besitzungen in Indien, Molukken …) mit und initiierten so Erkundungs- und Kaperfahrten der Holländer. 1595 reiste der erste niederländische Schiffsverband nach Java.
    Die Neuigkeiten verbreiteten sich aber auch nach Colchester, das nördlich der Themse-Mündung in England liegt, wohin viele Holländer mitsamt ihrem Gewerbe vor dem Krieg in Holland geflohen waren. Von dort dürfte die Kunde auch den Weg nach London und an den königlichen Hof gefunden haben, was wohl der Auslöser für die See-Expedition von Walter Raleigh in westlicher Richtung (Nordamerika) – ebenfalls 1595 – war.
    Der Hauptgedanke dieser Erkundung lag nicht in Kolonisation sondern im Finden einer „Nordwestpassage“ in Richtung Pazifik/China/Indochina als Seeweg, frei von niederländischer oder portugiesischer Konkurrenz. Eine Vorstellung, die selbst im 19. Jahrhundert bei der britischen Admiralität noch „virulent“ war.

  2. Danke für den Artikel.

    Es läuft immer und immer wieder auf dasselbe hinaus: 1. Gier, Macht, Geld, Gold; 2. Teile und Herrsche (mit den üblichen div. Facetten in ein- und demselben Spiel).

    Wieso erinnert mich das Ganze (einschl. Balkan oder Zaren-Russland; also westl. des Urals) nur bloß an einen Freizeit- bzw. Gemeinschaftsraum in einem Irrenhaus, wo man jeden Tag daneben steht und jede Bewegung bzw. Interaktion der Irren, die sich jeden Nachmittag in dem Raum „einfinden“, kommentiert bzw. wertet?

    Das ist eine grundsätzliche Frage, die ich mir täglich stelle. Hat in keinster Weise etwas DIREKT mit dem Artikel (oder gar dessen Verfasser) zu tun … um das nicht falsch zu verstehen.

  3. Auch ich habe eine Frage – und zwar die, warum kaum Kommentare zu dem Artikel kommen. So einige hatten ihr Interesse bekundet und HPB schreibt gut, kenntnisreich und fleissig recherchiert.

    Und dann eine so maue Reaktion? Ich würde mich freuen, wenn HPB’s Arbeit einiges mehr an *wohlverdienter* Reaktion und Diskussion bekäme.

    Nachtrag:

    Ein Teilnehmer schrieb mir

    Zu Ihrer Kritik der mangelnden Kommentare zu HPB’s Beitrag muss ich sagen, dass man dieses fundierte Wissen erst mal verdauen bzw. verstehen muss. Und welche erhellenden Weiterführungen sollte man dann noch schreiben?

    Übrigens ist Ihnen ein Schreibfehler in der Überschrift untergekommen. Dort steht HBP anstatt HPB.

    Erst zum Letzten: Oh, da habe ich nicht aufgepasst. Wird umgehend korrigiert – und: Bitte entschuldigen Sie meine Unachtsamkeit, HPB.

    Zum ersten Teil: Ein gutes Argument! Da haben Sie natürlich recht. Aber: Keine Kommentare zu bekommen riskiert vom Autor als „Interessiert kein Schwein“ wahrgenommen zu werden. Nun könnte man zwar sagen, dass HPB ja *bekanntermaßen* ein geschätzter Autor ist; und ja, ich verstehe, dass seine Texte oft eine gewisse Zeit zur Verdauung brauchen, aber er ist auch ein Mensch, und zwar einer, der hier für uns alle beiträgt. Daher meine (zugegeben etwas meckerndes) Einladung zu kommentieren.
    Und so ein Kommentar muss ja nicht immer tiefschürfend sein. Im Zweifel kann man aber wenigstens mal ein „gelesen (und noch schwer am Verdauen). Danke“ schreiben.

    So, und jetzt korrigiere ich den dämlichen Fehler im Titel. Tschuldigung nochmal, HPB.

    1. Um Gottes Willen @Russophilus.
      Wie Sie selbst kommentierten, es ist so komprimiert und dicht, was unser HPB da schreibt, dass man aus dem Lesen, Verstehen , Vergleich mit dem was man selbst „gelernt“ hat, gar nicht mehr rauskommt. Ausgehend davon, dass da keine Fehler (falsche Annahmen oder Daten) drin sind. Was soll man dann schon schreiben, ausser BRAVO, SIE HABEN ALL DIE DATEN KORREKT ZUSAMMENGEFUEHRT und geben uns nun eine klare und ideologiefreie, erklaerende Sicht auf Geschichte.
      Ich selbst kopiere seine Artikel und werde sie zu gegebener Zeit , wenn das Thema in der Schule aufkommt, meinem Juengsten zum Lesen geben.

  4. Hallo,
    ich schließe mich dem Argument an, dass das Gelesene des Beitrages erstmal verarbeitet werden muss und darüber hinaus kann ich dem Kenntnisreichtum von HPB nichts hinzufügen.
    Es ist für mich einfach sehr interessant und einige Details (z.B. Polen und Litauen betreffend) kann ich nur Bestätigen.
    Ich möchte daher auch keinen Blabla-Kommentar schreiben.
    Es ist einfach Großartig, wenn sich Leute so Umfangreich in der Geschichte auskennen und dieses Wissen mit uns teilen.
    Meinen Dank also an HPB.

    1. @ Wachsamer

      Danke.
      Mit meinem Kenntnisreichtum ist es allerdings nicht so weit her, wie mancher glauben mag. Ich kenne mich zwar in vielen Gebieten der Weltgeschichte ganz gut aus, aber bei der englischen Revolution musste ich für die vier Teile viel lesen und verstehen, um mir einen Reim drauf zu machen.
      Dabei stellte sich mitunter heraus, dass die offiziellen Quellen hinsichtlich der kausalen Folge von Ursache und Wirkung schludern und das Pferd verkehrt herum aufzäumen.
      Den offiziell erzählten Geschichtsprozess für mich selbst zu plausibilisieren, indem ich die möglichen Motive der Akteure in meine Sicht mit einbezog und mich ein wenig an Wilhelm Kammeier orientierte, war durchaus anregend und interessant für mich. Wie eine kleine Privat-Forschungs-Studie.

      1. Lieber HPB,

        Stellen Sie bitte Ihr Licht nicht unter den Scheffel. In dem Moment wo Sie sich so ausgiebig mit dem Thema befasst haben, ist Ihr Kenntnisreichtum doch riesig.
        Für die „kleine“ Privat-Forschungs-Studie danke ich Ihnen sehr. Es hilft mir jedenfalls meine durch Indoktrination verbogene Sicht um einiges gerader zu rücken. Danke.

        Beste Grüße

  5. @HPB
    auch von mir meinen herzlichsten Dank für diese Fleißaufgabe…………
    Ja, man ( ich ) musste dies auch 3 mal lesen und “ sacken“ lassen.
    Auch mir geht es heute noch so, dass ich immer wieder feststellen muss, dass meine “ Kenntnisse “ der Geschichte, sagen wir mal wohlwollend, verfälscht sind…….

  6. Hallo,

    danke an den Autor für den Artikel, denke auch das nur wenige über diesen Geschichtsabschnitt Kenntnisse haben und deswegen nur wenig Kommentare geschrieben, ist mir bei anderen Artikeln auch schon aufgefallen.

    Hab bei mir ein Buch liegen: Wolfgang Otto, Conquista, Kultur und Ketzerwahn.

    Da stehen ganz erstaunliche Sachen drin: Columbus und viele andere Entdecker wären von jüdischen Menschen finanziert worden und zum Teil selber Juden gewesen. Es gab wohl in Spanien im 14/15 Jahrhundert auch großen Wirbel wer reines Blut hat und wer nicht (woher kenn ich das nur?)

    Sogar Simon Wiesenthal wird in diesem Buch zitiert:
    (Simon Wiesenthal ist wahrscheinlich ein Begriff: er war der NAZI-Jäger der 60/70/80 Jahre, einer der nachweislich größten Lügner des 20. Jahrhunderts.

    „Wiesenthal weist in seinem Buch: Segel der Hoffnung
    darauf hin, das die Juden in ihrer verzweifelten Lage hofften, jene Länder und Inseln zu finden, in denen die im 8. vorchristlichen!! Jahrhundert – z. Zt. des Propheten Jesaja- von den Assyrern verschleppten zehn Stämme Israels nach langen Wanderungen und Irrungen eine Heimat gefunden und Königreiche gefunden hätten. In jenen Königreichen im Osten könnten die juden endlich frei leben, dort ihr Leben selbst gestalten, hieß es in legendären Berichten und Reisebeschreibungen“ Zitat Ende

    Hab das Buch nie ganz gelesen, nur ab und zu auf dem Scheisshaus .

    Was in dem obigen Artikel ganz interessant ist, ist der Hinweis das Juden die Steuereintreiber des Polnisch/Litauischen Adels gewesen sind, da macht man sich bestimmt beliebt bei den normalen Menschen. Ich habe mal i-wo gelesen, das das nur ein kleiner Bruchteil der jüdischen Bevölkerung dieses Privileg hatten (vielleicht vergleichbar mit den „Hofjuden“ in den west- und mitteleuropäischen Monarchien/Fürstentümern. Und das der überwiegende Teil der jüdischen Bevölkerung quasi wie Aussätzige gelebt hätten, bettelnd durch die Gegend ziehen mussten, das soll im 18, Jahhundert gewesen sein.
    Dieses Muster ist ganz interessant: ein kleiner Teil des Judentums hat eine priviligierte Position, der große Rest lebt im Dreck und kriegt vielleicht auch den Ärger der Bevölkerung auf die „Steuerjuden“ zu spüren. Dazu noch die ganze Erziehung: mit 4 Jahren Thoraschule, viele viele Stunden , jahrein jahraus. All die Geschichten über Progrome der letzen Jahrtausende erzeugen mit den anderen Zutaten bei manchen dieser Menschen einen besonderen Geisteszustand. Vielleicht kann man das induziertes Irresein bezeichnen.
    Es gibt einen schweizer Kabbalisten, Dirk Schröder, der von sich behauptet, die Hebräischen Zahlencodes geknackt zu haben.
    Seine These kurz zusammengefasst: Es gibt die Chaldäer/Phönizier, diese Gruppe kontrolliert das Wissen der Menschheit und hat angeblich vor langer Zeit den „anaeroben Sklavenmenschen entwickelt“ der mittels ganz bestimmter Nahrungsmittel die gewisse biochemische Prozesse anstossen, die den Menschen von einem freien, fähigen Menschen zu dem verwandelt was man heute den modernen Menschen nennt. Diese Chaldäer kontrollieren heute über Chabad alle Rabbinate der Welt . Die Kette wäre also so:
    Chaldäer > Oberjuden/Rabbis > normalen Juden > die Nichtjuden.
    Dei Chaldäer haben das komplette Wissen über Mensch und Universum (vielleicht aus Indien vor 5000 Jahren geklaut oder für ihre Zwecke adaptiert) benutzen dieses Wissen aber nicht um die Menschheit zu erheben, sondern um sich eine Machtposition zu sichern und speisen die Zivilisationen mit Bullshit ab, (der Satz von ausgeschlossenen Dritten wäre da ein Thema, die Frage so zu stellen, das der Zugang zu wirklichem Wissen versperrt wird.
    Das würde auch erklären, warum in der europäischen Geschichte immer Gruppierungen, Sekten und so weiter vollständig vernichtet wurden (Katharer, Gnostiker, Mystiker, Bruno, Protestanten die es Ernst meinen usw. Das waren Gruppierungen die zu nah an Wahrheiten die einem Kraft geben dran und das musste ausgemerzt werden.
    Der Witz an der ganzen Sache ist: das die Chaldäer wahrscheinlich keine Juden sind. Mit anderen Worten: ALLE werden verarscht, Und dieses Muster findet man vielleicht auch im Römischen Imperium, im britischen Imperium, im US-amerikanischen, bald vielleicht im Chinesischen usw und sofort.
    D. Schröder behauptet auch, das diese Macht im 6.000 Jahrtausend der jüdischen ihr eigenes Ende einleitet (unter gewissen Bedingungen), im Moment sind wir im Jahr 5777 laut ihrem Kalender.
    Das einzelne Individuum kann sich aus dem Spiel nehmen indem er diese Nahrungsmittel meidet wie der Teufel das Weihwasser. Da wären: Gluten(vor allem Weizen), Kochsalz, und Laktose aus der Milch, diese Nahrungsmittel über lange Zeit zerstören Körper und Geist, Stück für Stück.

    So viel geschrieben, vielleicht ist was für jemanden dabei.
    Gruß
    Klaus

    1. @ Klaus

      Danke für diese weit greifenden Bezüge.
      Ich will noch einmal das Schicksal der polnisch-litauischen Juden aufgreifen.
      In der ersten Hälfe des 17.Jahrhunderts waren die überwiegend keine Bettler und Wohnungslose, sondern ein gebildeter, produktiver und verwaltender Teil der Gesellschaft.
      Die wirtschaftlich am besten Gestellten verdienten am Handel, Großhandel oder als Gutsverwalter der Adligen. Das heißt, sie organisierten die landwirtschaftliche oder handwerkliche Produktion auf den Gütern, sorgten für Kostenersparnis und ertragreiche Vermarktung, um dem adligen Gebieter sein Einkommen zu sichern und sich selbst einen auskömmlichen Anteil daran.
      Im Prinzip waren sie als Verwalter das „Gesicht des Ausbeuters“, auf das sich Zorn und Hass der Ausgebeuteten richten konnten. Seh bequem für den Adel, der meist weit weg seinen Interessen nachging.

      Hinzu kam noch ein besonderer religiöser Faktor. Die Ausgebeuteten auf den Gütern im Süden und Osten waren orthodoxe Gläubige, während im Zentrum der polnisch-litauischen Macht die katholische Kirche das Sagen hatte. Die ganze Zeit über war die katholische Kirche bestrebt, auch im Süden und Osten mehr Macht zu gewinnen. Doch die dortigen Christen hielten hartnäckig an ihrem orthodoxen Glauben fest.

      Mein Sohn sagte vor einiger Zeit, der Papst habe am Sklavenhandel der Krimtataren mit dem osmanischen Reich mitverdient. Ich denke, dass man dazu keine Beweise finden wird. Aber logisch ist, dass der Vatikan den Sklavenhandel in einem gewissen Maße tolerierte, weil es in erster Linie altgläubige slawische Christen waren, die dort verslavt wurden, wodurch das orthodoxe Christentum geschwächt und die Machtchancen der katholischen Kirche in Polen-Litauen verbessert wurden.
      Wurden hingegen Juden als Sklaven verkauft, so kümmerten sich jüdische Gemeinden im osmanischen Reich und anderswo um deren Freikauf, indem sie Geld dafür einsammelten.

      Und da kommt nun Bogdan Chmelnizki ins Spiel, der in seiner Jugend auch auf einem Gut arbeitete und dort eine Familie gründete. Vielleicht war er damals schon ein bisschen aufsässig. Wie auch immer. Jedenfalls verlor er durch rigorose, hartherzige Entscheidungn des jüdischen Gutsverwalters Frau und Kind, was ihn zu einem erbitterten Feind werden ließ.
      Als einsamer verbitterter Mann wandte er sich den Kosaken zu und sann auf Rache Viele Kosaken hatten Ähnliches erlebt und waren deshalb ins wilde Feld geflohen. Chmelnizki wurde schließlich zum Anführer des 1648 beginnenden Kosakenaufstandes.

      Der sich über viele Jahre hinziehende und siegreiche Aufstand richtete sich weniger gegen den polnisch-litauischen Adel als vielmehr gegen die jüdische Bevölkerung, an der zahlreiche Massaker verübt wurden. Aus einer wohlhabenden Bevölkerungsgruppe wurden dadurch oft arme, gehetzte Leute, die gerade so den Massaker entkamen und in „sichere Gebiete“ weiter im Westen gelangten, wobei sie ihr Hab und Gut verloren.
      Das war einer der Gründe, warum es Ausgangs des 17. Jahrhunderts ,im 18. Jahrhundert und danach so viele arme Juden in Osteuropa gab.
      Die „Privilegien“ von früher waren weg, der Reichtum in einem monströsen Tumult mit Mord, Totschlag und Brandschatzung untergegangen!

      1. Hallo HPB,

        danke für die Antwort. Ja, das mit den Steuereintreibern kam aus meinem Kopf, hab es irgendwo gelesen. Wenn es so ist, wie Sie es schreiben, das viele Juden „priviligiert“ waren in der Zeit, tauchen wieder viele Fragezeichen auf.
        Das Judentum in Europa zwischen 1000 und 1800 ist einfach für mich nicht fassbar und ich bilde mir ein, sehr unkonventionell denken zu können.
        Da gibt es zum Beispiel die SchuM-Städte,
        https://de.wikipedia.org/wiki/SchUM-St%C3%A4dte
        Wie ist es möglich, wo doch der Vatikan oft/immer judenfeidlich gewesen sein soll, das es in dieser Zeit so etwas gab, warum waren die/manche Juden wichtig in dieser Zeit und auch später um an Geld zu kommen? Wie war diese Geldmacht abgesichert? Sie hatten ja keine Armee, oder? Warum hat ihnen die Kirche das Privileg das Geldverleihens zugestanden? Warum hat man sie nicht plattgemacht und selber das Geld verliehen? Oder nochmal anders gefragt: Geld war auch damals wichtig für Armeen usw, die Könige und Kaiser waren eben nicht die allumschränkten Herrscher wie es uns heute weisgemacht wird, genauso wie Hitler und Stalin nicht die Alleinherscher waren. Wenn ich mal auf D. Schröder zurückkomme, macht es nicht mehr Sinn das es eine Gruppierung von Menschen gab, die sowohl den Vatikan wie auch das Judentum kontrolliert hat?
        Wenn ich mir überlege, was nötig ist, um einen ganzen Kontinent zu kontrollieren, muss ich dann nicht über allen vorhandenen Gruppierungen stehen und sie zu meinem Vorteil, bzw. für meine Ziele benutzen. Könnte es sein das Judentum/Christentum, vlelleicht auch der Islam erst in dieser Zeit so „geschaffen“ wurden.
        In einem Buch von Irina Tweedie sagt ihr Sufi-Lehrer mal zu ihr: waren die Kirchenväter nicht sehr weise, als sie den Reinkarnationsgedanken aus dem Kanon genommen haben? Denn wer strengt sich an, wenn er die ganze Ewigkeit Zeit hat um Gott zu erreichen/erkennen, hat man aber nur dieses eine Leben, sieht es schon ganz anders aus.

        Wurde in Europa schon vor langer Zeit ein Experiment gestartet? Und waren das vielleicht nicht wahnsinnige Psychopathen, sondern eine Gruppe die wusste was sie tut (bei Gurdjieff wird eine Gruppe erwähnt: die lauteren Brüder von Basra, https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCder_der_Reinheit
        Wäre es denkbar, das eine solche oder ähnliche Gruppierung einen Kontinent mit einer ganz anderen Entwicklung schaffen wollte und es auch tat?

        Fragen über Fragen
        Gruß
        Klaus

        1. @ Klaus

          Das ist relativ einfach zu erklären. ALLE Abraham-Religionen verbieten das Verleihen von Geld (Wucher etc.). Eine der Religion hat eine Einschränkung: Das Judentum verbietet es NUR unter Seinesgleichen; während solche Geschäfte mit Andersgläubigen durchaus „legal“ sind.

          Wenn man nun berücksichtigt, dass dieses Verbot einmal mehr einmal weniger (heute: überhaupt nicht!) eingehalten wurde, so kann man relativ leicht „ausrechnen“, welchen Vorteil das Judentum alleine durch Kontinuität hatte. Ganz zu schweigen von Zeiten, wo Andersgläubige aufgrund erheblicher Restriktionen durch den eigenen Glauben bzw. Ablehnung innerhalb der eigenen Gesellschaft, ihre Geschäfte: über die Schiene „Jude“ tätigten. Was für Letztgenannt am Ende des Tages: „doppelten Gewinn“ bedeutete …

          Der Rest ist dann Geschichte … ab dem Zeitpunkt, wo sie dann Banken eröffnen konnten UND erst recht, wo sie den Staaten einreden konnten, dass ihre Banken nicht mehr an ihr Vermögen „gebunden sein sollten“ (de facto: Geld aus Luft verliehen), waren sie: nicht mehr zu halten …

          1. Präziser: Ein Jude kann von einem Juden Geld borgen; NICHT von einem Andersgläubigen! Hingegen kann er an Andersgläubigen JEDERZEIT Geld verleihen. Bei den anderen Abraham-Religionen ist es (theoretisch) generell untersagt.

            1. Hallo Sloga,

              das ist mir durchaus bekannt. Ich frage nochmal anders: wenn nur Juden Geld verleihen konnten, woher hatten sie dieses, wenn sie die kleine permanent gehasste und verfolgte Gruppe waren, wie es behauptet wird. Sie hatten kein eigenes Land, keine Armee, wurden angeblich immer wieder dezimiert usw.. Ich kann es nicht verstehen, es muss irgendeinen Geschichtsstrang geben, den wir nicht kennen, kann mir da jemand folgen??

              Gruß
              Klaus

              1. @ Klaus

                Die Zauberworte sind Kontinuität und Eintracht. Wenn in meinem Dorf beim Hausbau alle zusammen helfen und in Nachbardorf ein anderer alleine sein Haus baut, so bin ich mit meinem fertig, während der andere aus dem Nachbardorf noch beim Fundament ist. Ist der dann endlich mit seinem Haus fertig, so habe ich bereits eine ganze Stadt gebaut. Ist das Nachbardorf zu einer Stadt gewachsen, habe ich bereits die ganze Welt ausgebaut!

                Dann die GIER! Habe ich am Anfang noch ein paar Schlägertypen bezahlt, die mein Vermögen verteidigten (verteidigen müssen, da ich es physisch „am Mann bzw. zu Hause“ war … so war das mit den Banken hinfällig; denn die wurden vom König/Staat beschützt … ich bin die Sorge los und kann mich einer Sache zuwenden bzw. auf sie konzentrieren: Geldvermehrung!), so bezahle ich in weiterer Folge den Polizisten, dann den Bürgermeister, den König bis zum Präsidenten usw. Ich brauch bloß danach trachten, dass meine Umgebung nur eines im Kopf haben: GELD!

                Wenn man sich die Wirtschaft genauer anschaut (Banken, Börsen, Holdings uvm.) so sind das im Grunde genommen Taschenspielertricks und Illusionen. Es graust einer Sau, wie dämlich wir dabei aussehen!

                Wie dämlich wir aussehen? Man stelle sich eine Schachpartie vor, bei der der Gegner während des Spiels die Spielregeln ändern kann (wann immer er will …). Nach dem Spiel sind der Gegner und alle Zuseher hellauf begeistert, wie der „gute Mann“ wieder einmal gewonnen hat …

        2. @Klaus: … bezüglich des Experimentes; zu dieser Zeit war Wissen noch in einigen wenigen Händen (bes. die Kirche)… insofern konnten die (ausgestattet mit dem Monopol auf Wissen) durchaus Experimente starten…
          Was die heilige Schrift betrifft kann man davon ausgehen, dass dies eine der ersten wirklich manipulativen Propagandaaktionen in der Menschheitsgeschichte war.
          Es finden sich so viele heidnische Bezüge in der Bibel, der Beweis ist lang erbracht zumal das gemeine Volk bis Luther ja nicht mal in der Lage war zu verstehen was die Priester so von der Kanzel predigten.

          1. Schliemanns,

            ja so wird es uns erzählt, ich bin da aber sehr skeptisch, die Leute hatten auf jeden Fall das Wissen um die wirklichen Dinge wie: Viehzucht, Felder bestellen, usw.
            Das „religiöse“ Wissen ist wohl mehr eine Krankheit als Wissen, aber was sie wohl besassen, war Wissen und Erfahrung Macht zu akkumulieren und zu vertiefen.

            Im ersten 30jährigen Krieg ist wahrscheinlich wahnsinnig viel Wissen aus dem deutschsprachigen Raum gelöscht worden, So wie die Allierten nach dem 2. 30jährigen Krieg sehr viel Wissen wieder eingesammelt haben (da gab es wirklich Truppen hinter der Front die Bücher eingesammelt und vernichtet haben, und nur 10 % soll explizit nationalsozialiste Literatur gewesen sein, der Rest umfasste eben den Rest)
            Weiter unten hat Ekstroem einen Link eingestellt, über Heiratspolitik im England, den finde ich ziemlich aufschlussreich, aber auch deprimierend.

            https://morgenwacht.wordpress.com/2019/01/16/maximilian-i-von-habsburg-und-die-juden/

            Klar ist wohl irgendwie, das wenn es eine Gruppe sich zum Ziel gesetzt hat, die Welt zu kontrollieren und dabei nicht den Weg der physischen Stärke geht, sondern viel langfristiger agiert, über Jahrhunderte hinweg, dann wird diese Gruppe Erfolg haben, selbst wenn sie mal in einer Epoche Gegenwind bekommen hat, wäre das nur eine kleine Verzögerung.
            Da kann man sich fragen, ob Roger Domerque nicht völlig Recht hatte mit seinem Text: Das Schweigen Heideggers:

            https://kopfschuss911.files.wordpress.com/2016/04/auschwitz-oder-das-schweigen-heideggers-roger-dommergue-1990-31-s-text.pdf

            Russophilus: Weiss nicht ob die Verlinkung ok ist, falls nicht einfach löschen.

            Bei Castanedas Buch Reise nach Ixtlan, gibt es zum Ende sinngemäss diese Stelle:
            Nur als Krieger kann man auf dem Pfad des Wissens überleben. Denn die Kunst des Kriegers ist es, den Schrecken, ein Mensch zu sein, und das Wunder, ein Mensch zu sein, in Einklang zu bringen.

            hier gefunden:
            http://www.nagualismus.org/zitate/don_juan.phtm

            Da muss ich wohl noch an mir arbeiten 🙂

            Gruß
            Klaus

            ——————————————-
            Ich schließe nur ungern Themen grundsätzlich aus und tue das auch hier nicht. Allerdings fordere ich (aus diversen Gründen) eine gewisse Sensibilität und dass gewisse Grenzen nicht überschritten werden. Ach und: „jüdisch“ ist nicht dasselbe wie „zionistisch“; das bitte ich zu beachten

            1. @ Klaus

              Ich gehe bloß mal kurz auf den Artikel in der „Morgenwacht“ über Maximilian von Habsburg und die Juden ein.

              Was dabei unbeachtet bleibt, ist das „Judenregal“, das im HRR eine kaiserliche Verpflichtung zum Schutz der Juden gegen Zahlung von „Schutzgeld“ bedeutete.
              Eine Zeit lang lag diese Verpflichtung und dieses Recht auf Geldleistung auch bei den Landesfürsten.
              Da die Schutzgelder erhebliches Geld in die fürstlichen, königlichen und kaiserlichen Kassen brachten, mussten die Juden zusehen, wie sie ihrerseits an die nötigen Mittel kamen, was sich letztlich auch auf die Höhe von Zinsen für ausgeliehene Kredite steigernd auswirkte.
              Im Grunde war das in allen europäischen Königreiche so oder ähnlich. Die jüdischen Privilegien mussten mit Geld bezahlt werden, wohingegen der Schutz der Juden bei stabilen Verhältnissen relativ kostengünstig ausfiel.

              Kreditnehmer der jüdischen Geldverleiher waren vorwiegend Adlige, Fürsten usw., die über ausreichende Sicherheiten verfügten und ihre Untertanen zur Erwirtschaftung von Zins und Tilgung heran zogen. Verschärfte Ausbeutung, was natürlich böses Blut und die Suche nach Schuldigen brachte.

              Als Maximilian die 38.000 Gulden vom Steirischen Rat angeboten wurden – als Gegenleistung für die Austreibung der Juden – überstieg diese Summe (vermutlich) die jährlichen Einkünfte aus dem Judenregal bei weitem, lag aber um ein Mehrfaches unter der vakanten Summe der adligen Schuldner, die mit einer kostengünstigen Entschuldung rechnen konnten.

              Obendrein musste Maximilian angesichts der zunehmenden ökonomischen und politischen Spannungen mit einem Aufruhr rechnen, der den Schutz der Juden zu einem sehr kostspieligen Unterfangen gemacht hätte.
              Nach Abwägung der Chancen und Risiken entschied sich Maximilian für die Vertreibung der Juden. Das war reines Machtkalkül auf der Basis von Kosten und Nutzen für den Fürsten. Alles andere nur religiöse Verkleidung und nützliche Staffage.

              1. @ HPB

                Die letzten drei Sätze sind SOOOO unendlich wichtig (mein Vergleich mit einem Irrenhaus – weiter oben – kam nicht von ungefähr …).

                Rezept (aus der dunklen Küche):

                1. Man verbiete latent Spielsüchtigen das Spielen (durch Religionen).
                2. Man stelle an jeder Ecke Spielautomaten auf (durch „religiös“ konzessionierte Aufsteller).
                3. Die Spielsüchtigen verzocken Hab und Gut bzw. machen sogar Schulden.
                4. Ab einem bestimmten Punkt „tilgen“ sie dann die Schulden (wie auch immer …).
                5. Der Aufsteller ist gezwungen, das System um- bzw. auszubauen, um sich selbst zu schützen (Banke werden geboren).
                6. Ab einem gewissen Zeitpunkt (das System ist „perfekt“) erschlagen sich die Spielsüchtigen nur noch gegenseitig, da der Aufsteller „unsichtbar wurde“.

                Was ist ein „wunderschöner“ Nebeneffekt? NIEMAND gibt gerne zu, spielsüchtig zu sein (schon alleine aus einem ganz simplen Grund: seiner Religion … seine Sippe würde ihn verstoßen). Daher akzeptiert er nicht nur … NEIN! … er fordert sogar, dass die Geschichte in den Geschichtsbüchern SCHÖNER dargestellt wird (wobei es in diesen Märchen zugeht, wie in allen anderen Märchen: wir haben eine überschaubare, sich ständig wiederholende Gruppe von Übeltätern („die üblichen Verdächtigen“) … auf den Punkt gebracht, ist es „wie im wahren Leben“: ALLE anderen sind Schuld, bloß der Süchtige selbst: NIEMALS!).

                Dazu kommt: Ist ein Junkie einmal so richtig abhängig, tötet er „locker“ Vater, Mutter, Kinder um den nächsten Schuss zu setzen … die Hemmschwelle ist irgendwann: nicht existent.

                Im Grunde genommen entartete die gesamte Geld-Philosophie in eine Beziehung von Drogendealern und Drogensüchtigen, wobei beide Gruppen peu a peu (manchen auch schneller) ihre Seele an die Dunklen verkaufen … nicht mehr und nicht weniger.

                Es heißt ja nicht umsonst: FOLGE DER SPUR DES GELDES! (in der Historie im Sinne von: verfolge ZURÜCK).

                1. um den Gedanken zu Ende zu führen:

                  Wir haben eine Hassliebe zw. Dealern und Süchtigen. Das gemeinsame Ziel: alle nicht-Süchtigen zu vernichten (für die Dealer: gefährliche „Ungläubige“ … für die Süchtigen: sie erleichtern hier irgendwie ihr Gewissen: keine nicht-Süchtigen – keine Gewissensbisse).

                  Sind nun alle nicht-Süchtigen (in erster Linie: innerhalb der Rasse aber auch darüber hinaus …) ausgemerzt, so folgt der zweite Schritt: man löscht sie aus den Geschichtsbüchern (die nicht-Süchtigen, die man vernichtete, waren: NIEMALS vorhanden! … auf die Idee, dass seine Vorfahren ja irgendwann auch ohne Geld „wunderbar gelebt haben“, kommt der zugedröhnte Süchtige nicht mehr … wie auch?).

                  Was ist nun der nächste Schritt? Die „Gras-Raucher“ MÜSSEN dazu gebracht werden auf Heroin und Crack umzusteigen, da „man“ sonst Gefahr läuft, dass genau diese Gruppe sich evtl. auf eine Zeit: vor ihrer Sucht erinnert … der Rest ist Geschichte bzw. Gegenwart …

  7. „Opa, was machst du da“, fragte vorhin eine meiner Enkeltöchter als ich gerade die Teile der Aufsätze von HPB zusammenfügte. Ich sagte ihr, dass ich ihr noch zeigen würde, wo sie diese und vergleichbare in meiner Sammlung finden wird. Und ich sagte ihr auch, dass es das alles nicht als Buch gedruckt gibt und wenn doch, dann über viele Büchern verstreut, die später vielleicht gar nicht mehr aufzufinden sind oder oftmals in fremden Sprachen geschrieben wurden.
    Ob alles so stimmt oder wieviel davon weiß ich auch nicht. Aber es gibt jede Menge kluger Menschen, die hinterfragen, was nicht zusammenpasst. Gerade bei der Bewertung historischer Vorgänge und/oder Entwicklungen kommt es aber darauf an. Wenn dann die Fragmente wie bei einem Puzzle immer besser zusammenpassen ergibt sich am Ende ein stimmiges Bild. Und genau das hat Herr oder Frau HPB gemacht. Deshalb solle sie diese Ausdrucke unbedingt lesen, wenn sie sie später mal in die Finger bekommt und noch bevor die Bücher und Sammlungen aus Opas Hinterlassenschaft zum Altpapier gegeben werden.

    Wenn ich sehe, wie sie und ihre Schwester mit Büchern, Fotoalben und auch mit ihren eigenen Kreationen umgehen, sollte ich mir da keine Sorgen machen müssen.

    Liebe(r) HPB, mein zustimmendes Kopfnicken vor dem Monitor können Sie nicht sehen. Jedenfalls war auch für mich so einiges neu. Und ich hoffe sehr, dass meine Enkel zu gegebener Zeit die richtigen Fragen stellen werden und wichtige Antworten in Ihrem Essay finden.

    Vielen Dank dafür und bleiben Sie gesund
    D.C.

    1. Haha @Don Carlos.
      Bin zwar noch kein Opa, leider, aber ich fass die Artikel auch zusammen fuer meinen Juengsten (und natuerlich fuer mich).
      Auch dem „Rest“ Ihrer Ausfuehrungen schliesse ich mich voll und ganz an.

    2. @ Don Carlos

      Vielen Dank für die guten Wünsche.
      Ihr Name erinnert mich an den historischen Don Carlos, der Ihnen sicher vertraut ist?

      In aller Kürze, was ich über ihn gefunden habe: Don Carlos, 1545 geboren, war der älteste Sohn Philipps II. und somit thronfolgeberechtigter Infant von Spanien.
      Mit ihm gemeinsam durchliefen die gleichaltrigen Don Juan de Austria und Alexander Farnese die höhere Ausbildung am spanischen Hofe. Die beiden Letzteren erwiesen sich später als äußerst loyale und fähige Militärs und Politiker.
      Demgegenüber war der König mit dem Eifer und Erfolg seines Sohnes recht unzufrieden.
      Als 1559 der Frieden von Cateau-Cambresis zwischen Spanien und Frankreich geschlossen wurde, gehörte zur Aussöhnung auch die Verlobung von Don Carlos mit Elisabeth von Valois.
      Als Philipps Werben um die Hand von Elisabeth I. von England abgewiesen wurde, löste er kurzerhand die Verlobung des Infanten, um selbst darauf Elisabeth von Valois zu ehelichen.

      Die junge Königin war bald bei den spanischen Untertanen sehr beliebt. Auch ihr Gemahl blühte in ihrer Nähe auf, wie seine Höflinge erstaunt feststellten. Sie gebar ihm mehrere Töchter. Nur Don Carlos verschloss sich immer mehr.
      Über sein Verhältnis zu der etwas jüngeren Königin gibt es zwiespältige Kunde. Man kann durchaus vermuten, dass Don Carlos Elisabeth sehr zugetan war, sie vielleicht sogar liebte.
      Vom Hof ist verbürgt, dass Elisabeth viel Zeit mit dem vereinsamten Infanten verbrachte und ihn wohl auch sehr gemocht hat. Doch sie hatte (zum Leidwesen ihrer Mutter – Katharina von Medici) den strengen katholischen Glauben in der spanischen Ausprägung übernommen, was ihr den Ehebruch strikt verbot.

      Von Don Juan ist überliefert, dass eines Tages Don Carlos zu ihm kam, um ein gemeinsames Komplott zum Sturz Philipp II. zu schmieden. Für Don Juan war es nicht vorstellbar, seinen König und Halbbruder so zu hintergehen. Also informierte er Philipp II. über Don Carlos‘ Pläne, was zu dessen Flucht in Richtung Holland und Inhaftierung führte.
      Der König dankte Don Juan für seine Treue, indem er ihn zum Oberbefehlshaber der spanischen Flotte im Mittelmeer ernannte.

      Auf den Fluchtversuch des Infanten nach Holland reagierte Philipp II. mit der Vorbereitung eines Prozesses wegen Hochverrat. Noch vor Prozessbeginn starb Don Carlos durch eine von unmenschlichen Haftbedingungen verursachte körperliche Erkrankung / Schwächung im Sommer 1568, so die offizielle Kunde.
      Die Mutmaßungen über das Verhältnis zwischen Königin und Infant erhielten dadurch Nahrung, dass die schwangere Königin nach Carlos‘ Verhaftung wochenlang weinte und ihren Gemahl wegen seiner Hartherzigkeit strikt abwies.
      Der Tod des Infanten hatte schlimme Folgen für die Königin, die seelisch mit ihm gelitten hatte. Als habe sie gleichsam dessen Leiden übernommen, erkrankte sie schwer und starb am 03. Oktober 1568 an den Folgen einer Frühgeburt.

      Die seltsamen Umstände des Todes des Infanten und der Königin warfen an Europas Höfen Fragen auf und sorgten für Gerüchte. Auch beim Kaiser des HRR, der schließlich durch ausführliche Briefe Philipps beschwichtigt wurde und später einer Eheschließung Philipps II. mit Anna von Österreich seinen Segen gab.

  8. Sorry, hab ein paar Fehler gemacht

    D. Schröder behauptet auch, das diese Macht im 6.000 Jahrtausend der jüdischen i

    richtig: D. Schröder behauptet auch, das diese Macht im 6. Jahrtausend der jüdischen Zeitrechnung

    hier auch:
    Mystiker, Bruno, Protestanten die es Ernst meinen usw. Das waren Gruppierungen die zu nah an Wahrheiten die einem Kraft geben dran

    da fehlt nach dran: waren

    und noch ein paar kleine Rechtschreibfehler, bitte korigieren, wenn möglich, danke

    1. @ Klaus

      Auf viele der Fragen, die Sie oben aufwarfen, habe ich keine gültigen Aussagen parat und müsste erst studieren, um tiefer schürfend zu antworten.
      Nur so viel: Vor einiger Zeit neigte ich auch dazu, in religiösen oder spirituellen Besonderheiten der Menschen nach den Geheimnissen und Lenkern der globalen Entwicklung zu suchen.
      Eines ist klar: Die Soziopathie, die sich in unserer vermeintlichen „Elite“ (unter den Politstern) immer mehr breit macht, ist ein ernstes gesellschaftliches Problem, das nicht nur ernste geistige Folgen hat.
      Abgesehen davon halte ich mich jetzt vorrangig an wirtschaftliche/finanzielle Interessen und deren politische Ausdrucksformen, um hinter die Motive der Akteure, die Kräfteverhältnisse und den Gang der Ereignisse zu kommen. Das klingt zwar oberflächlich, bringt auf dieser Betrachtungs-Ebene aber Logik und Plausibilität.

      Im übrigen bietet in dieser Hinsicht auch der von Ekstroem verlinkte Artikel in der „Morgenwacht“ mit dem Titel „Gedanken zum jüdischen Einheiraten in einheimische Eliten“ da viele Fakten und Hinweise.
      Dass gerade der preußische Adel im 18. Jahrhundert zum Ziel des Einheiratens wurde, hängt natürlich mit der Machtstellung zusammen, die das Land unter Friedrich II. im HRR und in Europa erlangte – den Rang einer Großmacht!!

      1. Werter HPB
        die angesprochene Heiratspolitik wirft noch ganz andere Implikationen auf.

        In früheren Zeiten, vor dem Christentum, war ein Herrscher der erste unter Gleichen und wurde von den freien Männern gewählt. er war ihnen verpflichtet.

        Durch das Christentum wurde dann die Idee des Gottesgnadentum implantiert, der Herrscher war primär Gott und damit über dessen irdischen Stellvertreter der Kirche verpflichtet, aber sekundär auch Volk und Land. war er ein guter König gediehen Land und Volk, andernfalls verkam alles. Dieser Anspruch war im Volksglauben noch verwurzelt und der Herrscher musste ihn bedienen.

        Durch die Heiratspolitik wurde das Ganze schon immer weiter aufgeweicht. Wenn ein (fiktives Beispiel) Thronfolger eine Frau aus einem anderen Kulturkreis nahm, so war die Chance groß, dass das Kind viel von seiner Mutter übernahm, z.B. die Sprache, aber auch die Gefühlswelt. Die adelige Schicht hat sich hier schon länderübergreifend durch Heiraten und daraus resultierende Verwandschaftsgrade vermischt und war sich damit näher, als ihren jeweiligen Völkern.

        Das gipfelte dann in Zuständen, wo ein preußischer König nur noch französisch sprach und sich mit seinen einheimischen Untertanen kaum noch unterhalten konnte. Der gemeinsame Kitt zwischen Herrschenden und Beherrschten wurde immer dünner, es beschränkte sich hier fast nur noch auf eine vage europäische oder noch regionalere Identität und das Christentum, wobei es hier auch schon konfessionelle Spaltungen gab. Der Herrscher mag sich noch mit dem Land verwurzelt fühlen (wurde ihm ja von Gott zur Aufsicht übergeben) und indirekt über das Land auch zum Volk, aber die emotionale Kluft ist jetzt schon riesig (oder kann es zumindest sein).

        Wenn sich nun eine religiöse Gruppe, die sich zudem als eigene Rasse und gottgewollt exzeptionell definiert, in die Oberschichten aller Länder einheiratet, dann ist es umso wahrscheinlicher, wenn nicht todsicher, dass die Nachkommen sich ebenso exzeptionell identifizieren und dementsprechend keinerlei emotionale Bindung mehr mit den Beherrschten aufweisen. Die können schließlich nicht auch exzeptionell sein.

        Der Gipfel ist dann das, was ein Coudenhove-Kalergi als den neuen Adel beschreibt (das war auch schon 1925), der über ein minderbegabtes und unterprivilegiertes Völkergemisch herrscht, welches dadurch zustande gekommen ist, dass man die natürlich gewachsenen Ethnien über eugenische Maßnahmen zwangsvermischt hat, um die leistungsfähigsten zu eliminieren, da diese dem eigenen Herrschaftsanspruch am gefährlichsten werden konnten.

        Wir befinden uns gerade inmitten dieses Prozesses. So lange eine Oberschicht durch annähernd meritokratische Mechanismen aus der Mitte des eigenen Volkes erwachsen ist, wäre so eine Entwicklung niemals möglich gewesen.

        1. @ Mohnhoff

          Danke für die treffenden, ergänzenden Gedanken.

          Mir fällt da gleich das maurische Spanien ein. Die zwei letzten großen Herrscher des Kalifats von Cordoba, Abd ar-Rachman III. und Hischam II. sollen wie leibhaftige Franken (oder Goten) ausgesehen haben. Das lag daran, dass sie den fränkisch-gotischen Frauen, die sie aus Nordspanien holen und ihrem Harem zuführen ließen, den Vorzug gaben. Über vier, fünf Generationen mit solchen Praktiken prägte sich das äußerlich bei den Umayyaden von Cordoba stark aus, wobei offensichtlich die ursprünglich dominanten Gene der Dynastie allmählich rezessiv wurden.

  9. Habe noch einen guten Youtube Kanal für Euch:

    Ananda Krishna
    ist ein österrechischer Krishna Jünger, der viele gute und hilfreiche Videos hochlädt:

    Hier ein Vortrag übers Kali-Yuga wo ich oft grinsen musste:

    https://www.youtube.com/watch?v=CVBb11NHQSo

    Hier über Patanyalis Joga Sutras:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZZSuMGeL3CM

    Und hier Lösungen fürs Kali Yuga

    https://www.youtube.com/watch?v=iVmWwy-cOfU

    Mir haben da viele Vorträge etwas gegeben.

    Gruß
    Klaus

  10. Werter HPB, Danke für den auf seine Art kenntnisreichen Artikel. Am 17.3.19 schrieben Sie (im Kommentarfaden zum D&D vom 10.3.19):

    Ich wollte an geeigneter Stelle – wenn Russophilus meine englischen Revolutions-Texte freischaltet, auf diesen besonderen Faktor eingehen.

    Danke für den Versuch, Ihr Versprechen einzulösen.
    Der Versuch ist mAn sehr halbherzig ausgefallen:

    „Es ist also sehr wahrscheinlich, dass auf diesem Wege manch erfolgreiches Geschäftsgebaren, das jüdischen Händlern zugeschrieben wird, so auf englische Kaufleute `abfärbte´.“

    Aha, Abfärbung also. Das ist ein bisschen mager. Bei Ihren vielen Kenntnissen, ist es schwer vorstellbar, dass Sie nichts über Strategie und Taktik der khasarischen „Elite“ wissen, durch Infiltration der Oberschicht der Nationen, diese zu dominieren und schließlich zu übernehmen.

    Im folgenden Kommentar zum D&D vom 10.3.19 gibt es den Netzverweis zu einem ausgezeichneten Text von Julius Evola:

    https://vineyardsaker.de/2019/03/10/dies-und-das-die-gnadenlose-diktatorin-und-ihre-gefraessige-brut/#comment-64998

    In dem Text steht allerdings nichts von „Abfärbung“. Evola zeigt am englischen Beispiel klar und deutlich auf, was seit zweitausen Jahren immer wieder weltweit von dieser kleinen Gruppe von Machtmenschen praktiziert wird.

    Zum Tango braucht es zwei. Die Khasaren fanden mindestens seit dem Mittelalter europaweit willige „Tanzpartner“ in Teilen des Adels. Verrat der eigenen Völker für Gold. Hier ein Netzverweis dazu:

    https://morgenwacht.wordpress.com/2016/08/10/gedanken-zum-juedischen-einheiraten-in-einheimische-eliten/

    Meiner Ansicht nach ist es wichtig, die Dinge im Rahmen der Gesetze beim Namen zu nennen. Was meinen Sie dazu, werter HPB?

    1. @ Ekstroem

      Der Kommentar, dem Ihre Kritik gilt, sollte nur den Bezug für die Elisabethanische Zeit bis 1603 gemäß dem ersten Artikel herstellen. Deswegen holte ich da nicht weiter aus.

      Zum jüdischen Thema lässt sich noch viel sagen. Auch Dinge, die Sie von mir nicht erwarten. Doch dazu erst später

  11. Vielen Dank HPB.
    Ich folge ihnen bis ins Detail und entdecke für mich auch noch so manches neues. Außerdem gefällt mir ihre Schreibstil. Es liest sich flüssig ohne langatmig oder ausschweifend zu sein.
    Gerne mehr davon.

    Zum Thema Juden:
    Was würden sie HPB sagen, was die Ursache und Wirkung war, aus der Sicht der Englischen Krone und der Juden, dass die verbannung selbiger aufgehoben wurde und diese sich wieder in England niederließen. Die Motive sind mir noch unbekannt. Vielen Dank.

    1. Stimmt, was HPB an vielschichtigen Themen zusammenfassend so schreibt, liest sich wirklich sehr flüssig, daher empfehle ich es auch gerne weiter (so wie die Seite überhaupt! 🙂

    2. @ Irme

      Ich werde vorgreifend versuchen, die Frage zu beantworten, wie die Juden wieder nach England kamen.

      Zunächst, – das war keine königliche Angelegenheit sondern eine des Lordprotektors Oliver Cromwell und dessen, was noch als parlamentarische Vertretung übrig war.
      Die Angelegenheit wurde akut nach dem ersten englisch-holländischen Seekrieg von 1652 bis 1654.
      Als der Krieg begann, sagte ein weiser Mann, dass hier „ein Berg von Eisen gegen einen Berg von Gold“ antrete. Mit Ersterem meinte er England. Der „Goldberg“ symbolisierte die sieben Provinzen der Niederlande, die durch Handel und Wandel zu enormem Reichtum gelangt waren.
      Nachdem sich 1593 die erste wohlhabende jüdisch-portugiesische Marranen-Familie in den Niederlanden ansiedeln durfte, folgten ihnen weitere, die auch Wege fanden, ihre Kapitalien in die Niederlande zu transferieren. Ein ständiger Zufluss von Reichtümern, vor allem aus Portugal, der sich durch rege Teilnahme am niederländischen Geschäftsleben noch vergrößerte.
      Im Laufe der nächsten sechzig Jahre entstand in Holland eine vermögende jüdische Community, die einen nicht unbedeutenden Anteil an jenem „Goldberg“ hatte.
      Nachdem 1648 der Westfälische Frieden geschlossen worden war, der auch Frieden zwischen Spanien und Holland brachte, öffneten sich die spanischen (und portugiesischen) Häfen für holländische Schiffe, wobei die Kenntnis der Gepflogenheiten in der alten Heimat einen handfesten Vorteil für holländisch-jüdische Kaufleute gegenüber z. B. englischen Kaufleuten ausmachte (übrigens ein nachrangiger Grund für den ersten Seekrieg).

      Zum Initiator der jüdischen Besiedlung Englands wurde der Amsterdamer Rabbiner Manasse Ben.-Israel. Das Denken des Rabbis wurde stark von messianischen Vorstellungen geprägt. Sein Ziel bestand offenbar darin, das baldige Kommen des Messias zum Heil der Menschheit zu ermöglichen. Gemäß der heiligen Schriften setzte das aber voraus, dass die jüdischen Gläubigen über alle Länder der Erde verstreut sein müssten. Doch England, Irland und Schottland waren diesbezüglich ein „blinder Fleck“ – ohne jeden Juden. Deshalb sah er seine (messianische) Aufgabe darin, den Juden die Tore Englands zu öffnen, die dort 1290 vertrieben worden waren.

      Ab 1650 wandte sich Manasse mit Bittschriften an das englische Parlament und wies besonders auf die Leiden der spanischen/portugiesischen Juden durch die Inquisition und Gräuel hin. Aber politische Turbulenzen in England ließen das Anliegen in den Hintergrund treten. 1654 – nach dem Krieg – nahm Manasse einen neuerlichen Anlauf mit Bittschriften. 1655 erhielt er eine Einladung des zweiten, bald darauf aufgelösten „kurzen Parlamentes“, musste aber wegen der Parlamentsauflösung warten, bis er eine Einladung des Lordprotektors erhielt. Im Oktober 1655 reiste der Rabbi nach England, um sein Anlegen persönlich vorzutragen.

      Cromwell scheint das sehr wohlwollend aufgenommen zu haben. In Anbetracht der gewichtigen wirtschaftlichen Rolle der Juden in Holland wollte er jedoch wissen, womit die Zuwanderer ihren Lebensunterhalt bestreiten würden. Hier ein Zitat von Heinrich Graetz aus „Geschichte der Juden“ (Dritter Zeitraum, vierte Periode, dritte Epoche, viertes Kapitel):

      „Den Handel, dem die Juden meistens ergeben waren, faßte Manasse Ben-Israel von einem höheren Gesichtspunkte auf. Er hatte dabei den Großhandel im Auge, den die portugiesischen Juden Hollands mit Münzen verschiedener Länder (Wechselgeschäft), Diamanten, Cochenille, Indigo, Wein und Öl betrieben. Die Geldgeschäfte, welche sie machten, beruhten nicht auf Wucher, worauf die Juden Deutschlands und Polens angewiesen seien, sondern sie legten ihre Kapitalien in Banken an und begnügten sich mit vier oder fünf Prozent Zinsen. Die Kapitalien der portugiesischen Juden in Holland und Italien seien deswegen so bedeutend, weil auch die Marranen in Spanien und Portugal ihre Barschaft denselben zum Verkehr übergäben, um sie gegen die Habsucht der Inquisition sicher zu stellen. Daher legte Manasse auf den Nutzen, welchen sich England von seinen aufzunehmenden Landsleuten versprechen könnte, ein starkes Gewicht. Er meinte, daß die Hauptbeschäftigung und gewissermaßen der Naturtrieb der Juden aller Länder seit ihrer Zerstreuung der Handel, ein Werk der Vorsehung und der göttlichen Güte gegen sie wäre, damit sie durch angehäufte Schätze Gunst in den Augen der Herrscher und Völker fänden. Sie seien darauf angewiesen, weil sie durch die Unsicherheit ihrer Existenz in fremden Ländern keine Ländereien besitzen könnten. Dem Handel würden sie demnach bis zur Rückkehr in ihr angestammtes Land obliegen müssen; denn dann »würde es keinen Krämer mehr im Lande des Herrn geben«, wie ein Prophet verkündet.“

      Manasse versicherte, dass die Zuwanderer aus Spanien und Portugal kommen und zu Englands Gedeihen beitragen würden, wobei er auch nicht mit der Aufzählung jüdischer Tugenden sparte.

      Obwohl Cromwell darüber günstig urteilte, war dieser sich bewusst, dass anglikanische Gläubige samt Klerus und um Konkurrenz fürchtende englische Geschäftsleute jede Menge kritische Einwände vorbringen und Widerstand leisten würden, hinge man das Thema „an die große Glocke“. Die von ihm um Beurteilung gebetenen Ratgeber sahen ebenfalls erhebliche politische Risiken, wenn das „Tor“ weit geöffnet würde.
      Deshalb entschloss sich der Lordprotektor, nur die „Hintertür“ einen Spalt weit zu öffnen, um wenigen Juden (als verfolgte Flüchtlinge!!) Zutritt zu gewähren
      Erst zehn Jahre nach Manasses Tod 1657 öffnete König Karl das „Tor“ für stärkeren, jüdischen Zuzug, nachdem er sich vergewissert hatte, dass die jüdischen Neubürger als loyale Untertanen tatsächlich die Versprechungen des Rabbis erfüllten.

      http://www.zeno.org/Geschichte/M/Graetz,+Heinrich/Geschichte+der+Juden/Dritter+Zeitraum/Vierte+Periode/%5B3.+Epoche.%5D+Letzte+Stufe+des+inneren+Verfalles/4.+Kapitel.+Ansiedelung+der+Juden+in+England+und+Manasse+Ben-Israel

      1. Danke, werter HPB, für die Darstellung. Aufschlußreich sind diese Sätze:

        Deshalb entschloss sich der Lordprotektor, nur die „Hintertür“ einen Spalt weit zu öffnen, […] Erst zehn Jahre nach Manasses Tod 1657 öffnete König Karl das „Tor“ für stärkeren, jüdischen Zuzug,

        Nachdem die Juden 1290 von Eduard dem I. aus England verbannt worden waren, kamen sie gut 350 Jahre später „durch die Hintertür“ wieder herein. Was das englische Volk davon hielt, zeigt dessen Widerstand gegen das „Gesetz über die Einbürgerung der Juden“ 100 Jahre später. Zitat aus dem Text von Julius Evola über „Disraeli und die Konstruktion des Empires der Händler“:

        „Das Gesetz über die Einbürgerung der Juden wurde 1740 ratifiziert. Seine Autoren waren vor allem Mitglieder der oberen Klassen und hohe Würdenträger der Anglikanischen Kirche – was deutlich zeigt, zu welchem Grad diese Elemente bereits spirituell verjudet und von jüdischem Gold korrumpiert waren. Die Gegenreaktion kam nicht von den englischen Oberklassen, sondern vom Volk. Das Gesetz von 1740 rief solche Unruhen und Aufruhr im Volk hervor, dass es 1753 aufgehoben werden musste.“

        Der „Berg von Gold“, von dem Sie sprechen, wird wohl die entscheidende Rolle beim Einschleichen durch die Hintertür gespielt haben. Dieses Muster vom Hinauswurf vorne und der Rückkehr durch die Hintertür kann immer wieder in der Geschichte beobachtet werden, weltweit. Sie ist hartnäckig, diese „Macht-Elite der Hebräer“ (siehe weiter unten Kommentar von heute 14:04 Uhr).

  12. Hallo HPB, vielen Dank für den wieder mal sehr nährenden Artikel! Ich habe ihn gerade zum zweiten mal gelesen, ich warte immer bis ich Zeit und Ruhe finde das wirklich aufzunehmen.
    Für mich ist es so, dass ich nicht wirklich viel Material habe, also Wissen in mir selbst, mit dem ich abgleichen könnte, es sind sozusagen immer Bruchstücke die sich aber immer mehr verdichten. Um so später in der Zeitrechnung, um so mehr Quellen und somit „Bruchstücke“ finden sich für mich.
    Beim lesen dieses Teils musste ich daran denken, wie das damals war im Bezug auf den Informationsfluss, das kann man sich heute kaum noch vorstellen. Diese Informanten damals nahmen wohl auch Wissen in der Dorfkneipe auf, was halt so gemunkelt wurde, die Stimmung, die Innovation, den Wohlstand und die Probleme. Klar waren dann auch (sicher noch wichtiger) „Maulwürfe“ bei Hofe usw…
    Es ist spannend für mich, mich in diese Zeit hineinzuversetzen, mich zu fragen in welcher Atmosphäre die Menschen lebten, die Welt war noch viel größer, weiter.
    Wissen oder Nachricht aus einer Distanz von 1000km zu übermitteln war ein Unterfangen was nicht ohne weiteres möglich war…
    Auch der einzelne, bzw. die Familie, die Dorfgemeinschaft in Interaktion mit Kirche, Königshof, Armee, Geld… was spielte das für eine Rolle für den „Normalmenschen“ damals?
    In wie weit waren die eingebunden und auf welche Art?
    Die Dorfgemeinschaften, Stämme waren zum großen Teil autonom mit Dorfrat und regelmäßigen Treffen (Sonnwende usw.) auch Streitigkeiten wurden an gewissen Tagen und Orten beigelegt bzw. gelöst, Feste gefeiert, Konferenzen abgehalten usw.
    Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Kirchen mit den Königshäusern zusammenhingen bzw. die Königshäuser Außenstellen der Kirche(n) waren, irgendwann muss mal der Punkt gewesen sein, an den die Stämme gezwungen wurden den Zehnten abzugelten (für die einen früher, für die anderen später, für manche evtl. sehr lange garnicht…).
    Hier war es von Belang ob man im weiten Land lebte oder in bzw. in der Nähe einer Stadt, Festung.
    Hat jemand einen Buchtipp der das Leben einer solchen Gemeinschaft anschaulich beschreibt?
    Leider, muss ich sagen, habe ich in der Schule zu diesem Thema nicht viel an die Hand bekommen…
    Es fehlte immer an den verbindenden Elementen.
    Es waren immer Fragmente, kein geschlossener Bogen, der es ja sein sollte, so dass man ein Bild hat und nicht nur abstrakt bestimmte Daten auswendig lernen.

    1. Hallo HPB, ich lese sehr gerne Artikel von Ihnen, vielen Dank.

      Als Buchtipp könnte ich von: Gustav Freytag /Bilder aus der Deutschen Vergangenheit und von: Heinrich Mann/ Die Jugend des Königs Henri Quatre als 1. Teil und Die Vollendung des Königs Henri Quatre als 2.Teil geben.

  13. Moin Moin Gemeinde
    im Geopolitischen Kontext stieß ich die Tage auf folgenden Text.
    https://www.researchgate.net/publication/305151728_Nusantara_History_of_a_Concept

    Interresant an diesem Text sind die möglichen Schlüsse die man daraus ziehen kann für heute/morgen oder auch gestern.
    Gerade auch die gestrigen Dokumentationslücken,warum,wieso,weshalb…
    Religiöse Einflüsse Hindu/Buddhismus,Islam
    in der Region ‚Nusantara‘ bzw. China…
    https://studybuddhism.com/de/fortgeschrittene-studien/geschichte-und-kultur/buddhismus-und-islam-fortgeschrittene-stufe/buddhistisch-muslimische-kontakte-abbasiden-fruehe-phase/religioese-konvertierung-der-uiguren

    In Indonesien als der sog. größte Islamische Staat (auf dem Papier),ist bis heute,im stillen Animismuserhalten.
    Der Islam hatte mit den damaligen Java einen Vertrag geschlossen und dieser sei abgelaufen,das wurde öffentlich in einer Diskussionsrunde kundgetan,mit der berechtigten Frage:
    Was ist nun der rechtlich Status?,in einem Land mit Religionspflicht.
    Die Welt und das dunkle bleibt weiterhin spannend…

      1. Dann „huste“ ich mal zurück,Phil
        Eine Gemeinde zeichnet sich durch RESPEKT aus…
        Zitat
        Persönlich finde ich es so gut. Nüchtern und sachlich. Alles gesicherte Fakten ohne zu weit ausholen zu müssen. Jede Schweinerei existiert, in der einen oder anderen Weise, schon seit der Antike. Überlassen sie es doch den Lesern sich ihre eigenes Urteil zu bilden.
        Zitatende von Phil
        Welch eine Aussage!

        Der Mehrteiler von HPB,ist eine tolle Fleißarbeit,die man wertschätzen muss.Dieser Teil geht ja um die „englische Revolution “ und ein Teil dieser Revolution schließt ja auch das entstandene Imperium mit ein.
        Zur Geschichte von Nusantara sind überwiegend westliche narrative zu finden,witziger Weise erscheint dort eine
        größere Lücke an ‚Wahrheit zu existieren‘.
        Das wiederum führt zurück auf das Ideotisch praktizierte
        Politikum vom Westen,Unterdrückung von Informationen.
        Heutige Auseinandersetzungen,s.m.lesart,sind begründet durch ‚Kapitalinteressen,ist das der wirkliche Grund?
        Oder werden Kriege dazu genutzt um verbleibende Wahrheiten endgültig auszurotten?
        Sloga’s Fund zu Tartarie,großes Dankeschön dafür,ist eventuell ein Schlüssel zu den ganz großen Fragen,
        „DAS SCHWERT DER WAHRHEIT“ durch Herrn Russophilus manifestiert!
        Vielleicht erkennen Sie darüberhinaus noch was anderes,achten sie mal auf HPB ersten Kommentar unterer Abschnitt,ich für mich hatte dazu einen Bezug meines Kommentars entnommen.
        Guten Tag

  14. Mein Dank an HPB für das intensive Eintauchen in die Geschichte nebst den ausführlichen Informationen.
    Sehr lesenswert.

  15. „Blinde Flecken der Geschichte“
    „Es ist alles ganz anders“, wurde mir vor einem guten viertel Jahrhundert bewusst. Später dann, als immer wieder meine Gewissheiten zerkrümelten (letztens erst im Jahr 2015), wurde daraus: „Es ist alles ganz, ganz anders.“

    Werter Klaus, in Ihren Kommentaren stellen Sie wichtige Fragen und weisen auf „Blinde Flecken der Geschichte“ hin. Beispielsweise:

    es muss irgendeinen Geschichtsstrang geben, den wir nicht kennen,

    Im letzten Kommentar beim N8wächter bin ich „zufälligerweise“ genau auf diese Idee eingegangen. Zitat:

    „Das deutsche Volk ist Erbe eines jahrtausendealten Traditionsstroms. Dieser Strom ist älter als die Germanen, Kelten oder Wikinger“

    Hier der Netzverweis zum gesamten Kommentar:

    http://n8waechter.info/2019/03/hintergruende-das-steele-dossier/#comment-121572

    Ihre interessanteste Frage, werter Klaus, deren Betrachtung neue Perspektiven eröffnet, ist für mich die folgende:

    „macht es nicht mehr Sinn das es eine Gruppierung von Menschen gab, die sowohl den Vatikan wie auch das Judentum kontrolliert hat?“

    Russophilus schrieb (20. März 2019 um 16:45 Uhr) in einem Kommentar:

    „Vermutlich ist es hilfreich, die Dunklen einfach mal als Ausserirdische zu betrachten, die wie in einem hollywood Schinken unseren Planeten übernommen haben (und zwar schon lange). Das wäre die erste und höchste Ebene.
    Eine Ebene darunter wären die irdischen Statthalter.
    Und erst noch eine oder zwei Ebenen darunter liegen Staats-Regierungen, usw.“

    Nach meiner Überzeugung sind Welt und Gesellschaft hierachisch aufgebaut. Es gibt viele verschiedene Ebenen der Existenz. Die höheren kontrollieren, beherrschen dabei die darunterliegenden.

    In den letzten zwei, drei Jahren kam immer mehr ans Licht über die Verwicklung der heutigen „Elite“ aus Regierungen, Wirtschaft, Kultur, Medien, Kirche etc. in rituelle, pädophil-satanische Praktiken. Hintergrund dessen ist „eine Gruppierung von Menschen, die sowohl den Vatikan wie auch das Judentum kontrolliert“.

    Diese Gruppierung ist wiederum selbst hierachisch strukturiert. Die Herrscher dieser Machtstruktur sind metaphysische Kräfte oder Wesenheiten. Ein konkreter Beleg dafür ist das Alte Testament. Die Führer der Hebräer schlossen einen Bund/Vertrag mit einer metaphysischen Wesenheit. Seitdem dient die Macht-Elite der Hebräer der Agenda dieser Wesenheit, die einige mit Baal identifizieren. Dazu passt die Baal-Anbetung der heutigen „Elite“, beispielsweise im „Bohemian Grove“.

    Nicht umsonst steht hier jeweils „Elite“. Es ist nie das Volk oder die Juden, die Deutschen, die Araber etc. Es ist immer eine kleine Macht-Clique.

    Das eben skizzierte Bild kann erschrecken, muß es aber nicht.

    1. Die geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklungsrichtung ändert sich
    2. Die Wahrheit drängt immer mehr ans Licht.
    3. Die Menschen wachen auf.
    4. Die Machthaber und ihre Diener entlarven sich immer mehr selbst.

    Die Menschheit ist dabei die selbsternannten „Eliten“ abzuschütteln. Die Menschheit ist dabei umzuziehen.
    Ein schönes Beispiel für den Bewußtseinswandel ist ein kürzliche Artikel beim N8w. Auch die Kommentare sind sehr lesenswert:

    http://n8waechter.info/2019/03/ich-ziehe-gerade-um/

    Der tote Winkel des LKW und der Elefant im Wohnzimmer, beide Wahrnehmungs-Aspekte sind mit den „blinden Flecken der Geschichte“ verknüpft. Gegenwärtig werden die Schleier der Wahrnehmung zerissen. Blinde Flecken kommen ans Licht. Es ist wichtig, sie in den Blick zu nehmen.

  16. Es scheint mir hier ein bisschen in
    Vergessenheit geraten zu sein, dass
    @HPB mit seinen Ausfluegen in die europaeische Geschichte den
    „Zeitlinien auf dem Weg in die NWO“
    nachzuspüren sucht.
    Intéressant waere jetzt alleine, wo, wann und vor allen Dingen wie HPB diese Zeitlinien zusammen zu führen gedenkt.
    Der Geniesser liest und schweigt, möchte mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedes Kommentares enthalten.
    Ausser vielleicht, nehme regen Anteil
    und bin gespannt wie ein Flitzebogen.
    Hut ab, ganz toll, was HPB hier vorstellt.
    Dann vielleicht noch………
    ich teile die Kritik der hier mitlesenden
    Foristen, dass die Unaussprechlichen
    bei der Darstellung durch HPB viel zu gut wegkommen.
    Weiss nicht, was das soll?
    Kommt mir komisch vor!

    1. Persönlich finde ich es so gut. Nüchtern und sachlich. Alles gesicherte Fakten ohne zu weit ausholen zu müssen. Jede Schweinerei existiert, in der einen oder anderen Weise, schon seit der Antike. Überlassen sie es doch den Lesern sich ihre eigenes Urteil zu bilden.

    2. @firenzas,

      Zu ihrem ‚Gefühl‘, geht mir auch so.
      Ich lerne z.b. in diesem Zeitabschnitt dass Elizabeth I ein mieses durchtriebenes Dreckstück war und sich ihre Bösartigkeit blendend auszahlte – und die Kahtoliken wie üblich über den Tresen gezogen wurden und auch über ihre eigene Blödheit stolperten (Phillip II) – ich weiss ist ungerecht, aber das Resultat ist nun mal wie es ist.
      Desweiteren ist der Fokus notgedrungen ja auch ein relativ enger, zb. ist der Farnese Clan ja selbst eine Geschichte wert wie der zum Papst kam, und das Papsttum überhaupt.
      Über die Gruppe die das kontrolliert – das wechselt – Wissen aber wird weitergegeben – der Teufel – ist eine wirkende Wesenheit, aus dem einfachen Grund, dass er logisch als Negation des Guten (Gott) denkbar ist und durchaus in Gedanken und Handlungen wirkmächtig wird – wir alle kennen das Gefühl wenn wir etwas Böses getan haben, darin steckt eine grosse Verführung .
      Mit dem Verlust unserer religiösen Kultur (obwohl mit grosen Fehlern behaftet) haben wir uns selbst zu Sklaven gemacht derjenigen welche über diese verfügen. Es gibt gute Gründe immer zuerst die Kirchen anzuzünden wenn man ein Volk unterwerfen will (nicht selbst, sondern durch Dritte versteht sich).

      1. HDan
        Habe grosse Teile meiner Kindheit in
        Vechta i. O. verlebt, in der sogenannten
        katholischen Diaspora.
        Vechta war eine Insel in einem Meer von
        Lutheranern, ein fester Fels.
        Traditionen wurden wie selbstverständlich gelebt und waren Teil des Alltags.
        Alte Frauen und Witwen trugen schwarz und waren zugeschnuert bis oben hin.
        Jedes Haus hatte einen Marienaltar, sehr
        beliebt „beim Volke“ waren diese Bildchen,
        ein flammendes Herz, Maria hält das Jesuskind, und so, Devotional kitsch nennt man das, glaube ich.
        Bessergestetlte Familien, die was auf sich hielten, hatten als Hausfreund immer einen
        Dominikanerpater aus dem oertlichen
        St. Thomas Kolleg.
        Wenn ich heute an Vechta zurückdenke,
        habe ich immer ein Bild von den vielen Prozessionen vor Augen, die durch die ganze Stadt fuehrten:
        ich sehe ein Blumenmeer und der Duft von
        Flieder und Buchsbaum steigt mir in die Nase.
        Ein Traum!
        Das alles ist nur 50 Jahre her, mir scheint es unwiederbringlich verloren, auch in mir selbst.
        Heute wuerde ich mich als nichtglaeubigen
        und seit 40 Jahren nicht praktizierenden
        Katholiken bezeichnen wollen.
        Habe nie geglaubt. So hat mein Vater mir , als ich schon 20 war, immer noch
        erbauliche Bücher aus dem Herderverlag
        unter den Weihnachtsbaum gelegt.
        Mein armer Vater, da war bei mir nix zu machen.
        Habe also nie geglaubt, wuerde aber jederzeit Gläubigen den Vortritt lassen und so bin ich auch davon überzeugt, dass ohne
        eine brutalstmoegliche Rechristianisierung
        ALLES vergebens sei.
        Ohne Rechristianisierung wird es fuer uns und die Völker Europas keine Befreiung mehr geben. Das ist meine Vechtaer Lehre.
        So ist fuer mich auch Putins grösste Tat dann die,
        die russisch-orthodoxe Kirche in ihren alten
        Stand eingesetzt zu haben.
        Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Putin jetzt gläubig ist, oder nicht.
        Einfach auch aus politischer Sicht, ein genialer Zug.

        1. @firenzas
          Hat mich tief gerührt ihr schreiben ! Ich selbst kenne davon fast gar nichts. Was mich immer gerührt hat waren diese Wohnzimmer Altare wenn ich bei einem ‚Italo‘ (Fremdarbeiter) zu Hause war – und die Andacht der Frauen. Als ich vor zehn Jahren in Latium (nördlicher Teil) Ferien machte spürte ich noch manchen Rest davon – ist in die Landschaft eingegangen, aber z.t auch noch in den Menschen spürbar.

      2. @ HDan

        Die anglikanischen Untertanen Elisabeths II. sahen ihre Königin gewiss ganz anders als ich. Auch mit Verehrung und Treue.
        Vor zehn Jahren wären meine Texte vielleicht ganz anders ausgefallen, denn sie sind ja von meinem aktuellen, persönlichen Blickwinkel geprägt. Ich bin nicht perfekt und musste mich auch vom Umfang her beschränken,, also ergeben sich für die Leser viele Möglichkeiten, andere Gesichtspunkte einzunehmen und Fehlendes einzuordnen.

        Die „Unsagbaren“ spielten hier keine große Rolle, weil man erstens da nicht alle über einen Kamm scheren kann , sondern differenzieren muss und – historisch gesehen -jüdische Bankiers und „Plutokraten“ erst viel später die große Rolle spielen konnten, die wir vielleicht vor Augen haben.
        Ich enthalte mich da „übermäßiger Schärfe“, u. a. deshalb, weil am Ende ein Weg zum gedeihlicher Miteinander Aller gefunden werden muss. Ohne Massaker, ohne Konzentrationslager, ohne maß-, gesetz- oder rechtlose Gewalt usw.

  17. Werter HPB.
    Werter R.

    Ich habe den neuesten Artikel von HPB gesehen.
    Das Lesen des HPB-Beitrages habe ich mir aber für heute am Samstagmorgen, mit allen guten Dingen die dazu gehören, aufgehoben. Für HPB-Beiträge möchte ich Zeit haben. Ich möchte gerne darüber nachdenken. Sinnieren quasi und gegenlesen/gegenrecherchieren. Sowas erledigt man nicht an einem Dienstag-/Wochenabend zwischen Nachhausekommen, Abendbrot und Runterfahren. Für HPB-Beiträge möchte ich Zeit haben.

    Werter HPB.
    Vielen Dank für Ihre Beiträge und Anregungen zum Nachdenken.

    Eine Sache die mir heute beim HPB-Studium aufploppte:
    Bisher hiess es stets „Teile Und Herrsche“.
    „Alt gegen Jung“ war eines dieser vielen Mittel. Dumm gg Klug. Reich gg Arm. Links gg Rechts. England gg Irland.
    Eines von vielen.

    Neuerdings wird dieses „Alt gegen Jung“ aber neu gedeutet und angewendet.
    Die Gesellschaft wird zwischen Alt und Jung geteilt.
    Quasi quergespalten.
    Nicht mehr zwischengespalten. Der neue Riss geht nun quer durch alle westlichen Gesellschaften. Man entsolidarisiert sich.

    Alt ist *nazi*.
    Alt und *nazi* ist aktuell Diesel, Familie, Schutz von Kindern,China, Russland, Freie Meinung, MINT, Lesen lernen mit der Fibel
    Jung ist *hipp* und angesagt.
    *Jung* ist lückenmedien, greta, klima, grünnaiv, islam, merkel, macron, may, Kinderschänderei

    Dazu kommen die dümmsten deutschen *Politiker* die es mAn je gab. Das Dümmste des Dümmsten schwimmt ganz oben und macht Politik.
    Selbst die Schattenmächte dahinter müssen sich doch für Merkel, Maas, Barley, Schulz, Nahles, Kipping in Grund und Boden schämen und inständig hoffen das diese Nichtleister nicht wirklichen Schaden anrichten in Ihrer unendlichen Dummheit !

    Die neue wirklich real dumme Elite verlässt aktuell die Universitäten und bevölkert die Wirtschaft. Mir wird dabei Angst und Bange.
    Fachkräfte fehlen in allen Segmenten der Industrien.
    Mit den neuen *wissenden* Eliten fallen nun Flugzeuge vom Himmel, Brücken stürzen ein, Flughafenbau ist unmöglich.

    China und Russland bringen ganz andere junge neue „Eliten“ hervor. Junge MINT-Eliten. Innovation und Fortschritt erwarte ich nur noch von dort. In diesem Zusammenhang sehe ich ua auch den militärischen Fortschritt bei den russischen Streitkräften.

    Ohne gute moderne MINT-basierte Bildung in Europa und dem „Westen“ findet der zukünftige Fortschritt in China/Russland/Asien statt. Der Zug ist aktuell mAn abgefahren. Man kann sich umorientieren. Aber neue gute Ergebnisse wird es erst wieder in 30-40 Jahren geben. Bis dahin müssen die westlichen Nationen diese Generation von Schwaflern und LifeBallancerInnen durchfüttern.

    Dazu noch diese tolle Generation an jungen merkelgebildeten Drogenhändlern (Was machen die eigentlich im Alter ohne je in die Rentenkasse eingezahlt zu haben?).

    …. nur mal so.
    Was Einen ebenso alles so einfällt, wenn man HPB und R liest.
    Danke an Euch.
    Und herzliche Grüsse in die Runde. Wink an Sloga.

    1. Werter Vidga

      „Selbst die Schattenmächte dahinter müssen sich doch für Merkel, Maas, Barley, Schulz, Nahles, Kipping in Grund und Boden schämen und inständig hoffen das diese Nichtleister nicht wirklichen Schaden anrichten in Ihrer unendlichen Dummheit !“

      Das müssten sie nur, wenn diese Entwicklung eine ungewollte Entgleisung wäre. Aber das ist sie nicht, sondern minutiös geplant.

      Der Westen (ich zähle Deutschland eigentlich nicht zum Westen, aber seit ’45 achten Besatzungstruppen darauf, dass wir doch dazu gehören) wird durch scheinbar hirnrissige, kurzfristig denkende, auf Raffgier und destruktive Umverteilung fokussierte Eliten an die Wand gefahren, während der Osten, speziell China, durch umsichtige, langfristig konstruktiv geplante Handlungen ökonomisch und technologisch aufgebaut wurde (hingegen in keinster Weise in humanistischen Dingen voran gekommen ist), und jetzt im Begriff ist, vorbei zu ziehen.

      Das sind keine gegenläufigen Entwicklungen, sondern eine in sich geschlossene Verschiebung der sozioökonomischen Macht nach China, als neue Wirtsnation der globalistischen Eliten, jetzt nachdem der Westen ausgelutscht ist. Und dass er das ist dafür wurde gesorgt, durch ständigen Abfluss von Werten, durch destruktive Ideologien, die hier eingepflanzt und gehegt wurden, damit alle Stärken die der Westen bzw. die europäische Kultur mal hatte mal hatte, z.B. Disziplin, Wertschätzung von Bildung, abhanden kommt. Zuerst wurde ein demografischer Wandel zur Minimierung des einheimischen Nachwuchses herbeigeführt, dann wurde in den 90er Jahren beginnend die industrielle Basis nach China verschoben, zusammen mit einer gigantischen technologischen Aufbauhilfe. In den 2000ern wurde dann das westliche Bildungswesen abgewrackt (Bachelor-Studiengänge) und in diesem Jahrzehnt kommt jetzt der große Bevölkerungsaustausch und Verdrängung christlicher und europäischer Gene, Traditionen, Ideale und Ideen.

      Man könnte auch noch weiter ausgreifen und früher anfangen, um zu beleuchten wie seit Beginn des 20. Jahrhunderts dafür gesorgt wurde, wie die europäischen Nationen und ihre anglosächsischen Nachfolger als global vorherrschende Kulturen sich in zwei Weltkriegen gegenseitig zerfleischen. Bisher hat man sich noch die USA als primären globalen Kampfköter gehalten, der ist jetzt durch und kann auch weg, zusammen mit seinen NATO-Dackeln.

      Um 1900 herum, war jeder dritte Erdenbürger ein Weißer, heute sind es nur noch ca. 5%. Und man muss ja nur hierzulande schauen, wohin die Reise geht. In der Zwischenzeit hat es die angeblich so vom bösen Weißen ausgebeutete und ausgehungerte dritte Welt geschafft, sich auf ca. 6 Mrd. Menschen zu vermehren und sucht jetzt unter anderem Siedlungsraum in Europa.

      Während der Westen also immer mehr abgewrackt wurde hat man gleichzeitig China (wohlgemerkt mit gewaltiger Unterstützung des Westens) erlaubt – man glaubt doch nicht, dass die Chinesen eine unabhängig agierende Fraktion sind? – wirtschaftlich und technologisch hoch zu kommen. Während Bildung und Technologieentwicklung dort gefördert wird, wird es hierzulande gnadenlos kaputt gemacht, ausgebremst und in falsche Wege geleitet (Energiewende, Klimaschwachsinn, E-Mobilität). Dass der Rothschild-Clan seine Investmentbemühungen immer mehr nach China verschiebt, ist mMn ein guter Beleg dafür, wer dort mitmischt. Wären die Kollegen Rothschild dort nur parasitäre Heuschrecken ohne Einfluss, würde man die doch gnadenlos draußen stehen lassen. Und das betrifft sicher noch viele andere Sippschaften dieser Couleur.

      Also nach meiner Ansicht haben die Schattenmächte hier gute Arbeit geleistet, die hier womöglich gewaltig dazwischen grätschen, sind Putin und Trump. Wobei ich mir da keineswegs so sicher bin.

      Gruß Mohnhoff

      1. @ Schöner Kommentar, Mohnhoff.

        Nur folgende kleine Ergänzung.
        Die „Schattenmächte“ sind – wie es der Name schon sagt – eine Gruppe von Mächten, die durchaus auch unterschiedliche und gegensätzliche Interessen verfolgen (können) und nur zeitweilig an einem Strang ziehen. Vor allem kennen sie aber die Bewegungsgesetze des Kapitals und dessen Verwertungs-Anforderungen.

        Gerade in China lief da etwas schief, denn die sozialen Tumulte nach 1985 sollten eigentlich zum Sturz der KP Chinas und der Umgestaltung des politischen Systems führen. Nun muss „man“ eben zusehen, wie „man“ damit zurecht kommt.

  18. als Ergänzung:
    HUAWEI und seinen Rang bei HighTech sehe ich als neues Resultat der Bildung in Asien.

    SAMSUNG und LG waren zarte „Vorboten“.
    Nicht China. Aber eben Vorboten der Bildung in Asien generell. Hier Korea.

    Wenn dann auch noch Indien sein Bildungssystem umstellt wird der heutige „Westen“ komplett abgehängt.

    Auch denke ich, das wir hier mit den Möglichkeiten des WWW ziemlich revolutionär sind. Ohne das WWW könnten wir uns mit unseren Ideen und Ansichten doch gar nicht „vereinen“. Stammtische. Sagte das nicht neulich einer unter uns ? Sind wir hier nicht an einem Stammtisch und teilen Ideen ? Ich finde das richtig gut. Und jeder darf mitlesen und teilnehmen. Manchen geht es nicht schnell genug. Sicherlich. Aber allein die Möglichkeit zu haben einen Hafen anzulaufen und Ideen zu teilen, sich mitzuteilen und gemeinsam aufzuwachen … Grossartig.

    Danke dafür unserem Dorfpolizisten !

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  19. Weil die Khasaren immer wieder als jüdische Bösewichter auftauchen, will ich ihrer Herkunft – ohne endgültige Antworten zu geben– nachgehen.
    Die Genom-Forscher der Neuzeit waren lange der Meinung, dass es zwischen den Nachfahren der Hebräer (südeuropäische Sephardim) und der Chasaren (osteuropäische Aschkenasim) deutliche Unterschiede im Genom geben müsse. Aber Pustekuchen. Stattdessen nur deutliche Unterschiede zu den asiatischen Juden in Persien usw.

    Siehe hier: https://www.tagesspiegel.de/wissen/genetische-abstammung-abrahams-kinder/1860976.html

    Was ist denn da los? Aus der jüdischen Geschichte wird berichtet, dass einst die „Stiere von Assur“ Israel eroberten und die dort lebenden zehn Stämme der Hebräer deportierten, die fortan verschollen blieben. Das ist nicht ganz korrekt, denn ein Teil der Bevölkerung konnte in den kleinen Nachbarstaat Judaä südwärts entfliehen und verschaffte diesem eine späte wirtschaftliche Blüte.
    Legt man Herbert Gabriels Rehistorifizierung der Geschichte zugrunde, dann existierte das Assyrische Reich gar nicht Jahrtausende lang, sondern spielte nur etwa 40 Jahre lang die Rolle eines Großreiches. Bevor es diese bedeutende Rolle erlangte, standen die assyrischen Generale mit ihren Armeen im Dienste der ägyptischen Statthalter des Nordens, um Tribute und Steuern in abhängigen Gebieten einzutreiben. Kolchis und die umgebenden Gebiete des heutigen Georgiens und Armeniens waren damals nämlich seit Jahrhunderten ägyptische Kolonie, das Zentrum der Eisenverhüttung und anderer Gewerbe.
    Wenn die zehn Stämme nach Norden deportiert wurden, etwa in das heutige Aserbeidschan, dann wäre der Weg zum Kaukasus, nach Kisljar, wo später die erste chasarische Hauptstadt gegründet wurde, nur noch ein Katzensprung gewesen. Doch aus der chasarischen Geschichte ist nichts davon überliefert – weder Mythen noch Legenden.

    Nimmt man „Das Buch Mormon“ zur Hand, das ja erst 1830 verfasst wurde, findet man darin erstaunliche Zeugnisse bzw. Erzählungen über die Wanderung von Hebräern nach Amerika. Um 1645 erhielt beispielsweise Manasse Ben-Israel Kunde, dass in Argentinien ein indianischer Stamm entdeckt worden sei, der jüdische Rituale und Symbole verwende. Ein Irrtum?

    Als Mohammed im Oktober 622 Mekka verließ und mit seinen Anhängern nach Medina zog, fand er in der großen Oase ein fragiles Gleichgewicht gegensätzlicher Interessen der dort lebenden fünf arabischen und drei jüdischen Stämme vor. Es gelang ihm, sich zum Schiedsrichter der Streitigkeiten aufzuwerfen. Seine Schiedssprüche und Gewaltanwendungen endeten mit der Unterwerfung der arabischen Stämme und der Vertreibung der jüdischen Stämme. Man kann davon ausgehen, dass damals – wie bei Medina – auf der arabischen Halbinsel zunächst auch jüdische Stämme siedelten, die mit Mohammeds Machtausdehnung massakriert oder vertrieben wurden.

    Wie Herbert Gabriel rehistorifiziert, kamen nach der großen Flut, die das Zweistromland überschwemmte, zuerst auf Schiffen von Osten die Sumerer, ein nicht-arisches Volk, an, die das abtrocknende Land besiedelten und kultivierten. Später stieg ein Abgesandter arischer Völker (Tyras) aus dem Hochland von Iran herab und bat um Erlaubnis, im Zweistromland zu siedeln. Die Fürsten/Priester von Sumer entsprachen der Bitte und bestimmten die Siedlungsländereien, u. a. auch Assur. Weitere Arier folgten, bis schließlich Jahrzehnte später das erste mesopotamische Großkönigtum unter einem Herrscher arischer Abstammung entstand.
    Wiederum Jahrzehnte später übernahm Sargon I. – ein Arier – die Macht des Großkönigs.Er rief zu einem großen Feldzug nach Ägypten auf und betraute seinen Freund, Statthalter und Unterkönig Isaak – Tektamus mit dem Oberbefehl. Welche Völker im einzelnen die Kriegsscharen stellten, ist nicht bekannt. Dennoch ist anzunehmen, dass darunter auch viele Krieger arischer Abstammung waren. Sargon hatte den Teilnehmern die Inbesitznahme des eroberten Landes südwestlich des Euphrats gelobt. (Isaak – Tektamus genoss später als „Seth“ in Ägypten göttliche Verehrung.)
    Aus diesem Hergang ergibt sich zwangsläufig, dass die Neusiedler in Palästina ein „buntes Volksgemisch“ mit einem bedeutenden arischen Anteil waren, aus denen sich in Wechselwirkung mit der unterworfenen Bevölkerung später die zwölf Stämme und andere Volksgruppen bildeten.

    Sucht man in der Geschichte nach den Anfängen der Chasaren, so gelangt man zum Reich der Kök-Türken. In seiner Blütezeit reichte dessen Einfluss vom Westen der Mandschurei bis in den nördlichen Schwarzmeerraum, was die Beherrschung der Seidenstraße und aller anderen wichtigen Handelsrouten im asiatisch-europäischen Steppen- und Wüstengebiet einschloss. 552 erfolgte die Reichsteilung in ein Ost- und ein Westreich. Das Westreich agierte in verschiedenen Bündnissen mit Persien und Byzanz bis schließlich die strategische Allianz mit Byzanz zerbrach, weil dieses unangemessen-freundliche Beziehungen mit den Awaren aufnahm, die als Untertanen der Kök-Türken galten. Um 630 zerfiel die kök-türkische Staatlichkeit durch innere Machtkämpfe, nachdem die Türken im Krieg gegen die persischen Sassaniden noch den Bestand und Sieg des byzantinischen Reiches gerettet hatten.

    Aus dem Westreich gingen zwei Stammeskonföderationen hervor, die westwärts wanderten. Das waren die Chasaren und die Bulgaren. Die Chasaren wandten sich den Steppengebieten nördlich des Kaukasus und am Asowschen Meer zu und gründeten die Hauptstadt bei Kisljar(heute Daghestan) am Kaukasus, während die Bulgaren am Unterlauf der Wolga lebten. Nachdem die Chasaren ihre Macht konsolidiert hatten, zerschlugen sie 670 die bulgarische Konföderation und vertrieben die Überreste nach Westen (Übergang über die Donau 681) und nach Norden (Reich Bolgar an der Kama). Sie übernahmen die Kontrolle der Handelsrouten im nördlichen und östlichen Schwarzmeerraum. Nach 700 u. Z. verstärkte das Kalifat von Aserbeidschan her den militärischen Druck, was zur Nord-Verlegung der chasarischen Hauptstadt an die untere Wolga (Itil) zwang.
    Die größte Ausdehnung erlangte die chasarische Macht nach der Ansiedlung der im neunten Jahrhundert vom Ural westwärts ziehenden Magyaren zwischen Don und Karpaten. Die Magyaren begriffen schnell, welche Bedeutung die Handelsrouten besaßen und folgten den chasarischen Empfehlungen hinsichtlich deren Schutz und Sicherheit im Austausch für Dienste der Handelskaravanen. Ein Geben und Nehmen, das die Historiker als größte chasarische Machtentfaltung wahrnehmen.

    Zu jener Zeit spielte der jüdische Glaube im Chasarenreich eine bedeutende Rolle, den die Elite im Gegensatz zum Christentum und zum Islam vor zog, wobei die Stellung im kontinentalen Fernhandel ein bedeutendes Motiv war.
    Dabei waren es Verfolgungen im byzantinischen Reich unter Kaiser Leo III. („der Isaurier“ – Regierungszeit von 717-741 u. Z.), die die Juden zur Auswanderung auf die Krim zwangen. Gerade die Städte der Krim inmitten der noch dort lebenden Reste der Goten, Skythen und anderer Stämme gaben den Neuankömmlingen sicheres Obdach. Später auch Siedlungen am Ostufer des Asowschen Meer, was zu engen Kontakten mit den dortigen Chasaren führte.

    964, 965 bis 969 stürmten Petschenegen und Russen in getrennten Angriffen die chasarischen Festungen und Verwaltungszentren. Wer sich nicht unterwerfen wollte, suchte sein Heil in der Flucht nach Westen auf den Handelsrouten, die durch Ungarn, Mähren, heutiges Polen, das Frankenreich bis zur Iberischen Halbinsel verliefen. Vermutlich waren es hebräische Abkömmlinge der Auswanderer aus dem Byzantinischen Reich und Chasaren, denen die Flucht gelang.
    Daraus ergibt sich die Frage, ob die vermeintlich sephardischen Juden Spaniens nicht in Wirklichkeit Aschkenasim – also chasarischer Abstammung – sind. Oder gar ein Gemisch aus Beiden?
    Und wie sind eigentlich die Turkvölker einzuordnen? Tragen nicht auch sie ein gehöriges Stück arischer Abstammung in sich?
    Ein „Ja“ würde erklären, warum die Gene der Hebräer- und Chasaren-Nachkommen kaum differieren, wobei auch die Vermischung durch Unzucht, Gewalt und Eheschließung über Stammesgrenzen hinweg nicht vernachlässigt werden darf.

    Zur Erinnerung: Die Sprachen Alt-Deutsch und Alt-Türkisch sind im wesentliche identisch. Auf den Philippinen wird eine Sprache mit altdeutschen Wörtern gesprochen (Aussage Hr. Ballhorn), was gemeinsame kulturelle Wurzeln und auch Abstammung mit vielen Anderen nahelegt ….

    1. Auf Gen-Forscher würde ich rein gar nichts geben, Die haben schon lange und oft Ergebnissen ach Vorgaben geliefert.
      Und auch die Geschichte hat so manchen Pferdefuß.

      Zu Ihrem letzten Absatz: Ein Blick auf die Hetither könnte aufschlussreich sein.

      1. @ Russophilus

        Ja, es gibt haufenweise gute Gründe für Skepsis.

        Bezüglich der Hethiter hatte ich auch schon mal allergrößte Hoffnungen. Aber wenn man die Untersuchungen und Beweisführungen Immanuel Velikovskis und Herbert Gabriels gelesen hat, bleibt davon nicht viel übrig. Dann „schrumpft“ das Hethiterreich zum Chaldäer-Reich, das zwei „Hemisphären“ besaß. Eine im Osten Kleinasiens und eine weiter im Osten des Zweistromlandes.

    2. Hallo HPB,

      zu den Genen: ich kann diesen Forschern nicht vertrauen, objektives Forschen in diesem Gebiet kann ich mir nicht vorstellen, bzw. würden wir Durchschnittsdödel davon wohl nichts erfahren.

      Altdeutsch und Alttürkisch identisch, das wäre ein ziemlich dicker Hund, wenn das stimmen würde. Jiddisch würde mir da noch einfallen, ist ja auch ein „Bruderdialekt“ des deutschen, dessen Entstehung mir völlig unklar ist.
      Aber wenn die chasarische Oberschicht „jüdischgläubig“ war und die einfachen Leute christlich, muslimisch, lamaistisch waren, dann wäre vieles denkbar.
      Zu den 10 verschwundenen Stämmen: sind nicht Israel diese 10 Stämme? Und dann der Stamm Juda und noch einer? Müsste Israel nicht eigentlich Juda heissen?

      Sollte Landmann doch ein bisschen Recht haben? Hab den nie wirklich ernst genommen (zum einen die Art und Weise der Darstellung und zum anderen denkt wohl jeder mal in seinem Leben, das sein Volk/seine Nation eine besondere Rolle spielt. Dostojewski glaubte das für Russland, Fichte für Deutschland usw.)
      Im 19. Jahrhundert hatte „Deutschtum“ nichts mit Rasse und Blut zu tun, Bei den Ariern war es dito, nichts mit Abstammung, sondern eher eine geistige Haltung.
      Sprich: es reicht nicht als Deutscher, Jude, Arier etc. geboren zu werden, sondern man musste dort hineinwachsen , sich entwickeln, an sich selbst arbeiten.
      Preussen fällt mir da noch ein: war auch eher eine geistige Haltung in seiner besten Zeit, die Unterschiede der verschiedenen Konfessionen waren nicht so wichtig, wer sich eingebracht hat und korrekt war, konnte dort ohne Probleme leben.
      Könnten wir so etwas heute nicht auch gebrauchen: unabhängig von Konfession und Hautfarbe: eine Weltanschauungsgemeinschaft die die alten Werte wieder lebt: Anstand, Fleiss, Disziplin, Ehrlichkeit, Kindern Werte vorleben ohne den Dressurweg über den Verstand zu gehen.

      Firenzass:

      Musste herzlich lachen, komme aus Stuhr bei Bremen und wir haben gerne mal Witze gemacht über die katholischen Dörfer. Alles hinter Twistringen war schwarz in unserer Phantasie.

      Auch ich empfinde Wehmut an diese Zeit auf dem Dorf, Kindheit in den 80ern, aber ich glaube auch das es ein-zwei Generationen brauchen wird damit die Menschen wieder echt werden können. Damals hatte man einen Bezug zur Gegend und auch zur Natur. Viele alte Bauernhäuser, Wassermühlen, kein Schnickschnack, kein Plastik etc., bin dann irgendwann umgezogen und aus die Maus, dann wird man erwachsen und will in die Stadt und vergisst das beinahe, bis es dann wenn mal älter wird dämmert, das das einfache Leben viel besser sein könnte als sein Ruf.

      Gruß
      Klaus

      1. Hallo,

        da gibt es noch einen Punkt: fast alle Sprachen sind mehrmals reformiert worden über die letzten 1000 Jahre, zum einen: wer hat das getan? aus welchen Gründen? Babylonische Sprachverwirrung doch noch keine 2000 Jahre her und nicht „Gotteswerk“ sondern Menschenwerk? Nur mal angenommen, das wäre so und würde enthüllt werden, könnte das die intelligenteren und verständigen Teile der Völker und Nationen nicht wirklich einander nahebringen?
        Goethe soll mal gesagt haben, das die Menschheit vor einem Entwicklingssprung steht, die Frage ist nur, ob vorher nochmal alles zusammengeschlagen wird.
        Bin tatsächlich ein bisschen geflascht von diesem Faden.

        Gruß
        Klaus

        1. Klaus
          Zu diesen Thema „Sprachverwirrung“ sollten Sie sich einmal Mario Prass auf youtube anschauen. Sehr inspirierend und interessante Ansätze!

      2. Klaus
        Meine Recherchen haben mich mittlerweile zu der Annahme geführt, das alles in Bezug auf „Jesus“ eher hier in unseren europäischen Gefilden abgespielt haben muss. Man hat die gesamte Thematik einfach *einge-nordet* – auf den Kopf gestellt wie so vieles andere auch. Schauen Sie sich die Darstellungen der Menschen in den Bilder an, achten Sie auf die Namen und Orte. Auch die Azteken haben wohl althochdeutsch gesprochen. Und wer hats gebracht? Der (e)Ur-Opa!

        1. Hallo Wu-Ming,

          ja, Prass kenne ich, auch die These, das das Jesusgeschehen in Europa gewesen sein könnte, Stichwort Essen>Essener,
          Zion>Sion, Auf den mittelalterlichen Bildern sieht man nur Europäer, hab mir das früher immer so erklärt, das die Bilder ja 1400 Jahre später entstanden sind und die Maler halt da sie weisse Europäer sind, eben solche dargestellt haben.

          Tja, willkommen in der Truman-Show. Jetzt muss man sich nur noch überlegen. ob man weiter „betreut“ leben will oder doch lieber seine eigenen Erfahrungen macht.

          Und das alles ohne GEZ-Gebühren, sozusagen Reality-TV.
          Künstliche Intelligenz, damit sind dann wohl die gemeint, die sich weiterhin von anderen erzählen lassen wollen, was real und echt ist. Diese Leute haben dann halt keine wirkliche Intelligenz entwickelt.
          Dann bist du bei Kant: hab den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
          Könnte man heute schärfer formulieren: Du hast die verdammte Pflicht, dir selbst und deinen nächsten gegenüber, die selber ein Bild von allem zu machen und nicht mit 2. Hand-Antworten ala Klaus Kleber durchs Leben zu gehen.

          Gruß
          Klaus

    3. Vielen Dank HPB für Ihren Artikel und diesen aufschlussreichen Kommentar!
      Ich hätte eine Frage: vor ein paar Tagen hat mich eine ältere Dame gefragt, ob es mir bekannt ist, wo in Russland die Syrer-Orthodoxen gelebt haben, bzw. immer noch leben. Sie hat einen Flüchtling einen Syrer-Orthodoxer aufgenommen, angeblich einen höchst anständigen Menschen (hoffen wir alle, dass es auch solche gibt). Und er erzählte ihr, dass es auch in Russland solche Syrer gibt. In meiner Erinnerung lag nichts Konkretes vor. Nur meines Wissens haben solche Menschen wie Alanen Völker im Kaukasus gelebt. Nachdem ich Ihren Kommentar vom 24.03. 10:24 gelesen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es durchaus möglich ist und ich dieser älteren Dame eine richtige Antwort gegeben habe.
      Werter HPB, kann es sein, dass Syrer-Orthodoxer auch in Russland lebten?

      Grüße
      anpe

      1. @ anpe

        Ich bin mir da unsicher. Im Lauf der Geschichte hat die Syrisch-Orthodoxe Kirche viel durchgemacht. Vor allem im 14. Jahrhundert wurde sie von Timur Lenk (Herrscher von Samarkand) gnadenlos dezimiert. Die Osmanen waren weniger intolerant.

        Ich erinnere mich noch an einen Film aus meiner Kindheit mit dem Titel „Der Mameluk“, der die Geschichte zweier georgischer Jungen erzählte, zweier Freunde christlichen Glaubens, die im gleichen Dorf aufwuchsen.
        Der eine wurde während einer türkischen Razzia verschleppt und dann nach Ägypten verkauft, wo er wie ein christlicher Janitschar zum Mameluken-Krieger ausgebildet wurde. Der andere wanderte als Jüngling nach Westeuropa aus, geriet in die Wirren nach der französischen Revolution und wurde Soldat in Napoleons Armee. Er nahm an Napoleons Ägypten-Expedition von 1798 bis 1801 teil und traf auf dem Schlachtfeld gegen das Mameluken-Heer auf seinen Freund aus der Kindheit …

        1783 schloss Russland den ersten Schutzvertrag mit dem ost-georgischen Kartlien-Kachelien ab. 1810 bis 1828 übernahm es die Kontrolle über weitere georgische Gebiete, 1828 auch über ost-armenische Regionen, womit dem Razzia-Unwesen der Türken in Nachbarländern Einhalt geboten wurde.
        Armenier und Georgier waren überwiegend Christen. Das armenische Siedlungsgebiet erstreckte sich über weite Teile Ost-Anatoliens, auch in Kilikien am Mittelmeer, was als „Kleinarmenien“ bezeichnet wurde. Diese Regionen – wie auch das Zweistromland – gehörten zum osmanischen Reich, wo es damals drunter und drüber ging. U. a. ist das auch daran zu erkennen, dass in Mekka und Medina vorübergehend eine islamische Sekte um Abdul Wahab die Herrschaft an sich reißen konnte.

        Ich schließe nicht aus, dass es im 19. Jahrhundert unter den „turbulenten Verhältnissen“ auch einige Angehörige der syrischen Orthodoxie vorzogen, nordwärts durch Armenien in das russische Schutzgebiet zu ziehen, um eine neue, sichere Heimat zu finden. Aber von einer organisierten Kirche dieser Richtung in Russland weiß ich leider nichts.

        Übrigens gibt es die Alanen im Kaukasus noch immer; allerdings heißen sie jetzt „Tscherkessen“.

        1. @HPB
          Danke für so eine ausführliche Antwort und die interessante Geschichte. Ich wusste nicht, dass Tscherkessen die Alanen sind.
          Vor vielen Jahren habe ich gelesen, als Deutschland so ca. im 11 Jahrhundert einen Krieg führte (habe es leider vergessen mit wem), wurden als Kriegssoldaten versklavte Alanen eingesetzt.
          Und wie bereits einige hier im Forum werde auch ich, werter HPB, vieles von Ihnen ausdrucken und den Enkelkinder übergeben.
          Nochmals danke.
          Gruß
          anpe

    1. hiernach habe ich ziemlich lange gesucht – deshalb großen Dank für diese LINKS an Sie Klaus !!

      herzliche Grüße

      JFK

    2. Solshenitzin, 200 Jahre zusammen, lese ich auch gerade (auf dringende Empfehlung meiner russisch-orthodoxen Frau jüdischer Herkunft) und kann das auf jeden Fall weiterempfehlen. Hier wird anhand vieler historischer Dokumente ein meiner Meinung nach recht objektives Bild über die Juden in Russland gezeichnet. Da Russland weltweit den größten Anteil aller Juden hatte, ist es schon sehr wichtig, sich mit dieser Geschichte zu befassen.

      Es gab unendliche und wohlwollende Versuche, die Juden in produktive Mitglieder des Reiches zu verwandeln. Erst wollten sie von Bildung nichts wissen, dann fluteten sie sehr ehrgeizig Bildungseinrichtungen und das musste durch Quoten sogar gebremst werden. Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, Machtpositionen zu belegen. Und natürlich spielten sie bei Anarchisten und Revolutionären ganz entscheidend mit.

      Etwas erstaunt war ich, als HPB schrieb, dass die Juden zuvor in Polen und Litauen recht wohlhabend waren. Als sie durch Russland übernommen wurden, war das dann nicht mehr der Fall. Da gab es zwar eine Elite, die Masse lebte allerdings nach meinem Verständnis in Bildungsferne und Armut. Was sie konnten und wollten, waren Handel und kleines Geschäft. Und es gab sie immer da, wo man Geld verdienen konnte, ohne selbst sehr produktiv zu sein, Branntwein Handel, Holz Handel,…

      Hier im Forum wird ja immer wieder Wert auf die Unterscheidung von Juden und Zionisten gelegt, und auch der Zionismus wird bei Solshenitzin detailliert behandelt, und mir erschließt sich aktuell die scharfe Trennung von Juden und Zionismus nicht mehr so richtig. Habe ich da etwas falsch verstanden? Der Zionismus entstand aus dem Judentum und gehört zu diesem dazu. Nicht alle Juden sind Zionisten. Aber vereinfacht „Juden gut, Zionisten böse“ kann ich nicht nachvollziehen.

      1. Das kann ich schon verstehen, einfach aus dem Grund, das es auch wirklich korrekte Menschen in dieser Gruppierung gibt, auch wenn es vielleicht deutlich weniger sind, wie anderswo.
        Letztlich wirst du auch unter Zionisten einfache, normale Leute finden, die einfach ihren Staat haben wollen und von dem „Überbau“ wenig bis gar nichts wissen.

        Würde ich in den 30er Jahren in Deutschland leben, würde ich es vielleicht anders sehen. Aber: der Kampf ist vorbei, zumindest für Deutsche,wer jetzt nur im Hass stecken bleibt, schädigt sich selbst, vielleicht kennt das der eine oder andere: wenn man sich so richtig in dieses Thema vergräbt, gerade als BRD-Deutscher der lange nichts gerafft hat und dann versteht, was hier eigentlich in Wahrheit passiert ist, da kommen Gefühle, Zorn, usw. hoch, die sind mit explosiv noch sanft beschrieben und wie damit umgehen?
        Und dann könnte man noch fragen, was die heutigen mit dem Geschehen in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts zu tun haben?
        Ausserdem trifft man da keine Unterscheidung und pauschalisiert komplett, wird auch eine Kommentarklientel angezogen, die sehr einseitig und festgefahren ist, muss auch nicht sein.

        Gruß
        Klaus

        P.S. hab die letzten Tage viel geschrieben, werde mich wieder ein wenig zurücknehmen, der Stimmung wegen 🙂
        Dank nochmal an HPB und Russophilos und auch den vielen guten Kommentatoren.

          1. Hmm, ich meinte natürlich die heutigen Juden, das ganze aus unserer Sicht da hätte ich schon einiges zu sagen, das glaub man. Zu dem Artikel von Makow: da werden noch etliche Millionen zukommen, auch das ist sicher, sei es drum, Heidegger hat mal gesagt: nur Gott kann uns retten. Das kann man so und so auslegen: wir dürfen die kleinen, dummen, rechthaberischen Narren sein, die wir wohl zur Zeit sind und Gott rettet uns (wegen der Gerechtigkeit 🙂 und so, oder wir müssen uns an Gott wenden. Auf dieser Welt gibt es keine andere Kraft, die uns helfen kann, davon bin ich überzeugt.

            Gruß
            Klaus

          2. @ Ekstroem

            Der Makow-Text verweist auf die Absicht eines Vernichtungskrieges gegen Deutschland.
            Diese Absicht reifte in London offenbar lange, bevor Hitler Reichskanzler wurde. Wahrscheinlich schon Anfang der 20-er Jahre, als noch ein „Räte-Deutschland“ auf der historischen Tagesordnung zu stehen schien und die deutsche Reichsregierung wegen der Abtretung Oberschlesiens an Polen „zickig“ war.

            Gerade Bau und Entwicklung viermotoriger Bombenflugzeuge und die Anlegung großer Bomben-Arsenale in GB zeigen das. Später wurden diese Mittel gegen die deutsche Zivilbevölkerung eingesetzt. Am krassesten bei der Zerstörung Dresdens.
            Jahrelang – auch in den ersten beiden Jahren unter Hitler – hatte die Reichsregierung die Westmächte gedrängt, den Abrüstungsversprechen endlich Taten folgen zu lassen. Aber nein. Die Konferenzen verliefen ergebnislos!

            Betrachtet man den Hooton-Plan, dann wird auch verständlich, warum es nach dem WK II keinen Friedensvertrag mit dem Deutschen Reich gab. Der Friedensvertrag regelt „für gewöhnlich“ auch die Freilassung aller Kriegsgefangenen.
            Doch die sollten möglichst lange in Millionenstärke festgehalten werden, um den Ausgleich der Bevölkerungsverluste „aufzuschieben“.

            Als „Gegenbeispiel“ 1940 die Entscheidung Hitlers, alle bei der Besetzung Norwegens in Gefangenschaft geratenen Militärs freizulassen, noch bevor es eine friedensvertragliche Regelung gab.
            Dass dann in den späten 1940-ern auch deutsche Kriegsgefangene wieder frei kamen, ist vor allem der Macht der SU zu danken, die den Konfrontationskurs „des Westens“ (u. a. Richtung NATO) auslöste („falsches Schwein geschlachtet“ -Churchill).

            1. HPB,

              soweit ich weiß, sind deutsche „Kriegsgefangene“ in zig miilionenstärke nach!! dem Krieg unter anderem verschleppt worden: nach England, in die USA, nach Frankreich und die größte Zahl in die Sowjetunion . Gabs da nicht einen Bonmot von Churchill, das sie in der Sowjetunion einfach aufhören würden zu existieren auf der Konferenz von Jalta?
              Auch Zivilisten wurden verschleppt. Von denen die nach Russland verschleppt worden, kam nur ein Bruchteil zurück, gibt den einen oder anderen Bericht, von Leuten die aus den Lagern ausgebrochen sind und es tatsächlich irgendwie zurück nach Deutschland geschafft haben.
              Was du sagst über die Planungen der Bomber ist wohl zutreffend, aber ich möchte mal ein bisschen zurückgehen: es wurden im 19. Jahrhundert folgende Bewegungen gegründet: Pangermanismus, Panslavismus und Pantürkismus.
              Na, wer das wohl angestossen hat? Beim Marx-Engels Briefverkehr geht Marx in einem Brief auf den panslawistischen Kongress (glaube 1848) ein. Da spricht er über den Plan, die Deutschen aus dem slavischen Raum komplett zu vertreiben, den er für Wahnsinn hält, weil man da 1000 Jahre Siedlungsgeschichte zurückdrehen müsste.
              100 Jahre später wars soweit. Die Gefangenen in den westlichen Ländern hatten es wohl nicht ganz so schlimm, sie waren oft bei normalen Leuten (z. B. Landwirten ) eingesetzt und die normalen Leute in dieser Zeit waren in der Regel anständig. In der Sowjetunion wurden sie allerdings verheitzt in irgendwelchen Arbeitslagern in Sibirien und wer weiss wo.
              Die wurden übrigens auch nie von der BRD entschädigt.
              Anderes unangenehmes Thema: die Todeslager für Deutsche in Polen und der Tschechei. In Polen war es die Hölle für Deutsche , such mal im Netz: der Eichmann von Kattowitz und staune wen man da findet und so könnte ich weitermachen. Vor einigen Tagen gab es in der Welt einen Bericht über Wolfskinder um Königsberg.
              Zu dem Zitat von Churchill, das ist ein Witz gewesen, England hat angeblich sein Empire verloren, hah, hah, auf dem Papier ja, aber sie haben 44 der Welt ihr Geldsystem aufgedrückt (über 40 Staaten haben das unterschrieben) und die Kolonien durften glauben das sie in die Unabhängigkeit entlassen wurden aber diese Unabhängigkeit stoppte beim Geldsystem.
              Mit anderen Worten: militärisch hätten sie die Kolonien eh nicht halten können also haben sie sich eine feine Täuschung ausgedacht.

              Was uns so langsam dämmern könnte ist folgendes: Wir sind die Überlebenden Nachfahren eines Jahrtausendverbrechens, diese Traumas (der Geschehnisse von 1914-1950) stecken uns in den Knochen und Seelen, das haben wir nie verarbeitet bis heute nicht, sondern wir wurden dazu gebracht Krokodilstränen über unsere Untaten zu vergiessen. DAS ist der wirkliche Ursprung unserer heutigen sogenannten Dummheit, Ängstlichkeit und Kraftlosigkeit und solche tiefsitzenden Gefühle wird man nicht los, indem man alle als Schlafschafe usw. bezeichnet. Heilung wird ein/zwei Generationen brauchen, wenn wir dazu überhaupt die Gelegenheit erhalten.

              Und das der kalte Krieg erst gemeint war, glaub ich nicht. Für mich wird so ein Schuh draus: England/USA, Deutsches Reich und die Sowjetunion waren die 3 stärksten Mächte. England/USA und die Sowjetunion wurden von den selben Kräften gemanagt (ich erinnere an die Karte in der englischen Zeitung Truth aus 1890 in der auf russischem Gebiet: Raum für sozialistische Experimente vermerkt war). Deutschland wurde ausradiert, der kalte Krieg gestartet und dann mussten sich alle Länder, die noch nicht in Bretton Woods dabei waren. ob ihrer Kleinheit für einen der beiden Großen als Beschützer/Unterstützer entscheiden und sich dieser Macht öffnen, Diese Planung ist teuflisch genial und sie funktioniert.
              Hat da jemand Gegenargumente? Immer her damit.

              Gruß
              Klaus

            2. Die Agenda zur permanenten Vernichtung Deutschlands wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts in erlesenen britischen Kreisen formuliert. „Germania delenda est“. Ich habe vor längerer Zeit (1-2 Jahre her) ein Interview mit Jo Conrad und einem ehemaligen österreicher Soldaten (zwischenzeitlich umoperiert) darüber gesehen. Lässt sich auf Youtube leider nicht mehr finden.

              Morgenthau hat dann erst Jahrzehnte später „Germany must perish“ draus gemacht.

              Diese Information war für mich ein Augenöffner insofern, dass die Deutschlandvernichtungsagenda eben rein gar nichts mit Hitler oder den J*den/Zionisten zu tun hat, sondern deutlich älter ist und schon der erste Weltkrieg diese Absicht verfolgte.

              Irgendwo habe ich auch mal den Verweis auf Luther gelesen, das geht also zurück bis zur Reformationszeit und der erste 30-jährige Krieg war einer der „Korrekturversuche“. Der Vatikan mischt dort also auch schon lange mit.

              Es gibt auch ein Zitat eines polnischen Kardinals, der sinngemäß gesagt haben soll (irgendwann in der 2. Hälfte des 20. Jhdts meine ich), dass erst, wenn alles Deutsche aus der Welt getilgt ist, die Gegenreformation abgeschlossen sei.

              1. @ Mohnhoff

                Das passt so vollkommen. In der Diskussion zum vorher gehenden Artikel („Dies und Das“) hatte ich den gleichen Gedanken anhand der wirtschaftlichen Konkurrenz-Verhältnisse im Verlauf des ausgehenden 19. Jahrhunderts entwickelt.
                Die Grundsatzentscheidung, Deutschland zunächst als wirtschaftlichen Konkurrenten durch Krieg zur Ader zu lassen, muss an der Themse um 1900 gefallen sein, als man sah, dass gegen deutsches Ingenieur-Talent und den Arbeitsfleiß der deutschen Arbeiter kein Ankommen war.
                Folglich ging es darum, nicht nur deutsches Kapital sondern auch die darin und dadurch wirkende Arbeitskraft zu dezimieren…

              2. @ Mohnhoff
                um den von Ihnen genannten österreichischen Offizier handelt es sich mMn um Monika Donner, nicht um operiert, beschäftigt im Verteidigungs-Ministerium und ihre Interviews haben auch bei Quer-denken TV stattgefunden und können dort angesehen werden!
                mfG
                KLH

                1. Werter KLH, ja Donner ist richtig. Zum Rest habe ich wohl etwas durcheinander gebracht. Sehr beruhigend, ich fand den Gedanken eh sehr verstörend.

          3. Gerade habe ich noch mal den Faden angeschaut.
            Bei der Gelegenheit, Danke an Russophilus, der diese Möglichkeit für Austausch bietet.
            Danke, werter HPB, mit Ihrem Artikel haben Sie etwas angestoßen. Sie schreiben in einem Kommentar:

            Abgesehen davon halte ich mich jetzt vorrangig an wirtschaftliche/finanzielle Interessen und deren politische Ausdrucksformen, um hinter die Motive der Akteure, die Kräfteverhältnisse und den Gang der Ereignisse zu kommen. Das klingt zwar oberflächlich, bringt auf dieser Betrachtungs-Ebene aber Logik und Plausibilität.

            Ebenen der Existenz, Wahrnehmung, Betrachtung, genau. Die Ebene der „wirtschaftlichen, finanziellen Interessen und deren politische Ausdrucksformen“ ist zwar in gewisser Weise eine „Oberflächenebene“, sie hat aber den Vorteil der allgemeinen und recht guten Zugänglichkeit.
            So wie im Sandkorn ein Universum schlummert, kann man durch das Studium der „wirtschaftlichen, finanziellen Interessen und deren politische Ausdrucksformen“ zu wichtigen Erkenntnissen für die heutige Zeit kommen. Das hatte ich aus den Augen verloren.
            Ihre Ausführungen, werter HPB sind sehr interessant und erhellend zu lesen. Immer etwas Neues und Spannendes! Danke, noch mal.

          4. Gott rettet uns […], oder wir müssen uns an Gott wenden.

            Der zweite Satzteil ist es, werter Klaus, der mAn heute die höchste Priorität bekommen sollte.

            Vorhin (11:40 Uhr) habe ich von den verschiedenen Ebenen der Existenz und Wahrnehmung geschrieben. Die höchste Ebene ist dabei die Gott-Ebene.
            Die Ausrichtung auf Gott wurde seit der Aufklärung immer weiter zurück gedrängt. Zugunsten eines immer brutaleren Materialismus. Genau das ist die eigentliche, tiefere Ursache der gegenwärtigen Verfallszustände.
            Ehre, Wahrhaftigkeit, Rechtschaffenheit – wo liest man heute noch in den LL-Medien darüber? Welche Filme, Romane, Theaterstücke etc. gibt es, die die Werte unserer Ahnen in einer positiven Weise reflektieren?
            Der Verlust der Werte ist Ausdruck der Abkehr und Vergessenheit der geistigen Gesetze des Lebens. Vielleicht meinte Heidegger mit seinem Wort, dass nur ein Gott uns noch retten könne, auch genau dies: Die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf die geistigen Gesetze.

            Im folgenden Netzverweis ist der Zusammenhang zwischen Freiheit und dem Fokus auf die geistigen Lebens-Gesetze ausgeführt:

            http://www.freiheit-wahrheit-verantwortung.de/freiheit/

            Um eine freie, gerechte und gesunde Gesellschaft im Einklang mit der Natur zu begründen, ist es mAn notwendig und hinreichend, sich an drei simplen Gesetzen/Handlungsmaximen zu orientieren.

            1. Halte dein Wort.
            2. Verletze nicht den Freiraum oder das Eigentum anderer Personen.
            3. Achte und respektiere die Geschöpfe und Gesetze der Natur.

            Diese drei Maximen wieder in den Fokus unserer Gesellschaft zu rücken, um sie schließlich zur Handlungsgrundlage einer wahren Führerschaft zu machen, wäre ein gangbarer Weg, die gegenwärtige Goldene Zeit des Bewusstseins aktiv zu gestalten.

            Natürlich im Verbund mit der Arbeit auf ALLEN Ebenen, insbesondere auch auf der Ebene der „wirtschaftlichen, finanziellen Interessen und deren politische Ausdrucksformen“ (siehe Kommentar oben).

  20. Vielen Dank HPB für Ihren Artikel!

    Frage(n) dazu hätte ich: Seit wann gibt es die City of London? Wann und von wem gegründet? Was ist da gesichert?
    Ist nicht die City of London das Nest aller „Dunklen“?

    Eine Anmerkung bez. Frage: Meines Wissens haben bereits die Tempelritter Geld verliehen. Liege ich daneben? War das ein Grund für ihre Macht und später für ihren Untergang?

    Weiß jemand was zum Verhältnis Tempelritter und Juden?

    1. @ 330

      Nur zur City of London. Das geht auf das Jahr 1066 bzw. 1067 zurück. Nach der Schlacht bei Hastings im Oktober 1066, in der Wilhelm der Eroberer siegte, häuften sich die Schwierigkeiten, den Sieg auch in umfassende politische Anerkennung umzumünzen. Um die Gebiete um London herum unter seine Kontrolle zu bringen, verzichtete Wilhelm auf die zeit-und kräftezehrende Belagerung der Stadt und schloss mit den Oberen einen „Autonomie-Vertrag“, in dem bestimmte Rechte zugesichert wurden, die später traditionell bestätigt oder angepasst wurden.

      Die heutige City entspricht etwa dem damaligen Stadtgebiet, als Wilhelm seine Avancen machte.

  21. Ich habe den Artikel jetzt einen Tag sacken lassen. Hier nochmal danke an HPB für den hoch interessanten, wenngleich schwer verdaulichen Stoff.

    Was mich beschäftigt, ist die mehrmals erwähnte asoziale und perfide Art, mit der die Angelsachsen und ihre Ableger (Amis) bis heute Machtpolitik betreiben. Also grundsätzlich lügen bis zum Erbrechen, die eigenen Schandtaten anderen in die Schuhe schieben, Verträge brechen, so dass sie prinzipiell nichts wert sind.

    Wie gezeigt wurde, ist ja die feine Elisabeth I. schon auf dieser Schiene unterwegs gewesen. Und das zieht sich ja bis in unsere Tage. Wenn man sich anschaut, wie Briten und Amis mit Deutschland oder Polen umgesprungen sind, oder heute auch mit Russland umspringen, ist das immer wieder das gleiche Muster. Zwischen Russland und Amiland empfinde ich den Kontrast als besonders stark. Das wird hier im Blog ja ausufernd behandelt.

    Soziopathisch, verlogen, ehrlos bis ins Mark. Sie stehen damit stark im Kontrast zu den Tugenden, die man allgemein als germanisch (ich schließe Slawen hier ein, jedenfalls die Russen, die Polen schon nicht mehr) einstuft, nämlich Ehrenhaftigkeit, Gerechtigkeit und Treue bis hin zur blöden Treudoofheit gegenüber Außenstehenden (daher kommt wohl auch das Wort „blauäugig“). Jedenfalls das die Wahrhaftigkeit deseigenen Wortes. Die Engländer und Amis sind überwiegend auch Nachfahren germanischer Völker, aber diese Tugenden sind bei denen nicht mehr vorhanden. Jedenfalls bei den höheren Schichten.

    Woher kommt das? Es wurde angedeutet, dass es mit der angelikalen Konfession zusammen hängt. Das ist für mich nicht so recht ersichtlich, allerdings weiß ich über diese Konfession fast nichts. Ich stamme aus einer protestantischen Familie, auch wenn meine Eltern selber absolut nicht mehr kirchlich waren. Dort galten die Katholen als besonders hinterfotzig. Hat angeblich was mit der Beichte zu tun, man kann rumlügen und später dem Pfaffen beichten und gilt wieder als heiliger Saubermann.

    Auch die oben schon besprochene Heiratspolitik des geschäftsfreudigen Völkchens empfinde ich nicht als befriedigende Erklärung. Letztlich haben die in allen europäischen Ländern gewirkt und Land und Leuten ihren Stempel aufgedrückt. Wieso soll sich das ausgerechnet bei den Angelsachsen so besonders deutlich ausgeprägt haben?

    Fragen über Fragen…

    1. @ Mohnhoff

      Das sind tatsächlich interessante Fragen. Ich versuche, dazu noch ein paar Denkanstöße zu geben.

      Bei früherer Gelegenheit hatte ich bereits auf Carroll Quigleys „Tragödie und Hoffnung“ verwiesen, worin er von der „pakistanisch-peruanischen Achse“ schrieb, also einer von Indien bis Lateinamerika reichenden Zone von Kultur und Zivilisation, die durch bestimmte Sitten, gesellschaftliche Phänomene samt Probleme ähnlicher Natur.geprägt ist.
      Als „Scharnier“ dieser Zone bezeichnete er die iberische Halbinsel, die Prägung selbst als durch die islamischen Vorstellungen und Praktiken der Eroberer dort verursacht, die von den Unterworfenen als erfolgreich erkannte und dann adaptierte Lebensweise.
      Von 711 (Beginn der Eroberung) bis 1002 (Tod von al-Mansur – alle christlichen Staaten des iberischen Nordens bis zu den Pyrenäen waren dem Kalifat tributpflichtig) wurde den Iberern und Goten durch die arabische und berberische Herrenschicht „eingebläut“, wie man erfolgreich ist.
      Als die Reconquista erfolgreich zu Ende ging und die Conqista begann, wurde diese Prägung nicht etwa abgelegt, sondern auf die lateinamerikanischen Kolonien „übertragen“ und ist heute noch dort zu finden (z. B. Macho-Gehabe …).
      Das ist nur ein Beispiel, wie soziale und politische Verhältnisse einer Gesellschaft sich durch Unterdrückung veränderten.

      Im weiteren Sinne kommt da die menschliche Gabe der Beobachtung und Nachahmung ins Spiel. (Ich sehe noch genau vor mir, wie mein sechs Monate alter Enkel, der gerade erst sitzen konnte, seinen älteren Bruder beobachtete, um Nachahmenswertes zu entdecken.)
      Die Menschen neigen dazu, alles nachzuahmen oder auszuprobieren, um heraus zu finden, ob es nicht nur Erfolg verspricht, sondern auch wirklich bringt.
      Um so wichtiger ist es, ihnen ethisches Grundverständnis von „Richtig“ und „Falsch“ beizubringen. In meiner Kindheit waren da auch deutsche und russische Märchen hilfreich. Später Abenteuer-Romane wie „Das Gold der Nebelberge“ (Held, der vom Freund zum Mörder wurde), Nikolai Ostrowskis „Wie der Stahl gehärtet wurde“ oder „Ruf aus den Sümpfen“.

      Was die ethische Erziehung der heutigen Jugend betrifft, so scheint es da an falschen Zielsetzungen und Leitbildern in Kindereinrichtungen, Schulen und höheren Ausbildungseinrichtungen nur so zu wimmeln. Große Gefahr dadurch, weil die Fähigkeit korrekten Verhaltens bei wirklichen Gefahren-Situationen herab gesetzt wird.

      Königin Elisabeth I. stand damals auch vor der Aufgabe, den Untertanen und anderen Hoheiten ihr Werk als gottgefällig und erfolgreich darzustellen und ließ folglich „propagandistischen Wind“ machen. Sehr viel „Wind“, der auch die geschichtliche Darstellung prägte und die Vorstellungen von erfolgreichem Verhalten. Das wurde quasi durch die Holländer und evangelische Fürsten übernommen und kehrte später nach England spätestens unter Cromwell zurück.

  22. Hallo Mohnhoff,

    denke, das liegt daran, das in England zwischen dem 16.-19. Jahrhundert eine wirklich beinharte Klassengesellschaft existiert hat, deren Härte wir uns nicht vorstellen können.

    Die hungernden Iren fallen mir da ein, aber auch noch viele andere Unglaublichkeiten.
    Bernhard Klapdor hat dazu einiges kundgetan in diesem Vortrag:

    https://www.youtube.com/watch?v=hyTGlstwJ1k

    Sind auch sonst einige interessante Informationen enthalten, gibt auch noch 2 Sendungen mit ihm beim Kulturstudio, findet man auch auf der Tube.

    Mangelernährung, Kinderarbeit, schlechte Wohnverhältnisse (feucht, nass und kalt), völlige Rechtlosigkeit usw. erzeugen einfache keine gute Entwicklungsmöglichkeiten, deswegen muss ich auch immer grinsen, wenn die englische Demokratie hochgelobt wird. mit einem House of Lords, in dem die Mitglieder durch Geburt quasi Mitglied wahren, herrlich demokratisch.
    Bin in der englischen Literatur nicht so bewandert, meine aber Charles Dickens beschreibt einiges davon in seinen Romanen.

    Gruß
    Klaus

  23. die oben schon besprochene Heiratspolitik des geschäftsfreudigen Völkchens empfinde ich nicht als befriedigende Erklärung. Letztlich haben die in allen europäischen Ländern gewirkt und Land und Leuten ihren Stempel aufgedrückt. Wieso soll sich das ausgerechnet bei den Angelsachsen so besonders deutlich ausgeprägt haben?

    Werter Mohnhoff, gerade in der Geschichte sind Ereignisse selten mono-kausal, sondern meist komplexer Natur – und dazu noch auf verschiedenen Existenz-Ebenen zu verorten.

    „Dass geschäftsfreudige Völkchen“ hat aber seine Wirkung in Albion besonders stark entfaltet, das mAn genau deshalb zum „perfiden Albion“ wurde.

    Wenn man sich vor seinem geistigen Auge den Auszug der Hebräer aus dem Mittelmeerraum in der Antike vorstellt, sieht das wie eine Generalstabskarte für einen Feldzug aus. Einer der „Angriffskeile“ führt dabei nach Rom/Venedig. Beide wurden für Jahrhunderte eine der Basen der Eroberer.
    Webster Tarpley forschte über den „Krebs der Weltgeschichte“, wie er es selbst nennt, den Oligarchismus.

    „Zwischen 1200 n.Chr. und ca. 1600 war das Weltzentrum des Oligarchismus die Venedig-Oligarchie. Zum Ende dieser Zeit entschied die venezianische Oligarchie, ihre Familien und ihr Vermögen zu einer neuen Operationsbasis, der britischen Insel, zu transferrieren.“

    Soweit Tarpleys Ausführungen in der ersten Minute des folgenden YT-Videos (leider nur in Englisch), The Venetian Conspiracy by Webster Tarpley:

    https://www.youtube.com/watch?v=FEfX-Pmrr94

    Frank Stoner bezieht sich in seiner spannenden Erzählung über die „Venedig-Verschwörung“ auch auf Tarpley. „Die verborgene Geschichte Venedigs – Frank Stoner bei SteinZeit“:

    https://www.youtube.com/watch?v=ht04_qoe-Kg

    Warum England? England ist, um es modern auszudrücken, ein unversenkbarer Flugzeugträger, schwer zu erobern, isoliert vom Festland. Das machte Albion zur idealen Basis des „Völkchens“. Mit all den Folgen bis heute.

    1. Werter Ekstroem, danke für den Hinweis.
      Englands strategische Lage hat natürlich einiges für sich.

      Axel Burkart, der das Wissen Rudolph Steiners auf YT verbreitet, hat auch etwas ähnliches gesagt (und das war wohl ursprünglich von Steiner), sinngemäß, dass nur die Angelsachsen als Trägervolk es ermöglichen könnten, eine Weltdiktatur zu errichten. Das war mir damals aber auch zu vage.

      Was den Auszug der zehn Stämme betrifft, gebe ich nicht mehr viel auf solche Ansätze. Laut Douglas Reeds „Der Streit um Zion“ war Israel ein nicht-semitisches Reich, möglicherweise sogar arischer Abstammung und die Judäer im Süden waren lediglich die Nachbarn, auch wenn es da bzgl. Heiraten und Religion immer mal hin und her ging. Im Reich Israel wurde die menschenfeindliche Lehre der Leviten aber abgelehnt und sie konnten dort nie Fuß fassen, irgendwann hat man die auch wieder hinaus gekegelt. Erst später nach dem Exil in Babylon während dessen der Talmud formuliert worden sein soll, wurden die alten Mythen so umgepfuscht, dass das Reich Israel und der Stamm Judah zusammen gehört haben und letztgenannter sozusagen die treue Speerspitze Jahwes war, während die anderen immer wieder abgefallen seien und entsprechend bestraft und letztendlich von „Gott“ in alle Winde zerstreut werden „mussten“, weswegen sie dann später weg waren.

      Dass es zu den Venezianern eine Verbindung zu Phöniziern gibt, kann durchaus sein. Aber um die zehn Stämme ranken sich so wilde Geschichten, dass man nicht weiß was man glauben soll. Da sollen einmal die Tuatha de Danann, die irgendwann Irland erobert haben, dem Stamme Dan entsprechen (hier ein sehr interessantes Video dazu https://www.youtube.com/watch?v=BuN5rf0CoI8 von Robert Sepher ist einiges esehenswert), oder die Dänen die Nachfahren dieses sein uvm.

      Auch die Stadtgründung von Paris soll auf einen Stamm der Pharisi (Pharisäer?) zurück gehen und und und. Am Ende stammt irgendwie jeder und alles von Judah oder den Israeliten ab. Ich halte das für Käse. Die Urvölker Europas und Nordasiens haben es sicher nicht nötig gehabt, ständig von irgendwelchen Ägyptern oder mittelöstlichen Völkern kulturell und genetisch befruchtet und veredelt zu werden. Das ist für mich die übliche Desinfo, dass wir alle noch Neanderthaler wären, wenn uns aus dem Orient nicht die tolle Zivilisation gebracht worden wäre.

      Gruß Mohnhoff

      1. @ Mohnhoff

        Weil Ekstroem auf die Legende vom unsinkbaren Flugzeugträger verwies, noch ein kleiner Hinweis dazu:
        Die Engländer stricken ja mit Nachdruck an dieser Legende, indem sie behaupten, dass seit 1066 (Wilhelm der Eroberer) niemand mehr dort erfolgreich invadieren konnte.
        Das ist eine Lüge. Dabei wird bewusst „vergessen“, dass am 05. November 1688 die Invasionsstreitmacht Wilhelm III. von Oranien (aus Holland kommend) in England landete, wonach das Machtgefüge König Jakobs II. zusammenbrach und die glorreiche Revolution stattfand.
        Der Oranier hat vorgemacht, wie so etwas geht.
        Ich komme auf dieses Geschehen im letzten Teil zur englischen Revolution noch zu sprechen.

      2. Werter Mohnhoff, Sie haben vollkommen recht, es gibt die widersprüchlichsten Darstellungen über Geschichte und Wirkung des „kleinen Händlervolkes“, wie Sie es in diesem Faden einmal bezeichneten. Hier ist nur eines gewiß: Es ist alles ganz anders.

        Wie sehr alles anders ist, soll ein Ausflug in die Geschichte unserer Ahnen zeigen. Vermutlich hat genau wie ich kein Dörfler in der Schule, in Mainstrem-Geschichtsbüchern oder in den Medien je vom Großreich unserer Ahnen unter Rama gehört. Hier ein klitzkleiner „Appetitishappen“ für eigene Nachforschungen:

        http://www.freiheit-wahrheit-verantwortung.de/blog/der-strom-des-lebens-und-der-geschichte/

        Aus dem Industal gab es mehrere Wellen von Rückkehr-Zügen unserer indo-germanischen Ahnen. Eine (oder mehrere) davon in den Mittelmeerraum. Dort kam es zur Vermischung mit den Nachfahren des Reiches der brutalen, schwarzmagischen Varkas-Könige der Neger-Völker.
        Daraus entstanden die semitischen Völker, also auch die Israeliten.

        Alexander, ein Nachfahre unserer Ahnen unter Rama, versuchte als letzter das ramaische Reich neu zu errichten. (Das HR Reich ist ein Echo des ramaischen Großreichs.) Nach Alexanders Scheitern stießen die erwähnten Mittelmeervölker in das Machtvakuum und schickten sich an, die Geschicke der Welt für mehr als zwei Jahrtausende zu bestimmen …

        Es ist alles ganz anders.

        1. Robert Sepher hat zwar nur erwas mehr als 100.000 Abonnenten für seinen YT-Kanal. Aber seine Videos sind sehr gut recherchiert und gemacht. Sie sind informativ, mit guter Hintergrundmusik und einer angenehmen, unaufgeregten Stimme erzählt. Für jemanden der sich für die Geschichte hinter den sogenannten „Narrativen“ (kulturmarxistisches Neusprech) interessiert, sind viele der Videos von Sepher wahre Perlen. Leider nur in Englisch.
          Wie es der Zufall will, gab es gestern ein neues Video von R.S. „Moors, Shriners, Phoenicians and Freemasonry“, das unter anderem eine Bestätigung der These zur Entstehung der semitischen Vöker ist.

          In ihren Hellywood Filmen sagen sie uns fast alles. Wie in den Scenen des Mafia-Filmes (ab ca. 2:00 min. – 8:00 min. im Video). Die Sizilianer stammen von den Arabern ab, und diese sind aus der Vermischung von Indo-Ariern mit Schwarzafrikanern hervorgegangen:

          https://www.youtube.com/watch?v=qqzuJwuFLX4

          1. Werter Ekstroem,

            ja dieses Video habe ich auch erst am Wochenende gesehen. Was für mich die größte Neuerkenntnis war, war die Behauptung, dass die Hochgradfreimaurerei quasi voll von diesen Shriners unterwandert und damit quasi unter der Kontrolle islamistischer Logen ist. das war schon harter Tobak, erklärt aber sehr gut, was hier im westen los ist.

            Wenn man noch Valery Pyakins (was auch immer man von ihm halten will) These vom globalen Prädiktor hinzunimmt, ergibt sich für mich ein durchaus rundes Bild. Es läuft darauf hinaus, dass die Dunkelmächte den Islam als die aktuell ausgefeilste Ideologie zur geistigen Versklavung der Menschheit ansehen und überall implantieren wollen, als Grundlage für die neue Weltreligion der NWO.

            Ist ja quasi auch Abrahamismus V3.0, wo die zweite Version, das als Christentum getarnte (westliche) Kirchentum mittlerweile am wenigsten geeignet ist, da es keine Kraft mehr entfaltet und die ursprüngliche urchristliche Lehre (von der anderen Fraktion) wie Unkraut immer wieder durchbricht und Ärger macht. Sicher auch ein Grund wieso westliche Kirchenfürsten dem Islam nach dem Mund reden, in voreiligem Gehorsam westliche Traditionen einstampfen bevor sich überhaupt jemand beschwert hat. Die können es sicher kaum noch erwarten, sich selbst auf den Gebetsteppich zu werfen, um ihre Pfründe zu sichern.

            Werter Ekstroem, wo finde ich Informationen zum Rama-Reich und diesen Varkas-Königen von denen ich gerade eben zum ersten Mal las?

            Ich bin den Quellen auf Ihrem Blog gefolgt und habe mir „Die großen Eingeweihten“ gekauft, bin allerdings bisher nicht weit gekommen, da ich es als schwer zu lesenden und nicht nachvollziehbaren Stoff empfand. Da muss ich mich wohl nochmal reinknien. Gibt es noch andere Quellen?

            Gruß Mohnhoff

          2. @ Ekstroem

            zu den Sizilianern: Habe dazu in einer Drevnik-Sendung einiges aufgeschnappt (sie haben nicht vor, diesbez. eine eigene Sendung zu machen, da sie dazu „zu wenig Material haben“ … generell wäre da „sehr wenig Material vorhanden“ … man müsste italienisch können bzw. in Italien recherchieren etc.).

            Aufgefallen ist ihnen, dass Bräuche, Trachten und Tänze der (ursprünglichen) Sizilianer gleicher vom Balkan stark ähnelten.

            Es soll hier ein Völkermord unter der „Schirmherrschaft“ der brit. Ostindien-Kompanie stattgefunden haben. Als die Weißen stark genug dezimiert waren, kam dann, was Sie beschrieben haben: eine gezielte/organisierte(!) Vermischung!

            Generell wird die Vermischung von den Dunklen häufig gewählt (aus gutem Grund, aber das würde zu weit führen … evtl. auch missverstanden werden).

            Danach war: „alles Geschichte!“ Die „neu Kreierten“ zogen u.a. als kriminelle Organisation „ihre Spur der Verwüstung durch die Geschichte der Menschheit …“

            1. Hallo,

              in einem Buch von Omar Ali Shah (Bruder von Idries Shah) schreibt er über die Versuche Islamischen Eroberern auch in Sizilien Fuß zu fassen, um sie zu entwickeln und die hätten irgendwann aufgegeben, meine so sinngemäß: weil die Sizilianer zu störrisch/stumpf waren. East Indian Company würde ich vom Gefühl 100-200 Jahre später ansetzen. Aber wer weiss.

              Gruß
              Klaus

            2. @ sloga

              Mein Sohn machte 2006 eine Reise nach Sizilien, die ihn nicht nur auf den Ätna führte, sondern auch in den Palast und zur Sternwarte Kaiser Friedrichs II.
              Kulturelle Überbleibsel aus griechischer, arabischer und normannischer Zeit waren unübersehbar.

              Jener Kaiser (1224 – 1250) – in Sizilien aufgewachsen – galt später als „Das Erstaunen der Welt“. Gebildet und sprachbegabt sprach er flüssig Arabisch und auch die anderen Sprachen seiner sizilianischen Heimat. Sein gewandtes Auftreten ließ ihn islamischen Herrschern wie einen orientalischen Großherrn erscheinen. Als er 1228 einen Kreuzzug ins Heilige Land anführte, konnte er – ganz ohne kräftezehrende Kämpfe, nur mit Diplomatie und sprachlicher Gewandtheit – die Gegner zum Waffenstillstand bewegen und kampflos die Krone des Königreichs Jerusalem übernehmen.

              Während im HRR Fürsten, Stände und Kirchenobrigkeit den kaiserlichen Reform-Plänen Schranken setzten, konnte er auf Sizilien seine Vorstellungen von einem modernen Staat weitgehend verwirklichen und dem Land die weitere wirtschaftliche und kulturelle Blüte gewähren.
              Das Staufer-Geschlecht, dem Friedrich II. angehörte, hatte Sizilien von den normannischen Königen geerbt. Das normannische Königtum wiederum war um 1130 begründet worden, nachdem 1061 der Normanne Robert Guiskard mit der Eroberung des bis dahin arabischen Siziliens begonnen hatte, die bis 1091 vollendet wurde.
              Robert Guiskard und seine Brüder kamen aus der Normandie, von der 1066 Wilhelm, der Eroberer mit seinem Heer aufbrach, um England zu erobern.

              Davor brachten sich von 827 bis 902 berberische und arabische Eroberer in den Besitz Siziliens und lösten das byzantinische Kaiserreich ab. Historiker meinen, dass um 1050 herum zwei Drittel der Sizilianer mohammedanischen Glaubens gewesen seien, ebenso Arabisch eine wichtige Verkehrssprache. Bauliche Zeugnisse dafür gibt es noch massenhaft.
              Die christliche Rückeroberung begann mit byzantinischen Angriffen 1038 auf Messina und 1040 auf Syrakus. Der Kaiser soll dabei auch die Waräger-Garde mit eingesetzt haben. Mit dabei Harald Hardraada aus Norwegen und erste Normannen. Das war der Auslöser für die späteren Beutezüge und Eroberungen des Robert Guiskard.

              Die „Sizilianische Vesper“ sei noch erwähnt. Nach dem Tode Friedrichs II. und der Ermordung seiner Nachfolger fiel Sizilien auf Betreiben der Päpste (?) an Karl I. von Anjou, der im Mittelmeerraum eine mächtige Stellung erlangte und u. a. das Lateinische Kaisertum in Byzanz durch einen neuen Kreuzzug dorthin wieder errichten wollte.
              Karl I. machte sich nicht den byzantinischen Kaiser und den König von Aragon zum Feind. Indem er den modernen Staatsaufbau Siziliens fortsetzte und seine zahlreichen französischen Beamten dabei unduldsam -herrisch und steuer-schröpfend auftreten ließ, murrte bald auch das sizilianische Volk.

              Am 30. März 1282 brach sich der Unmut in Palermo Bahn. Der Aufstand, der bald die Bevölkerung der ganzen Insel ergriff, führte zu Massakern, bei denen kein Franzose überlebte. Karl vermochte zwar noch einige Regionen um Neapel und in Kalabrien zu halten, doch dann war es mit der Anjou-Herrschaft vorbei, an deren Stelle zunächst Aragon und später Spanien trat.

              Die „Sizilianische Vesper“ ist ein historisch verbürgtes Ereignis, bei dem tatsächlich „Tausende Weiße“ ums Leben kamen, nämlich der Anhang Karls von Anjou.

              Über spätere Aktivitäten der Ostindien-Company auf Sizilien ist kaum etwas auffindbar. Die Company wurde ja erst relativ spät gegründet, und der Suez-Kanal existierte damals noch nicht. Deshalb gingen die Schifffahrtsrouten nach Indien um Afrika herum und nicht durch das Mittelmeer.
              Nur für den Zitronenhandel, der ausgangs des 18. Jahrhunderts aufblühte, um dem Skorbut bei Schiffsbesatzungen entgegenzuwirken, scheint die Insel interessant gewesen zu sein.
              Aber dass die Company deswegen die Inselbevölkerung dezimierte, um dafür mehr Zitronen einkaufen und laden zu können, scheint mir doch sehr weit hergeholt zu sein.
              In solchen Annahmen steckt einfach keine Logik.

              1. Sorry! Korrekterweise muss es oben heißen:
                „Karl I. machte sich nicht nur den byzantinischen Kaiser und den König von Aragon zum Feind.“

            3. @ sloga

              Ich habe jetzt nachträglich in der „offiziellen Geschichtsschreibung“ nach Querverbindungen zwischen Balkanraum und Sizilien gesucht und auch einiges gefunden. Falls Interesse besteht, würde ich es hier als Anregung (auch wenn es vom eigentlichen Artikel wegführt) mit einstellen.

              1. @ HPB

                Sehr gerne!

                Vorab noch einige prinzipielle Zeilen.

                Durch die Vinca-Kultur/Schrift (gepaart mit einer Kontinuitätstheorie) und die kontinuierlichen Anfeindungen die Geschichte hindurch (insbesondere die letzten 200 Jahre) ist das Weltbild eines „durchschnittlich an Geschichte/Politik interessierten Serben“ so ziemlich genau das Gegenteil des Weltbildes eines durchschnittlichen Europäers.

                Wind auf den Mühlen ist selbstverständlich, wenn der Premierminister Israels (Netanyahu) auf einer offiziellen Pressekonferenz (damaliger serb. Premier Vucic war auf Besuch) von: „tausenden Jahren Freundschaft zw. den beiden Völkern“ spricht (somit fällt -aus serb. Sicht – auch die Zuwanderung auf den Balkan im 6./7. Jhdt. flach … erst letztes Jahr war der israel. Präsident Rivlin in Belgrad und hat es wiederholt).

                https://www.youtube.com/watch?v=ISHT-Tc7IPI

                Kurzum: Es wird die These vertreten, dass sich alle europ. Kulturen aus der Vinca-Kultur entwickelten (u. a. auch die Russen) und dass dunkle Mächte alles daransetzen, jede Spur/jeden Hinweis auszulöschen (frei nach dem Motto: die erste Hochkultur kann VON ÜBERALL „herkommen“ … nur eines darf keinesfalls sein … sie DARF nicht mit dem weißen Mann/Frau in Verbindung gebracht werden!!!).

              2. @ HPB

                Ganz anderes Thema (aber „in Kontinuität“).

                Konzil zu Florenz 1439; Patriarch Joseph II (für alle nicht so bewandten: einfach „wikiblödia“ … verschafft einen gewissen Überblick).

                Serb. Version: Die Ostkirche wurde erpresst. Kath. Hilfe gegen die Türken nur im Falle der „Unterwerfung“. Alle Vertreter der Ostkirche kamen nach Florenz und haben unterschrieben. Alle bis auf einen: den serb. Patriarchen.

                Der serb. Despot (Djuradj Brankovic) soll zum serb. Patriarchen gesagt haben: „Wenn du DORT hingehst, hänge ich dich auf!“

                Als der russ. Großfürst erfahren hat, dass sich die Serben dem mächtigen Vatikan widersetzten, hat er „seinen“ Patriarchen töten lasse, da er „Schande über Russland gebracht hat“.

                Der Rest wird in der wertewesten-Version beschrieben (nach und nach haben viele Vertreter der Ostkirche ihre Unterschrift widerrufen …).

                Konklusion: Der Hass des Vatikans auf Serbien wuchs ins Unermessliche …

                Konkrete Frage: Wissen Sie etwas über die nicht-Anwesenheit des serb. Patriarchen anno 1439? Wird das in der „offiziellen Geschichtsschreibung erwähnt?

                1. @ sloga

                  Leider nein. Auch das Ökumenische Heiligenlexikon gibt dazu nicht viel her. Offensichtlich waren aber weder serbische noch russische Patriarchen zur Mitwirkung an diesem Konzil 1439 bereit.

                  Übrigens gab es damals noch keinen „Vatikan“, nur eine „katholische Kirche im Werden“, wozu auch dieses Konzil beitrug.
                  Die Westkirche wollte das Konzil nutzen, um ihre Machtstellung gegenüber den Ostkirchen auszubauen. Die prekäre Not von Byzanz angesichts der osmanischen Bedrohungen bot dazu eine vorzügliche Gelegenheit. Prompt ließen sich die auf Byzanz fixierten Kirchen des Ostens auf diesen Kuhhandel ein, hofften sie doch auf militärische Unterstützung des Westens durch Kreuzzüge.
                  Tatsächlich gab es Könige im Westen wie den von Aragon, die da viel in die Waagschale werfen wollten.

                  Aber der serbische König schoss quer. Das hatte aber nichts mit Heldentum zu tun sondern mit nacktem Machtkalkül. Er hielt es für sicherer, an seinem Vasallenverhältnis zum Sultan festzuhalten anstatt (waghalsig) in Opposition zu gehen.
                  Zehn Jahre später ermöglichte diese „laue Politik“ dem Osmanischen Reich das Überleben in Europa und dann die Eroberung von Byzanz.
                  Die letzte Chance, Byzanz zu entsetzen, wurde 1448 vergeben, als Venedig und der Sultan sich auf Skanderbeg stürzten, von diesem besiegt wurden und der serbische König das Heer Skanderbegs auf dem Weg zur Vereinigung mit dem Heer Hunyadis aufhielt.
                  Hätten die Serben damals die Seite gewechselt und gemeinsam mit den Ungarn und Albanern gekämpft, dann hätten sie bis Edirne/Adrianopel die Sultansmacht brechen können, zumal Venedig noch starke Positionen auf dem Peloponnes, auf Kreta und Zypern hatte.

                2. @ Nachtrag

                  Die Schlacht auf dem Amselfeld von 1389 war nicht die ultimative Niederlage, die ihr zugeschrieben wird. Es waren die Machtkalküle von späteren Herrschern und der Kirchen, die sie erst zu diesem historischen Faktum machten.
                  Ich vermute, dass der serbische Patriarch sogar gerne an dem Konzil in Florenz teilgenommen hätte. Gewiß hatte jede Vertretung dort ihre eigenen Vorstellungen und Interessen. Und der Patriarch hätte seine Serben liebend gerne vor den drohenden islamischen Bedrückungen geschützt.
                  Aber eines war völlig klar: Die serbische Auftreten dort wäre der Absichtserklärung zur Teilnahme Serbiens an einem Kreuzzug christlicher Mächte gleichgekommen.
                  Und das hielt der „auf Vasallentreue geeichte König“ für eine tödliche Gefahr seiner Macht.

                  Also den „Vatikan-Hass“ auf die Serben sollten Sie lieber beiseite legen. Es geht und ging immer um Macht.

                  1. @ HPB

                    Vielen Dank! Sie sind für mich sehr wertvoll, da ich so meine serb. Quellen überprüfe (es genügt, wenn ich mich durch den „serb. Geschichtsdreck“ wühlen muss … nicht nur der Vatikan hatte eine „spitze Feder“; die orth. Kirche ebenfalls …).

                    Nun zu einigen „Fakten“ (hier ein Rat: versetzen Sie sich – NUR für Sekunden … auch wenn es noch so schwer fällt – in die Lage der Serben): Nach der Schlacht am Amselfeld (die serb. „inoffizielle offizielle Geschichtsschreibung“ spricht sogar von einem Sieg der Serben!) gab es offenbar „zwei Serbien“ (Stefan – Sohn von Lazar – meinte, dass man sich den Türken unterwerfen sollte (was er auch tat); die „Ritter der serb. Tafelrunde“ (die noch gemeinsam mit Lazar auf´s Amselfeld gezogen sind) waren weiterhin für ein unabhängiges, freies Serbien.

                    Ich würde – im Nachhinein betrachtet – nicht einmal Stefan einen großen Vorwurf machen; aus vielerlei Gründen:

                    1. Hat er die westkirche offenbar durchschaut (sie schickte offensichtlich keinerlei Hilfe, um ihren europ. Brüdern (und Christen!!!!!) zu helfen … 40 – 50 Jahre später dann das Konzil mit der ULTIMATIVEN Unterwerfung (für Hilfe) … wenn sie nicht schon den Plan hatte, die Osmanen „zu ermuntern“, die Ostkirche anzugreifen usw.). Hier muss man immer im Auge behalten: Serben/Russen waren „ja erst ein paar Jahre lang christianisiert“ (im Vergleich zum Vatikan waren das IMMER (bis heute!): „Christen-light“ … im Bezug auf Hörigkeit gegenüber Klerus etc.).

                    2. Hat er offenbar von zwei Übeln das Kleinere für Serbien (Betonung auf: für Serbien!) gewählt. Hätten die Türken „ernst gemacht“, so wäre nach rd. 500 (!) Jahren Unterwerfung wohl nicht viel von Serbentum und orth. Kirche übrig geblieben; heute wären ALLE Serben sog. Bosnier (ich glaube dazu genügt: logisches Denken und ein wenig gesunder Menschenverstand …). Es gab sogar „Gerüchte“, dass im Osmanischen Reich serbisch die Diplomatensprache war (aus einem einfachen Grund … sie wurde am ganzen Balkan gesprochen bzw. verstanden).

                    Wie auch immer. Ich persönlich nehme „ein wenig vom Hass gegen die Türken weg“ und füge ihn beim Vatikan hinzu (das ist MEINE Sicht).

                    Ihren letzen Absatz verstehe ich nicht ganz. Dem vatikan (damals westkirche) hat es doch vollkommen egal sein können, WESHALB der serb. Patriarch nicht aufgetaucht ist (sprich: die Serben eine andere Lösung gefunden haben). Fakt scheint zu sein, DASS er eben nicht aufgetaucht ist und somit der GEMEINE, NIEDERTRÄCHTIGE, TEUFLISCHE Plan misslang!!!! DENN: Hätten sie helfen wollen, hätten sie helfen können …

                    Wenn Sie mich fragen, so wäre ich aus TROTZ, WUT, HASS sogar mit den Türken Richtung Wien gezogen …

                    1. @ sloga

                      Es fällt mir durchaus nicht schwer, mich in die Lage der Serben und Ihre Gedanken zu versetzen. Wenn Sie wüssten, wie viele schlaflose Nächte ich seit 1991 hatte, als die offenen aggressiven Übergriffe „des Westens“ auf Jugoslawien begannen!

                      Aber noch einmal zurück zu jenem Konzil von 1439.
                      Im Grunde genommen (siehe Teil 1 dieser Serie) war erst mit dem Konzil von Konstanz und dem Blutopfer von Jan Hus 1417 die Einheit der Westkirche vorbereitet worden (wenn man die Brille Wilhelm Kammeiers aufsetzt).
                      Als eine der letzten war auch die böhmische Regionalkirche in den „Schoss der neuen Gesamtkirche“ geführt worden.

                      20 Jahre später hatte die Westkirche durchaus eine solides Einkommen aus der gewachsenen Anzahl ihrer „Schäfchen“, und der Klerus saß auf fetten Pfründen, von denen man durchaus etwas abzugeben bereit war, um den Kircheneinfluss zu stärken. Die neu erstandene Stärke dieses Kirchen-Organismus konnte durchaus Strahlkraft auf die darbenden Kirchen im Osten entfalten.
                      Deshalb wurden die religiösen Weichen auf Expansion gestellt, wobei die missliche Lage von Byzanz einen Extra-Bonus versprach.
                      Das Konzil von Basel/Ferrara/Florenz 1439 sollte den Boden bereiten und die Ostkirchen an den westlichen Kirchenzusammenschluss anbinden.
                      Ich meine, dass das durchaus ernst gemeint war, um weiteren Einfluss, weitere Pfründe und mehr „Schäfchen“ zu gewinnen.
                      Die Ost-Christen einfach dem Sultan zu überlassen, wäre da kontraproduktiv gewesen.

                      Tatsächlich taten die Päpste dann auch einiges. Aufrufe zu Kreuzzügen, Geld für Skanderbeg. Nach dessen Waffentaten auf dem Balkan und in Italien wurde dieser sogar vom Papst empfangen und geehrt.
                      Vor allem der ungarische Reichsverweser Lajos Hunyadi und dessen Sohn Peter Corvinus versuchten immer wieder, das Kirchenversprechen mit Kreuzzügen gegen die Osmanen einzulösen.
                      Aber ohne Venedig (mit seinen Sonderinteressen) und gegen die Serben konnte das wohl nicht viel bringen.

                    2. @ HPB

                      Andererseits war es durchaus produktiv, sie einmal in die Hände des Sultans fallen zu lassen???

                      Wir kommen uns schon näher. Dennoch ist das Ding immer noch leicht verdreht.

                      Die Osmanen haben die erste Stadt auf europ. Boden 1354 erobert. Bis zur Schlacht am Amselfeld (1389) haben sich „wahre Dramen abgespielt“ (neben vielen anderen standen auch serb. Krieger ihren Glaubensbrüdern in vielen Schlachten bei … bis es zum Amselfeld kam). Irgendwann geht „das Material“ (sprich: die Krieger) aus …

                      Frage: WAS haben die westkirchen-Anführer (konkret!) von 1354 bis (Hausnummer!) 1400 unternommen, um mitzuhelfen, die Osmanen aufzuhalten? (vermutlich „waren sie noch nicht so weit …“)

                      Folglich: In den (plus/minus) 50 Jahren hat die westkirche offenbar „kein Ohr gerührt“ (das WARUM interessiert mich ehrlich gesagt nicht … ob sie schwanger waren, kein Geld hatten, untereinander uneins oder verliebt waren … UND selbst wenn sie gerade dabei waren „sich zusammenzufinden“ (da ging es ja zu wie beim „Denver-Clan“) … ist mir schnurzpiepegal! … ihren Glaubensbrüdern der Ostkirche haben sie offenbar NICHT geholfen bzw. nicht adäquat helfen können! … oder ist am Ende im Konzil bloß öffentlich ausgesprochen worden, was davor bei div. Einzelgesprächen mit Vertretern der Ostkirche quasi „unter vier Augen“ von Vertretern der westkirche angeboten wurde? Hilfe gegen „Unterwerfung“)

                      Wie auch immer: Die Serben mussten offenbar eine Entscheidung treffen (man muss ja hier noch eines berücksichtigen: europa-west war damals ein Irrenhaus bzw. die Hölle auf Erden … Stichwort: Inquisition … der Osten wird ja das alles mitbekommen haben … ist ungefähr so, als erwarte man von einen psychisch kranken Mörder, einem seelisch beizustehen!).

                      Die Serben hatten zwei Optionen (die Psychos aus dem westen waren offenbar KEINE Option):
                      1. Bolje GROB nego ROB (besser ein Grab als ein Sklave) = Kampf um die Freiheit bis zum Tode (was ein Teil durchgezogen hat …); oder
                      2. sich den Osmanen zu ergeben, bevor man ausradiert wird (wenn man so will hat die eine Hälfte die Türken aufgehalten, während die andere „die serb. Haut“ gerettet hat …).

                      Als die Osmanen gerade dabei waren, es sich auf dem Balkan so richtig gemütlich zu machen (bzw. gerade dabei waren, die Serben ins Reich einzugliedern), kommt endlich ein „Offert“ (Konzil), dass eigentlich eine Frechheit ist (ganz ehrlich: ich glaube den Südost-Slawen per se hat es zur damaligen Zeit vor den sog. westkirchen-Fanatikern MEHR GEEKELT als vor den Osmanen … unter gewissen Voraussetzungen können Lug, Betrug oder gar Verrat mehr schmerzen bzw. Verachtung erzeugen, als JEDE Peitsche oder Versklavung … unter manchen Umständen, sogar mehr als der Tod).

                      Was, wen oder wo die westkirche in weiterer Folge (als das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist) mit ihrem Geld kaufen wollte, ist mir ebenfalls schnurzpiepegal (erneut Verweis auf: Denver-Clan-Märchenstunde … NICHT alles kann man mit Geld kaufen, auch wenn einige meinen, dass das so wäre …).

                      Ob die Serben (als Osmanen-Vasallen) gegen die westkirche gekämpft hätte, weiß ich nicht/kann ich nicht sagen (dass sie es – als selbstständiges(!) serb. Heer – getan haben sollen, ist mir nicht bekannt … die Janitscharen werden wohl: nicht zählen …). Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass das serb. Volk mehr oder weniger in osman. Geiselhaft war UND „man“ sein EHRENWORT gegeben hat …

                      Kurzum: Alleine die Tatsache, dass sie erst „helfen“ wollten, als sie größtmöglichen Nutzen (zum Tiefstpreis aufgrund Lebensgefahr!) daraus schlagen konnten, spricht für sich. Da brauchen wir nicht lange um den heißen Brei zu reden …

                    3. @ sloga

                      Für Ihr „GEEKELT“ gibt es jede Menge guter Gründe. Unbestritten.

                      Man denke nur an den vierten Kreuzzug von 1202 bis 1204, der mit der Eroberung von Byzanz durch die Kreuzfahrer unter eifriger Mitwirkung Venedigs und der Errichtung des „Lateinischen Kaiserreiches“(1204 bis 1261) auf dem Boden des Byzantinischen Reiches endete.

    2. @ Ekstroem

      Ich habe jetzt in der „Geschichte der Juden“ (Heinrich Graetz) nachgeforscht, ob sich von Webster Tarpleys postulierter venezianischer Konspiration irgendwelche Anhaltspunkte finden lassen. Es geht ja um die Frage der Verlagerung der jüdischen Operationsbasis von Venedig nach England.
      Die Hinweise sind dünn gesät.

      Einerseits wissen wir von Manasse Ben-Israel, der mit Cromwell verhandelte, dass ab 1657 erste Juden nach England durften, mehr dann unter König Carl II. ab 1667. Anderseits, dass die verkleideten spanischen und portugiesischen Juden (Marranen) ihr flüssiges Kapital bei italienischen Banken einlegten, um es dem Zugriff der Inquisition zu entziehen. Dort waren also deren Schätze gehortet, die auch Zinsen brachten. Venedig war ein relativ sicherer Hort. Der Doge samt Verwaltung sicherte ihren vollen Schutz.

      Um das Weitere zu verstehen, lohnt ein Blick in die Geschichte der Republik Venedig, die Anfangs des 14. Jahrhunderts etliche Besitzungen im östlichen Mittelmeer hatte und sich der osmanischen Expansion erwehren musste.
      1. Osmanisch-Venezianischer Krieg 1423 – 1430: Niederlage, Thessaloniki verloren,
      2. Krieg 1463 – 1479: Niederlage, Türken nehmen u. a. Euböa, Lemnos ein,
      (1444 bis 1468 kämpft Skanderbeg mal mit und gegen Unterstützung Venedigs siegreich gegen die Osmanen.)
      3. Krieg: 1499 – 1503: Niederlage, Türken erobern Festungen auf dem Peloponnes,
      4. Krieg: 1537 – 1540: Niederlage, Türken erobern Kykladen, Sporaden und weitere Peloponnes-Festungen,
      5. Krieg: 1570 – 1571: Türken erobern Zypern, erleiden Niederlage in der Seeschlacht von Lepanto (1571).
      6. Krieg: 1645 – 1669: Niederlage, Türken erobern Kreta,
      7. Krieg: 1683 – 1699: Sieg, u. a. Rückeroberung von Dalmatien und Peloponnes.

      Venedig war bis 1683 durch viele Niederlagen gegen die Osmanen gebeutelt worden. Im 7. Osmanisch-Venezianischen Krieg dürfte also der Auslöser für die jüdische „Konspiration“ zu finden sein.

      Tatsächlich wurde das europäische Publikum durch den neuen Krieg mit dem Sultan in Angst und Schrecken versetzt. Die Nachrichten von der Belagerung Wiens, die Schlacht am Kahlen Berge 1683, das Vorrücken des siegenden Entsatzheeres in Richtung Ungarn, die erste Belagerung Ofens an der Donau 1684 usw.
      Das Publikum war in Hochspannung, Gerüchte vermochten Ausbrüche von Leidenschaft auszulösen.
      Ofen (heute Teil Budapests) – damals eine Festungsstadt – an der Donau, besaß eine große wohlhabende jüdische Gemeinde, die treu zur osmanischen Verwaltung stand und 1686 auch aktiv an der Verteidigung der Stadt bei der zweiten Belagerung teilnahm.

      Genauso standen die Juden Venedigs für die Verteidigung ihrer Heimat ein. Trotzdem gab es die eine oder andere geschäftliche Verbindung. Im venezianischen Christenvolk entstand jedoch der Verdacht, die Juden könnten den Sieg des Halbmondes wünschen oder gar in dessen Sinne wirken. Die Leute wurden immer verrückter, bis eine (irre?) Frau schließlich behauptete, Juden aus dem Ghetto von Padua hätten ihr Kind entführt, um es zu schlachten. (Die irakischen Soldaten, die kuweitische Babys aus Brutkästen nahmen und auf die Erde warfen lassen grüßen.) …

      1. Fortsetzung

        Nachdem am 04. August 1684 das Gerücht von jener Frau die Runde machte, brach in Padua geradezu Raserei aus. Selbst Leute, denen Judenhass vorher fremd war, konnten sich dessen nicht entziehen.
        Es ging zu wie in dem Film „Der Glöckner von Notre-Dame“ (Hauptrollen: Anthony Quinn und Gina Lollobrigida). Der Mob schnappte sich die Juden und erschlug sie an Ort und Stelle. Er versuchte, das Ghetto zu stürmen und belagerte es dann.
        Die städtischen Behörden – nahezu handlungsunfähig – vermochten kaum etwas Wirksames für den Schutz des Ghettos zu tun. Erst als harsche Order vom Dogen eintraf, den vollen Schutz des Ghettos zu sichern, besserte sich die Lage.
        Aber in Venetien war für die Juden nach dieser Erfahrung nichts mehr so wie vorher, als man sich in Sicherheit glaubte.
        Der Sieg von 1699 über das Osmanische Reich war 1684 weder greif- noch absehbar, genauso wenig das Verhalten der christlichen Mitbürger.

        Ich denke, dass die venezianische Konspiration damals ihren Anfang nahm. Sie scheint wesentlich vom Verlangen nach persönlicher und geschäftlicher Sicherheit in einer nun unberechenbaren Umgebung geprägt gewesen zu sein, weniger vom planvollen Streben nach Weltherrschaft.
        Dennoch dürfte den Initiatoren die „doppelte Insellage“ Britanniens als bedeutender Vorzug bei ihrere Wahl erschienen sein.
        Doppelt im Sinne der geografischen Insellage von England, Wales und Schottland, umgeben von Meeresflächen, und der autonomen „Insel“ inmitten Londons in Gestalt der City of London.

      2. Werter HPB, über die Quelle, die Sie angeben, schreibt ein amazon-Rezensent:

        „In allen judaistischen Nachschlagewerken und allgemeinen Enzyklopädien wird seine Lebensleistung, die `Geschichte der Juden – von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart … ´, mit Ehrfurcht besprochen.

        Sie ist ein Standardwerk der Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts und eine der wirkmächtigsten Gesamtdarstellungen der jüdischen Geschichte überhaupt, wenn auch nicht die erste.“

        Sie werden Ihre Gründe haben, ich möchte nicht weiter insistieren.

        Freundliche Grüße
        Ekstroem

        1. @ Ekstroem

          Die Texte der beiden Kommentare (mit Fortsetzung) sind nach Sichtung verschiedener Quellen meine eigenen samt den darin enthaltenen Schlussfolgerungen. Ich bin nur den Hinweisen von Graetz nachgegangen, um das damalige Geschehen zu verstehen und habe versucht, es verständlich zu machen und zu beschreiben..
          Interessanterweise ist da für mich keine große Konspiration mehr zu entdecken, sondern zunächst nur simpler Überlebenswunsch in einer unsicheren Zeit und Umgebung, wie er allen Menschen innewohnt, die nicht völlig verrückt sind.

  24. Lieber HPB, ich kann ihnen zu dieser Erkenntnis nur gratulieren.

    „Abgesehen davon halte ich mich jetzt vorrangig an wirtschaftliche/finanzielle Interessen und deren politische Ausdrucksformen, um hinter die Motive der Akteure, die Kräfteverhältnisse und den Gang der Ereignisse zu kommen. Das klingt zwar oberflächlich, bringt auf dieser Betrachtungs-Ebene aber Logik und Plausibilität.“

    Wissend, dass das ihre Herangehensweise ist, würde ich mir noch viel mehr Texte von ihnen wünschen.
    Im Übrigen kann ich Friedrlich List „Das Nationale System der Politischen Ökonomie“ ausdrücklich empfehlen. Vielleicht hilft es ihnen weiter, wie es mir geholfen hat.

  25. Werter Mohnhoff und werter Sloga,

    „sehr wenig Material vorhanden“

    Diese Aussage der Drevnik-Sendung gilt für die Rama/Varkas Themen und die Geschichte generell. Die wahren Verläufe der Geschichte wurden verschleiert, verfälscht, und es wird gelogen, daß sich die Balken biegen. Es gab und gibt immer wieder Säuberungsaktionen, wie die Vernichtung der Bibliothek von Alexandria. Auch Vernichtungsaktionen gegen die Träger alten Wissens gab es immer wieder. Auch desewegen gilt, je weiter wir in der Geschichte zurückgehen, umso weniger authentisches Materiel gibt es, wenigstens für die Allgemeinheit.
    In den Geheimarchiven des Vatikans und anderer Strippenzieher und metaphysischer Organisationen wird es sicherlich Dokumente geben.

    Und das Wissen ist an einem anderen Ort gespeichert: Beispielsweise in astralen Bibliotheken. Die sind für jederman frei zugänglich. Träume, Astral- und Seelenreisen sind Möglichkeiten für Reisen in die inneren Ebenen (*). Es gab und gibt in der Geschichte Abertausende von Menschen, die diese und andere Methoden für eigene Erkundungen nutz(t)en.
    Erwähnt seien die Gostiker. Gnosis heißt Wissen. Und zwar direktes Wissen durch eigene Erfahrung. Nicht umsonst wurden die Gnostiker von der Kirche verfolgt und ausgelöscht. Eigenes, direktes Wissen der Menschen stand (und steht) dem Machtstreben der Priesterschaft im Weg.

    Nun zu Autoren, die zu unserm Thema geforscht haben und ihre Erfahrungen in Büchern weitergegeben haben. Zum ramaischen Großreich und den kulturschöpfenden Wanderunhsbewegungen unserer Ahnen ist unbedingt Fabre d’Olivet zu nennen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_Fabre_d%E2%80%99Olivet

    Selbstverständlich auch Eduard Schuré und Jürgen Spanuth.
    Weiter ist sehr zu empfehlen „Berichte von Astralreisen“ von Anne Meurois-Givaudan und Daniel Meurois-Givaudan. In dem kleinen Büchlein beschreiben die Autoren in Kapitel X, „Im Land der sieben Ochsen“ den Zug Ramas:

    https://www.amazon.de/Berichte-Astralreisen-Knaur-Taschenb%C3%BCcher-Esoterik/dp/3426042118/ref=sr_1_fkmrnull_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3N63Q4MBT9EO8&keywords=berichte+von+astralreisen&qid=1554377862&s=gateway&sprefix=berichte+von+%2Caps%2C146&sr=8-1-fkmrnull

    Hier ein Auszug vom Klappentext eines Buches von Steve de Witt, übersetzt mit Deepl:

    „Die zweite Wurzelrasse gründete ein Imperium, Melnibora, im Dschungel. Die Könige der Varkas regierten durch Zauberei, unterstützt von den Priestern, die als Zuajiirs bekannt sind.
    Das Goldene Königreich hat seine Grundlage in einer Reihe von Träumen und spirituellen Erfahrungen des Autors.“

    Hier der Netzverweis zum Buch (nur in Englisch):

    https://www.amazon.de/Golden-Kingdom-Steve-Dewitt/dp/0881550264/ref=sr_1_fkmrnull_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=steve+de+witt+the+golden+kingdom&qid=1554376300&s=gateway&sr=8-1-fkmrnull

    Das Erbe von Melnibora reicht bis in unsere Zeit. Es gibt ein sehr erschreckendes Video über heutige „Flüchtlings“-Neger in Italien bei ihren brutalen Ritualen. Vielleicht kennt es einer, und kann einen Netzverweis nennen?
    Die Bosse der Gangster scheinen Nachfahren der Zuajiirs zu sein. Man kann nur hoffen, dass die es noch nicht bis hierher geschafft haben.

    Zum Glück ist die Menschheit im Oktober 2017 in eine Goldene Ära eingetreten. Nicht zufällig ist ein wichtiger Kernpunkt von Trump und den Seinen „Drain the swamp“, der Kampf gegen diese Pizza-Mafia. Nicht zufällig begann im Oktober 2017 die Enttarnung von Harvey Weinstein als Sex-Gangster und ebenfalls die Enttarnung der Pädo-Verbrecher-Sekte „Nxivm“.
    Das Goldene Zeitalter des 21. Jahrhunderts wird unter starken Geburtswehen geboren, Schritt für Schritt.

    [(*) Hier eine Blogartikel mit einem sehr einfachen, reduzierten Modell der Ebenen der Existenz:

    http://www.freiheit-wahrheit-verantwortung.de/blog/es-ist-alles-ganz-anders-3/ ]

  26. Wir sind uns (vermutlich) durchaus bewusst, dass es eine gemeinsame Quelle für Herkunft, Sprache, Lebensweise und Kultur der Menschen gegeben haben muss, bevor diese in Familien- und Stammes-Gemeinschaften ein durch Klima, Raum und Geografie bedingtes differenziertes Eigenleben begannen. Darüber schweigt die „offizielle Geschichtsschreibung“, während Mythen davon erzählen.

    ich habe versucht, in der „offiziellen Geschichtsschreibung“ einige kulturelle Brücken zwischen Balkan-Halbinsel und Sizilien/Süditalien zu finden. Allerdings sind durchaus Zweifel an Datierungen und Sachverhalten angebracht.

    Zur „Urbevölkerung“ des Balkanraumes zählen die illyrischen Stämme, die im heutigen Kroatien, Serbien und Albanien siedelten. Auf Sizilien waren es die Sikaner, denen sich später die aus Italien kommenden Sikuler zugesellten. Ich denke, dass es schon in sehr früher Zeit Kontakte und Austausch zwischen den Illyrern und den Sikulern gab, wenn nicht sogar Verwandtschaft.

    Der albanische Nationalheld Georg Kastrioti (1405 bis 1469, genannt Skanderbeg) wurde vom äußeren Erscheinungsbild her wie ein Illyrer in der Zeit der griechischen Antike beschrieben. Er war tatsächlich die moderne Verkörperung des legendären Pyrrhus von Epirus, der einst über die Adria nach Italien kam, um die griechischen Städte des Südens vor der römischen Expansion zu beschützen und drei sieg- und verlustreiche Schlachten gegen die Römer schlug.
    Der spätere Skanderbeg begann schon ausgangs der Kindheit den Militärdienst im osmanischen Heer und kämpfte auf Schauplätzen in Anatolien und auf dem Balkan, sogar im venezianischen Einflussgebiet. Er wurde ein starker, geistig gewandter und sehr fähiger Krieger, damals ein Moslem.

    1437 starb sein Vater, der die Religion je nach Einfluss Venedigs, Serbiens und des Sultans wie ein Hemd gewechselt hatte, als Anhänger der christlichen Westkirche. Kurz danach kamen auch die älteren Brüder Georg Kastriotis ums Leben. Erst nachdem er aus der Fremde in die Heimat zurückkehrte, erfuhr er vom Schicksal seines Vaters, der Brüder und von dem durch den Sultan gebrochenen Erb-Versprechen an sein Geschlecht.
    1443 erlitt die Streitmacht des Sultans bei Nis eine schwere Niederlage gegen das ungarische Heer. Skanderbeg nutzte die Gelegenheit, sich mit einer großen Gruppe albanischer Krieger vom Treueid an den Sultan zu lösen und zog mit ihnen nach Hause, wo sie gemeinsam zur christlichen Westreligion konvertierten. Die Konversion wurde von der Hoffnung motiviert, aus dem christlichen Ungarn, Venedig oder Italien Unterstützung zu gewinnen. Doch den Venezianern waren die kriegerischen Ambitionen der Skipetaren verdächtig, denn sie strebten nach ungestörten Handelsbeziehungen zum Osmanischen Reich. Ungarn war bei weitem nicht so reich und stark wie erhofft. Nur der König von Neapel und Aragon, dessen Haus seit der „Sizilianischen Vesper“ (1282) über Süditalien herrschte und weitreichende Pläne verfolgte, konnte sich ein Bündnis oder gar einen Kreuzzug mit Georg Kastrioti als militärischen Anführer vorstellen.

    1444 wurde auf Skanderbegs Initiative hin die Liga von Lezha, ein Bund albanischer Fürstentümer, gegründet, die eine gemeinsame Armee unter dessen Oberbefehl aufstellte und in einer Vielzahl von Schlachten gegen osmanische Heere siegte. Anfänglich unterstützten Venedig und der Papst die Liga mit Geld, Waffen und Segen.
    Schon 1448 einigte sich Venedig mit dem Sultan zum gemeinsamen Vorgehen gegen Skanderbeg. Zwar konnte dieser im Juli und August beide Gegner in getrennten Schlachten besiegen, doch der serbische König – ebenfalls eine Verbündeter des Sultans – versperrte ihm den Weg zum ungarischen Heer unter Hunyadi, das bereits von den Osmanen besiegt war, als Skanderbeg endlich dort eintraf.
    Nach 1450 versiegte die Unterstützung von außen. 1451 wandte sich Skanderbeg hilfesuchend an den König von Neapel, der bereit war einzuspringen, Georgi Kastrioti leistete ihm den Treueid als Vasall und empfing dafür die erhoffte Hilfe an Geld und Waffen. Als der König von Neapel und Aragon (Alfons I.) 1458 starb, hatte Skanderbeg seine politisch-militärische Stellung bis hin zu einem mehrjährigen Waffenstillstand mit dem Sultan behaupten können.

    Unter dem jungen Nachfolger des Königs, Ferdinand I., schickte das Haus Anjou Emissäre, um die Barone Süditaliens zum Aufruhr anzustiften. Bereits 1459 spitzte sich die Lage zu. Georg Kastrioti gehörte damals zu den Vasallen, die ihrem König die Treue hielten. 1460 erging der dringende Ruf des Königs an ihn um militärischen Beistand. Skanderbeg schickte einen Heeresverband über die Adria nach Italien. 1461 mussten seine Truppen erneut die Adria westwärts überqueren, um Schlimmeres in Süditalien und Sizilien zu verhindern. 1462 schließlich kam Skanderbeg selbst mit dem Gros seines Heeres nach Italien, um die Rebellion endgültig zu beenden, was ihm auch gelang. Von 1463 bis zu seinem Tode 1468 kämpfte er wieder auf dem Balkan.
    Aragon verdankte das Behaupten seines süditalienischen Besitztums folglich dem tapferen Kampf der albanischen Krieger und ihres kriegserfahrenen Anführers, was bei den Italienern die eine andere Spur hinterlassen haben dürfte.

    Springen wir in die griechische Antike zurück und betrachten das Schicksal des künftigen Makedonen-Königs Philipp II. Als Kind und Jüngling gelangte er als Geisel nach Theben, das damals die spartanische Hegemonie über Griechenland gebrochen hatte und nun selbst nach dieser strebte. Er begegnete dort dem alten Strategen Epaminondas, der mit seiner „Schiefen Schlachtordnung“ erstmals die spartanische Hopliten-Phalanx in einer Feldschlacht 371 v.u.Z. bei Leuktra besiegte. Kurze Zeit später durfte der gelehrige Philipp in die Heimat zurück.
    Makedonien war damals schwach. Es musste nicht nur den Griechen sondern auch den nördlich Makedoniens lebenden illyrischen Stämmen Geiseln stellen und Tribute abliefern. Philipp II. machte sich nach der Heimkehr sofort daran, eine bewaffnete Truppe nach dem Vorbild Thebens aufzustellen und auszubilden. In der unvermeidbaren Schlacht mit dem aggressiven illyrischen Gegner kämpften seine zahlenmäßig unterlegenen Krieger diszipliniert und befehlsgemäß bis zum Sieg, der den Makedonen die Freiheit von Geiselnahme und Tribut brachte.

    Kurz und gut: Auch damals schon gab es im Mit- und Gegeneinander der illyrischen und thrakischen Stämme – dazwischen die Makedonen – Wechselwirkungen und kulturelle Einflüsse bis hin zu den Griechen, die ihrerseits mit ihren Kolonien in Süditalien und Sizilien die dortigen Sikuler und Sikaner kulturell beeinflussten (und auch umgekehrt).

    Überspringen wir das Römische Imperium, das viele Besonderheiten der Provinzial-Bevölkerungen „glättete“ und gehen in die Zeit der Völkerwanderung.
    Als der Hunnenkönig Attila 434 mit seiner riesigen Streitmacht nach Gallien zog (Schlacht auf den katalaunischen Feldern), da standen die Stammeskönige der Ostgoten und der Gepiden fest an seiner Seite. Doch um 455, nach Attilas Tod, erhoben sich die germanischen Stämme unter Führung des Gepiden und besiegten Attilas Söhne, woraufhin die hunnische Volksversammlung beschloss, aus der gefährlichen Umgebung an der Theiß nach Osten fortzuziehen. In Pannonien und östlich davon siedelten damals Ostgoten, Langobarden und Gepiden. Die Ostgoten und die Gepiden hatte lange Zeit das gleiche Schicksal geteilt: Die gemeinsame Wanderung, die Herrschaft der Hunnen und den Freiheitskampf gegen diese, die Feindschaft der Langobarden. Kein Wunder, dass sie auch politisch verbündet waren. Während die Ostgoten nach Italien zogen, um das Reich des Odoaker zu erobern, blieben die Langobarden in Pannonien und machten den Gepiden den Besitz der Donau-Theiß-Ebene streitig. Bereits damals zogen slawische Familien südwärts durch das Gepiden-Gebiet in die Balkan-Region, um neue Wohnsitze zu finden.

    Um 560 tauchten im Osten die Awaren aus der Steppe auf. Ein aus Ostasien kommendes Volk tungusischer Abstammung, von dem Wissenschaftler auch mutmaßen, dass es von den Weißen Hunnen (Hephtaliten) abstammen könnte.
    Die Langobarden suchten nun ihrerseits den politisch-militärischen Bund mit den Awaren. Ein Bündnis, das bald darauf zustande kam und für mehr als zweihundert Jahre hielt, nämlich bis zur Eingliederung der langobardischen Besitztümer in Italien in das Franken-Reich Karls, des Großen.

    Für einen historisch kurzen Zeitraum konnten die Ostgoten Süditalien und Sizilien beherrschen, während die Gepiden an Donau und Theiß ihr Reich behaupteten und mit den Slawen kommunizierten. Die Ostgoten-Herrschaft lässt sich von der Ermordung des Odoaker durch Theodorich 493 bis zum Tode des Königs Totila 552 einordnen, also für knapp 60 Jahre.
    Nach der Vernichtung des Reiches der Rugier in der Provinz Noricum 488 durch Odoaker und dem Auszug der Ostgoten aus Pannonien unter Theodorich nach Italien 489 sank die germanische Siedlungsdichte in den Herkunfts-Gebieten und wurde durchlässig für slawische Wanderungen.
    Schon während der Ostgoten-Kriege stellten die Langobarden gegen die Ostgoten ein Heereskontingent für den byzantinischen Kaiser. Bevor sie 568 endgültig im Widerstreit mit Byzanz nach Italien aufbrachen, zerstörten sie 567 das Gepiden-Reich. Für den gepidisch-slawischen Kontakt sind daraus etwa 70 Jahre ableitbar.

    Auch die byzantinischen Reichsperioden stellten eine kulturelle Brücke zwischen Sizilien und dem Balkanraum dar. Von 552 bis 831 waren Sizilien und Süditalien Teil des byzantinischen Reiches.bis 681 auch die Balkangebiete südlich der Donau. Danach dehnte sich das erste Bulgarenreich dort immer weiter aus, das schließlich bis 1018 durch Byzanz erobert wurde. 1186 wurde das zweite Bulgarenreich gegründet, das bis 1393 existierte und bei weitem nicht so groß und mächtig wie das erste war. Dazwischen lag wiederum eine Reichsperiode von 168 Jahren.

    Für die slawische Besiedlung der Balkan-Halbinsel ist die Zeit des Awaren-Reiches von besonderer Bedeutung. Ab 600 hatten die zunächst als unbesiegbar geltenden Awaren ein Khaganat gegründet, dessen Macht-Schwerpunkt in der Donau-Theiß-Ebene lag und das weitreichende Gebiete von der Moldau östlich der Karpaten, über die heutigen Staaten Rumänien, Slowakei, Ungarn bis nach Österreich beherrschte. Es gebot über eine Bevölkerung von Awaren und Slawen, wobei die Slawen dienst- und tributpflichtig waren. An diesem Verhältnis änderte sich nichts, solange keine militärische Niederlage die Unbesiegbarkeit der Awaren infrage stellte. Sogar Byzanz zahlte den Awaren Tribut.

    Doch im 8 Jahrhundert änderte sich die Lage durch das erstarkende Bulgarenreich. Zwischen den Slawen und Awaren herrschte ein latenter Konflikt, der sich daraus speiste, dass der slawische Adel in der vordersten Kampflinie des awarischen Heeres zu kämpfen hatte und dadurch hohe Verluste erlitt, die Tribute kein Ende nahmen und überdies die awarischen Krieger sich winters in den slawischen Haushalten einquartierten und dort den Frauen beilagen. Der offene Aufruhr ging schließlich von den „Mischlings-Kindern“ aus, denen die Rechte des „Herren-Volkes“ verwehrt wurden. Es waren diese jungen Männer, die den Aufstand der Slawen anführten und der Awaren-Macht schwere Schläge versetzten.
    Der Name „Samo“ tritt besonders hervor. Jener Samo soll im 8. Jahrhundert für mehrere Jahrzehnte einen slawischen Staat im heutigen Österreich regiert haben. Von ihm sei der Impuls ausgegangen, dass die Sorben, von der oberen Elbe kommend, westwärts wanderten, die Saale überschritten und auch das Thüringer Becken besiedelten.
    Nach dem Ende des Langobarden-Reiches nahte auch des Ende des Awaren-Reiches. Der vorletzte Herrscher strebte vergeblich nach einem militärischen Bündnis gegen das Franken-Reich mit den Sachsen in Norddeutschland. Der Letzte bot Karl, dem Großen, noch seinen Übertritt zum Christentum an. Doch vergebens. Die bayrisch-fränkischen Heere machten ihm den Garaus und erbeuteten den Awaren-Schatz, der Dank der byzantinischen Tribute als überaus wertvoll galt und nach Aachen gebracht wurde.

    Den Slawen brachte die Zerstörung des Awaren-Reiches keine große Erleichterung, denn die damals zwischen den Karpaten und dem Dnjepr lebenden Magyaren nutzten die günstige Gelegenheit, den frei werdenden Raum der Puszta an Donau und Theiß in Besitz zu nehmen und die störenden bisherigen Bewohner zu vertreiben (Oder zogen diese fort, um nicht wieder den gleichen Bedrückungen unterworfen zu werden wie bei den Awaren?).

    Soweit ein paar „historische Splitter“ als Anregung.

    1. @ HPB

      zu Ihrem ersten Absatz: Wenn man nicht weiß, wonach man suchen soll, wird die Suche schwierig bis unmöglich.

      Konkreter Sachverhalt (dem Sie evtl. „nachgehen könnten“):

      Serbien hat drei Neujahrstage (31.12. auf 01.01.; 13. auf 14.01 (julianischer Kalender) und am 04. April (alter serb. Kalender; wir schreiben seit einigen Tagen das Jahr 7528).

      Russen und Serben hatten ein- und denselben Kalender. Die Russen sind – soweit ich weiß – Anfang des 18. Jhdts. davon abgewichen. Die Serben viel später (daher meine Hoffnung, dass Sie etwas finden könnten).

      Im 12. Jhdt. (unter Stefan Nemanja) wurde der „serb. Kalender“ zum offiziellen Kalender der Kirche festgelegt (schriftlich im Gesetzes-Regelwerk festgehalten). Im 14. Jhdt. wurde das Gesetzbuch von Zar Dusan ebenfalls nach dem „serb. Kalender“ datiert (Datum: im Jahr 6857 – im Monat Mai – und Tag 21 … siehe wikiblödia auf deutsch: Dusanov zakonik … die Datierung wird da natürlich NICHT erwähnt).

      In der serb.-orth. Kirche ist er bis heute gültig (vom ersten bis zum letzten Patriarchen wurden ALLE „internen Aufzeichnungen“ nach dem „serb. Kalender“ datiert).

      Interessantes Detail am Rande: die heutige Datenerfassung per Computer wird nach dem Protokoll des URALT Kalenders datiert (Protokoll: Jahr – dann Monat – dann Tag … diese Form der Datierung soll auf der Erde einzigartig sein und wird heute noch in der serb. Verwaltung für z.B. alle Verwaltungsakte genutzt).

      Nach dem 1. serb. Aufstand (1804 – 1813) wurde Karadjordje von den „westmächten“ (wie könnte es auch anders sein …) erpresst: „Er möge doch „den römischen Kalender“ einführen (Zitat: es wäre einfach: „zu kompliziert“), da er sonst keine Waffen für den Kampf gegen die Türken erhalten würde. 1878, am Berliner Kongress, wurde der Wechsel dann „amtlich gemacht“; der damalige serb. AM Ristic hat unterfertigt (also vom: URALT-Kalender auf den gregorianischen … wann die Kirche vom URALT-Kalender auf den julianischen umgestiegen ist, habe ich noch nicht herausgefunden; war allerdings auf jeden Fall vor der allgemeinen Einführung des gregorianischen … die Umstellung von einem römischen (julianisch) auf den nächsten röm. Kalender wollte die Kirche dann einfach nicht mehr mitmachen … wie gesagt: intern haben sie den URALT-Kalender weiter verwendet).

      Mit dem Berliner Kongress ist „man“ ein Staat geworden und es hat sich nicht geziemt, seine „neuen Freunde“ zu verärgern, also hat der damalige serb. Regent der Änderung zugestimmt (ehrlich gesagt: war es ihm sogar schei…egal, da er – wie seine späteren Nachfolger – gerne zur europ. Elite gehören hätte wollen … teilweise waren sie sogar Freimaurer … aber das ist eine andere Geschichte …).

      Konkrete Frage: WAS können Sie über diesen ursprünglichen serb. Kalender in der „offiziellen Geschichtsschreibung“ finden?

      Es wäre sehr wichtig, denn dann würden Sie vermutlich verstehen, WARUM da so viel „herumgeeiert wird“ (sehr viele Schriftstücke/Bibliotheken wurden systematisch über Jhdt. vernichtet … so soll alleine Belgrad in 115 Kriegen auch Kriegs-Schauplatz gewesen sein und 44 Mal vollkommen zerstört worden sein … aber nicht nur Feinden sondern auch Verräter aus den eigenen Reihen sollen mitgemacht haben).

      Denn die nächste Frage wäre: Wie – zum Teufel! – kommen „die“ zu dem Kalender? UND da sind ja dann noch die Russen, die ihn ja angeblich „ebenfalls gehabt haben sollen“ …

      Ich glaube kaum, dass man den Serben unterstellen kann, dass sie den alten Kalender „einfach erfunden haben“. Aber im wertewesten ist es wie im Lotto: ALLES IST MÖGLICH!

      1. @ sloga

        Mit der Kalender-Frage haben Sie mich wieder mal gepackt.
        Meiner Meinung nach könnte der alte serbische Kalender eine Anpassung des Veden-Kalenders an das jetzt gegebene 365-Tage-Jahr sein.
        Der Veden-Kalender spricht von einem 360-Tage-Jahr mit 12 Monaten zu je 30 Tagen. Die Leute konnten zur damaligen Zeit sehr genau anhand von Sonnenstand zur Mittagszeit und Schattenlänge die Dauer eines Jahres/Sonnenumlaufes der Erde bestimmen.
        Doch dann muss ein kosmologisches Ereignis (oder gar mehrere) eingetreten sein, das die Erdrotation und den Bahnumlauf der Erde um die Sonne gravierend veränderte. Die Erde wurde dabei etwas weiter von der Sonne „weggetragen“.
        Für Flora und Fauna hatte das gewaltige Auswirkungen, da sich die Erdachse veränderte. Zum Beispiel das Schock-Frosten der sibirischen Mammuts!!

        Für die Menschen in Ägypten und Umgebung war das zwar auch schlimm, aber die konnten im Laufe der nächsten vier Jahre den neuen Kalender durch Schatten-Messung bestimmen.
        Anders die Völker im bisherigen „sibirischen Paradies“, wo später die gefrorenen Mammuts gefunden wurden. Diese Menschen mussten, nachdem sie erkannt hatten, dass sie nicht auf wärmende Sonnenstrahlen hoffen durften, fortziehen, mit dem was sie zu tragen vermochten. Sie waren Wochen, Monate und Jahre unterwegs und hatten während dieser Zeit keine Möglichkeit, an einem festen Platz länger währende Kalender-Beobachtungen anzustellen.
        Notgedrungen behielten sie den vedischen Kalender, um überhaupt einen zeitlichen Maßstab ihrer Wanderung zu haben, der dann zu einer festen Tradition wurde (wenn auch mit vernünftigen Anpassungen).

        Immanuel Velikovsky und Herbert Gabriel haben sich mit den kosmologischen Ereignissen und Kataklysmen auseinandergesetzt und auch die kalendarischen Auswirkungen untersucht. Gabriel nahm sogar fast jede in den Annalen Ägyptens verzeichnete Kalender-Verschiebung unter die Lupe.

        Schauen Sie mal hier: http://www.informationen-bilder.de/altertumsgeschichte/BAND101.070.html

        1. @ HPB

          Ja. Ursprünglich waren es 12 Monate zu je 30 Tagen; nach der Verlangsamung der Erde kamen 5 Tage hinzu.

          Weil Sie im jüngsten Kommentarstrang den WW2 erwähnte, einige Infos, die Ihnen vielleicht „weiterhelfen“ (Interview mit Radovan Kalabic – Historiograf).

          WW2 – Sowjetunion: Lt. Kalabic soll Stalin (als Technologe in der Regierung) 1941 begriffen haben, dass er OHNE das „Rechtgläubige russ. Volk“ keine Chance haben wird, „seine“ Sowjetunion zu verteidigen. Wie soll er nun die Unterstützung des russ. Volkes bekommen?

          Daher hat Stalin veranlasst:
          1. den „Verband der kämpfenden/militanten Gottlosen“ (der Verein war nicht nur für die Propaganda gegen die orth. Kirche zuständig (so wie in wikiblödia „erklärt“), sondern hat u. a. auch Kirchen, Andachtsstätten dem Erdboden gleichgemacht oder Pfarrer und Mönche vertrieben/verhaftet etc.) per Dekret aufzulösen;
          2. die (noch lebenden!!!) Geistlichen (Pfarrer, Mönche etc.) aus den Gefängnissen zu entlassen und
          3. die drei Bischöfe persönlich zu einem Gespräch zu empfangen …

          Das sollen die Schlüsselereignisse gewesen sein, mit denen Stalin das russ. Volk für sich gewinnen konnte.

          WW2: okkupiertes Jugoslawien (vorab ein Kalabic-Zitat: „Wissen Sie was am Schlimmsten ist? Wenn man keine alternativen Quellen der Kenntnis hat … wenn ALLE Quellen/Medien nicht mehr als Propaganda-Reklame-Instrumente sind.“ … mit anderen Worten: oft hilft ein anderer Blickwinkel)

          1941 kamen die Deutschen. Sie stellten Nedic (s. wikiblödia) vor die Wahl: entweder Teilen wir Serbien unter den Nachbarn auf (falls „man“ sich zur Wehr setzt), oder wir okkupieren es „widerstandslos“. Nedic lenkte unter zwei Bedingungen ein: 1. KEINE Konzentrationslager auf serb. Boden; 2. KEINE Beteiligung an einem evtl. (damals: noch evtl.!) „Marsch gen Osten“. Die Deutschen akzeptierten.

          Serbien war das einzige Gebiet im gesamten Reich, wo die Regel galt: 100 Zivilisten für EINEN toten deutschen Soldaten und 50 Zivilisten für EINEN verwundeten dt. Soldaten (s. hierzu wikiblödia: Massaker von Kraljevo und Kragujevac). So weit so gut. Das waren Regeln, die man einhalten muss … verstößt man gegen sie, kann man sich nachher nicht beschweren bzw wundern …

          ABER! Was ist in der Realität geschehen?

          Tito (der briten-Spion und KROATE! … s. auch ein Vladimir Velebit auf wikiböldia … „ganz simpel“ … nur wikiblödia-gucken … mehr bedarf es nicht, um die Zusammenhänge zu erkennen) SPAZIERTE damals mit „seinen Partisanen“ (übrigens; die kommun. Bewegung war zw. den zwei Weltkriegen in Jugoslawien/Serbien verboten, da als Terrororganisation eingestuft), ganz einfach von Bosnien aus (damals NDH-Ustasa-Staatsgebiet) über die Grenze nach Serbien. Sie „killten“ ein paar dt. Soldaten, verschwanden wieder und überließen die serb. Zivilbevölkerung „ihrem Schicksal“ … (in einem der beiden og. Fälle haben „die Partisanen“ nicht einmal gekämpft, sondern „irgendwelche dt. Wehrmacht-Sanitäter, die ihnen über den Weg liefen, einfach abgemurkst“ …).

          Verstehen Sie den Teufelskreis? Ich möchte eigentlich gar nicht wissen, wie oft sich DAS DRAMA wiederholt hat …

          Daher müssen Sie mich verstehen, wenn ich bei „(manchen) Geschichtsthemen“ (bestenfalls!) Diarrhöe bekomme oder (schlimmstenfalls!) die pure Wut in mir hochsteigt.

          KOMMUNIST Titos erster Besuch des wertewestens war selbstverständlich bei der queen (1953). Wie könnte es auch anders sein!

          1. @ sloga

            Keine Sorge. Ich verstehe Sie.

            Aber noch mal – zur Entspannung – zu dieser Kalender-Differenz vom 21.05. bis zum 14.01.
            Daraus können wir nämlich schließen, wie lange die Vorfahren der Serben wandern mussten, bevor sie ein ruhiges Plätzchen für mehrjährige Kalender-Beobachtungen fanden.

            Bis zu jenem 21.05. des Veden-Kalenders dauerte das Jahr 360 Tage. Nach dem „Umbruch“ (weiter von der Sonne entfernte Bahn, nahezu unveränderte Rotation – vielleicht mit Rotations-Umkehr) ein 365-Tage-Jahr, das noch nicht kalendermäßig erforscht war.
            Die Datums-Differenz beträgt 127 Tage nach aktuellem Kalender, die mit dem „falschen“ alten Kalender gemessen wurden. Die jährliche Fehlabweichung betrug ca. 5 Tage.
            Der Quotient von etwa 25 Jahren weist auf die Länge der Zeit hin, die die Leute unterwegs waren, bis sie endlich auskömmliche Lebensquellen und Ruhe fanden, um ihre Traumata zu bewältigen, wozu gewiss auch die Ausarbeitung eines korrekten Kalendariums gehörte.

          2. Sloga,

            das ist interssant. Ehrlich gesagt finde ich die Zahlen heftig 100 zu 1 und auch 50 zu 1. Der Widerstand wurde von England/Usa massiv gefördert, da war ihnen auch egal welchen Charakter diese Leute hatten. Diese Erschiessungskommandos waren natürlich auch aus deutscher Sicht ein Riesenfehler: denn wie sie schon schrieben: kein Widerständler legt deutsche Soldaten vor seinem Dorf um, sondern weit, weit entfernt, dann werden einige Soldaten getötet (die Art und Weise war oftmals abscheulich, nicht von dieser Welt) und dann werden sehr, sehr oft völlig Unschuldige an die Wand gestellt, was wahrscheinlich bei den Überlebenden nicht immer aber oft genug dazu geführt hat, sich dem Widerstand anzuschliessen. Das ist ein Kreislauf, bei dem ich nicht verstehe, warum die Deutsche Führung das nicht gestoppt hat, wäre interessant zu wissen, wer im OHK/Generalität dafür plädiert hat, vielleicht hatte er nach dem Krieg auch ein gutes „Auskommen“ in der BRD oder direkt bei den Allierten.
            Soiei Canaris der Verrräter sich für den Judenstern stark gemacht hat oder Globke, der die Rassegesetze mitformuliert hat (die die Zionisten sehr gemocht haben) auch nach dem 3. Reich im Kanzleramt eine Topkarriere hingelegt hat.

            1. @ sloga @ Klaus

              Solche Maßnahmen (100:1 und 50:1) waren Bestandteil der Haager Landkriegsordnung (=Völker-Kriegs-Recht von etwa 1907) und von allen bedeutsamen Mächten anerkannt.
              Das Ganze war zum Schutz der Zivilbevölkerung gedacht, sie aus den Kriegshandlungen heraus zu halten.
              Auch die Mächte der Anti-Hitler-Koalition drohten Nicht-Kombattanten im besetzten Deutschland nach dem Waffenstillstand Geiselnahme und Erschießen in diesem Maßstab an.

              So komisch das klingen mag, aber etliche „Vorkommnisse“ während des zweiten WK waren durch die Anwendung dieses rechtlich erlaubten Instrumentes „gedeckt“. Z. B. Lidice nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich 1942 (Die Attentäter mussten aus England „eingeflogen“ werden, weil sich kein Einheimischer dafür hergeben wollte!). Auch das „Massaker in den Ardeatinischen Höhlen“ bei Rom. Oder das „Massaker von Oradour“ in Frankreich. Stets waren den Geiselerschießungen Angriffe und Tötungen von Wehrmachts-Angehörigen durch Nicht-Kombattanten (Zivilisten) vorausgegangen.

              Das soll jetzt das Leid der Opfer nicht infrage stellen, aber ein wenig zur Klärung der historischen und rechtlichen Sachverhalte beitragen.

              1. HPB
                Die Defnition von Kombattanten ist doch hierbei das Wesentliche und wer diese vornimmt… Dies „50:1“ hat m. E. nichts mit der HLKO zu tun, sondern scheint mir eher unter Kriegsverbrechen zu laufen…

                „Nicht-Kombattanten“ umschliessen nicht nur Zivilisten, sondern auch alle anderen Kämpfer -Freischärler, Guerillas, Partisanen- und konnten nach dem damals geltenden Völkerrecht als Kriminelle behandelt werden.

                So auch geschehen z. B. in den rheinwiesenlagern und anderen Orten, wo Millionen von deutschen Soldaten weggemetzelt worden sind, weil eben diese Status aberkannt worden ist…. Mal ganz zu schweigen von der Vernichtung von tausenden Flüchtlingen in Dresden durch die brits….

                Die HLKO ist bis heute noch Bestandteil des Völkerrechts (sofern eigentlich noch vorhanden) und steht sogar über dem Grundgesetz (Art. 25 GG).

                In der HLKO sind aber auch Kriegslisten erlaubt. Diese spüren die *Zivilinternierten* „Bürger“ der BRD bis heute noch – mehr oder weniger …

                1. Zivilisten durften nicht angetastet werden, und wenn doch nur unter ganz bestimmten Bedingungen, z. B. Bombardierung von Fabriken wo Rüstungsgegenstände hergestellt wurden, dabei wurden auch normale Wohnhäuser getroffen.

                  Hier ist ein Vortrag von einem Oberst der Luftwaffe, der am 2. Weltkrieg teilgenommen hat, auch 36 in Spanien war er im Einsatz, der erzählt auch einiges über das Verhalten der gegnerischen Luftwaffe bei deutschen schiffbrüchigen, aber auch wie sie wenn ihre Einsätze beendet waren und die gegnerische Propaganda von großen Kriegsverbrechen berichtete gleich abgefangen wurden von einem Staatsanwalt, der genau wissen wollte ob das stimmt.

                  https://www.youtube.com/watch?v=Ov_91uAK_T0

                  Aber bewaffnete Kräfte, die nicht der regulären Armee angehörten, durften an Ort und Stelle niedergemacht werden, soweit ich weiss.

              2. @ HPB

                Ja. Das ist mir schon klar. Die Deutschen hätten ja so eine Verordnung kaum ausgesprochen, wenn sie nicht „gedeckt“ wäre (außerdem habe ich – so meine ich – keinen Vorwurf diesbez. gemacht …).

                Das ist jedoch nicht der springenden Punkt.

                Der springende Punkt: Selbst wenn IHR bis nach Wladiwostok (oder halt: bis zum Ural) vorgedrungen wärt, hätten die anglosachsen (wann auch immer …) Aufstände in den „von Deutschland besetzten Gebieten“ tatkräftig unterstützt.

                Da man davon ausgehen kann, dass Euch das Menschenmaterial (selbst bei der „angeworfenen Geburtsfabrik“) irgendwann ausgegangen wäre, wärt Ihr vermutlich wieder „dort gelandet“, wo IHR nach 1945 gelandet seid.

                Mit dem einzigen (feinen!) Unterschied: Hättet Ihr „tolle Arbeit“ geleistet, so wäre das Gebiet der heutigen RF unter Kontrolle der anglosachsen (mit evtl. vier bis fünf „Nationalstaaten … so hätten sie z.B. Staaten östl. des Urals ausgerufen, die gegen „westl. des Urals“ gekämpft hätten usw. usf. … oder wie auch immer …).

                Parallele dazu: der albanische Staat: „Auferstehung“/Entstehung – die Germanen (D + Ö … federführend: Ö = K&K) … weggeschnappt von: den anglosachsen (amiland + brits), da sie „besser bestückt waren“ (sprich: Waffen und somit Macht).

              3. kleiner Zusatz:

                Geplant war: die „Balkanisierung“ des russ. Gebietes.

                Was haben wir in beiden Gebieten:

                1. Russland = Serbien
                2. Ukraine = Kroatien
                3. deutsche Besatzung (hüben wie drüben … drüben halt: geplant)
                4. kommunistische Bewegung (hüben wie drüben … drüben wäre sie dann: im Untergrund, da dt. Besatzung)
                5. Motto (hüben wie drüben): Es kämpft JEDER gegen JEDEN
                6. Ziel: Russen/Serben/Germanen gleichzeitig(!) vernichten bzw. den Rest unter anglosachsen-Kontrolle bringen (vollkommen scheißegal, ob vorderhand als kommunistische Staaten, oder in einem anderen Gewand … kommunistisch (=diktatorisch) ist natürlich ideal für Gehirnwäsche jeder Art).

                Am Balkan ist das Spiel vollends (also: mit anglosachsen-Führer!) aufgegangen, während „drüben nicht alles so geklappt hat, wie …“.

                In den 90-ern ging „man“ (jetzt sind die anglosachsen Anführer und die Germanen Vasallen) davon aus, mit den „kommunistisch gehirngewaschenen, wohlerzogenen, entmannten“ Serben leichtes Spiel zu haben, was in die Hose ging …

                1. Naja, die angeworfene Geburtsfabrik hätte 33 angeschmissen keine Auswirkung gehabt, Wenn die Deutschen den Krieg gewonnen hätten, bin ich mir nicht so sicher, nach dem was ich heute weiss, das es schlecht für die europäischen Völker gewesen wäre. Der Hauptgrund für den Angriff auf die Sowjetunion war, das man keinen 2. Frontenkriegrisiko eingehen wollte, das werden die Archivöffnungen in den nächsten 10-20 Jahren auch zeigen. Meine These ist: das abscheuliche Verbrechen der Nationalsozialisten war: die unangefochtenen Herrschaft des Geldes und seiner Dynastien brechen zu wollen, Tauschhandel mit befreundeten Staaten ohne Geldflüsse und die Idee die Völker stark und gesund halten zu wollen, mit anderen Worten das genaue Gegenteil zu dem was wir heute haben.
                  Aber das sehen viele Leute anders, Generalplan Ost, die Slaven sollten vernichtet werden, Herrenrasse, Vernichtungsfeldzug usw., ich vermute ohne es hundertprozentig zu wissen, das das Propaganda der Gegenseite ist, sowohl England/Usa wie auch der Sowjetunion.
                  Ich hab noch keine Rede gesehen von einem der wichtigen Leute in dieser Zeit, wo von diesen Dingen geredet wurde.
                  Aber festlegen kann ich mich da nicht, da uns der Zugang zu den Archiven der Wehrmacht, usw. verwehrt ist, mit gutem Grund wahrscheinlich.

                  1. Nachdem hier der Literatur-Hinweis auf Gerard Menuhin kam, sehe ich auch sehr viele Dinge mit ganz anderen Augen. Sehr empfehlenswert! Wenn man immer wieder als Nazi beschimpft wird und sich eingehender mit dem Thema beschäftigt, dann kann das sehr aufschlussreich sein.

                2. @ sloga

                  Ich bin jetzt leider weit weg und ohne eigenes Note-Book.
                  Für mich kann ich sagen, dass ich keine „Partei“ in einem Streit bin und mich weder als IHR oder EUCH verstehe.
                  Ich will nur helfen, die „kniffligen Angelegenheiten“ von verschiedenen Aspekten in Augenschein zu nehmen und dadurch zu Verständnis und Gemeinsamkeit beizutragen.

                  1. @ HPB

                    Dann sind wir schon zwei! Ich will auch nur helfen!

                    Wenn ich von WW2 sprechen kann ich nicht von WIR sprechen (außer, dass wir alle von den anglosachsen/zionisten etc. ziemlich verarscht wurden … meine Sicht!).

                    Das muss verstanden werden. Wenn 300 Schüler eines Gymnasiums an die Wand gestellt werden (wo sich die Lehrer solidarisierten und dazugestellt haben … sie hätten der Erschießung entgehen können), dann kommt kein WIR-Gefühl auf. Wie auch?

                    https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Kraljevo_und_Kragujevac

                    Zu einem morgigen WIR gehört ein Aufbruch. Je mehr man über evtl. Schandtaten erfahren kann, die einem selbst zugefügt wurden (oder „man“ auch mitgemacht hat … was hier und heute KEINE wesentliche Rolle spielt … Grund: es ist geschehen und nicht rückgängig zu machen), umso leichter wird „die Loslösung“ … so sehe ich es zumindest … und ich sehe es NICHT als einen Geschichtswettbewerb (nach dem Motto: wer weiß mehr!) oder gar Schuldzuweisungswettbewerb, der NICHTS, aber rein gar nichts bringt.

                    1. Hallo sloga,

                      von diesen Massakern wusste ich bisher nichts. Wie ich weiter unten schon schrieb, ist die Erschiessung von unschuldigen Zivilisten ein Wahnsinn, ich hab keine Ahnung warum da so hart vorgegangen wurde. Ich denke die Wahrheit ist für uns Deutsche sehr wichtig, für solche Massaker die wirklich stattgefunden haben und unmenschlich waren, können unsere Vertreter (wenn wir mal irgendwann wirkliche haben sollten) und auch die heutigen Deutschen Verantwortung übernehmen, soweit so etwas überhaupt möglich ist. Statt dessen werden und wurden wir dazu gebracht uns schuldig zu fühlen für Ereignisse die so nicht wahr sind oder sogar nicht stattgefunden haben, das ist ein himmelweiter Unterschied.
                      Es geht dabei nicht um Schuldzuweisung, das macht niemanden lebendig, es geht um das Anerkennen dessen was passiert ist, dann können wir hoffentlich irgendwann wieder wie normale Menschen in Europa leben. Vielleicht ist das für die Menschen in Serbien nicht so entscheidend, da sie die Wahrheit in diesem Punkt ja kennen, wir, die Deutschen kennen sie so nicht, das kann ich dir versichern.

              4. Hallo HPB,

                das ist mir alles bekannt, rechtlich war das gedeckt, die Orte die sie aufgezählt haben, sind auch die Orte wo sich der Bundesgauckler immer ganz tief geschämt hat, dieser Dreck…..
                Bei dem Geschehen in Oradour wurden sogar einige nach dem Krieg zum Tode verurteilt, sind dann nach Deutschland abgeschoben worden mit der Auflage nie ein Wort darüber zu verlieren, wobei man im Netz einiges findet was wohl tatsächlich passiert ist.
                Aber ich bleibe dabei: rechtlich war es gedeckt, aber sowohl menschlich wie auch kriegstaktisch war es völlig Kontraproduktiv, so war es ein leichtes die normale Bevölkerung gegen die deutschen Soldaten aufzubringen und für die Soldaten war es auch ein Alptraum unschuldige zu töten, zumindest für die meisten.
                Zu Heydrich noch interessant: er hatte jüdische Wurzeln, entweder Hitler oder Göring, einer von den beiden meinte, das er den Juden in sich überwunden hatte. Und bei seinem Begräbnis waren angeblich auch viele Einheimische (Tschechen und Slowaken) anwesend.
                So schlimm war also die Besatzung zu der Zeit.

                Gruß
                Klaus

      2. Sloga
        Hier finden Sie einige vedische Betrachtungen zum Kalender, deren konzeptionelle Zeitrechnungen und wie diese im zeitlichen Verlauf (mit Absicht) verändert wurden:
        https://youtu.be/89wNlzUqG94?t=7609

        Nach einer letzten großen und heftigen Schlacht („Kampf gegen den Drachen“ / „der Heilige Georg“) wurde sozusagen eine neue Zeitrechnung eingeführt. Der alte Daarische Kalender wurde abgelöst. Und durch den gregoranischen und julianischen Kalender… Es wird gezeigt, wann welche Länder diese neue Zeitrechnung eingeführt haben und was für Motive dahinter standen.

        ————————————-
        Wunschgemäß ergänzt – Russophilus

      3. @sloga, @HPB
        Ursprünglich wurde auch in Russland Neujahr am 1 März gefeiert. Peter I fuhr den julianischen (römischen) Kalender ein, anstelle des gewöhnlichen slavisch-arischen. Als Peter der Große von einer zweijährigen Reise nach Niederlande (geplant wurden ja nur zwei Wochen) zurück kam, hat er sich wie ein üblicher Eroberer gezeigt: es hat vielen das Leben gekostet. Angeblich war es nicht der junge Zar, der nach Europa ging, um dort was zu lernen. Es kam ein anderer Mann zurück, ein Double von Peter dem Großen. In jedem Bereich hat er gravierende Änderungen eingebracht, sowie auch im Kalender: er vernichtete völlig den altrussischen Kalender und verstrich dabei 5503 Jahre der russischen Kultur. Er vernichtete die russische Schrift, die aus 151 Zeichen bestand und führte eine neue ein, mit 43 Zeichen von Cyrill und Mefodij. Nach dem eingeführten julianischen Kalender fiel das Neujahr von 13 auf 14 Januar an, das später wiederum von Lenin auf 1. Januar verlegt wurde.

        anpe

  27. Danke! Wo liegt das Hauptproblem? In der Betrachtung. Man sieht das mit den „heutigen Augen“ (vielmehr: der heutigen Matschbirne). Im 15. Jhdt. gab es keine Staaten, Nationen oder Spaltungen (bis zu Hass) auf Basis nationaler Unterschiede (nicht in dem Ausmaß/der Intension, wie wir es aus den letzten 200 Jahren kennen). Es haben vielmehr Sippen (oft in Verbünden) gegeneinander gekämpft.

    Ganz ehrlich: Ich fürchte, dass die Ursache für die meisten Kriege in Europa NICHT Nationalität/Nationalstolz (oder was auch immer …) waren, sondern die Abraham-Religionen per se.

    Zu dem ALBANER Skenderbeg lassen wir doch einen alban. Historiker zu Wort kommen (in einer Fernsehsendung!!):

    Skenderbeg war ein ungewöhnlicher Aufständischer, der über ein relativ kleines Territorium herrschte und gleichzeitig sich in einem über 25 Jahre dauernden Aufstand der damaligen Supermacht (Osmanisches Reich) entgegenstellen konnte. Wie war das möglich? Das Terrain! Skenderbeg war „Herr über Wälder und Berge“. Er herrschte aber keine einzige Stadt! Als letzte Stadt musste er 1450 Kroja dem Sultan (Murat II) überlassen.

    Als nächstes freundete sich Skenderbeg mit dem Königreich von Neapel an; gleich vorweg: er war Vasall von König Alfons (gemeinsam hat man gegen die Osmanen gekämpft). Das wird alles in der „offiziellen alban. Geschichtsschreibung“ verschwiegen …

    Nächstes Problem: die „Liga von Les(ch)k“. In der alban. Geschichtsschreibung wird die Liga so dargestellt, als wären ALLE Sippen, die sich zusammengeschlossen haben, albanisch gewesen … als wäre das eine „ethnisch homogene albanische Vereinigung“ gewesen; sie wird sogar als nationale Regierung angesehen. Lt. Dokumenten waren in der Liga auch Herrscher, die keine Albaner waren; z.B. Crnojevic. Es gab damals KEINE ethnischen Nationen/Staatsbürger; die entstanden erst im 19. Jhdt. Hier liegt der Schlüssel für das historische UNVERSTÄDNIß …

    Skenderbeg selbst: Sein Vater hieß Ivan oder Jovan. Er stammt aus solch einem „gemischten Gebiet“. Daher behaupten die einen, er wäre Albaner, während die anderen meinen, er wäre Serbe oder Bulgare … Tatsache ist, dass seine Ehefrau Vojislava hieß (sie stammte von einer berühmten serb. Blutlinie ab: die Brankovic). Ihre Kinder hatten durchwegs entweder byzantinisch-orthodoxe (wie Konstantin oder Djerdj) oder slawische Namen (Repos(ch), Stanisa, Mamica, Vlajka, Jela …).

    Diese Fakten haben in der alban. Öffentlichkeit zu stürmischen Reaktionen geführt. Man will einfach nicht wahrhaben, dass es damals keine Nationalstaaten bzw. „nationale Denke“ gab.

    Das nächste Problem: Welche Fahne hat Skenderbeg hissen lassen? Hier schreien nun alle: Er hätte die albanische Flagge gehisst! NEIN! Er nahm eine byzantinische Fahne! (Anmk: Min. 03:30).

    Moderator: Welcher Religion gehörte Skenderbeg an?

    Er war Orthodox. Das ist eine typisch orth. Familie. Warum typisch? Sein Bruder war Mönch in einem orth. Kloster; wo er auch starb.

    Moderator: Ist Skenderbeg zum kathol. Glauben konvertiert?

    NEIN! Dazu gibt es keine Hinweise in den Aufzeichnungen. Allerdings hat er sich dem Westen angenähert (das ist allerdings: ganz etwas anderes, als zu konvertieren …). Seine Freunde/Verbündeten waren Katholiken: Neapel, Aragon, Benedikt usw. Vor Ort (auf dem Gebiet des heutigen Albanien) waren seine Freunde: die Vertreter des hohen kath. Klerus aus Arbrien (Gebiet im heutigen Nordalbanien).

    Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass Skenderbeg einen Plan für Kreuzzüge gefasst hat. Diese Kreuzzüge sollte der junge Skenderbeg (Aleksandar) anführen. Die Kreuzzüge waren „großartige Ideen“ von Djordje Kastrioti einerseits und der katholischen Welt andererseits …

    https://www.youtube.com/watch?v=VoGJFTZr-kQ

    Geldgeilheit, Glauben und lokale Arroganz/Größenwahn waren zu der Zeit Triebfedern für Leid und Elend und NICHT irgendwelche nationalen Gefühle, die damals unbekannt waren!

    Albanien ist der jüngste europ. Staat. Wem hat es seine Gründung zu verdanken??? Kleiner Tipp: Welche Staaten haben den ZWEITEN albanischen Staat in Europa (das eine Nation/ein Volk gleich zwei Staaten hat, gibt es kein zweites Mal auf der Welt …) als ERSTE anerkannt? Welche Staaten konnten es kaum erwarten, dass ein neuer alban. Staat in Europa geboren wird? Noch ein kleiner Tipp: Es sind genau dieselben, die solche Geschichten (mit-)geschrieben haben, auf die ich mit meinem Kommentar reagierte (Berlin-Wiener-Schule … Hand in Hand mit dem briten-Abschaum … Hand in Hand mit Vatikan).

    Ziel? Gewalt/Zwietracht am Balkan sähen … vergleichbar mit Nazi-Hetze nur subtiler, denn Albaner und Serben haben offenbar mehr neben- und miteinander gelebt, als gegeneinander gekämpft, was der wertewesten so gerne suggeriert …

    Warum ich es mit Nazi-Hetze vergleiche? … nun, wenn von Slaven-Schlampen, die von jeden so richtig durchgefickt werden, der gerade vorbeikommt UND die Männer vermutlich dabei zusehen (bei germanischen Damen in z.B. der Römerzeit konnte solches natürlich NIEMALS geschehen!) und nur deren Bastarde (die von den slaw. Schlappschwänzen offenbar „wie ihre eigenen Söhne“ aufgezogen worden sind …), dann auch tatsächlich den Mumm bzw. die Eier in der Hose hatten, um sie zu wehren … dann ….. dann …. höre ich jetzt lieber auf zu schreiben, sonst rutschen mir noch einige Beleidigungen aus!

    1. @ sloga

      Danke für Ihren Kommentar. Für mich das alles verständlich und passend.
      Gemeinsam hätten die Balkanvölker und -staaten viel ausrichten können. Stattdessen wurden sie durch Interessen kleiner Macht-Gruppen getrennt (Sultan, Venedig, Kirchen und örtliche Potentaten).
      Ehrlich gesagt halte ich Venedig – damals eine Großmacht im östlichen Mittelmeer – für den Hauptübeltäter, weil seine (vielleicht auch jüdisch beeinflussten) Handelsinteressen politischen Vorrang genossen. Z. B. unterstützten sie anfangs die Bildung und Stärkung der Liga Skanderbegs als Druckmittel für ihre Interessen beim Sultan.
      Fünf Jahre später, als sie sich am Ziel wähnten, gingen sie gemeinsam mit dem Sultan gegen die Liga vor.

      Bei der „venezianischen Konspiration“ schrieb ich bereits, welche „Ernte“ in Form von Kriegen und Niederlagen gegen das Osmanische Reich Venedig später „einbrachte“. Das ist die Logik und Konsequenz von Eigensucht, Verrat und Niedertracht.

    2. Hallo,

      Sloga, einmal dumm gefragt: was ist denn Nazi-Hetze?? So wie ich das heute sehe, haben die Nazis von allen involvierten am wenigsten gelogen, Nur mal so: auf Vergewaltigung und Plünderung stand die Todesstrafe im Krieg und das wurde auch durchgezogen.
      Mag dich und deine Kommentare, aber ich zuck da immer zusammen, auf anderen Blogs oder auch Videos ist das für mich ein Kriterium das sofort auszumachen.
      Ich versteh es wirklich nicht, genauso wie die Ukro Horden immer gerne mal wieder mit Nazis in Verbindung gebracht werden.

      Gruß
      Klaus

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