Zur Herkunft der Semiten (2)

7. Von Irischum bis Sargon I.

Noch zu Lebzeiten Illuschumas regierte der 365 n.d.Fl. geborene Thronfolger Irischum (= Jared = Abel) zunächst als Statthalter von Assur und dann als Gutäerkönig namens Erridu-Pizir. 410 n.d.Fl. starb Gottkönig Illuschuma und trat Irischum dessen Nachfolge an, während der 380 n.d.Fl. geboren jüngere Bruder Kenan (=Kain) auf Reisen ging. Zwischen 410 und 420 n.d.Fl. wurde Irischum (=Abel) der Sohn Promethusael (= Prometheus) geboren.
Unter Irischum schienen die guten Regierungssitten aus sumerischer Zeit verloren zu gehen. Die Wirtschaft kriselte, Krankheiten, Korruption und Kriminalität bis hin zu Erpressung und Mord breiteten sich aus. Ausnutzung von Notlagen durch Wucher gehörte zum Alltag. Die Bevölkerung schrumpfte. Die Könige und Fürsten sorgten sich um ihre Macht und vor dem Begehren anderer Mächtiger, die verdächtigt wurden, nach dem Thron des Großkönigs zu streben. Jeder bewachte eifersüchtig seinen Machtbereich (Anmerkung: eine später Jahwe zugeschriebene Eigenschaft!), so dass sogar der Handelsaustausch innerhalb des Imperiums zurück ging. Um trotz Krise und Niedergang die Machtfülle der Mächtigen zu bewahren, wurde die wirtschaftlich und soziale Lage durch verschärfte Ausbeutung der Unterschichten verschlechtert.

Dem trat 420 n.d.Fl. der Enkel Ennukduanna’s, des Sohn des durch Semael (Assur-Puzur) gestürzten Thronerben namens Urukagina entgegen. Urukagina verfocht ein Programm sozialer Reformen im Stile der griechischen Tyrannen und der römischen Gracchen. Er war ein Vorgänger des athenischen Gesetzgebers Solon. In Lagasch und Adab setzte er die Fürsten ab und seine Reformen durch. Dies ging mit Schuldenerlass einher, der die Ansprüche und Rechte der Mächtigen schmälerte und deren Widerstand herausforderte. Es entstand eine Koalition mächtiger Opponenten, die den Vetter Urukagina’s als Anführer gewann. Dieser nahm 426 n.d.Fl. Urukagina gefangen, machte die Reformen rückgängig, führte die unter Enukduanna bestehende Ordnung wieder ein, machte sich zum Großkönig namens Lugalzagisi und straffte die Führung der Fürsten wieder. Lugalzagisis Herrschaft ging über 25 Jahre bis 451 n.d.Fl. Zweifellos gehörte Kenan zeitweilig zu dessen Gefolge. Im Zuge der Machtergreifung des neuen Herrschers kam Irischum (= Abel) durch ungeklärte Umstände ums Leben. Die Behauptung, dass ihn Kenan getötet habe, ist unbewiesen. Vor allem spricht dagegen, dass später Irischums Sohn Promethusael (=Prometheus = Hiob) Kenans Schwiegersohn wurde.

Kenan (Kain-Doros) zog nach Kussara in Ostanatolien, wo er residierte und wenig später die alt-hethitische Nachbarstadt Susa (Hattuschas) eroberte. Dort wurde er zu einem begnadeten Metallurgen, der sich der Verhüttung von Eisenerz und dem Schmieden des Eisens widmete. Aus seinen Werkstätten kamen sowohl die eisernen Lanzen der Dorer, die als letzter Stamm in Griechenland einwanderten, als auch die Streitwagen der Hethiter sowie der Hyksos. In der Phalanx griechischer Götter ist er der Schmied Hephaistos. Kenan übergab Hattuschas als Residenz an seinen Schwiegersohn Promethusael, dem der Großkönig wegen des Mordes an seinem Vater verhasst war. 444 n.d.Fl. entschloss er sich zum Aufstand gegen Lugalzagisi, scheiterte jedoch und wurde verbannt. Sein jüngster Sohn Lamech (= Zeus) kam dort im Gebirge in einer Erdhöhle zur Welt. In erster Ehe war Promethusael mit Pandora, der Tochter Kenans verheiratet. Später, vor der Verbannung, ging er die Ehe mit der Henoch (II)-Tochter Selene ein. Jener zweite Henoch war Kenans ältester Sohn, der am Hofe Lugalzagisis als Mundschenk und Kämmerer großen Einfluss hatte.
Promethusaels ältester Sohn Pusar-Ikunum setzte alles daran, den Aufstand des Vaters zu vollenden. Er besiegte 451 n.d.Fl. Lugalzagisi, zog die Anhänger des Königs zur Rechenschaft, befreite seinen Vater aus der Verbannung, gab ihm Susa als Residenz zurück und bestieg als Sargon I. den Thron des Großkönigs.

Promethusael (= Prometheus = Hiob) war ein Geplagter durch den frühen Tod seiner geliebten Gemahlin Pandora infolge schwerer Krankheit, die Verbannung nach seinem Aufruhr sowie die Angriffe der sabäischen Verwandtschaft und alt-hethitischer Gegner. Das Nachdenken über sein geplagtes Schicksal machten ihn empfänglich für neue religiöse Impulse, die von seinem Onkel und Schwiegervater Kenan (= Enos = Kain) ausgingen.

Kenan hatte trotz seiner Abkunft von Gottkönig Illuschuma Zeit seines Lebens nie die Gelegenheit zur eigenen Thronbesteigung ergriffen. Im Gegenteil war er den Herrschern loyal. Doch Irischums (= Abel) Schicksal hatte gezeigt, wie wenig die göttlichen Rechte und Kräfte dem Herrscher beigestanden und ihn vor Thronraub und Tod bewahrt hatten. Jeder Thronräuber konnte angesichts der geltenden Gott-Vorstellung für sich die Rechte des Gottkönigs beanspruchen. (Eine Ausnahme bildete selbstverständlich sein Vater Illuschuma, der in jungen Jahren von seinem Gottkönig Enukduanna nach Kräften gefördert worden war.)
Im Gegensatz zu dem Wenigen an göttlichem Beistand für Irischum spürte Kenan, wie ihm selbst – vor allem als Metallurge und Schmied – die Energien und Stoffe der irdischen Welt gehorchten und die von ihm beabsichtigten Formen annahmen, sich darin ein unsichtbarer göttlicher Beistand zeigte.
Lag es daher nicht nahe, die Vorstellung von der Verkörperung göttlicher Macht in der Stellung des Herrschers von diesem zu trennen? War es nicht besser, wieder zu der sumerischen Vorstellung vom Himmelsgott zurückzukehren? Einem ewigen, allgegenwärtigen, allmächtigen und zudem schöpferischen Himmelsgott, der die Herrscher (und Untertanen) in seiner Gnade walten ließ?
So etwa können Kenans Überlegungen gewesen sein, die er mit Schwiegersohn Promethusael – Hiob und Sohn Isaak (=Tektamus) teilte und welche diese Beiden vor dem großen Heereszug nach Magan (Ägypten) diskutierten und weiter ausformten.
Es ergibt sich das Bild, dass ausgerechnet der Arier Kenan als Stifter des Jahwe-Kultes wirksam wurde.
Mehr dazu hier:
https://www.informationen-bilder.de/altertumsgeschichte/BAND102.060.html
https://www.informationen-bilder.de/altertumsgeschichte/BAND102.070.html

8. Der Heer-Zug nach Magan (Ägypten)

Sargon I. gründete Akkad als neue Hauptstadt und ließ dort seine Residenz errichten. Er beschloss, die Erregung und die Spannungen, die sein Sieg über Lugalzagisi und die Verfolgung von dessen Unterstützern in den Völkern und unter den Fürsten des Reiches ausgelöst hatte, als Kräfte zur Stärkung seiner eigenen Macht und zur Vergrößerung des Reiches nach außen hin zu lenken.
Sargons Reich umfasste damals Mesopotamien, Nordsyrien und Teile Kleinasiens sowie Armenien und Medien (Guti-Land). Er setzte sich zum Ziel, was bisher noch kein Herrscher vor ihm versucht hatte, die Gebiete vom Euphrat bis zur Ostküste des Mittelmeeres und südwärts bis an den Nil dem Reich einzugliedern. Sargon I. ließ im ganzen Reich den Aufruf zum Heer-Zug nach Magan (heute Ägypten) verkünden und gelobte den Teilnehmern die gewonnen Ländereien zur Ansiedelung. Überdies gelobte er dem Anführer des Heer-Zuges und dessen Nachkommen die Lehensherrschaft darüber.
Als Anführer gewann aus seinem Verwandtenkreis den -Statthalter (Schakkanak = Isakku) von Mari namens Jaggi-Lim bzw Idi-Ilum, der im weiteren als Seth-Isaak-Tektamus bekannt wurde. Isaak war der zweite Sohn des Kenan (= Kain = Doros = Hephaistos = el-Kana = Vul-Kan = Seth), also des Bruders von Sargons Großvater Irischum (= Abel). Isaak hatte am Hofe Lugalzagisis und von seinem Vater viel gelernt, verstand sich als Geodät und Mathematiker und fähiger Administrator. Für Sargon war er der Beste, der als Anführer infrage kam.
Die Heeres-Völker strömten aus allen Teilen des Reiches zusammen. Zu Ihnen gehörten die semitischen Sabäer wie auch die arischen Gutäer, in der Mehrzahl jedoch semitische Heerscharen.

453 oder 454 n.d.Fl. setzte sich das Heer in Bewegung. Wie auch die Krieger nahm Isaak seine Familie – die Töchter Ana und Asa sowie den Sohn Jakob samt Amme – mit.
Tausende Männer mit Streitwagen und teils beritten, dazu ihre Frauen und Kinder mit Zugtieren und Wagen voller Werkzeuge, Vorräte, Saatgut und Vieh bildeten einen riesigen Treck, der im Gebirge eine schier endlose Schlange bildete oder in mehrere Kolonnen zerfiel.
Als das Heer 454 n.d.Fl. nach Edom-Seirirot (= Seiria = Israel) gelangte, hatten die Späher dem König Ach-Bor von Esau (= Edom) bereits Tage vorher die Kunde vom Nahen der fremden Armee gebracht. Der König mobilisierte seine Streitmacht und legte sie im Gebirge Seir, dem späteren Gebirge Ephraim bei Gerar (= Sichem), in einen Hinterhalt, wo er die mit Isaak an der Spitze marschierenden Voraustruppen überraschend angreifen und besiegen konnte. Der Sieg muss so überwältigend gewesen sein, dass Isaak eiligst die mitgeführte Schatztruhe des Heeres unter der Eiche von Sichem vergrub. Wahrscheinlich war es die nachrückende Hauptmacht von Isaaks Heer, die den König von Edom vom weiteren Kampfe ablassen ließ und Isaak stattdessen den Durchzug nach Magan gestattete.
Die Esauiter waren Teil der karischen Völker, die beidseitig des Jordans lebten, Megalithiker von riesenhaftem Wuchs, mit runden Augen und rötlicher Behaarung. Beim Durchzug durch karisch besiedelte Gebiete dürften sich einige der Anwohner auf Einladung Isaaks dem Heer-Zug wohl auch angeschlossen haben, darunter Amalekiter aus esauitischen Gebieten wie Ephraim.

Der Einfall des fremden Heeres in das Nil-Delta überraschte die „Ägypter“. Das Land Magan wurde damals von der Horus-Priesterschaft regiert, deren Repräsentant Snofru war. Isaak trat in den von ihm kontrollierten Unterägypten als Seth (=Isaak = Tektamus) auf. Er hieß dort Djed-ef-Re, Seth-Eph-Ra oder Re-Seth, auch Baal-Zephon. Doch die zunächst überraschten Horus-Diener vermochten den Widerstand gegen die Eroberer zu organisieren, obwohl von Süden her auch äthiopische Invasoren vordrangen. Nach zwei Jahren war Isaak gezwungen, mit den Resten seiner Streitmacht, „Ägypten“ wieder nordwärts zu verlassen.
Rückblickend lässt sich feststellen, dass Isaaks Invasion in Ägypten dort eine gesellschaftliche Krise auslöste, welche die Herrschaft der Horus-Diener in ein ungünstiges Licht setzte und das Verlangen nach einem starken Staat mit einer mächtigen Dynastie antrieb. Wenig später entstand das „dynastische Ägypten“.
Isaaks Beiname Zephon (= Norden) geht darauf zurück, dass er am Ostrand des Nil-Deltas den nördlichsten Punkt Ägyptens (heute bei Damietta) als Nullmeridian vermessen und markieren ließ. In Memphis baute Seth-Isaak den ersten Jahwe-Tempel, den er seinem Vater Seth-Enos-Kenan (= El-Kana = Vul-Kan) als Hephaistos-Tempel widmete (später wieder dem Gott Ptah umgewidmet).

Der Rückweg durch Seirirot führte Isaak zur Stadt Lus. Er hielt die verbliebene Streitmacht eng zusammen. Diesmal konnte ihn der König von Edom nicht überraschen und wurde besiegt. Isaak bot König Ach-Bor Frieden an. Um den Frieden zu besiegeln, beschlossen sie, sich zu verschwägern, indem der kürzlich verwitwete Isaak die Tochter des Königs zur Frau nahm, die ihm später den jüngsten Sohn Amalek gebar. Zu Ehren des Friedens und seiner (und Hiob’s) neuen Gottheit erhielt Lus den Namen Beth-El, wo Isaak ein Heiligtum für Jahwe errichten ließ.

Nicht alle Begleiter Isaaks teilten die Hinwendung ihres Anführers zum neuen Himmelsgott Jahwe. Manche hielten es für besser, am Glauben an die alten Gottheiten festzuhalten. Es waren vor allem die Sabäer, die lieber weiter zu Dumuzi und Nisaba beteten. Die Rückkehrer aus Ägypten wurden in Anlehnung an Isaaks ägyptischen Namen pa-re-Seth (= Pe-Re-Zet) mit dem Volksnamen Pereziter bzw. Pheresiter bezeichnet, woraus sich die Bezeichnungen für das Volk der Philister und das Land Palästina ableitet. Die Philister waren jener Teil der Rückkehrer, der „altgläubig“ blieb, während sich andere und auch Esauiter dem neuen Glauben zuwandten.
Weiteres dazu hier: https://www.informationen-bilder.de/altertumsgeschichte/BAND103.010.html

Zwar war dem Magan-Heer-Zug kein dauerhafter Erfolg beschieden, doch gelangte Seirirot – Kanaan in den Machtbereich von Sargon I., und spätere Züge festigten die Verbindung. Erstmals wurden dabei auch Tempel und Altäre zu Ehren Jahwes errichtet. Auf Isaak folgte Söhne und Enkel, die in Ägypten die Dynastie der Sethariden fortsetzten und einen bedeutenden Platz in der dynastischen Herrscher-Folge einnahmen. Aus den Rückkehrern und den Zurückgeblieben formten sich die zwölf Stämme und die Philister.

Fazit

Letztlich bleiben zwei Fragen:
1. Welche Bedeutung hat das Gelöbnis eines jungen Großkönigs (des Reiches von Akkad), der von akuten Nöten getrieben, nach einem Weg suchte, um sein von inneren Konflikten bedrohtes Reich zu festigen, für die moderne Zeit und Rechtsauffassung?
2. Wer könnte unter Bezug auf das von Sargon I. gelobte Land wohl Ansprüche geltend machen und berechtigt sein?
Die erste Frage mag jeder Leser sich selbst beantworten.
Einige Gedanken noch als Antwort auf die zweite Frage aus traditionell-altertümlicher Sicht.
Selbstverständlich hatten alle Heeresvölker und Begleiter von Isaak-Seth-Tektamus auf dem Magan-Zug, die ihrem Anführer treu zur Seite standen, berechtigte Ansprüche. Dies betraf sowohl die semitischen Scharen der Sabäer als auch die arischen Scharen der Gutäer und viele andere.
Hinzu kamen auch die in Seirirot lebenden karischen Völker, die ihm den Treu-Eid leisteten und hielten. Nicht zuletzt gilt dies auch für die Esauiter von Edom, mit denen Isaak Frieden und Verschwägerung beschloss, zumal diese Verbindung vom Allerhöchsten durch die Geburt seines Sohnes Amalek gesegnet wurde.

Die Glaubensrichtungen der Berechtigten spielten dabei keine Rolle. Zwar hatten Hiob und Isaak die geistigen und materiellen Grundlagen für den Jahwe-Kult ersonnen und Isaak bereits einige Altäre für Jahwe errichtet, doch herrschte im Reich von Sargon I. ein Miteinander vieler Glaubenskulte. Selbst der Großkönig
betete noch zu den „alten Göttern“, was wohl an der siebenjährigen Trennung von seinem verbannten Vater Hiob lag. Selbst wenn er das wollte, so durfte Isaak die Anhänger des neuen Glaubens nicht bevorzugen. Daher haben sowohl die Nachkommen der zwölf Stämme der Israeliten, welche Jahwe huldigten, wie auch die der Pereziter-Philister gleichrangige Ansprüche auf das gelobte Land.
Selbiges trifft auch für die als „Chabiru“ bezeichneten Arbeitsmigranten zu, die am Ende der „Plagenzeit“ aus Ägypten unter Aarons Führung auszogen, um nach Kanaam zurückzukehren (Exodus). Für die etwa 45 Jahre später in Kanaan aus Midian einfallenden Raubscharen der Sa-ga-Mesch unter Führung des Ka-Mose-Sohnes Mescha trifft das nicht so zu.
Erwähnt sei noch, dass die drei-oder zweihundert Jahre vor der Sintflut ins Zweistromland eingewanderten Semiten vermutlich ferne Verwandte der karischen Völker Kanaans waren, deren Wege sich etwa 800 Jahre vor der Wiederbegegnung getrennt hatten.

(Bitte *nur hier* kommentieren und bitte *nur zum Thema*! Für Anderes gibts nebenan ein Dies und Das – R)

123 Gedanken zu „Zur Herkunft der Semiten (2)“

  1. — Anmerkung —

    Na ja, weitgehend Herr Gabriel halt … aus meiner Sicht also eine Mischung aus, davon gehe ich durchaus aus, *gut gemeintem* (pseudo* wissenschaftlich) „rekonstruieren“ wollen und hemmungsloser Märchenstunde – letztlich aber aus meiner Sicht dennoch nichts weiter als (durchaus nicht unbegabte) Fabuliererei und weit entfernt von Wissenschaft.

    Warum stelle ich diesen Artikel von HPB (dem ich ausdrücklich danke für die Mühe!) überhaupt ein?

    Der wohl wichtigste Grund ist, dass dies *nicht* mein „Wohnzimmer“ ist, sondern *unser aller Dorf*; und da ist es eben so, dass nicht ich alleine bestimme, worüber gesprochen wird, was richtig ist und was falsch ist, usw.

    Kurz, mag ja sein (bzw. *ist* so), dass ich nicht nur sehr wenig (ums höflich zu sagen) von Hr. Gabriels Märchen halte, sondern in der Tat sogar eine äusserst unerfreuliche Motivation vermute, eine konkret und erkennbar bemüht gegen den christlichen Glauben gerichtete nämlich.

    Nur heisst das erstens nicht, dass es notwendig so ist; vielleicht irre ich ja. Zweitens gibt es ja vielleicht Dörfler, die das trotzdem interessant und/oder jedenfalls lesens- und überdenkenswert finden (dass z.B. HPB es offensichtlich interessant genug findet, um es aufzuschreiben und als Artikel anzubieten, ist ein durchaus gewichtiges Argument in meinen Augen).
    Drittens will ich auch andere Sichten nicht unterdrücken. Wenn jemand erwachsen und erfahren genug ist, auch mal mit (mAn) äusserst fragwürdigen Sichten konfrontiert zu werden, dann ja wohl die Dörfler hier.

    Kurz noch etwas pragmatisches: Meine Moderation hier in diesem Strang ist eine, die sich bemüht, stellvertretend für HPB, den Autor, zu agieren. Das heisst auch, dass ich gegebenenfalls auf seinen Zuruf hin einschreite.

    Herzlichen Dank nochmal, HPB (auch wenns mir bei Hr. Gabriels Fabulierei hochkommt …).

  2. Wow, was für eine Unzahl von Hollywood-Schinken liesse sich da draus machen … und das war es auch schon, meiner Meinung nach. Zu mehr taugt es nicht wirklich.

    Selbst wenn sich das alles so zugetragen hätte … ich glaube nicht, dass es heute noch eine Bedeutung hätte. Genauso wie auch im Grunde die Geschichte von Odysseus für uns heute nicht mehr viel Bedeutung hat, so unterhaltsam sie auch ist.

    Auch die Geschichte von Moses (die etwa um die gleiche Zeit spielt wie die von Odysseus) sollte m.E. heute keine Bedeutung mehr haben. Und an diesem Punkt beginnt dann die konkrete Kontroverse der heutigen Zeit, weil selbst Menschen, die mir bei der Meinung der fehlenden Bedeutung von Gilgamesch und Odysseus für die heutige Zeit noch zustimmen, an die Decke gehen, wenn ich das Gleiche über Moses sage.

  3. Was ist das hier? Gerhirnerweichende Geschichten aus der Geschlossenen?

    —————————————
    Hinterhältigkeit – Ja, das könnt ihr „liberalen“ Ratten. – Russophilus

      1. Na, dann hat es sich ja aufgeklärt. Ich war doch sehr irritiert und auch etwas ungläubig einen derartigen Kommentar von Ihnen zu lesen (unabhängig daovn, wie man zum Artikel steht).

        Prima!

    1. Noch eine Meldung aus dem märchenhaften Irrenhaus, wo die Hollywood-Schinken an der Wand hängen:

      1. Ich hätte mich mit der Herkunft der Semiten nicht befasst, wenn nicht zwei Kommentatoren geäußert hätten, dass sie gerne etwas darüber lesen würden.
      Allerdings ahnte ich nicht, wieviel Text das werden würde, wenn einigermaßen chronische Ordnung herrschen soll.
      2. Ich musste dazu allerhand lesen und schreiben, wobei ich von Anfang an – ähnlich wie Russophilus – krank war und mich das Ganze erhebliche Anstrengungen kostete. Meine Sehkraft hat erheblich dabei gelitten.
      3. Was ich im Überblick dargeboten habe, stammt aus der Detektiv-Arbeit Herbert Gabriels, der die vorliegenden Schrift- und Sachzeugnisse zur Altertumsgeschichte auf Plausibilität prüfte und neu ordnete.
      Leider gingen die Klassiker des Marxismus-Leninismus mit ihren sozialökonomischen und politischen Untersuchungen nicht im Detail in jene fern Vergangenheit zurück. Friedrich Engels berührte in „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ nur die Anfänge der griechischen Poleis.
      4. Es wäre sinnvoll, wenn konstruktive Kritiker ihr reiches Wissen hier ausbreiten würden, indem sie meine „Märchenerzählung“ entkräften und mit der ihnen wohlbekannten wissenschaftlichen Wahrheit konfrontieren.
      Noch besser wäre ein „Gewissheits-Zeugnis aus höchster Quelle“!!!
      5. Für mich war die Rekapitulation geschichtlicher Zusammenhänge mit Erkenntnis-Gewinn verbunden, weshalb ich die Mühe nicht bereue. Allerdings sinkt meine Neigung jetzt, diese Erkenntnisse noch zu teilen.
      6. Es sei noch erwähnt, dass ich eine Erzählung entdeckt habe, die der von Don Carlos, dessen junger Stiefmutter und König Philipp II. ähnelt. Eine Erzählung von verbotener Liebe und frühem Tod. Aber lassen wir das.

      1. Nun ja. Zumnindest Punkt 4 dürfte schwierig sein 😉

        Kennen wir das nicht speziell aus den letzten Jahren sehr gut: wie soll man beweisen, dass es etwas NICHT gibt (resp. im Zeitbezug: Wie soll man das Gegenteil beweisen von etwas, dass es nicht gibt, oder: wie soll man einer ausgemachten Mär ihre Natur beweisen)?

        Damit sei inhaltlich nichts gesagt. Nur Methodisches.

      2. @HPB
        Danke!
        Wichtiger Punkt: „Rekapitulation geschichtlicher Zusammenhänge mit Erkenntnis-Gewinn verbunden.“

        Weil, Vergangenheit, Zeit und Ewigkeit führen uns in eine Grenzregion. Wie (nicht nur hier) festzustellen ist, droht das Gespräch dabei leicht zu verstummen. Sehr zu meinem Bedauern übrigens (und zum Nachteil der nachwachsenden Generation).

  4. Bitte seien Sie mir nicht böse:
    Als Materialist (im Sinne des Diamat) fehlt mir bei solchen Texten jeder Rückbezug zu den Fakten, die jeder sehen kann. Auch der Gedanke der Quellenkritik, der sonst in diesem Forum eine wichtige Rolle spielt, scheint mir überhaupt nicht berücksichtigt. Warum soll mich interessieren, wer vor tausenden Jahren etwas „gesagt“ hat? – und ob das überhaupt richtig wiedergegeben ist?
    Es muss sich im heutigen Leben prüfen lassen.

    Natürlich kann man darüber disputieren, ob „Geist“ oder materielle Grundlage, der Sprung von Quantität zu Qualität, die Welt voranbringen … . Hier will ich keinen Streit mit jemandem.
    Trotzdem ein Hinweis auf meine Sichtweise: Warum gewinnt das größte Land der Welt gerade diesen provozierten Kampf? Nur per „Geist“? Oder wegen Ressourcen, die sich bereitstellen lassen, und die die nato einfach nicht bieten kann?
    Wünsche allen Teilnehmern hier einen guten Jahreswechsel
    und freue mich über jede gegensätzliche Meinung. Nur so geht es voran.
    Mein Neujahrswunsch (etwas gewagt) kommt an Neujahr – Beste Grüße KFK

    1. @ KFK

      Ich habe hier nur einen orientierenden Überblick geboten. Quellenkritik ist ein sehr gutes Stichwort. Das kann natürlich auch jeder Interessierte selber für sich machen.
      Ich habe schon ein Beispiel von Quellenkritik vor Augen, bin aber noch unterwegs auf Reise und hole das später nach.

  5. Herrliche Geschichten zum Jahreswechsel.

    Da werden Fakten zu einer schön erzählten Geschichte verwoben.
    Immerhin: Lt. meiner doch länger zurückliegenden Schulzeit war Sargon I. tatsächlich der erste Herrscher eines wirklichen Großreichs – so um 2350 vor unserer Zeitrechnung.
    Ebenso gibt es in ziemlich allen Völkern die Erinnerung an das,was bei uns Sintflut genannt wird. Damit dürfte dieses Ereignis real gewesen sein.
    Daraus wird eine sehr schöne Geschichte gestrickt. Im Amiland gibt es meines Wissens eine gar nicht kleine Anhängerschaft der zeitlichen Abfolge vor gut 6000 Jahren.

    Richtig scheinen mir dabei Verschiebungen der Pole nebst Sintflut.
    Alles andere………….

    Immerhin wird das hier für Diskussionen sorgen. Unser HPB sorgt dafür.
    Herzlichen Dank für den Mut, dies hier einzustellen. Vermutlich wird es spannend sein, die Kommentare zu Lesen.

    Bei der Gelegenheit wünsche ich allen Dörflern und insbesondere unserem Russophilus einen angenehmen Jahreswechsel und ein gutes neues Jahr mit Gesundheit und frohem Mut.

    1. Zunächst an HBP: Auch wenn ich die (politische) Relevanz eines solchen Epos für die Gegenwart angezweifelt habe, heißt das natürlich nicht, dass ich Ihrer Arbeit des Lesens und Schreibens keinen Respekt zollen würde.

      Was nun die Frage „Wahrheit oder Legende“ angeht:

      „Ebenso gibt es in ziemlich allen Völkern die Erinnerung an das,was bei uns Sintflut genannt wird. . Damit dürfte dieses Ereignis real gewesen sein.“ (Roland K.)

      Einspruch, Euer Ehren! Das, was in den meisten Völkern (oder besser: Kulturen) an Überlieferung zu einer angeblichen Sintflut existiert, lässt sich in fast allen Fällen auf eine einzige Quelle zurückführen, nämlich auf die Bibel. Dieses Buch ist und die darin enthaltenen Geschichten sind tatsächlich von so vielen Menschen gelesen worden, dass eben ein Großteil der Menschheit meint, schon einmal etwas von einer solchen Flut und von Noahs Arche gehört zu haben, also müsse es dann wohl stimmen. Es könnte aber gleichwohl eine poetische Erfindung sein, nur eben eine mit entsprechend großer Verbreitung. Wir wissen es nicht.

      Aber eine WELTWEITE Flut halte ich persönlich für physikalisch unmöglich: Die Menge allen Wassers auf dem Planeten (in der Summe aller Aggregatszustände, also inklusive Wolken und Eis) dürfte wohl eine Konstante sein, was ein WELTWEITES Ansteigen des Wasserspiegels für mich nur schwer vorstellbar macht. Bei der überlieferten „Großen Flut“ dürfte es sich also um ein regionales Phänomen gehandelt haben, nur war das Bewusstsein von „weltweit“ eben zu dieser Zeit ein Anderes, so das die Geschichte von dieser Flut eben innerhalb dieser Region als „global“ überliefert wurde. Man hatte zu den Bewohnern der Ländereien, die nicht betroffen waren, schlichtweg keinen Kontakt, und dachte nur deshalb, es sei überall überflutet gewesen.

      Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass mit der überlieferten „Grossen Flut“ die Entstehung des Mittelmeers gemeint sein könnte, das ja – wie Untersuchungen des Meeresbodens ergeben haben – irgendwann einmal ein riesiges bewohntes Tal gewesen sein soll, bis eines Tages der natürliche Damm bei Gibraltar eingebrochen ist und der Atlantik dieses Tal unter Wasser gesetzt hat. Aber das ist natürlich auch nur eine These.

      Was die mehrmalige Umkehrung der Magnetpole (oder womöglich gar die Umkehrung der Erddrehrichtung?) angeht, würde mich interessieren, was für physikalische Erklärungsmodelle es für ein solches Phänomen geben kann. Ich kann mir beim besten Willen keine physikalische Kraft vorstellen, die dazu führen könnte, dass sich entweder der Planet plötzlich anders herum drehen soll (also die Sonne mal im Osten und mal im Westen aufgeht) oder auch nur dass jedes einzelne Eisenmolekül auf dem Planeten plötzlich seine magnetische Ausrichtung ändern soll (was die Aussage mit dem verändertem Sonnenaufgang für die Besitzer eines Kompasses – aber nur für diese! – erklären könnte).

      Wenn jemand eine Idee hat, wie das funktioniert haben soll, würde mich das interessieren.

      1. ,@ Geduldsfaden

        Ihre Vorstellung von der Regionalität der Fluten ist wohl richtig. Im Hochland von Aratta/Anschan bebte damals nur die Erde. Felsstürze, Bergrutsche, eingestürzte Bauten, verschüttete Wasserläufe prägten dort eher das Bild.
        Aber das konnten die Weisen und Ingenieure des Hochlandes gemeinsam mit den Überlebenden gut handhaben. Sie wussten, wie man angesichts verschwundener Wasserquellen die Ströme ionisierten Wasserstoffs im Boden detektiert, wie und wo man diese „anschneiden“ kann, um trinkbares Wasser als Lebensquelle zu gewinnen usw. usf.

        In Mesopotamien war die Lage ganz anders. Die moderne Archäologie machte etliche Funde von Überresten städtischer und dörflicher Siedlungen unter mächtigen Sedimentschichten, die sich mit den jährlichen Frühjahrshochwassern nicht deuten ließen. Dann brach jedes mal wissenschaftlicher Streit aus, ob das nicht doch oder eher nicht von der Sintflut zeuge.

        Die Vorstellung, dass einst das Mittelmeer eine grüne, besiedelte Senke gewesen sei, trifft sich mit einer ähnlichen Vorstellung vom Schwarzen Meer, dessen Becken sich erst nach einem Meeres-Durchbruch am Bosporus gefüllt haben soll. Man bedenke dabei, dass vor dem Abschmelzen des nordamerikanischen Eisschildes der Meeresspiegel etwa 40 bis 50 Meter tiefer als heute lag, was für solche Durchbrüche zu sprechen scheint. Übrigens wurden die Überreste Karthagos vor der afrikanischen Küste auf dem Meeresgrund entdeckt.

        Was die Umkehrung der Erddrehrichtung betrifft, empfehle ich die Erläuterungen Herbert Gabriels in seinem ersten Buch.
        Man kann sich sich aber auch selbst eine Vorstellung machen, indem man das „Einfangen“ des irdischen Mondes und das Entstehen seiner „gebundenen Rotation“ durch Gezeitenkräfte der Erde nachvollzieht.

        In der von mir beschriebenen Zeit gab es noch keinen Morgenstern am Firmament. Die Venus als Planet existierte noch nicht. Statt dessen trieb das Ungeheuer Typhon sein kometenhaftes Unwesen im Solarsystem.
        Der griechische Mythos berichtet von der Geburt der Göttin Athene, bei der sie in glänzender Rüstung aus dem Haupte des Jupiters entsprang.
        Homers Bericht über den Trojanischen Krieg zeigt, wie in der griechischen Heroenzeit, Athene (Venus-Typhon) und der Kriegsgott Ares (Mars) auf dem Schlachtfeld erschienen und mitkämpften. Für Immanuel Velikowski war das Anlass, nach den Spuren der planetaren Schlachtfelder zu suchen. Es spricht einiges dafür, dass die Erde infolge der von Typhon verursachten kosmischen Unordnung mehrere Nahbegegnungen mit anderen Himmelskörpern hatte. Darunter auch Typhon selbst (etwa mit gleicher Masse wie die Erde) und Mars.

        Interessant ist auch die Frage, wieso wir am 24. Dezember Weihnachten feiern: Man brauchte zwei Tage bzw. Nächte auf der Nordhalbkugel, um mit Gewissheit festzustellen, ob die Erdbeben und Vulkanausbrüche des abgelaufenen Jahres von Störungen der kosmischen Ordnung zeugten.
        Zwei Tage nach der kalendarischen Wintersonnenwende wusste man, ob oder dass die Sonne wieder ihren gewohnten Lauf nehmen und der Natur Wärme und Wachstum geben würde…

        1. „Wieso wir am 24. Dezember Weihnachten feiern.“

          Habe einmal gelesen, am 21 erreicht die Sonne den tiefsten Stand. Von bloßem Auge sieht man die Sonne erst wieder am 25 steigen.
          22,23,24 ist die Sonne „tot“ (drei Tage) und am 25 ist dann die Wiedergeburt.
          Jesus hat einen Halo, was die Sonne sein könnte. In alten Darstellungen ist sogar oft das Himmelskreuz im Halo.

          Übrigens wird Mohamed auf alten Darstellungen oft mit einem grünblauen Halo dargestellt. Es ist ziemlich sicher der Mond. Darum auch der Mondkalender der Mohammedaner, und der Halbmond in ihren Flaggen.

          Also man könnte sagen, die Christen gehören einem alten Sonnenkult (Sonnenkalender) und die Mohammedaner einem alten Mondkult an.

          Die 12 Jünger von Jesus (der Sonne) könnten die Sternbilder sein.

          Irgendwie scheint es mir, dass da ziemlich viel Altes mit Neuem gemixt wurde.

          Und bitte springt jetzt nicht im Zickzack. Ich habe keine Ahnung, was von all diesen Erzählungen wirklich stimmt.
          Woher auch?

          Ich sehe mich als Christ. Und mein ganz persönlicher Glaube ist, dass Gott nicht von mir (uns) erwartet, dass wir im Strudel der Zeit, wissen können, was vor Hunderten, gar Tausenden Jahren passiert ist.
          Um das geht es doch gar nicht, bei unserer Aufgabe auf dieser materiellen Ebene.

          Und zum Text:
          Wir wissen ja kaum, was vor 100 Jahren genau war.
          Wie soll da jemand, herausgefunden haben, was vor 1’000 Jahren war und das noch in der zeitlichen korrekten Abfolge?
          (Ich denke mal, dass da nicht auf jeder Tonscherbe, Papierfetzen, welche man gefunden hat, ein Datum stand)

          Ich persönlich bin bei der Aussage, dass der Typ XY die erste Schrift, die Keilschrift erfunden hat, „ausgestiegen“.

          Nur kurz meine Gedanken dazu.
          Die Keilschrift ist von mir aus gesehen eine abstrakte Schrift. Und nach meinem Verständnis kommt so etwas erst zustande nach einer Weiterentwicklung.

          Ich würde meinen Allerwertesten verwetten, dass die ersten Schriften, simple „Alttagsymbole“ waren, wie Männchen, Enten usw. so ähnlich wie die Ägypter „geschrieben“ haben.

          1. Nabend!
            @Irgendwer, ich bin kein Christ. Ich gehe aber mit Dir bezüglich Deiner Aussagen konform.

            Gruß Konrad

            Bez. Schrift: siehe die Felszeichnungen in Lascaux – oder auch die „Hände“ an den Wänden der Höhlen: allererste „Schrift“, also Symbole mit bewußtem Bedeutungscharakter.

      2. Polsprung: Ja – real. Wobei die Zeiträume noch strittig sind sowie die Ursache sowieso.

        Daß es diese gegeben hat mehrfach, läßt sich nachweisen in den Gesteinen weltweit.

        Für den Rest: Zustimmung des Zweifels. („Am Besten Lesch fragen!“) – und auch daß es Kataklysmen gab auchbi in historisch überschaubarer Zeit, unwidersprochen.

        Guten Rutsch an alle! Und bleibt gesund.

        – Konrad Fitz –

      3. @Geduldsfaden
        es soll doch der Planet Nibiru um unsere Zwillingssonne Nemesis ein Magnetfeld haben, an welchem sich das irdische Magnetfeld abstößt. Auch jetzt wandert der Nordpol immer weiter nach Sibirien, ohne daß eine Erklärung dafür genannt wird, ausser in alternativen Medien, dass der Nibiru alle dreieinhalbtausend Jahre etwa mit Nemesis unsere Sonne umkreist und Katastrophen auslöst durch seine Masse und sein Magnetfeld.

        @HPB, Sie berichten in Ihrem Artikel ja auch von der wiederholten Wiederkehr dieser sich auf die Erde katastrophal auswirkenden Himmelskörper.
        Und ich frage mich, wie es sein kann, dass unsere Geschichtsschreibung erst vor dreieinhalb oder fünftausend Jahren begann und dass wir versunkene Städte im Atlantik und anderswo vorfinden. Da müssen schon grosse erdumspannende Katastrophen stattgefunden haben.
        Das könnte ja auch der Grund dafür sein, dass die Eliten sich diese Bunker bauen.

        Focus:“Azteken, Babylonier, Inder, Chinesen: Fast jede Kultur besitzt eine Überlieferung von einer alles ertränkenden Flut…“

        1. Was natürlich keinesfalls auf die Richtigkeit der Bibel hindeutet, nahain! Vielmehr deutet es auf eine „Zwillingssonne Nemesis“ hin, deren Planet Nibiru mit ihr gemeinsam um unsere Sonne seine Bahnen zieht. Wenn noch jemand mal eine Traum-Skizze davon gemacht hat, dann isses so gut wie sicha!

  6. Noch eine „märchenhafte Einlage“:

    Als Dumuzi um Inanna warb, stieß das am Hofe und bei Anu auf wenig Enthusiasmus. Der Großkönig wollte die Tochter lieber mit einem Abkömmling sumerischen Adels verheiraten. So fand sich mit Enkidu ein geeigneter Bewerber.
    Man lud beide Freier zwecks Eignungsprüfung vor. Die Prüfung fokussierte sich auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kandidaten.
    Enkidu brachte vor, dass er im Tiefland über große, fruchtbare Ländereien verfüge, die jährlich drei bis vier Ernten mit großen Erträgen erbrächten. Er könne seiner Gemahlin, der Kinderschar und den Bediensteten ein sorgloses, angenehmes Leben bieten. In Aratta, wo auf kleinen Feldern nur ein bis zwei Ernten möglich waren, hörte man das mit Wohlgefallen.
    Dumuzi verwies auf seine Erfolge als Viehzüchter. Jedes Jahr brachten sie mehr an Fleisch, Wolle, Milch. Er könne Inanna und den Kindern alles Nötige bieten.

    Obwohl Inanna Dumuzi zuneigte, entschied sich Anu für Enkidu , und Inanna fügte sich dem väterlichen Gebot. Dumuzi opponierte jedoch gegen diesen Entscheid. Er würde gerne dem Großkönig weiter loyal dienen, doch werde ihm das erschwert. Er machte geltend, dass die Ablehnung sowohl seinen guter Ruf als Stadtkönig Babylons als auch als Viehzüchter beschädige. Man würde ihm mit Misstrauen begegnen…
    Als Inanna von Dumuzis Bedenken erfuhr, drang sie in ihren Vater und dessen Ratgeber, dass man Dumuzi nicht einfach davon schicken dürfe. Man müsse etwas finden, dass die ganze Angelegenheit in ein günstiges, versöhnliches Licht hülle. Tatsächlich befahl Anu, einen Kompromiss zu suchen und zu finden und diesen vertraglich festzuhalten.

    Man kam zu folgender Übereinkunft:
    Enkidu gewährte Dumuzi das Recht, nach der Ernte mit seinen Herden Enkidus Ländereien zu beweiden. Dazu wurde eine angemessene Frist zwischen Ernte und Neubestellung der Felder festgelegt, in der die Tiere neu sprießende Kräuter und Gräser abfraßen und zugleich mit ihren Exkrementen den Boden düngten. So erhielten Landwirt und Viehzüchter beide einen Vorteil.
    (Leider hielt die „Win-Win-Situation“ nicht allzu lange, weil die Sintflut alle wirtschaftlichen Grundlagen beider Vertragspartner vernichtete.)

    Der Vertrag zwischen Enkidu und Dumuzi wurde übrigens in Keilschrift aufgezeichnet, bei archäologischen Ausgrabungen gefunden und übersetzt, ist also als kulturelles Rudiment vorhanden.
    Er ist geradezu beispielhaft für die Lösung aktueller Konflikte.

  7. Werter HPB,
    vielen Dank für die Artikel. Seit längerer Zeit so was nicht mehr gelesen. Mit Sicherheit werde ich das Ganze noch mehrmals durchlesen. Einiges war mir seit Studium der Mathematik bekannt. Die ganze Region dort war ganz eng mit der Mathematik verbunden. Nur einen Namen davon zu nennen, Omar Chayyam. Von dort aus stammen auch die arabische Ziffern. Einige hier im Westen wollen dafür gar keinen Glauben schenken. Es ist aber so. Mich wundert es nur, dass man in lügepedia liest, dass Omar Chayyam ein Perser war, es war doch ein Usbeker? Oder?
    Ich wünsche Ihnen und allen Dörfler ein glückliches Neues Jahr.

    1. @ Anpe

      Danke für die guten Wünsche und den mathematischen Hinweis.

      Ich war ja von 1984 bis 1986 beruflich im Irak tätig und besuchte dort auch die Ausgrabungsstätte von Babylon, fotografierte die Überreste und suchte in den Ausgrabungshügeln nach Scherben. Allerdings war alles schon Dutzende Male umgewühlt worden. so dass die Suche vergebens war. Vom Turm zu Babylon gab es nur die wassergefüllten Gräben der Grundmauern zu sehen, weil die Einheimischen alle Steine für andere Bauten weggetragen hatten.

      Was ich damals gesehen hatte, waren die Überbleibsel des etwa 600 Jahre nach der Flut zur Hauptstadt erweiterten neuen Babylons. Der Hauptakteur jener Zeit nannte sich Nebukadrezzur. Der Pharao pflegte ihn in diplomatischer Post als den Unhold von Nawahiria zu bezeichnen, weil der Herrscher Babylons den Thron usurpiert hatte. Obendrein hatte dieser sich erlaubt, die von ihrem ägyptischen Gatten verlassene Semiramis („hängende Gärten“) zu ehelichen und Stiefvater des berühmten Sohnes Nimrod zu werden.

      Ich habe mich nun gefragt, ob Dumuzi im vorsintflutlichen Babylon bereits ein mächtiges, siebenstufiges Ziggurat „besaß“, den riesigen Turm, an dem die Völker vor der allgemeinen „Sprachverwirrung“ gemeinsam bauten. Meine Intuition sagt mir, dass es ein kleines Ziggurat gegeben haben mag, aber nicht den riesigen Turm.

      Was könnte es also mit jenem „Turm“ auf sich haben? Meine Vermutung geht dahin, dass es einst eine „turmhohe gemeinsame Zivilisation“ gab, gegründet auf sprachlichem Verständnis, Bildung, gemeinsamen Traditionen und enger Verbundenheit der Menschen. Diese kulturelle Wiege der Menschheit könnte sich tatsächlich im „Garten Eden“ Sibiriens befunden haben. Beim Verlust dieses „Gartens“ konnten die fliehenden Völker nur wenig an Habe und Kulturgütern retten oder bewahren. Vieles ging im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden verloren.

      In der heutigen Menschheit gibt es ein Volk, nämlich die Juden, die sich berufen fühlen, in allen Staaten, Nationen und Völkern Präsenz zu erlangen . Ich habe es deshalb als „Kulturspiegel der Menschheit “ bezeichnet. Ein Spiegel der Errungenschaften, aber auch der Fehlentwicklungen und Extreme!
      Aber diese sonderbare Berufung gibt der „Judenheit“ die Möglichkeit, all die weltweit verstreuten Rudimente der alten Hochkultur wider einzusammeln und den Impuls für deren „Rekonstruktion“ zu geben. (Sie müsste sich „nur“ dieser Mission im Dienste der ganzen Menschheit bewusst werden, anstatt zionistischen Trugbildern nachzujagen.)

  8. Noch einige Anmerkungen zu Isaak. Ich hoffe, dass niemand das als Angriff auf das Christentum versteht, weil ich etwas über das Alte Testament hinaus gehe.

    Diese Persönlichkeit ist in den alten Königslisten von Mari als Jaggi-Lim bzw. Idi-Ilum verzeichnet. Solange er sich mit dem Heer auf Sargons Reichsgebiet befand, dürfte er weiter mit seinem dortiger Herrscher-Namen angesprochen worden sein.
    Mit dem Überschreiten des Euphrats südwestwärts änderte sich das. Dort war er der militärische Anführer und Stadthalter des Großkönigs. Seine Funktionsbezeichnung als solcher lautete Isakku (Schakanak). Er wurde als Chef mit Isakku angesprochen. Ob Krieger, Frauen oder Kinder im Heerzug, jeder wusste, wer mit Isakku gemeint war. Diese Bezeichnung für den Anführer wurde quasi allgegenwärtig. Ob nun bei den allabendlichen Lagebesprechungen mit den Offizieren oder bei den Alltagsgesprächen der Heervölker, wie es weiter gehen würde.
    Isakku=Isaak wurde zum Repräsentanten ihrer gemeinsamen Interessen, Ziele und Aufgaben, jemand mit dem man sich identifizieren konnte und durfte.

    Als Isaak mit dem Heer in Magan eindrang, ließ er die Amme Rebekka seiner kleinen Kinder in Seirirot zurück. Er bestimmte sie zur obersten Richterin über alle zivilen Angelegenheiten bzw. Streitigkeiten. Sie war also allen regionalen Fürsten übergeordnet. Offenbar besaß Rebekka einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und großes Verständnis für die von Isaak erlassenen Gesetze und Gebote. Jedenfalls übte sie das Richteramt acht Jahre lang bis zu ihrem Tod aus.

    Wie oben schon beschrieben, trug Isaak in Ägypten auch den Herrscher-Namen Seth-Eph-Ra.
    Diejenigen unter seinen Heeresvölkern, die ihm von Herkunft und Glauben am nächsten standen, übertrugen den ägyptischen Herrscher-Namen in ihren Stammes-Namen, nämlich der Stamm Ephraim. Ich denke, dass es sich dabei um jene Teile seiner sabäischen Elite-Truppen handelte, welche bereit waren, den neuen Jahwe-Kult anzunehmen.

    Wie schon angedeutet, blieben die Völker Kanaans ein buntes Gemisch, auch in religiöser Hinsicht. Wer nach dem gemeinsamen „Stammvater“ in politischer Hinsicht sucht, findet ihn in Isaak, dem Inhaber des großköniglichen Lehens.
    Isaak ist der gemeinsame Stammvater der Hebräer und Philister, also auch der heute dort lebenden Palästinenser.
    (Um zionistische Sonder-Ansprüche auf Palästina zu legitimieren, ist er „natürlich“ völlig ungeeignet, weil er das gemeinsame Erbe verkörpert.)

  9. Unter Bezug auf die „babylonische Sprachverwirrung“ möchte ich an Erhard Landmanns Buch „Weltbilderschütterung – Die richtige Entzifferung der Hieroglyphenschriften“ erinnern.

    Link: https://elifonaot.q32.de/buch_pdf/Weltbilderschtterung.DieRichtigeEntzifferungDerHieroglyphenschriften.pdf

    Darin erklärt er u. a. die enge Verwandtschaft des Altdeutschen mit dem Hebräischen und auch vielen anderen Sprachen. So bspw. den Sprachen indigener Völker Amerikas. Wir hatten das Thema schon vor drei oder vier Jahren „beim Wickel“. Damals erklärte sogar ein Kommentator, dass seine philippinische Frau das Altdeutsche wie Philippinisch verstünde. Ich war der Meinung, dass jede Altsprache zu der gleichen sprachlichen Wurzel führen würde. So wie der Deutsche behaupten könne, dass alle Sprachen aus dem Altdeutschen hervor gegangen seien, trifft das auch für Alttürkisch oder Altungarisch zu. Jeder könnte sich dessen rühmen.
    Auch das spricht für eine gemeinsame kulturelle Wiege der Menschheit, deren Gemeinsamkeit durch räumliche Trennung, erzwungene Absonderung und Dialektentwicklung verloren ging.

    Interessant ist auch Landmanns Hinweis bei den Völkerwanderungen auf Jütland (Dänemark). Die von dort auswandernden Jüten wurden auch Juten oder Diut(d)en genannt. Dieses Volk soll einst gemeinsam mit den Angeln und Sachsen auf die britischen Inseln gezogen sein.
    Betrachtet man den Wortstamm, so „schimmert“ da nicht nur „deutsch“ sondern auch „jüdisch“ heraus, was auf eine durchaus gegebene Verwandtschaft der Deutschen und der Juden schließen lässt. Eine Verwandtschaft, die sich nicht nur auf die Ähnlichkeit bei diesem Volksnamen beschränkt.

    1. Und die franzosen sind die besten Freunde der amis, weil „Freund“ bei den franzosen „ami“ heisst …

      Mit Verlaub, alleine schon die zahlreichen Behauptungen (letztlich nicht von Ihnen sondern von „wissenschaftlern“) dass (willkürliches Beispiel) der Feldherr „gurgol“ auch als „in-da-ar“ bekannt war, wie auch als „Ergon“ und also auch als Stammvater der Eskimos gesehen oder zumindest vermutet werden kann, lassen jeden, der mal in Berührung mit wirklicher Wissenschaft und/oder Logik gekommen ist, das Gesicht schmerzhaft verziehen.

    2. Ich wollte da eigentlich nicht auf die Eskimos hinaus, sondern auf die Physiognomien von Ramsauer und Stoiber. Wie kommt es, dass es in Bayern Menschen gibt, die wie leibhaftige Berber oder Numidier aussehen? (Wenn ich übrigens aus dem Irak nach Hause kam, meinten meine Söhne, ein „Neger“ stünde vor der Tür.)
      Verspritzten etwa römische Legionäre aus Nordafrika in Süddeutschland ihren Samen? Wurden bayrische Frauen von den Piraten der Barbaresken-Staaten als Sklavinnen genommen und später samt ihrer in Nordafrika gezeugten Kinder wieder freigekauft?
      Stoiber und Ramsauer würden mit Recht beteuern, dass nichts dergleichen aus ihrer Familiengeschichte bekannt sei, dass sie einfach das „urbayrische“ genetische Erbe in sich tragen.

      Vielleicht erklärt sich das mit meiner These, dass nach dem Ereignis Typhon I und der Verlagerung des geografischen Nordpols vor die Küste Mittelnorwegens die skandinavische Bevölkerung der arktischen Kälte weichen musste? Sie zog teilweise südwärts, um nach Durchquerung der Mittelmeersenke (?) am Atlas-Gebirge einen geeigneten Lebensraum zu finden, der dem Früheren am skandinavischen Gebirge ähnelte. Dann wären die Stoibers und Ramsauers Nachkommen einiger im nördlichen Alpenraum zurückgebliebener „Nachzügler“, die dort ausreichende Überlebensmöglichkeiten fanden (oder Rückkehrer aus Nordafrika, die nach dem verlorenen Paradies suchten).

    3. E. Landmann erläutert schon in seinem Vorwort an etlichen Lautverschiebungen die Wort-Verwandtschaft vieler Sprachen mit dem Althochdeutschen.

      Ich greife mal ein Zitat von Seite 28 heraus:
      „Warum wird die Ostsee in ganz alten Reiseberichten zur Zeit der Völkerwanderung und auf alten Kartenskizzen mit Mare suaborum, mit schwäbischem Meer, bezeichnet? Die Finnen, die an der Ostseesitzen, nennen sich selbst »suomi«. Machen wir wieder unser bekanntes Spiel und verwandeln den Lippenlaut m in den Lippenlaut b, so sehen wir, daß die Finnen sich selbst »suobi«, Schwaben, nennen.
      Auch das ganze angrenzende, riesige Sibirien ist nach den Severern, besser, den Sueberern, den Schwaben benannt. Dort finden wir auch die Jakuten, in welchem Wort wieder das ahd. tiusca bzw. der Stammesname der Diuten, enthalten ist. Dort liegt auch das älteste Gebirge der Welt, wie die Geologen behaupten. Und wie, bitte schön, wird es genannt: Ural und Altai. Also mit den schönen deutschen Worten uralt(ai).“

      Auf Seite 27 steht:
      „Übrigens, die Finnen bezeichnen die Deutschen als »Saksan«, Sachsen, um auszudrücken, daß es sich nur um einen deutschen Bruder- und Nachbarstamm zu ihnen, den Suobi (Suomi), den Schwaben, handelt.“

      Das Lesen lohnt sich.

      1. Das erinnert mich an den alten Witz, in dem die Schiffe von Columbus in Amerika landen, und sich die Eingeborenen am Strand versammeln, um die Fremden zu empfangen.

        Einer der frisch angekommenen Seeleute fragt in die Runde: „Isch do au oiner von Beeblinge dabei?“

        Eine Weile Schweigen, dann tritt ein Indianer vor und sagt: „Von Beeblinge net, awer I ben von Sendelfinge!“

  10. @Alle
    Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    Gesundheit und Wohlergehen!
    Ich glaube in 24 wird sich alles noch besser zu „unseren“ Gunsten zeigen und wenden!

  11. HPB’s Ausführungen scheinen mir doch reichlich an den Haaren herbeigezogen zu sein, wenn ich das, als Flacherdekritiker, anmerken darf. Ansonsten ein frohes 2024 auch für alle lieben Dörfler

    1. Danke für die guten Wünsche.
      Aber gibt es da einen besonderen Aspekt, der Ihnen als Flacherde-Kritiker ins Auge sticht?
      Immerhin zeugen die Mythen, Legenden, archäologischen und geologischen Tatsachen von Kataklysmen und vom Walten planetarer Kräfte, die nicht nur irdischen Ursprungs waren, aber im Wechselspiel von „Himmelskörpern“ relativ logisch erklärbar scheinen.
      Insofern haben die obigen Ausführungen keinen „Flach-Erde-Ansatz“.

  12. Allen Freunden Russlands und der alten CCCP, sowie den Mit-Diskutanten hier ein glückliches Jahr 2024!
    Dank an Herrn Präsidenten Putin für seine Neujahrsansprache. Da wird man neidisch.
    Wenn ich es so sagen darf:

    С Новым годом!

    Пожалуйста, возвращайтесь к нам!
    KFK

  13. Eine wichtige Regel für Menschen, die an Aufklärung interessiert sind, lautet: In den Bereichen von denen wir glauben sollen, dass dort nur Unfug, Blödsinn und Sektierei ihr Unwesen treiben, dort findet Entwicklung statt! Dort werden „hidden in plain sight“ wichtige Erkenntnisse vor uns verborgen.

    In den Grenzbereichen, Grenzwissenschaften, tobt das Leben. Man muß nur Hingucken und wird bedenkenswertes finden – was noch nichts über die Wahrhaftigkeit des Gefundenen aussagt. Astrologie, Naturheilkunde, Spiritualität, sind solche Bereiche. Und je geringer die einschlägige Kenntnis ist, desto vehementer wird die angesagte, eingesagte Meinung darüber verteidigt. Allerdings entwertet solches Verhalten sehr stark die gute Arbeit, die hier im Dort seit Jahren geleistet wird.

    Ich erlaube mir, auf zwei Autoren Aufmerksam zu machen, die teilweise durch hochprofessionell inszenierte Wissenschaftsskandale in die Spinner-Ecke abgeschoben wurden: Zecharia Sitchin und Immanuel Velikowski. Deren Erkenntnisse werden abgewertet. Jedem der hier versammelten gebildeten Leute werden weitere Fälle bekannt sein, in jeder Wissenschaft.

    Im nächsten Post stelle ich eine Doppelrezension ein, die in der nächsten Ausgabe des Magazins „Walnussblatt“ veröffentlicht wird. Die besprochenen Bücher enthalten zahlreiche Verweise, Belege und Literaturhinweise.

  14. Der Globus quietscht und eiert
    *************************

    Der Globus quietscht und eiert,
    Der Rost sitzt überall,
    Bald is er ausgeleiert,
    Der alte Erdenball!

    Die Älteren unter uns kennen dieses Lied, denn es wurde im Musikunterricht in der Schule und in Jugendgruppen gern gesungen, weil es lustig klingt. Wer hätte damals, vor mehr als 50 Jahren, wohl gedacht, dass es einen wichtigen Aspekt der Wirklichkeit zutreffend beschreibt? Es ist nicht nur ein Körnchen Wahrheit in den alten Märchen und Kinderliedern enthalten, sondern wichtige Wahrheiten werden durch sie von Generation zu Generation weitergereicht. So auch hier.
    Einige seltsame, bisher unverbundene Fakten geben uns zu denken:
    – die in vielen Großstädten vorhandenen Wohnungen auf Kellerniveau, das ungesunde und feuchte „Tiefparterre“
    – die Höhlen und Tunnels unter der Stadt Paris, in denen die gereinigten Gebeine von Menschen sorgfältig aufgeschichtet sind, jedoch nur von Erwachsenen und keine Gebeine von Kindern
    – man erschliesst archäologische Fundstätten wider besseres Wissen nicht und sperrt sie sogar gegen „unbefugten Zugriff“; verschweigt, missdeutet oder verfälscht Forschungsergebnisse aller Art
    – Privatforschern verbietet man die Untersuchung bekannter Monumente wie der sog. Cheops-Pyramide mit fadenscheinigen Argumenten
    – staatliche Großbaustellen werden erst mit vieljähriger Verzögerung und extremen Kostensteigerungen fertig gestellt
    – einfache, aber wirkungsvolle Heilmethoden und Vorschläge für eine menschenfreundliche, traditionellere Lebensgestaltung, wie sie zB in den russischen Anastasia-Büchern vorgestellt werden, diffamieren die Mainstream-Medien als Sektiererei, rechtsradikal, Irre sein
    – Geistiges Heilen, Astrologie, Heilmagnetismus, Naturheilkunde gibt man der Lächerlichkeit preis
    – Menschen, die sich auf schlechte Zeiten geistig und materiell vorbereiten, sind „verrückte Prepper“
    – warum erscheinen Landschaften auf den bunt gemalten Panoramakarten der Tourismus-Verbände gelegentlich wie mit dem Hobel geglättet? Ein Phänomen, das man in der freien Natur wegen der Bewaldung vieler Hügel nicht erkennen kann.
    – in der relativen Schwerelosigkeit der ISS – International Space Station wurde beobachtet, dass rotierende Körper mit Unwucht regelmäßig „Purzelbäume“ vollführen, also „sich auf den Kopf stellen“ und das zyklisch und vorhersagbar
    Gibt es für alle diese Einzelfakten einen gemeinsamen Nenner? Und wenn ja: Wo ist er zu finden?

    Wir besitzen heute Informationen von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, investigativen Journalisten und aufmerksamen Bürger-Journalisten mit eigenen Kanälen auf Internet-Plattformen, Dazu Bücher ganz unterschiedlicher Autoren wie Immanuel Velikowski und Zecharia Sitchin. Sie alle sagen uns, dass die Naturgewalten unserer Erde häufig tatsächlich Menschen in großer Zahl töten, regelmäßig ganze Zivilisationen auslöschen und große Teile der irdischen Oberfläche mit Wasser und Schlamm bedecken. Die weltweit erzählten Sintflut-Geschichten haben offenbar einen sehr realen Hintergrund.
    Zwei aktuell unabhängig voneinander entstandene, neu erschienene Bücher bieten uns interessante Informationen dazu:
    Horst Lüning, Flugzeugbau-Ingenieur und Youtuber „Unterblog“ mit 200.000 Abonnenten veröffentlichte das Buch „Katastrophenzyklen, Wie der Weltraum unser Leben beeinflußt“ bei „Amazon-Distribution“. Es hat 162 Seiten mit 260 Anmerkungen, als Kindle-Version für 7,99 €, Taschenbuch 11,99 €, Gebundenes Buch 17,99 €
    Der alternative Investigativ-Journalist Christian Köhlert veröffentlichte „Phönix-Hypothese, Ist die aktuelle Weltlage eine gigantische Ablenkung?“ beim Osiris-Verlag, es hat 198 Seiten, Kindle-Version 21,95 €, gebundenes Buch 24,95 €, 266 Fußnoten mit zusätzlichen Informationen und Erläuterungen.
    Lüning beschreibt und belegt die vielfältigen Theorien und Forschungsergebnisse aus Astronomie, Geologie, Geophysik, Völkerkunde, Archäologie u.v.a.m. zu zyklisch wiederkehrenden Ereignissen, von den Überschwemmungen im Ahrtal jeweils zu Beginn eines neuen Jahrhunderts bis zu den Zyklen, denen die Sonne und die Sterne unterliegen. Er referiert die vier fundamentalen Wechselwirkungen Gravitation, Starke Kernkraft, schwache Kernkraft und Elektromagnetismus, die fast alle Phänomene und Prozesse im Weltraum und auf der Erde erklären können. Sonnenstürme, Novae und Supernovae, Erdbeben und Vulkanausbrüche werden erläutert und ihre Ursachen erkundet, ebenso Polwanderungen und Polsprünge.
    Seine Quellen sind neben Wikipedia, deren politische, geheimdienstliche Unterwanderung ihm bewußt ist, wissenschaftliche Veröffentlichungen aus angesehenen Fachzeitschriften.Die 260 Zitate sind Beleg für die Ernsthaftigkeit seiner Arbeit.
    Er stellt sein Buch auf Youtube in einem Video selbst vor:
    „Mein Buch ‚Katastrophenzyklen‘ ist auf Amazon im Selbstverlag erschienen“
    (bitte mit dem Titel aus seinem Unterblog suchen.
    Folgerungen aus seinen Erkenntnissen: Manche Zyklen haben die Entwicklung der aktuellen Menschheit befördert, andere haben in Gestalt von Eiszeiten und Sintfluten die Menschheit dezimiert. Um diese und andere (un-) wahrscheinliche Katastrophen hoffentlich zu überleben, braucht es seelische Stabilität, einiges an Wissen und Vorräten. Mit der optimistischen Lutherschen Haltung „Wenn ich wüßte, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen!“ kommt man sicherer durch schlechte Zeiten aller Art als die allgegenwärtigen Pessimisten. Der Pessimist ist nun einmal der einzige Mist, auf dem nichts wächst!

    Köhlert nimmt in seinem Buch „Phönix-Hypothese“ die wissenschaftlich vermuteten bzw. festgestellten Zyklen als gegeben hin, denn er betrachtet ihre Auswirkungen und wie die Mächtigen dieser Erde, die die wahre Geschichte kennen, sich wahrscheinlich auf kommende Katastrophen vorbereiten.
    Ausgehend von den Folgen der Ereignisse am 11. September 2001 und in der Ukraine 2014 (Odessa), die eine Aktivierung der Friedensbewegung in Form der Montagsdemonstrationen brachten und kurz darauf deren Zerschlagung in viele kleine Gruppen, analysiert der Autor zahlreiche alternative Quellen, die ihm als Journalist in diesem Feld gut zugänglich waren.
    Spätestens 2020 erkannte er: Da braut man etwas Großes zusammen! Bald darauf kam die „C-Plandemie“ über die Menschen und die organisierte, vielschichtige und höchst aggressiv durchgeführte Manipulation zur Steuerung der Massen wurde offenbar. Sie führte für sehr viele Menschen letztendlich zu dem bekannten Stockholm-Syndrom, der „Identifikation mit dem Aggressor“. Dieser aus einer tiefen seelischen Verletzung erwachsene Geisteszustand hindert die Menschen daran, ihre Situation realistisch einzuschätzen, daraus zum eigenen Wohl sinnvolle Schlüsse zu ziehen, praktische Pläne und Gegen-Massnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Sie bleiben eine unselbständige ängstliche Herde, die von hinreichend gefühllosen Menschen leicht mal in diese, mal in jene Richtung gesteuert werden kann.
    Basierend auf vielen wissenschaftlichen Quellen, die er im Text aufführt, und auf der Europäischen Prophetie (Irlmaier) kam der Autor zu dem Schluß, dass gewisse materiell äußerst gut ausgestattete Menschen, die sogenannten Eliten, für die kommenden Jahre eine weltumspannende Katastrophe erwarten und sich gezielt darauf vorbereiten. Ziel: Sie wollen überleben und nach dem Ereignis weiterhin gut leben.
    Um die möglichen Aktivitäten solcher Leute zu erkunden, ist es schon ausreichend, sich gedanklich in deren Schuhe zu stellen: „Wenn ich das wäre, was würde ich mir überlegen und tun?“
    – Sichere Unterkünfte für die Zeit der katastrophalen Veränderungen suchen oder bauen
    – zuverlässige, richtige Informationen sammeln und auswerten
    – kompetente Menschen suchen, ausbilden und rekrutieren, die die Errungenschaften der Zivilisation in die Zukunft tragen, aber vorher das Überleben und Weiterleben der sog. Eliten sichern
    – Vorräte und sinnvolle Geräte und Maschinerie sowie die dafür erforderliche Finanzierung organisieren,
    – für maximale Geheimhaltung der zu erwartenden Ereignisse und der eigenen Aktivitäten etc sorgen, durch jegliche Art von Bestechung, Korruption und andere exemplarische „Massnahmen“
    – für die „überzähligen Massen“ Information und Bildung schrittweise unauffällig reduzieren, denn wer nichts weiß und kennt, der erkennt auch nichts, was ihm fremd ist. Vor allem fehlen ihm die Worte dafür.
    Das sind nur einige der Arbeitsfelder, die von den Wissenden zu bearbeiten wären. Köhlert kommt hinsichtlich der persönlichen bzw. familiären Vorsorge der „einfachen Leute“ zu ähnlichen Schlüssen, wie Lüning: „prepare for the worst, manifest for the best“, „bereite dich auf das Schlimmste vor und lebe dein Leben so gut und schön, wie du kannst“. Die Welt stellt sich für jeden von uns in genau der Farbe dar, die seinen Erwartungen entspricht.
    Zu der Phönix-Hypothese gibt es einen Vortrag von Christian Köhlert beim Regentreff, Oktober 2023, BASIS /watch?v=hZsDnlwwGgY sowie zahlreiche Interviews zum Thema auf YouTube.

    Und was denkt sich die Rezensentin?
    Einübung des teilweisen Verzichts auf die sogenannten Segnungen unserer Zivilisation im Sinne von „reduce to the max“, „zurück zur Natur“, speziell in Sachen Ernährung, Gesunderhaltung und Behandlung von Krankheiten, sind sinnvolle Massnahmen. Speziell dort sollte man nach Brauchbarem suchen, wo Methoden als sektiererisch, abergläubisch und rückständig verschrieen werden. Lösungen für verschiedenste Aufgaben kann man hier finden: Altes samenfestes Saatgut, freie (Sonnen-) Energie, Astrologie, Telepathie, Heilmagnetismus, Homöopathie, Hamer-Medizin, Energiemedizin, Psychokinesiologie u.v.a.m. Den schwer zu ersetzenden Technik-Aufwand für das eigene Leben sollte man so gering wie möglich halten, einfache Werkzeuge und Geräte sammeln: Uhren zum Aufziehen, eine Nähmaschine mit Fußantrieb, mechanische Schreibmaschine, Wäschestampfer u.v.a.m., dazu Wissen ansammeln, im Kopf und in Form von Büchern. Man vermeidet unbedingt, Propaganda in den eigenen Kopf hinein zu lassen, denn das ist der wichtigste Kriegsschauplatz unserer Zeit: Der Raum zwischen den beiden Ohren.
    Warum man diesen Aufwand betreiben sollte, ist den beiden Büchern zu entnehmen, die hier vorgestellt werden, die kleine Anschaffung lohnt sich jedenfalls. In solchen Angelegenheiten noch nicht gut informierte Leser müssen sich auf eine heftige Weltbilderschütterung gefasst machen, jedoch: Die mentale Achterbahnfahrt kommt unbedingt auf uns zu, es ist besser, sie in guten, ruhigen Zeiten zu unternehmen, als unvorbereitet in einer Krisensituation damit konfrontiert zu werden und in Angst zu versinken.

    Gute Vorbereitung bringt uns keine Garantie für das Überleben von Katastrophen, aber sie verbessert stark die Chancen für ein langes Leben auch unter schwierigsten Umständen.

    —————————————
    a) link zu zensortube entschärft
    b) Dieser Beitrag schrappt knapp an der Grenze des Themas/Artikels entlang!
    c) denglisch, unübersehbar.
    d) Ich habe den Eindruck, dass Sie etwas verkaufen wollen.
    Sollte HPB das wünschen, deaktiviere ich Ihre beiden Kommentare – Russophilus

      1. Bitte diese beiden Posts zusammenfassen. Danke!

        Ich präsentiere hier einfach zwei Bücher, anhand derer man sich in die Materie einarbeiten kann, denn einige Kommentare zeigen, dass der Themenbereich „Kataklysmus“ nicht allgemein bekannt ist. „Man“ gibt sich ja die größte Mühe, diese Informationen zu verheimlichen. Und wenn ich das richtig sehe, fußt ja der Aufsatz von HPB auch auf Arbeiten von Z. Sitchin.

      2. @ Petronella

        Danke für die ausführlichen Beiträge.
        Tatsächlich stehen in meinen Bücherregalen fast alle Velikowsky-Bücher und auch viele von Z. Sitchin. Vor Jahren gab ich mich sogar mal voll der „Katastrophen-Theorie“ hin und entwickelte geophysikalische Grundsätze, wie die menschliche Zivilisation durch geeignete Maßnahmen bei einer planetaren Nahbegegnung gerettet werden könnte.
        Das Dokument liegt bei meiner russischen Schwiegertochter, um im Gefahrenfall an den Kreml geschickt zu werden.

        Wenn man sich erst einmal ernsthaft mit den geophysikalischen und kosmischen „Randbedingungen“ der Katastrophengefahr befasst hat, schärft sich der Blick.
        Als stiller Beobachter bin ich inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass Nibiru (oder der braune Zwerg als Doppelstern der Sonne) mit der „Geburt der Athene“ und dem nachfolgenden elliptischen „Flug“ Typhons in der „Planeten-Ebene“ das Gefährlichste bereits geleistet haben. „Athene-Typhon“ wurde als Venus in die kosmische Ordnung des Solarsystems gezwungen.
        Der Auslöser der Katastrophengefahr (Nibiru, brauner Zwerg) existiert zwar noch, nicht aber mehr deren „Vermittler“ Typhon. Und dass demnächst der braune Zwerg aus dem Jupiter oder aus einem anderen, schnell rotierenden großen Planeten durch eine „Unwucht“ Masse herauszureißen vermag, dafür gibt es kein Anzeichen.
        Die „Elite“ ist da auf einem „falschen Dampfer“ unterwegs.

        Davon abgesehen stimme ich allem Anderen zu.

  15. Vorab: Die biblische Exegese ist wohl ein einigermaßen schwierig zu vollziehender fachwissenschaftlicher Arbeitsgang und für mich ein ziemlich heißes Pflaster. Ich befasse mich lieber mit Eigenschaften der Natur und deren Wechselwirkungen in Raum und Zeit – bin also kein Theologe oder Historiker und wollte mich deshalb hier heraushalten.

    Nun wird man wohl zugeben müssen, dass, auch wenn die deuterokanonischen (»apokryphen«) Bücher mit einbezogen werden, die Bibelwissenschaft sich selber Grenzen gesetzt und auf einen Standard eingeschränkt hat. Damit kastriert sie sich selber, wie es sich inzwischen auch bei den Naturwissenschaften abzeichnet.
    Zur Klarstellung: Die Bibel ist nicht Gott. Und wem dieses Buch Richtschnur und Halt bietet – sei es, denn es gibt gute Gründe, dass von den gläubigen Christen die Bibel überhaupt als vertrauenswürdiges und verlässliches Dokument verstanden wird. Darum geht es nicht.
    Spätestens seit Martin Luther ist bekannt, dass die historischen Darstelllungen des kanonisierten AT mindesten unvollständig sind. Dazu kommt, dass die meisten Schriften in orientalischen Sprachen überliefert sind oder in uralten Übersetzungen in Griechisch oder Latein. Manche Ursprünge sind schlicht nicht nachweisbar. Ebenso jene, die mit der Bibliothek des makedonisch-griechischen Königs Ptolemaios I. in Alexandria untergegangen sind oder untergehen sollten. Welche Originale sich in der Bibliothek des Vatikans befinden und welche in der geschlossenen päpstlichen Bibliothek lagern, darf geraten werden. Das gilt auch für das NT.
    Damit sollte klar die Unschärfe der Erzählungen aus historischen Zeiten dargestellt sein. Die Bibel ist deshalb eine Sammlung verschiedener Bücher und verschiedener Schriften – ursprünglich erzählt und aufgeschrieben in historischen Sprachen, deren Übertragung in eine beliebige andere, moderne Sprache niemals exakt sein kann – u. U. sogar sinnentstellend. Vielmehr ergreifen sie durch die dargestellten Einzelheiten und die Gedankentiefe prophetischen Eifer. Es ist deshalb schlicht unzulässig in Darstellungsfragen des Glaubens und der Sitten nach irgendeiner literarischen Wertigkeit zu fragen. Die Bibel hat mit historischen Ereignissen zu tun – nicht umgekehrt. Ich meine, der Beitrag von @HPB ist auch so zu verstehen.
    Dazu kommt, dass Aramäisch bzw. Hebräisch, wie andere (insbes. orientalische) Sprachen ein Verbalsystem haben, dass eine Vielzahl wichtiger, aber nicht oder nicht präzise übersetzbare Begriffe, Ausdrücke und Redewendungen beinhaltet, welche notwendiger Weise der Interpretation unterliegen. Von den unzähligen Keilschrifttexten gar nicht zu reden, deren Hinweise unser Geschichtswissen fundamental ergänzen und die keineswegs „göttlichen“ Ursprungs sind, sondern vielmehr ernüchternde Hintergründe der damaligen Staatsreligion aufzeigen. In ihnen wird auch ziemlich genau und bildhaft beschrieben, was vor und nach der großen Flut so los war und auf die umfangreichen Eingriffe „aus dem Himmel“ verwiesen und dabei von einer ganz anderen Begrifflichkeit bezüglich Gottes und Götterglauben ausgingen.
    Insoweit bedeutet dies, dass die heute vorliegenden Übersetzungen bestenfalls die Atmosphäre und den Zeitgeist längst vergangener Epochen nachbilden können. Diese sind aus heutiger Sicht nur in Grenzen faktenbasiert. Damit spielt natürlich die Chronologie der Ereignisse eine untergeordnete Rolle. Sie ergeben aber sofort ein ganz anderes Bild bei Änderung des Blickwinkels. Die Götter zu Zeiten der Sintflut sind nicht der Gott in der Bibel, sind nicht die weltschöpfende Instanz.
    Auf jeden Fall hat Herbert Gabriel in seiner jahrelangen Arbeit diesen komplexen historischen Würfel auf eine andere Seite gekippt und plötzlich wurden andere, vorher nicht sichtbare Punkte und Zusammenhänge sichtbar, ohne die Existenz der Ereignisse infrage zu stellen. Nichts anderes wollte er mit seiner Leistung erreichen.
    Ich kenne Gabriels Arbeit nur auszugsweise und oberflächlich. Deshalb danke ich @HPB sehr, wesentliches auf überschaubare Größe eingedampft zu haben, um die Geschichte Israels aus anderer, aus heutiger Sicht zu betrachten. Soweit ich das verstanden habe, war ebendas auch seine Intention.
    D.C.

  16. Zu den vielen verschiedenen Namen einer Herrscherpersönlichkeit: Das kennen wir doch auch heute noch!
    Päpste und Könige haben ihren persönlichen Namen, zB Josef Ratzinger und ihren Amtsnamen Benedikt.

    In anderen Kulturen wechseln sogar die einfachen Leute ihren Namen: Aus Mohammed wird dann Abu Hassan (Vater des Hassan, wenn der Sohn bedeutender ist als der Vater) und dann hat er womöglich noch einen Kriegsnamen „Abu Mazen“ (Chef der palästinensischen Al Fatah Mahmud Abbas) Es gibt sicher noch mehr Beispiele.

    1. Aber erstens *kennt* jeder diese Namen oder kann sie zumindest kennen und zweitens *kann* man da nachvollziehbar und valide zuordnen, was bei Hr. Gabriels Märchen kaum wirklich möglich ist.

      1. Bedeutung der inoffiziellen Beinamen und der „Übernamen“, d.h. Kose- und Spitznamen,

        … ist bislang in der althistorischen Forschung überhaupt noch nicht systematisch und zusammenfassend untersucht worden…

        Das gilt umso mehr für noch frühere Epochen. Mit Blick auf die römische Geschichte und politische Kultur in Rom sieht das teilweise anders aus. Und selbst da besteht keine absolute Klarheit.
        Prof. Dr. Klaus Freitag, Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte am Historischen Institut der RWTH Aachen [o. a. Zitat] ist das Wissen um die Reichweite dieser Aussage zu unterstellen. Insoweit scheint sich Ihre Anmerkung tatsächlich nur auf die von @Petronella benannten Beispiele zu beschränken.
        Prof. Freitag hat über 300 Personen allein aus dem griechischen Raum ermittelt, die neben ihrem eigentlichen Namen einen inoffiziellen Beinamen oder Spitznamen tragen. Die inoffiziellen Beinamen und Spitznamen sagen wenig über den Charakter oder die Gestalt des Genannten aus, sondern mehr aber über diejenigen, die die Namen erfanden, vergaben oder verwendeten. Sie ergriffen Partei, entweder für oder gegen den Namensträger. Diese Namen wurden weder vererbt noch bei Geburt vergeben, sondern traten im Laufe des Lebens oder posthum hinzu.
        Herbert Gabriel hat versucht ebendiese vorhandenen Fragmente historischen Personen, Ereignissen, Orten, Zeiträumen zuzuordnen. Seine Prämissen sind mir noch ganz klar.
        Aber eines ist schon klar: Derartige Namen [Zitat Prof. Freitag]

        … zeigen soziale Konstellationen an und sie sind Informationsträger einer sozialen Ordnung, thematisieren Handlungen oder Einstellungen und drücken eine emotionale und soziale Beziehung und Bewertung zwischen zwei Personen aus (dem Namengeber und dem Namenträger). Sie werden häufig öffentlich gemacht, sei es, dass sie im Beisein anderer erwähnt und in einer schriftlichen Form festgehalten werden. Sie sind vielfach an eine bestimmte und kleinere Gruppe gebunden, in der sie eine enge Beziehung unter Mitmenschen etablieren. Für die Gruppe der Namenverwender und Namenkenner (Polisgesellschaft, einzelne Dichter und Gelehrte, direkte Konkurrenten und Gegner etc.) wirken diese Namen integrativ.
        Ein und dieselbe Person kann in unterschiedlichen Gruppen durchaus verschiedene Bei- und Spitznamen tragen. Die Namenträger kennen ihren Namen häufig selber nicht. Sie können sie nicht einfach ablegen und haben keinen Einfluss auf die Verwendung und Verbreitung ihrer Namen.

        Sie lassen aber sehr wohl Rückschlüsse auf den Zeitabschnitt zu. Soweit ich auch @HPB verstehe, folgt seine Sortierung einer vergleichbaren Methodik.

        Diese Tatsachen, Gründe und Hintergründe sind überhaupt nicht erforscht und schon gar nicht [@Russophilus:]

        … *kennt* jeder diese Namen oder kann sie zumindest kennen und zweitens *kann* man da nachvollziehbar und valide zuordnen, …

        Ja, das gilt heute für diese beiden Namen und für unsere Generation. Diese hätte ich der Anschaulichkeit halber vielleicht auch so gewählt. Aber meine Enkel halten Benedikt für eine Comicfigur.

        Darum ging es aber nicht. Für mich ist dies, bei allem Interesse, jedenfalls problematisch mangels hinreichender historischer Kenntnisse, nicht mal in der jüngeren Geschichte – von Liebknecht bis Lafontaine mal abgesehen. Leibnitz und Lagrange sind mir da ein ganzes Stück näher.
        Insoweit sind die Hypothesen und Folgerungen Herbert Gabriels der Versuch einer zeitlichen Einordnung historischer Ereignisse und die Zuordnung derer Zeitgenossen zumindest eine, bis auf weiteres zulässige Arbeitshypothese.
        Selbstredend können Sie diese ablehnen. Als Begründung reicht dann aber nicht mehr, dass dies

        … bei Hr. Gabriels Märchen kaum wirklich möglich ist.

        .
        Ich behaupte hier ganz kühn, dass für diese Relativierung eine vergleichbare Kompetenz Ihrerseits nicht gegeben ist. Vielleicht erinnern Sie sich: Eine reine Tatsachenbehauptung reicht als These nicht, denn sie ist im Wesentlichen eine zugespitzte und (idealerweise) kontroverse Behauptung, die wissenschaftlich belegt werden muss. Ob dafür Gabriels Arbeit der gewählten Systematik und der Art der Dokumentation einer wissenschaftlichen Arbeit genügt, sei dahingestellt. Aber Ihren Beleg dafür muss ich in dem Faden hier übersehen haben. (Nagut, ist vielleicht auch nicht nötig bei gefestigter Ansicht.)
        In diesem Sektor der Forschung gelten bestimmte Gepflogenheiten offenbar nicht, weil sie i.d.R. objektiver Beweiskraft entbehren müssen. Damit haben selbst promovierte Historiker wie Prof. Dr. Freitag oder Dr. Ganser Probleme. Dafür schreiben sie Bücher – wie Gabriel. Sind sie deshalb weniger ernstzunehmen?
        Nicht alles, was wir nicht sehen, ist auch nicht nicht da. Ist so.
        D.C.

        1. Vorab: Es freut mich, dass es auch kluge Verteidiger auf HPB’s Seite gibt. Das meine ich ernst und aufrichtig.

          Und Sie haben recht: Eine mit Prof. [Irgendwer] vergleichbare Historiker-Kompetenz meinerseits ist nicht gegeben – aber Vorsicht: Was bitte bedeutet denn „Kompetenz“ … bei „geistes-wissenschaftlern“? Herzlich wenig aus der Sicht eines natur-wissenschaftlich und mathematisch geprägten Menschen, jemandes also, der Wissenschaft nahe steht und sie versteht und sehr schätzt.

          Aber zugegeben, Historiker sind nicht einfach dumm, sondern stehen grundlegenden Problemen gegenüber, die wissenschaftliches Arbeiten sehr erschweren bis unmöglich machen. Eines der schwereren Kaliber unter diesen Problemen liegt darin, dass diese Leute nur selten bis gar nicht mit eindeutig verortbarer Materie zu tun haben und wenn und insoweit es doch mal der Fall ist, so ist der Kernpunkt von Geschichte ja ein zumindest hochgradig sozial beeinflusster. Beispiel: Ausgrabungen; Da ist das Ausgebuddelte zumindest theoretisch objektiv und einordnungsfähig. „Krug, Ton (und Zusammensetzung, Machart, etc), eventuelle Zeichen und/oder Bilder darauf, usw“ – nur – und das ist ein fettes ’nur‘: Darum geht’s weniger bis nicht; worum es geht ist die *Bedeutung* und zwar innerhalb eines mehr oder weniger Komplexen Geflechts von Zusammenhängen, die meist auch noch eine ausgeprägte soziale Bedeutungs-Ebene haben.

          Oder brutal ausgedrückt: Geschichts-„Forschung“ ist nahezu durchgängig Spekulation. Letztlich war niemand (von heute) damals dort, geschweige denn mit modernen Arbeits-Mitteln.

          Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Viele das sehr interessant finden und ich anerkenne durchaus, wenn z.B. eine Gruppe von Studenten (den Damen und Herren Professoren ist das in der Regel nicht zuzumuten …) mit großem Ernst und mühevoll z.B. ein kleines Dorf des 15. Jhdts „rekonstruiert“ und dann für einen nicht unbeträchtlichen Zeitraum darin lebt, um mal ganz praktische Erfahrungen „von damals“ zu sammeln und auch manche Hypothesen einer praktischen Überprüfung zu unterziehen.

          Nur ändert das nichts daran, dass Geschichte weitgehend nichts weiter als eine (wahrlich nicht wohlriechende) Mischung aus Spekulation, Interpretation und Projektion ist.

          Und dann kommt ein Hr. Gabriel daher und verlagert die „Forschung“, weils ja noch nicht schlimm genug ist, auch noch in einen uns noch *erheblich* unzugänglicheren Bereich, ins Weltall.

          Der einzige Grund, warum ich mich ziemlich zurückhalte (bzw ernsthaft bemühe darum) ist das Bemühen um Höflichkeit sowie meine Wertschätzung für HPB, den ich wahrlich nicht für dumm halte, ganz im Gegenteil.
          Von einem Streitgespräch mit mir rate ich in diesem Bereich allerdings drängend ab.

          Mein Rat: Lasst es friedlich rollen und verteidigt gerne auch HPB (das meine ich ernst; ich freue mich über Unterstützung für ihn) und diskutiert friedliebend und soweit möglich konstruktiv dazu, aber verzichtet darauf, gegen Zweifler anzugehen!

          Abschließend: „Nicht alles, was wir nicht sehen, ist auch nicht nicht da“ – Absolut, Zustimmung. Nur ist das hier nicht der Punkt.

  17. Ich habe jetzt hier einige Tage lang mitgelesen und erlaube mir jetzt eine abschliessende Bewertung.

    Ich halte es für falsch, wenn man alte Überlieferungen und Legenden mit Geschichtsbüchern verwechselt. Das ist m.E. das, was HPB und vielleicht auch Gabriel tut. Man muss sie vielmehr als Poesie verstehen, denn als solche wurden sie geschaffen – nämlich um sie an Lagerfeuern zur Unterhaltung der Menschen zu erzählen. Geschichtsschreibung ist etwas Anderes, nämlich die akribische Protokollierung irgendwelcher Vorgänge (meist aus der subjektiven Sicht des Siegers, aber das ist ein anderes Thema).

    Vor Heinrich Schliemann wussten das auch alle Wissenschaftler. Man sah zum Beispiel die Überlieferungen von Homer über das Leben des Odysseus als Märchen an, ähnlich wie irgendein Holywood-Film, bei dem im Nachspann steht „Die Geschichte ist frei erfunden, jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig!“ Schliemann ist wegen seiner Ansicht, dass es wirklich ein Troja gegeben haben könnte, lange Zeit von Allen ausgelacht worden.

    Als aber die Grabungen in der heutigen Türkei tatsächlich erfolgreich waren, man dort tatsächlich auf Ruinen stieß, von denen Schliemann annahm, dass es die Ruinen von Troja sein könnten, wurden die Lacher verlegen. Wie so oft hat man danach völlig übertrieben, um den vorherigen Fehler in Zukunft zu vermeiden: Von diesem Zeitpunkt an hat man versucht, jedes Zipfelchen von Mythos ernst zu nehmen und als Geschichtsschreibung misszuverstehen. HPB und Gabriel sind ein Beispiel für diesen Ansatz.

    Inzwischen hat man aber herausgefunden, dass die Ruinen, die Schliemann ausgegraben hat, mitnichten die des alten Trojas gewesen sind. Es sind die Ruinen einer anderen Stadt, die viel später an der gleichen Stelle aufgebaut wurde. Und nicht nur das: Zwischen dieser gefundenen Stadt und dem wirklichen Troja liegen noch eine zweistellige Zahl von anderen Städten. Erst wenn man an all diesen Ruinen vorbei buddelt, stößt man auf die Steine des alten Trojas. Alles das, was man dachte, als Schliemann seine ersten Steine ausgegraben hat, alles vermeintliche Wiedererkennen des trojanischen Stadtplans und so weiter war eine Illusion, die inzwischen von der Archäologie wiederlegt wurde.

    Ähnlich düfte es auch bei dem sein, was Gabriel schreibt.

    Nur ein kleines konkretes Beispiel:

    In der Ilias ist davon die Rede, dass irgendwann ein Volk von Zentauren, also Lebewesen mit einem menschlichen Oberkörper auf dem vierbeinigen Unterkörper eines Pferdes, in das Kriegsgeschehen eingreift. Es gibt aber keinerlei archäologische oder biologische Hinweise darauf, dass solche Lebewesen jemals existiert hätten. Würde man diesen Absatz ernst nehmen, müsste man ganz Anatolien auf den Kopf stellen, um die Skelette solcher Lebewesen endlich zu finden und damit die Richtigkeit der Homerschen Erzählung zu beweisen. Das tut man aber nicht, weil man erkennt, dass es sich bei der Beschreibung dieser Lebewesen um reine Poesie handelt. Was es damals wohl wirklich gab, waren irgendwelche Nomadenvölker mit Pferden. Damit, dass Homer sie als Zentauren, also Mischwesen, beschrieb, brachte er zum Ausdruck, dass diese Nomaden das Reiten perfektioniert hatten und im Umgang mit den Pferden sehr geschickt waren. Das ist sehr poetisch, aber eben nicht mit der Schilderung eines Biologen zu verwechseln, der eine neue Insektenart entdeckt, die man bisher noch nicht kannte.

    Eine Verwechslung dieser Art unterläuft meiner Meinung nach HPB (und möglicherweise auch Gabriel) bei seiner Suche nach dem, was er für „alte historische Tatsachen“ hält. Das ist meiner Meinung nach ähnlich sinnvoll, wie wenn man anhand von alten Perry-Rhodan-Heften ein Raumfahrtprogramm planen würde.

    Es ist Poesie, keine Geschichtsschreibung!

    1. @ Geduldsfaden

      Bei Ihrem Verweis auf die Zentauren dachte ich unwillkürlich an die Kimmerer und den „Kimmerersturm“. Jenes berittene Volk, das aus dem Nordkaukasus-Raum kommend, ins Hochland von Iran und Kleinasiens einbrach und dort enorme Verwüstungen anrichtete. Den Überlieferungen nach geschah das zwischen der griechischen Heroenzeit und der klassischen griechischen Antike. Angesichts der Zerstörung des phrygischen Reiches und dessen Hauptstadt Gordion hielten damalige Historiker die Kimmerer für Ausgeburten der Hölle, weil sich bislang kein indoarisches Zuwanderer-Volk (wie die Gutäer, Meder oder Phryger) je so destruktiv aufgeführt hatte.
      (Das „riecht“ übrigens nach einem „Inside-Job“ im Dienste bestimmter „Interessenten“ für eigene Machtentfaltung.)

      Aber noch zur „Lagerfeuer-Poesie“, einem durchaus verlockendem Gedanken. Ich überspitze das mal kräftig!

      1. Es gab also „damals“ die „Lagerfeuer-Poesie“, in der deftige Erzählungen über allerlei Abenteuer, die Amazonen, die Zentauren, die Gorgone, Halbgötter wie Herakles und Perseus und auch die Götter erzählt wurden. Das konnte aber nur gedeihen, wenn es auch persönlich Erlebtes in der Runde mit berührte.
      Wissen und Erzählungen wurden von Generation zu Generation weitergegeben, fan d immer wieder interessierte Zuhörer und erhielt ständig neue Ausschmückungen.
      Überdies gab es noch anderes Wissen, das die Weisen, Priester und Schamanen hüteten und das den Lagerfeuer-Poeten nur bruchstückhaft oder nebulös bekannt war.

      2. In der Zeit der babylonischen Gefangenschaft der weltlichen und religiösen Elite Judäas / Jerusalems wurden die Weisen und Gelehrte aus irgendwelchen Gründen (die hier nicht interessieren sollen) zusammengerufen, um als Autoren-Kollegium ein „Testament“ aufzusetzen. Sie verfügten über eine Unmenge an Stoff aus der „Lagerfeuer-Poesie“ und anderen Quellen, der hinsichtlich Wahrheit und Bedeutung selektiert, gefiltert und geordnet werden musste.
      Offenbar stand der Allwissende den Autoren bei, denn er ließ keinerlei Abirrungen ins Falsche zu und unterband jegliche sachfremde Erwägung oder Einflussnahme.
      Als Endprodukt entstand ein reiner Quell von Weisheit und Wahrheit.

      3. Und dann kommen Leute wie Herbert Gabriel daher und trüber durch ihre Zweifel die reine Quelle mit „Lagerfeuer-Poesie“, wodurch deren Endprodukte nicht über das Niveau von „Lagerfeuer-Poesie“ hinaus kommen.

      Wie gesagt, alle sehr zugespitzt und daher auch nicht korrekt, gewiss nicht Ihrer Absicht folgend. Die ganze „Angelegenheit“ ist sehr, sehr vielschichtig.

      1. Zu 1): Nein, es ist nicht so, dass mündliche Überlieferungen nur dann „gedeien“, wenn der Hörer es mit persönlich Erlebten in Einklang bringen kann. Haben sie schon einmal ein Haus gesehen, das aus Lebkuchen gebaut war?

        Ansonsten stimme ich Ihnen zu, dass deswegen, weil ein bekannter Autor namens Moses seinen Namen drunter setzt, diese Lagerfeuergeschichten nicht wahrer werden als andere. Ich sehe die „Lagerfeuergeschichten“ aus der Bibel durchaus als gleichberechtigt (oder besser: gleich-un-berechtigt, was eine Interpretation als Geschichtsschreibung angeht) an wie z.B. die Geschichten von Gabriel oder Homer oder auch René Goscinny. Unterhaltsam, bestenfalls zum Denken anregend, aber eben nicht historisch. Zweifellos gab es eine Stadt namens Troja und zweifellos gab es Menschen dort, die diese Stadt aufgebaut und verteidigt haben. Genauso wie es auch gallische Dörfer an der Atlantikküste gegeben hat. Ob aber ein Hinkelsteinproduzent mit blau-weiss-gestreifter Hose wirklich gelebt hat, darf aber durchaus angezweifelt werden.

        1. Über die „Lagerfeuer-Poesie“ im Altertum als Quelle für Unterhaltung und Kultur damals streite ich nicht.
          Aber „Einklang“ trifft es nicht voll. Um sich solchen Erzählungen mit starkem Interesse oder gar Enthusiasmus hinzugeben, waren Spannungseffekte und das persönliche Erleben berührende „Aspekte“ dienlich.
          Vermutlich reichte schon eine detaillierte Beschreibung des Äußeren der Gorgone aus, um bei den Teilnehmern Erinnerungen an schreckliche Begegnungen mit Schlangen wachzurufen und sofort das Wort zu ergreifen, um von eigene Abenteuern zu berichten, die wiederum Andere zu ihren Berichten und Erzählungen „anstifteten“

          Übrigens – im Irak hatten wir auch so manches „Lagerfeuer“ (mit Arak-Bowle), wenn es an freien Tagen nicht hinaus zu kulturellen Exkursionen ging.

  18. Berichtigung
    … Herbert Gabriel hat versucht ebendiese vorhandenen Fragmente historischen Personen, Ereignissen, Orten, Zeiträumen zuzuordnen. Seine Prämissen sind mir noch nicht ganz klar. … Entschuldigung.
    D. C.

  19. Es ist grundsätzlich positiv zu sehen,wenn hier Gedanken veröffentlicht werden, die von den üblichen Wegen abweichen.

    Unser Russophilus hat in dieser Hinsicht schon häufig entsprechende Artikel verfasst, die tief in das bei jedem Menschen anders geartete System persönlicher Werte oder des Glaubens eingreifen.

    Wer derartiges aufnimmt, wird dabei zu etwas besonderem angeregt: Zum Denken!
    Plötzlich mal fest verdrahtete Denkweisen zu überprüfen betrachte ich als Geschenk! Warum?
    Mir fehlen dazu sowohl Kenntnisse als auch Fantasie. Jetzt wird hier plötzlich am persönlichen Weltbild gerüttelt,dabei gibts für mancherlei Unerklärliches sogar eine halbwegs logische Lösung.
    Weiß nicht,wie es hier den Kollegen geht (vermutlich ähnlich), aber bei mir beginnt der Kopfcomputer dabei kräftig zu arbeiten.

    Kann es was schöneres geben als bisherige „Tatsachen“ als blosse Gedankenspiele anderer Leute zu sehen? Sein eigenes Weltbild dabei zu überprüfen und zu ändern ?
    Gehört derlei nicht einfach zu dem,was „Leben“ genannt wird?

    Für mich gehört dies zu den Gründen, hier zu sein!

    Deshalb mein regelmässiger Dank an Russophilus und hier an HPB.

    1. @Roland K., einen ganz ähnlichen Kommentar war ich gerade im Begriff auszubrüten. Nun ist es einfacher, sich dem Gesagten/Geschriebenen anzuschließen.
      Trotzdem auch von mir vielen Dank an HPB für den anregenden Artikel und an Russophilus für das Einstellen.
      Weil übermorgen der 6. Januar ist, möchte ich an eigenen Gedanken folgendes hinzufügen:
      Bei den Buddhisten gibt es ja bekanntlich die Tradition, den wiedergeborenen Dalei-Lama nach seinem Tod in einem neu geborenen Sohn irgendeiner x-beliebigen Frau wiederzufinden. Es werden Mönche ausgesandt um nach Zeichen zu suchen, die die Reinkarnation anzeigen. – Kurzer Schwenk – Als „heilige drei Könige“ oder „Weise aus dem Morgenland“ bezeichnet die christliche Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums (Mt 2 EU) erwähnten „Sterndeuter“ (im griechischen Ausgangstext Μάγοι, Magoi, wörtlich „Magier“), die durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden. Ich will das nicht weiter vertiefen, sondern nur auf die Parallelen hinweisen: 3 Suchende aus dem Osten (dem Morgenland) nehmen einen Stern als Hinweis für die Geburt ihres „Königs“… Alles Gute zum Neuen Jahr 2024 an das Dorf!

  20. Einer geht noch.
    @Geduldsfaden vom 02. Januar 2024 um 13.14 Uhr. Ich habe mir erlaubt, Ihre Schlussfolgerung als Input für nachstehendes Gedankenkonvolut zu nehmen.

    … In der Ilias ist davon die Rede, dass irgendwann ein Volk von Zentauren, also Lebewesen mit einem menschlichen Oberkörper auf dem vierbeinigen Unterkörper eines Pferdes, in das Kriegsgeschehen eingreift. Es gibt aber keinerlei archäologische oder biologische Hinweise darauf, dass solche Lebewesen jemals existiert hätten

    .
    Letzteres ist natürlich richtig. Aber besichert ist auch das nicht. Man sollte nämlich nicht vergessen das Homer kein Historiker oder Archäologe war, sondern ein Dichter und Literat.
    Es ist legitim, sich bildhafter Ausdrucksweise zu bedienen, um ein Anliegen darzustellen ohne permanent mit dem Zeitgeist zu kollidieren. Das war damals nicht anders, als es heute ist. Insoweit muss der Inhalt kritisch hinterfragt werden. Immerhin ist festzustellen, dass Homers Werk die Jahrhunderte überdauert hat. Dafür gibt es gute Gründe.
    Leider wird der Inhalt seiner Werke, wie auch die des übrigen runden Dutzends seiner Zeitgenossen mangels anderer Quellen gerne für bare Münze genommen. Alle zusammen lebten etwa zur gleichen Zeit. Insoweit muss nach rund 2500 Jahren auch unklar bleiben, wer der tatsächliche Verfasser des Originals war und welcher ursprünglichen historischen Quelle dieser folgte bzw. wer von wem abgeschrieben hat.
    Man muss auch sehen, dass die historischen Quellen schon damals stark fragmentiert gewesen sein dürften und entsprechende Interpretationen notwendig waren.
    Heute sind wir gezwungen mangels anderer Quellen diese Interpretationen zu interpretieren und da findet beispielsweise eine Sonnenfinsternis schon mal in der Turnhalle statt.
    Es gab auch damals nicht nur Historiker, sondern eben auch Schreiber und Erzähler und Abschreiber und Nacherzähler. Auch daran hat sich über die Zeiten nichts geändert. Wer will/kann da heutzutage differenzieren? Ich jedenfalls nicht.

    Der Begriff „Zentauren“ impliziert zunächst nichtmenschliche Individuen. Es gibt aber auch noch eine Reihe anderer, evt. plausiblere Ansätze. Zum Beispiel:
    Bei einer Reiterarmee ist der Unterschied von Ross und Reiter mit zunehmendem Abstand und besonders frontal nicht mehr auszumachen und sie erscheinen als einheitliche Gestalt. Unbestritten ist der erhebliche Vorteil eines berittenen Kämpfers gegenüber einem Soldaten zu fuß. Also könnte ein angsteinflößender Zentaur auch die bildhafte Beschreibung eines heranstürmenden, berittenen Kriegers zugeordnet werden. Wenn man die unzähligen Darstellungen im Internet betrachtet, liegt dies nahe. Den berittenen Horden eines Dschingis Khan wird ja eine ähnliche Wirkung nachgesagt. Und deren Knochen findet man sehr wohl, auch zusammen mit Speer, Pfeil und Bogen. Und hier sieht man das auch sehr schön.:
    XXXX://external-content.duckduckgo.com/iu/?u=https%3A%2F%2Ftse4.mm.bing.net%2Fth%3Fid%3DOIP.gazTsdtt9MDCqv5xF0MN3wHaE0%26pid%3DApi&f=1&ipt=c1eb6a3842220b9a41983860faa8d9d684d68d9d420bc1dd33000f761834c5e2&ipo=images

    Oder fragen Sie doch mal eine Halbwüchsige (unter 8 Jahre) was ein Dampfross ist…
    Als Antwort die Bezeichnung für eine kohlebeheizte Lokomotive dürfen Sie da nur ausnahmsweise erwarten, denn diese Metapher ist fast nur noch den Alten geläufig. Dabei sind solche Loks noch nicht aus dieser Welt verschwunden. Für meine Urenkelin war das Dampfross zunächst die witzige Bezeichnung für ein nach einem Ausritt schwitzenden Pferdes an einem kühlen Tag, das sofort abgetrocknet werden muss.

    Zum Ursprung des Zentaur ist mir aus der Schulzeit erinnerlich, dass nach dem Historiker Diodor die Götter bei einem Saufgelage nicht nur den Olymp vollgekotzt haben sollen. Diodor berichtet nämlich auch, dass Ixon, der König von Thessalien bei so einer Fete die Hera gev… äh, belästigt haben soll und diese beim Zeus sich heulend beschwerte, dass sie wohl nun einen Bastard zu Welt bringen würde. Dieser Nachkomme hat sich angeblich später mit den Stuten Magnesias gepaart und damit die Zentauren geschaffen…
    Hehe, was ist das denn? Ein Hinweis auf Sodomie bei Göttersöhnen? Ähm, wer gleich ist Diodor und ist dieser nach der Geschichte glaubhafter als Velikovski, Sitchin, von Däniken oder Gabriel und all die anderen, die sich auf Grund ihrer Schlüsse an eine Interpretation wagen und dazu auch stehen???
    Ich könnte das nicht und werde mich hüten, da zu werten oder zu bewerten, denn ich weiß nämlich auch bloß nichts weiter als die Legenden aus fünfter bis neuzehnter Hand.

    Nun ja, an anderer Stelle schreibt Diodor entschuldigend auf, dass die Zentauren aus einer Wolke (???) geschaffen wurden. Aha. Mir fällt da sofort die symbolhafte Darstellung des Internets ein. Also, was genau sollte da an das Licht der Welt gebracht werden? Wofür steht der Zentaur? Welche Informationen wollte Diodor für die Nachwelt erhalten, wenn er sich solche Mühe gab der Kern zu verschleiern?
    Wenn man nun um die Entstehung des Amphiktyonenbundes (Suche u. a. Amphiktyonien im antiken Griechenland) weiß und diesen Bund in der griechischen Landschaft, die da auch Magnesias heißt, verortet und dessen größte Stadt Iolkos (heute Gemeinde Volos) war, ist es leicht eine Verbindung zu anderen historischen Ereignissen und den Götterfiguren herstellbar, die nur wegen des Einsatzes vergleichbarer literarischer Mittel die Zeiten überdauern konnten. Der Amphiktyonenbund hat nämlich nachweisbar von den ersten Anfängen hellenischer Zivilisation bis zum Untergang der griechischen Freiheit bestanden. Wo sonst noch sind darüber Informationen und Daten zu finden? Der Götterkult wäre demnach die (literarische) Krücke in der Art, wie ich sie in einem anderen Beitrag kürzlich beschrieben habe.

    Und noch ein anderer Aspekt zu diesen „Lebewesen“.
    Der fehlende archäologische Hinweis schließt deren vormalige tatsächlichen Existenz nicht zwingend aus. Wir haben es hier bis zum finalen Beweis mit Wahrscheinlichkeiten zu tun, sehr weit ab von Gewissheiten/Wahrheiten.
    Beispiel: Wer kann mit Bestimmtheit sagen, dass das Knochengerüst eines Zentaur zwingend aus Calciumverbindungen bestanden haben muss und nicht etwa aus Chinin? Möglich ja, denn es wird immer nur auf die Physiognomie dieser Gestalten abgestellt und nie auf deren Anatomie. Waffen, also die Speere bzw. Pfeil und Bogen werden dagegen regelmäßig ausgebuddelt. Kriegerleichen eher selten. Vielleicht noch die Münze vom Sold, falls es den vor 2.500 Jahren schon gab….
    Und nicht zuletzt: Selbst die Annahme, dass unser heutiges Pferd evolutionsbedingt vom Wildpferd abstammt, ist schon längst nicht mehr unstrittig. Was zu der Spezies der Wildpferde geführt hat, ist nämlich völlig unklar. Insoweit gibt es hier einen völlig anderen Ansatzpunkt:
    Wenn wir also einen Schöpfungsakt nicht ausschließen wollen oder können, muss auch eine Abwärts- oder Seitwärtsentwicklung möglich sein. Ist also denkbar, dass das heutige Pferd genetisch dem Zentaur folgt? Unmöglich?
    Naja, nur zwei Fragen dazu:
    1. Welches pferdeähnliche Tier, außer Esel und Zebra, ist sonst noch ein Einhufer?
    2. Warum wird der etwa hundegroße Hyracotherium noch heute als Vorfahr des Pferdes angesehen, wenn der doch mehrere Zehen hatte? Aus physiognomisch/physikalischer Sicht war das ziemlich nachteilig. Ein Huf wächst nämlich nach wie ein Fingernagel und ist deshalb für ganz andere Belastungen geeignet, als eine Pfote mit Hornhaut und zwei oder mehr Zehen oder Krallen. Fragen der Unterschiede der Ernährung/Verdauung und der Gehirnmasse und -funktionen stellen sich bis hierher noch gar nicht. Geschmackssinn, Geruchssinn, Gesichtssinn (Gemüt) sind gerade bei Pferden sehr ausgeprägt und unterscheiden sich von anderen Vierbeinern teilweise erheblich. Was passt da nicht?
    Alles unzulässige Fragen?
    Ob diese fabelhaften Lebewesen überhaupt real waren und genauso aussahen, wie auf irgendwelchen Darstellungen als menschlichen Oberkörper auf dem vierbeinigen Unterkörper eines Pferdes ist solange fraglich, wie so ein Ungetüm nicht Modell gestanden hat. Das ist aber nicht relevant, wenn davon ausgegangen wird, dass die bildhafte Darstellung sowieso nicht stimmen kann – etwa wie bei einer Kinderzeichnung, bei der jedes Kind eine andere Vorstellung von einer Eisenbahn hat, die zwar als Lok und vier Wagen beschrieben wird und in der Folge vier verschiedene Bilder gemalt werden, die Lok und Waggons sicher erkennen lassen, aber dennoch erhebliche Unterschiede aufweisen dürfte, selbst wenn die Beobachtung gleichzeitig erfolgte. Wer alles hat also den Zentaurus gesehen und beschrieben bzw. gemalt. Was war zuerst da: Die Idee oder die Beobachtung, oder das Bild oder der Bericht?

    Nun findet sich auch noch so eine Art Antipode, der Minotaurus – eine Wesenheit in Menschengestalt mit Kuhkopf aus dem gleichen Kulturkreis stammend. Ich bin ziemlich sicher, dass es da Zusammenhänge geben muss, die dieser der Unterschied ausdrücken soll. Und nicht zu vergessen dabei den Faden der Ariadne… … … … …
    Ein Stückchen weiter weg gibt es die hinduistische Göttin Durga, eine schöne Frauengestalt mit vielen Armen. Spätestens da sollte die ausschließliche Symbolik dieser Gestalten augenfällig werden: Der Name Durga bedeutet nämlich „die schwer Zugängliche, die schwer zu Begreifende“ . Es geht also nicht um diese Wesen an sich, sondern um die damit verknüpfte Symbolik, die sich dem gegenwärtigen Zeitgeist nicht (mehr) erschließt.
    Es stellt sich nun mehr die Frage, warum ein Ereignis oder eine Ereigniskette und die darin handelnden Induviduen überhaupt in einer Symbolik verborgen werden muss. Werden hier zyklisch auftretende Ereignisse und Entwicklungen beschrieben, deren Ursachen, Auftreten und Auswirkungen zwar für den Zeitgenossen klar waren, nicht aber deren Nachfahren? Mussten dafür „Götter“ herhalten? Wahrscheinlich ja, denn Götter waren seinerzeit Handlungsbestimmend. Damit liegt auch nahe, dass alle diese Figuren einer interpretationsbedürftige Agenda folgten, die unserer neuzeitlichen geistigen, glaubensfernen Prägung nicht liegt, aber bis dato erhalten blieben. Wie und unter Verwendung welcher vergleichbaren Mittel würden wir den Zeitgeist beschreiben und die Erfahrungen aus der zu Ende gehenden Epoche? Ganz sicher anders, als ein Russe, ein Pole, ein Grieche, ein Palästinenser, oder Jude oder XYZ. Wirklich?

    Fazit:
    Wir wissen also eher nicht um die Bedeutung der erhaltenen Fragmente der Antike, deren Geschichte, ihrer Beschreibungen oder Vergleiche. Wir haben keine Ahnung, warum welche Art von Eigenschaften diesen Fabelwesen zugeschrieben wurden. Tatsächliche Ergebnisse einer Schöpfung oder evolutionären Entwicklung sind sie eher nicht. Wir wissen eigentlich nur wenig Belastbares. Aber wir haben jeden Menge Stoff für Spekulationen über historische Figuren und Zusammenhänge. Wir haben aus zurück liegender Zeit nicht viel mehr als Mythen, Sagen und Märchen Wir haben Zeitdokumente auf Papyrus und Stein, wir haben Hieroglyphen und Keilschriftzeichen. Aber wir sehen uns derzeit außerstande von allen möglichen Denkergebnissen auch nur einen einzigen Aspekt mit höherer Wahrscheinlichkeit herauszufinden. Warum blieben bestimmte Dinge erhalten und andere, ur-ur-uralte nicht?
    Vielleicht hilft bei dem Wust von Informationen irgendwann eine „Ka-Ih“ Ordnung hineinzubekommen. Bis dahin ist es schlicht unzulässig alle anderen Ansichten pauschal als Phantasieprodukte zu disqualifizieren.
    Aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung.
    Ich habe keine Ahnung.
    Keine.
    Punkt.
    D.C.

    ————————————————
    Formatierung ausgebessert; der halbe Beitrag war fett, Sie aber wollten doch nur ‚Dampfross‘ in fett, nehme ich an – Russophilus

    1. Sehr schön geschrieben. Leider habe ich den Link nicht zum Laufen gebracht.

      Nur die Verwendung von „Phantasie“ und „disqualifizieren“ in einem Satz brnch. Jemand, der sich solche Epen auszudenken in der Lage ist, hat durchaus meinen Respekt, auch wenn wirklich überhaupt nichts davon wahr wäre. Was ich ja nie behauptet habe. Irgendwelche Leute wird es im Alten Troja schon gegeben haben, und wenn wir Zeitmaschinen hätten, könnten wir auch all die anderen Epen auf ihren wahren Kern hin untersuchen.

      Für die Entstehung der Beschreibung von Fabelwesen wie den Zentauren gibt es in der Tat gar viele Thesen. Eine davon (stammt nicht von mir, habe es mal irgendwo gelesen) ist, dass es damals bei den meisten Völkern noch nicht üblich war, Pferde zu zähmen und darauf zu reiten. Irgendwann hat dann mal jemand damit angefangen, und irgendwann ist dann so eine berittene Horde einem Volksstamm begegnet, der so etwas noch nie gesehen hat. Logisch, dass diese Leute dann dachten, Pferd und Reiter wären eine Einheit, ein nie zuvor gesehenes Lebewesen, und das später dann ihren Enkelkindern so erzählten.

      Und es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Diejenigen, die die Zentauren zuerst beschrieben haben, könnten schlicht und einfach Seelenverwandte von Claas Relotius oder Konrad Kujau gewesen sein. Also jemand, der in irgendeiner Währung (und sei es auch nur Hochachtung und Applaus) dafür bezahlt wurde, möglichst beeindruckende Geschichten zu erzählen, und es dabei mit der Wahrheit nicht so genau genommen hat.

      Umberto Eco hat zu diesem Themenkomplex einige sehr schöne Romane geschrieben, zum Teil über Lebewesen, die den Mund auf dem Bauch hatten, oder Lebewesen, die nur einen einzigen riesigen Fuß hatten, auf dem sie durch die Welt hüpften, und vieles Andere mehr.

      Aber ich glaube, wir laufen Gefahr, uns vom Thema zu entfernen … die Zentauren sollten ja nur als Beispiel dienen.

      1. Was die Zeitmaschinen betrifft macht es mich immer wieder richtig wütend, dass die Leute, die diese in Zukunft benutzen um historische Epen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, nie daran denken, ihre Prüfergebnisse mit denen (z.B. uns) zu teilen, die (wir) noch nicht über Zeitmaschinen verfügen.

        1. Warum sollten sie? Wenn schon, dann kommen sie in unsere Zeit, um z.B. herauszufinden, wieviel von den uralten Geschichten über einen Wechsel von einer Unipolaren Welt hin zu einer Multipolaren Welt ein wahren Kern haben, ob es wirklich einmal eine NATO gab und wer dieser Putin in Wirklichkeit gewesen ist. Das ist für sie viel interessanter.

          Hätten wir eine Zeitmaschine, würden wir ja auch nicht irgendwo ins achte Jahrhundert fahren, um den damals lebenden Menschen zu erzählen, was wir über Jesus Christus herausgefunden haben.

            1. Achtung, Konjunktiv im gesamten letzten Absatz!

              WENN wir eine Zeitmaschine HÄTTEN, dann bin ich sicher, die ersten Reisen würden sich mit der Religionsgeschichte befassen, also Moses und Jesus Christus. Da drüber sind schon viele Romane geschrieben und Filme gedeht worden …

              Erst viel später würde man dann vermutlich auf die Idee kommen, Homer und Gabriel zu überprüfen.

  21. Censorinus läßt uns im 3. Jh vor Christus wissen: „Nach Varros Bericht gibt es nämlich drei Zeitalter der Geschichte: Das erste reicht vom Beginn der Menschheit bis zum ersten Kataklysmos, und da man über diese Zeit nichts weiß, heißt sie die ‚ungewisse‘. Das zweite Zeitalter geht vom ersten Kataklysmos bis zur ersten Olympiade, und weil aus dieser Zeit viel Sagenhaftes berichtet wird, nennt man sie die ‚mythische‘. Das dritte Zeitalter dauert von der ersten Olympiade bis auf unsere Zeit, das sogenannte ‚historische‘, da ihre Geschichten durch echte historische Überlieferung erfaßt sind.“

    Die Geschichte spielt also im mythischen Zeitalter, von dem wir eben nur Sagebhaftes wissen können. Es ist für mich schon erstaunlich, wie die Mythen der Völker sich ähneln. Vielen Dank für die Essenz des umfangreichen Werkes des Herrn Gabriel.

    Es gibt von Gunnar Heinsohn ein interessantes Buch: „Die Erschaffung der Götter“, das Thema Katastrophismus vs. Aktualismus wird dort ausführlich behandelt, ebenso wie die Ähnlichkeiten der Mythen.

  22. Hier sind noch einige, vor allem machtpolitisch zentrierte und durchaus strittige „Nebengedanken“, die mir beim Text-Verfassen anfielen. Liebe Gläubigen, bitte versteht das nicht als Angriff auf Euern Glauben. (Es geht um religiöse und weltliche Macht.)

    Um zu verstehen, welche Umstände zur Entstehung des Alten Testament führten, lohnt ein erweiterter Blick.
    1. Welche Erfahrungs- und Wissensquellen besaßen die Zeitgenossen des Altertums, die für einen Gott im Himmel sprachen?
    Da war erstens das Wissen, dass der sumerische Großkönig und Gott in Anschan / Aratta residierte. Um zu Anu zu gelangen, musste man aus dem Tiefland durch die Wolken in den Himmel steigen, wobei bspw. im Zagros-Gebirge Pässe in zwei- bis dreitausend Meter Höhe zu meistern waren.
    Zweitens gab es das generationen-übergreifende Wissen über gefährliche Kometen als Repräsentanten kosmischer Macht, deren Auftauchen und Annähern die Gefahr von Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Blitzen, Fluten oder Bränden barg
    Drittens fanden regelmäßig Feste statt, wenn die kosmische Ordnung ungestört, den Göttern sei Dank, verlief und der gewohnte Sonnenlauf der Jahreszeiten das Erblühen und Wachsen aller Lebensquellen verhieß, wozu auch die regelmäßigen Hochwasser der großen Ströme (Nil, Euphrat, Tigis u.a. m.) gehörten.

    2. Was kennzeichnete die „geopolitische“ Situation?
    Seit Isaaks Magan-Zug waren schon mehr als 250 Jahre vergangen. Überall in den Siedlungsgebieten der 12 Stämme (der Israeliten) waren Heiligtümer für Jahwe-entstanden, in denen Priester die Verbindung der Gläubigen mit Gott stärkten. Einen mächtigen Staat zwischen Euphrat und Nil hatte es nur für kurze Zeit gegeben. Im Machtkampf zwischen Ägypten und Amurru, später den hethitischen, assyrischen und neubabylonischen Herrschern standen Israel und Judäa unter wechselnden äußeren Einflüssen.
    Dann wurde das wirtschaftlich und kulturell höher entwickelte Land Israel mit seinen 10 Stämmen durch „die Stiere von Assur“ (Assurbanipal?) erobert. Die zehn Stämme wurden gemäß der Überlieferung nach Norden deportiert und entschwanden dem Blick der judäischen Zeitgenossen für immer. Ein kleiner wohlhabender Bevölkerungsteil Israels konnte sich südwärts ins ärmliche Judäa retten und verschaffte dem Kleinstaat um Jerusalem eine späte wirtschaftliche und kulturell Blüte.
    Noch während der Großreichs-Phase Assyriens besuchte eine babylonische Abordnung Jerusalem, um die Möglichkeiten eines politischen und militärischen Bündnisses gegen Assyrien zu erkunden. König Hiskia zeigte den babylonischen Delegierten sogar sein Schatzhaus, um die Stärke seiner Macht zu unterstreichen.
    Als Nebukadrezzur das neubabylonische (chaldäische) Reich errichtete, war das Wissen um die Reichtümer des Schatzhauses in Jerusalem noch nicht vergessen. Der babylonische Herrscher eroberte Judäa, nahm die Schätze in Besitz und entführte die weltliche und geistliche Elite des Landes in die „babylonische Gefangenschaft“.

    Für die judäischen Exilanten war die Lage prekär, obwohl sie in Babylon wie vornehme Geiseln behandelt wurden. Nachrichten, Botschaften aus der und an die Heimat blieben selten. Was würden die führungslosen Bauern und Handwerker ohne ihre Elite tun? Was würde aus deren Ansprüchen auf Macht und Reichtum aufgrund von Geburt und Erbe werden? Was aus ihren Pfründen?
    Je länger sie in Babylon festsaßen, desto größer wurde die Gefahr, dass den Daheimgebliebenen eine neue Elite entwuchs, die keine Achtung vor den älteren Ansprüchen hatte und sich womöglich deren Rechte aneignete.
    Obendrein war das Los des einfachen judäischen Volkes unter der Last babylonischer Tribute und Steuern vielleicht sogar weniger schwer als unter dem Joch der einheimischen Elite? In diesem fatalen Fall bestand die Gefahr, als Parasit am Volkskörper wahrgenommen zu werden, dessen Rückkehr unerwünscht war?!

    3. Fazit (Achtung – sehr spekulativ)
    Es gab vermutlich viele Motive, um in wirksamer Weise den eigenen Führungsanspruch in der Ferne des Exils zu fundieren und zu stärken (sicher auch hehre Motive). Und das konnte nur mit Gottes Hilfe und einer guten Erzählung gelingen. Deshalb bedurfte man der Abkunft von Helden der Heroen-Zeit oder der alten Volksgötter. Man musste dazu (nur) die eigene Geschlechterfolge durch Verlängerung der Lebensalter, durch Verdrehungen und Einschübe in die Filiation (Vater-Sohn-Folge) und andere Tricks in die ferne Vergangenheit strecken und dazu noch Begegnungen mit Gott einfügen. Es war nicht so, dass Gott den Redakteuren des Kollegiums beratend zur Seite stand, sondern man berief sich allenthalben auf ihn, um die Ansprüche mit göttlicher Autorität auszustatten, die für „normale Sterbliche“ unantastbar sein und bleiben sollten. (So kann man das Geschehen aus der Perspektive Lion Feuchtwangers beschreiben.)

    Wie erfolgreich Macht-Usurpation und Thronraub verlief, erlebten die Exilanten in Babylon gerade unter der Herrschaft Nebukadrezzurs. Ihm war nicht nur die Machtergreifung im südöstlichen Mesopotamien gelungen, er hatte auch Assur samt Semiramis an sich gebracht, zudem Israel und nun auch noch Judäa. Gegen die rohe Gewalt des babylonischen Herrschers war das „Testament“, so fein es auch erdacht war, einfach nur wirkungslos. Aber für das gewöhnliche Volk in Judäa und Israel, die Jahwe-Gläubigen, sollte es wohl genügen, um zu gegebener Zeit dort wieder die Zügel der Macht zu ergreifen und Opponenten in die Schranken zu weisen.

    1. Zur ersten Frage sei noch erwähnt, dass E. Landmann bei seinen Sprachforschungen in vielen modernen Sprachen (und deren älteren Versionen) den begrifflichen Bezug zum althochdeutschen „Ur-Gott“ fand. Jenem Gott, der als allmächtig, allgegenwärtig, allwissend und schöpferisch galt und gilt.
      Daraus lässt sich folgern, dass solches Wissen bereits bei den Weisen in der kulturellen Wiege der Menschheit vorhanden war sowie sprachlichen Ausdruck fand und bei den späteren Wanderungen der Völker nicht gänzlich verloren ging.

  23. Bitte meinen Kommentar unter Teil 1 löschen, hab zu schnell geschrieben…
    Zu diesem Thema allgemein empfehle ich das Buch „Welten im Zusammenstoss“ von Dr. Immanuel Veilikowski – es stammt von 1965.
    Velikowski hat die ganzen sehr alten Bücher und Informationen analysiert (Talmud, AT der Bibel, Indische Veden u.v.m), diese interpretiert und Gemeinsamkeiten zu Ereignisse untersucht. Seine Erkenntnisse stimmen recht gut mit den Daten von oben überein. Der „Übeltäter“ dieser Zeit war lt. seiner Erkenntnis ein riesiger Komet: die heutige Venus (!), die sich von all den anderen Planeten sehr stark unterscheidet. Die Flut und andere „Biblische“ Katastrophen wurden von diesem ausgelöst.

    Sehr interessant und lesenswert.

    1. Ja, ein guter Hinweis. Ich habe in meinem Regal alle Bücher I. Velikovski’s stehen. In den Büchern „Zeitalter im Chaos“ wies er nach, dass die altertümliche Chronologie der etablierten Wissenschaft teilweise bis 800 Jahre (?) überstreckt ist.
      H. Gabriel knüpfte bei Velikovski an und konnte noch weitere „Überstreckungen“ aufklären.

      Bei meinem Aufenthalt im Irak fand ich am Habbaniyah-See in den Ufersedimenten flächige, vergläserte Einschlüsse von 10 bis 50 cm Stärke vor. Dies kann durchaus die Folge einer planetaren Blitzentladung gewesen sein, wie Velikovski sie in „Welten im Zusammenstoß“ beschrieb.

  24. Ich bin den sonderbaren Altersangaben des AT an zwei Beispielen nachgegangen:

    Im Buch „Genesis“ meiner Bibel heißt es zu „Die Erzväter“ wie folgt:
    „11.10. Das ist die Geschlechterfolge nach Sem: Sem zeugte im Alter von hundert Jahren Arpachschad, zwei Jahre nach der Flut.
    11. Nach der Geburt Arpachschads lebte Sem noch 500 Jahre und zeugte Söhne und Töchter..
    12. Arpachschad zeugte mit fünfunddreißig Jahren Schelach.
    13. Nach der Geburt Schelachs lebte Arpachschad noch vierhunderdrei Jahre und zeugte Söhne und Töchter.“
    Sem wurde demnach 98 Jahre vor der Flut geboren und 600 Jahre alt. Arpachschads Geburt fand im zweiten Jahr nach der Flut statt. Er erreichte das Alter von 438 Jahren.
    Weder aus den Veränderungen des menschlichen Erbgutes noch aus dem der Natur seither lässt sich diese Langlebigkeit erklären. Es muss sich also um Wunder handeln? Oder um falsche Kalenderbezüge, vielleicht bei Sonnen- und Mondkalender? Verwechselte man (versehentlich!) Monate mit Jahren? Altersangaben für Methusalem oder Noah bessern es nicht. Mit der realen Welt und den in ihr wirkenden Naturgesetzen (die sehr wohl als von Gott gegeben erscheinen) hat die Erzählung offensichtlich nichts weiter gemein als die Vater-Sohn-Folge.

    Wer waren Sem und Arpachschad? Sie müssen überaus bedeutende Menschen gewesen sein, wenn ihre Namen zur Zeit des babylonischen Exils nach Jahrhunderten noch einen guten Klang hatten und dem Gedächtnis der Generationen vertraut waren.
    Was fand der „Detektiv“ H. Gabriel über sie heraus?

    Sem (-Juda) wurde 456 ndFl als zweit-jüngster Sohn des Isaak geboren.
    Er starb etwa 502 ndFl im Alter von 46 Jahren bei einem Streit mit seinem Neffen Tirigan (-Orion), nachdem er diesen im Schlafzimmer seiner jungen Gemahlin ar-Tamara bei unzüchtigen Handlungen vorgefunden hatte. Vermutlich hatte die Lamech-Tochter schon im zarten Kindesalter das sympathische Draufgängertum Tirigans, des Sohnes vom Vater-Freund Ach-Tit (Seth III –Asterion- Poseidon) bewundert. Lamech wollte sie jedoch als „familiäres Bindeglied“ zu Sems Familie, um das Band unter den Nachkommen Illuschumas zu stärken. So wurde ar-Tamara mit Sems Sohn Ger verheiratet, der seinen Ehepflichten nicht erfolgreich nachzukommen vermochte und bald darauf starb. Sems Absicht, die junge Witwe nun mit seinem zweiten Sohn Onan zu verheiraten, scheiterte an dessen Widerstand gegen jegliche ehelichen Pflichten. Da Sems jüngster Sohn Sela noch zu jung für die Ehe war, beschloss Sem, nun selbst um ar-Tamara zu freien. Er bekam den Segen Lamechs (-Pusar-Ummas), und schon bald nach der Hochzeit (500 ndFl) wurde der Sohn Arpachschad geboren.
    Anmerkung: Der Konflikt um Sems Tod und ar-Tamara wurde schließlich im „Krieg der Götter und Titanen“ ausgetragen, in dem die Titanen-Partei Poseidons (Ach-Tit) unterlag. Zeus-Lamech-Pusarummas vertrieb Ach-Tit’s Heer und Flotte aus dem kleinasiatischen Machtbereich. Die Titanen verlegten ihr Hauptquartier auf die Insel Kaphthera – Santorin (Atlantis), von wo aus sie das gesamte östliche Mittelmeer von Zypern bis Sizilien (Magna Greacia), die Ägäis und die griechischen Küsten beherrschten.

    Zu den politisch herausragenden Söhnen des Isaak gehörte neben Ach-Tit (Seht III, Poseidon), 440 -507 ndFl, auch Jakob, geboren 453. Jakobs Mutter entstammte den Nachkommen des Irischum (Abel) und gilt als „Halbsemitin“, weshalb die semitische Legendenbildung ihr und Jakob eine besondere Rolle im Stammbaum zuschreibt.
    Da alle diese Söhne Isaaks zum Verwandtenkreis von Sargon I. gehörten, machten sie in dessen Herrschaftsgefüge eine schnelle politische Karriere als Statthalter und Unterkönige. Über all dem stand Isaaks Loyalität und Autorität im Verhältnis zum Großkönig.
    Dies begann sich aber nach Isaaks Tod im Jahre 473 ndFl allmählich zu ändern.
    Jakob nahm ab 478 ndFl an der Seite des Thronfolgers Naram-Sin am zweiten Magan-Heeres-Zug teil. Als sie vernahmen, wie gut organisiert und gerüstet das dynastische Ägypten unter dem Pharao war, verzichteten sie auf eine militärische Invasion. Naram-Sin zog mit dem Heer zurück nach Kanaan, während Jakob sich mit einer Abordnung zu Pharao Menes begab. Dieser nahm ihn als Gast auf. Schon bald wurde Jakob zum begehrten Gesprächspartner und vertrauenswürdigen Ratgeber des Menes, der Jakob schließlich zum Unterkönig von Ober-Ägypten berief.
    Was nach glanzvoller politischer Karriere für Jakob in Ägypten aussah, erwies sich für Thronfolger Naram-Sin als verhängnisvoll, weil ihm in der Thronfolge-Phase ein einflussreicher Freund und wichtiger Unterstützer fehlte.

    In der Endphase von Sargons I. Herrschaft, als der Großkönig die Zügel der Macht nicht mehr so straff wie anfangs hielt, sondern lockerte, bildeten sich mehrere Fronden, um Sargons Herrschaft oder die Thronfolge zu bestreiten. Als erster Frondeur trat jemand hervor, der sich um einen Erb-Anteil durch Sargon betrogen glaubte. Er sammelte das Heer der Umman Manda und drang 485 ndFl, im Jahr von Sargons Ableben, in Mesopotamien ein. (Anmerkung: Es gibt den Verdacht, dass Sem-Juda wegen seines Einflusses in Akkad bei dem doch plötzlich eintretenden Tod des Großkönigs nicht ganz unbeteiligt gewesen sei.)
    Die zweite Fronde wurde von Lamech, Ach-Tit und Sem-Juda angeführt. Zunächst gelang es Naram-Sin, die Umman-Manda zu besiegen. Doch als der Thronfolger des Thrones sicher zu sein glaubte, kam das Triumvirat aus der Deckung. Lamech besiegte seinen Neffen Naram-Sin, ohne, dass die zum Beistand verpflichteten Söhne Isaaks eingriffen, tötete ihn, ebenso wie Naram-Sins 16-jährigen Sohn. Danach einigte man sich.
    Die Triumvirn kamen überein, das Großkönigtum abzuschaffen und das Großreich in drei souveräne, aber familiär verbundene Staaten aufzuteilen. Lamech nahm sich Guti-Land, Medien und den Osten Kleinasiens (Lamech-Pusarummas gilt als Begründer der hethitischen Königs-Dynastie und als der Schwertgott der Hethiter.). Ach-Tit (Poseidon) bekam den Westen Kleinasiens mit dem Zugriff auf die Ägäis. Sem-Juda erhielt Mesopotamien, Syrien und Kanaan bis zur Grenze Ägyptens.
    Somit wurde Sem-Juda zum Begründer des Amurru-Reiches und trug dort u.a. den Herrschernamen Sumu-Abi.

    Die „völkerrechtliche“ Regelung fand in der Vierer-Konferenz bei Kirjat-Arba (Hebron) 487 ndFl ihre Vollendung, wo die Herrscher gemeinsam mit Pharao Menes und unter Vermittlung Jakobs sich ewige Freundschaft und Frieden sowie die Wahrung ihrer Besitzstände schworen und ihre Familien miteinander verschwägerten.
    Der Frieden endete ein Jahr nach der Geburt des Arpachschad (auch Arphachsad-Arpaxad, Achaimenes, Perseus).

    Perseus gilt den Griechen als Halbgott. Der göttliche Anteil kommt von der arischen Abstammung der Mutter ar-Tamara, der menschliche Teil aus dem „halb-semitischen Erbe“ Sem-Judas.

    Tirigan nahm Mutter und Sohn mit in seine Residenz nach Mari, wo er einen weiteren Sohn mit ihr zeugte. (Anmerkung: Obwohl der Halbbruder von Tirigan stammte, erwies er sich später als treuer und starker Kämpfer an der Seite von Arphachsad-Perseus.)
    Lamech kam mit Macht nach Mari und verlangte die Herausgabe seiner Tochter und der Kinder. Tirigan ergriff die Flucht westwärts in den kleinasiatischen Machtbereiches seines Vater Ach-Tit (Poseidon). Nach dem Sieg über die Titanen stieg Lamech zum Scharkalischarri, dem König der Könige (Pusarummas-Zeus II), auf. Er verheiratete seine Tochter mit dem Puzur von Assur. In dieser Ehe erblühte sie und schenkte ihrem neuen Gemahl viele Kinder.
    Arphachsad-Perseus entwickelte sich unter der Obhut seines Stiefvaters in Assur und später Uruk zu einer starken Persönlichkeit.

    523 ndFl verschwand das Reich von Akkad schlagartig, ohne dass dem eine Krise oder ein Krieg vorausgegangen war. (Anmerkung: Bis heute kann die etablierte Geschichtswissenschaft nicht erklären, was damals in Akkad vor fiel, weshalb ich die Erklärung H. Gabriels aufgreife.)

    Nach der Niederlage der Titanen gegen Lamech sannen sie auf Rache und neuen Landbesitz. Sie fielen – vom Mittelmeer kommend – in Ägypten ein, um von dort aus Kanaan zu erobern, wurden aber nach kurzer Zeit wieder vertrieben. Danach versuchten sie ihr Glück in Griechenland, wo Ach-Tit – Poseidon der noch jungen Athena-Metiadusa begegnete und ihr sofort verfiel. Obwohl der alternde Poseidon im Schlafgemach der Athena-M. starb, ging für Tirigan – wohl aufgrund der abenteuerlichen Seelen-Verwandtschaft – eine Faszination von der Frau aus, die ihn eine langjährige Beziehung mit ihr eingehen ließ. Das intrigante Paar geriet in Griechenland bald in Verruf und wurde ausgewiesen. Thrakien verweigerte ihnen Asyl. Sie fuhren nordwärts entlang der Schwarzmeerküste. Auf der Krim konnten sie einige Zeit verweilen. Sie setzten die Reise entlang der kaukasischen Schwarzmeerküste fort, wo sie auf die Kimmerer / Gomer (Chimären) trafen. Sie heckten mit der Stammesführung den Plan aus, als „Guti-Horde“ (Tirigan glaubte, Ansprüche auf Guti-Land zu haben.) über Kolchis, Urartu nach Akkad vorzudringen und versprachen den „Horden-Mitgliedern“ bei dem Raubzug reiche Beute.
    Als erste Nachrichten über das (baldige?) Ableben von Zeus Pusarummas eintrafen, setzte sich die „Horde“ in Bewegung. Sie liquidierte unterwegs die regulären Organe der Staatsmacht und errichtete eigene Kontrollposten, um Akkad vor der unheildrohenden Gefahr nicht zu warnen. Tirigan traf gerade rechtzeitig zur Teilnahme an der Trauerfeier oder der Inthronisation des Nachfolgers im Kreis der Reichs-Honoratioren ein. Dann gab er den Zerstörungsbefehl an die „Guti-Horde“. Es folgte ein Massaker im Stile der „sizilianischen Vesper“ oder der „Bartholomäus-Nacht“, dem viele Angehörige der politischen Elite zum Opfer fielen.
    Die Überlebenden flohen nach Uruk im Südosten, wo Rim-Sin die Verteidigung organisierte und Streitkräfte sammelte. 529 ndFl war Rim-Sin stark genug, dem Terror-Regime Tirigans den Garaus zu machen. Er übertrug den Oberbefehl auf Arphachsad-Perseus, der die Kimmerer auf deren neu gegründete Hauptstadt Karkemisch am Euphrat zurück trieb und dort belagerte. Bei der Einnahme der Stadt floh Tirigan, wurde jedoch von seinen eigene „Raubgenossen“ erschlagen.

    Die weiteren Stationen des Arphachsad-Perseus sind folgende:
    529-537 ndFl Stadtkönig von Karkemisch, heiratet eine Tochter der Athena
    537-546 ndFl Aufenthalt in Ägypten und Sparta
    547-551 ndFl Aufenthalt in Troja, gründet Sardes, Aufenthalt in Urartu
    551-568 ndFl Vizekönig von Hammurabi in Amurru, Herrschername Apil-Sin
    568-572 ndFl herrscht als Amun-Nesch – Ammunas in Kadesch / Hattuschas
    572-580 ndFl König von Elam und Perserkönig im persischen Hochland

    Fazit: Arphachsad-Achaimenes-Perseus war der Begründer des altpersischen Reiches und lebte 80 Jahre lang.
    Die Erzväterliste führt somit an zweiter Stelle einen Perser auf. Um so unverständlicher ist die heute in Israel gegenüber dem Iran gepflegte Feindschaft!

    1. HPB, da haben Sie einen Sachverhalt erwähnt, der auch mich stutzig gemacht hat. Wie lassen sich diese Altersangaben erklären? Ich habe keine wirklich schlüssige Erklärung gefunden. Vielleicht weiss ja jemand aus dem Forum Näheres dazu?

      1. Ich habe in dem davor liegenden Kommentar unter „3. Fazit“ schon eine mögliche Antwort angedeutet.

        Zitat: “ Deshalb bedurfte man der Abkunft von Helden der Heroen-Zeit oder der alten Volksgötter. Man musste dazu (nur) die eigene Geschlechterfolge durch Verlängerung der Lebensalter, durch Verdrehungen und Einschübe in die Filiation (Vater-Sohn-Folge) und andere Tricks in die ferne Vergangenheit strecken und dazu noch Begegnungen mit Gott einfügen.“

        Das damalige Redaktionskollegium lief durchaus nicht an der „straffen Leine“ – und tiefernst – eines Hohepriesters oder gar Gottes. Die Menschen waren denen von heute ziemlich ähnlich. Die haben sogar richtig gefeixt bei der Vorstellung, was sie den dummen Bauern und Handwerkern, den Daheimgebliebenen in Judäa und Israel, „auftischen“ werden. …

      2. @ Strukturdenker

        Da im Forum niemand weiter eine Antwort zu wissen scheint, liefere ich noch einen etwas krassen Antwort-Versuch.

        Hier beispielhaft heißt es im Buch „Genesis“ meiner Bibel unter „1 Die Erschaffung der Welt“:
        „1 – Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
        2 – die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.“
        Von 2 würde ich die erste und die mittlere Passage sofort als wahr, als korrekt im Sinne meines Verständnisses des damaligen Geschehens, bestätigen.
        Bei der dritten Passage hätte ich anzumerken, dass es sich hierbei konkret um den Geist der Kinder Gottes handelte, jener Kinder Gottes, die in dem vorangegangen „Schöpfungsakt“ ihre physischen Leiber verloren hatten.
        Bei 1. könnte ich die Wahrhaftigkeit ebenfalls bestätigen, allerdings mit dem Einwand, dass es sich dabei um ein weit vor dem in 2 genannten Zustand stattgefundenes Schöpfen gehandelt habe.

        So ließe sich anhand des individuellen Verständnisses von Gott, von kosmischer Ordnung und Leben auf der Erde Schritt für Schritt – und ganz persönlich – der Wahrheitsgehalt der heiligen Schrift prüfen. Und dabei stößt man alsbald auf die wundersamen Altersangaben, z.B. der Erzväter. Jeder kann diese mit den Erfahrungen aus der familiären Lebenswelt abgleichen und sieht dabei eine mächtige Diskrepanz. Was liegt näher, als den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen anzuzweifeln und sie für falsch zu halten?
        Für den Leser des „Alten Testaments“, der seiner Prüfpflicht nachkommt, ergibt sich nämlich, dass in dem Dokument Wahres mit Falschem verwoben wurde, das er zu scheiden hat.
        Spätestens mit den vermaledeiten Altersangaben drückten die Autoren des AT diese Prüfpflicht jedem Leser „aufs Auge“!! Allerdings wurde dies mit der Erklärung zur „heiligen Schrift“ mehr als erschwert, weil man damit auch jeglichen falschen Inhalt als unantastbar heiligte.

        Anzumerken ist noch, wer eigentlich angesichts der Finsternis über der Urflut sah, dass die Erde wirr und leer war?
        Gott war es wohl nicht, denn die Erde war nach den tektonischen Krusten-Verschiebungen mit monströsen Erdbeben und Vulkanausbrüchen von einer bis in große Höhen Staub-geschwängerten und Wasserdampf-gesättigten, noch dazu ionisierten Atmosphäre umgeben, die alles Sonnenlicht reflektierte oder absorbierte, ohne einen Sonnenstrahl zur Planetenoberfläche durchzulassen. Es musste erst wochenlang regnen, bevor die Atmosphäre wieder lichtdurchlässig wurde.
        Es waren die wenigen Überlebenden des Infernos, die aus ihren Refugien herauskommend feststellten, dass die vormals wohlgeordnete und reich belebte Welt plötzlich „wüst und wirr“ war. Alles Leben schien abgestorben zu sein, mit Ausnahme weniger, relativ geschützter Räume, wo Flora und Fauna überlebten. Es war der Blick durch erschrockene Menschen-Augen, der Gott das Ausmaß des Geschehens vermittelte.
        Jenes Wissen wurde damals von allen Weisheits-Schulen der Menschheit aufgenommen, bewahrt und an die Weisen der nächsten Generation weiter gegeben. Zum Zeitpunkt der Verfassung der Texte des AT gehörte es unter den Weisen und Priestern zum Allgemeinwissen, auch weil es durch episodisch verlaufende ähnliche Ereignisse Auffrischungen erhielt. (Erst die „tektonische Ruhe“ der letzten 2.000 Jahre vermittelt den Eindruck, dass es so etwas gar nicht gegeben habe könne.)

        Fazit:
        Mit den Altersangaben stellten die AT-Autoren ein „Warnschild“ auf: „Achtung! Bitte schalten Sie Ihre Lebens-bewährte Prüf-Kompetenz für „wahr“ und „falsch“ ein, bevor Sie weiterlesen! Falls Sie solche Kompetenz noch nicht besitzen, sollten Sie Selbige vor dem Lesen der Heiligen Schrift erst erwerben!“
        Und wie lautete die allermeiste Reaktion darauf? „Nö, das brauche ich doch nicht. Das haben andere schon für mich erledigt. Das ist die heilige Schrift. Da stimmt einfach alles. Wäre das nicht so, hätte der liebe Gott etwas dagegen unternommen. (Ich bin zu faul, um dafür zuständig zu sein.)“ Usw. usf.
        Es geht schlicht darum, die Dynamiken des Lebens auf Erden zu verstehen und dabei die Prüf-Kompetenz für „wahr“ und „falsch“ auszuprägen. Das sagt uns (hintenrum) die „heilige Schrift“. Und daran ist nun wirklich nichts verkehrt.

        1. Aha. Und woher wollen wir „wissen“, wie alt Menschen damals werden konnten? Heutige Üblichkeiten anzusetzen halte ich für fragwürdig bis dumm.

          Und: Genesis, zumal der Anfang, beschäftigt sich mit der Erschaffung dessen, was wir „Welt“ nennen und *nicht* mit „vor ein paar tausend Jahren“.

          Mein Rat: Lasst die Finger davon. Lest die Bibel, interpretiert sie nach Gutdünken, akzeptiert sie, oder auch nicht, aber verfallt nicht dem Aberglauben, sie überprüfen zu können.

        2. „Hier beispielhaft heißt es im Buch „Genesis“ meiner Bibel unter „1 Die Erschaffung der Welt“:
          „1 – Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“

          Besser: Am Anfang schuf Gott Raum (Himmel) und Materie (Erde).

          Moderne Interpretation. Damalige Menschen konnten mit „Raum“ und „Materie“, zumindest die gemeinen Leute, nichts/nicht viel anfangen.

          1. Eben, man musste Begriffe und Sätze wählen, die dem damaligen Verständnis der Menschen „zugänglich“ waren.
            Heutige verstehen nicht mal mehr, was mit „wüst und wirr“ gemeint ist: Kein zur neuen Saat bereiter „Acker“, sondern ein zerstörter Lebensraum. Die AT-Autoren haben das damals sogar ganz präzise ausgedrückt.

            1. Könnte direkter gesagt werden – und entspräche auch voll der Kosmologie (nee, nich die eines Lesch“ – Weltall – Erde – Mensch ziehe ich zurate).

              „Die Materie war noch chaotisch („wirr“) und ‚ursprünglich‘ („wüst“) und die Elementarteilchen hatten sich noch nicht getrennt, so daß also noch keine separaten Photonen existent waren („es herrschte Finsternis“) in dem Noch-Plasma-Gemisch („Urflut“). Ginge auch noch etwas anders, nur da war dann schon das Licht da, weil nach Trennung in einzelne Elementarteilchen auch die Photonen freigesetzt wurden („das Licht“). Zugegebenermaßen wenn auch nur als allererster Blitz.

              Der dann entstandene Wasserstoff, Helium auch und ganz wenig Lithium könnte dieses Sein:
              „und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.“
              die freigesetzten 4 Grundkräfte? herrschen erst mal über alles ordnend; Wasser = Wasserstoff, bis sich erste Sonnen bildeten und Licht aussenden.

              Ich gebe zu, beim „Gottes Geist“ tu ich mich am schwersten, das zu interpretieren. Es könnte die Ordnende Kraft im Chaos sein.

              1. Solche Überlegungen haben für Heutige einen gewissen Charme.
                Allerdings wurde das AT für eine altertümliche Bevölkerung geschrieben. Die wusste genau, was mit „wüst“ und „wirr“ gemeint war. „Wüst“ betraf einen Lebensraum, der durch Natur-Unbilden, Übernutzung oder Kriegszerstörungen aufgegeben werden musste. Und „wirr“ die Unordnung oder Zerstückelung infolge der Zerstörungen.

                (Tatsächlich beschreiben die AT-Autoren damit in Genesis 2 die Erde als einen zerstörten Lebensraum, der nach 1 bereits reiches Leben getragen hatte und dann „wüst und wirr“ wurde. – Ereignis Typhon 1! Wäre dem nicht so, hätten die Autoren andere Begriffe für den zweiten Schöpfungsschritt gewählt.)

        3. Vielleicht sollte ich mich meiner rudimentären Kenntnisse wegen besser nicht diesbezüglich äußern.
          Mir geht es nochmal um den von @HPB erläuterten historischen Kontext und ich erlaube mir auf einen offensichtlichen Widerspruch hinzuweisen, der mich nach den angegebenen Quellen zu den gleichen Schlüssen und Fragen kommen lässt, die von @HPB angeführt wurden.

          Zitate von hier: XXXps://bibeltext.com/genesis/6-2.htm und …/6-3.htm .
          Demnach hatten sich die Individuen bis dahin möglicherweise ungeschlechtlich vermehrt, denn ihnen wurden nunmehr Töchter geboren. . . Warum sonst wird genau dieses Faktum in der Genesis erwähnt?
          Eine dritte Art von biologischen Wesen begann sich nunmehr für diese Frauen zu interessieren. Das wiederum veranlasste Gott zu der Feststellung nach 1.Mose 6:3
          Mir fällt zunächst auf, dass an dieser Stelle außer von Menschen noch mindestens von einer oder zwei weiteren Gruppen von zeugungsfähigen und damit genetisch ähnlichen Gruppen die Rede ist. Dies liegt nahe, wenn man 1.Mose 6:2 wörtlich nimmt.
          Da Moses explizit deren Interesse an den menschlichen Weibern hervorhebt, kann er damit nur andere, nichtmenschliche Kohorten gemeint haben. Deren Getue und Verhalten kommt mir aber eher nicht „himmlisch“ vor.
          Die Menschen waren bis dato uninteressant. Was war die Ursache für das plötzliche Interesse?
          Mose wusste es nicht. Aber deren Verhalten war aus seiner Sicht eindeutig und ziemlich irdisch. Er grenzte diese folgerichtig als Gottessöhne ab und legte auch ihr Geschlecht als männlich fest. Er beschreibt indirekt die genetische Ähnlichkeit mit dem Menschen, weil aus deren Verbindung offenbar menschliche Nachkommen hervorgegangen sind. Waren dies genaugenommen die himmlischen „Genträger“ der heutigen Rassen? Waren ebendiese des Geschlechts ihrer eigenen Rasse überdrüssig?
          Es bleibt auch die Antwort im Dunkeln, wessen Abkömmlinge hier gemeint sind: Gottes Söhne oder Gottessöhne, was ja wohl nicht dasselbe ist. Bilden sie unterschiedliche Beziehungseben zum Gott der Schöpfung ab? Sind das die als „Elohim“ zu bezeichnenden Gestalten? In dem Fall hätten wir aber ein Schöpferteam, was der Allmächtigkeit Gottes Abbruch täte. Das ist in meinen Augen alles nicht so richtig passend.
          Nach Moses gibt es jedoch noch eine weitere Gruppe von Verwandten der Menschen. Lt. Textbibel von 1899 waren wohl schon Riesen auf der Erde zugange und nach 1. Mose 6:3

          … auch nach der Zeit, wo sich die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen gesellten, und diese ihnen gebaren – das sind die Recken, die in grauer Vorzeit waren, die Hochgefeierten.

          >>> … in grauer Vorzeit und hochgefeiert??? Es waren demnach schon andere da, bevor Gottessöhne oder Gottes Söhne sich bei den irdischen Mädels umsahen.
          Aus gegebenem Anlass hat Gott dann festgelegt, dass ab da – also mithin noch vor der Sintflut, der Geist des Menschen seinen Körper nicht überdauern soll und hat sein Lebensalter auf 120 Jahre beschränkt.

          Was da im AT steht, passt ziemlich genau zu neueren Forschungsergebnissen, die allerdings darauf hindeuten, dass die maximale Lebensspanne des Menschen ist festliegt und natürlichen Einschränkungen unterliegt. Hehe, und Mose wusste das schon???

          Ich höre jetzt auf, denn ich kenne Mose nicht und nicht seine Intention. Das er in besonderer Beziehung zu Gott steht, ist mir schon klar. Das hat aber nichts zutun mit der Art der historischen Darstellung im AT, denn dies ist nicht dessen Zweck. Insoweit wird sich kaum jemand finden mir Blasphemie unterstellen zu wollen.
          Meine Sicht auf ausgewählte Darstellungen könnte in den Augen eines religiösen Menschen eine Zumutung sein. Es ist aber nicht meine Absicht jemanden zu provozieren oder zu kränken. Nichts liegt mir ferner. Vorsorglich bitte ich herzlich um Entschuldigung.
          D. C.

          1. Sehr gut, Don Carlos! Die Stelle mit der „Neufestlegung“ des maximalen Lebensalters des Menschen auf 120 Jahre durch den Schöpfer kann man bei der Lektüre des Alten Testamentes leicht überlesen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine außerordentlich wichtige Stelle, die m.M.n. sogar eher als Beleg dienen kann, dass dort Einiges drin steht, das man zumindest ernst nehmen sollte (, weil es dem heutigem Wissensstand über die menschliche Physiologie entspricht).

            1. Die 120 Jahre in Abschnitt 6 (Noach und die Sintflut) sind einfach der Bezug auf das, was jeder Leser in seinem Geschlechterverband als „normale Obergrenze“ kannte und zu akzeptieren bereit war. Das kam nach den in 5 genannten langen Lebensangaben für die Geschlechterfolge nach Adam, die mit der Lebenswirklichkeit nicht zusammen passten.

              Da die 120 Jahre-Begrenzung des menschlichen Lebens eine Folge seiner Sündhaftigkeit, eine Strafe Gottes – wie auch die Sintflut – war, sollte man eigentlich erwarten dürfen, dass diese göttliche Strafe mit der Sintflut auch wirksam wurde!!
              Dann wären Sem und Arpachschad in 11 die beiden langlebigen Erzväter, weil sie vor der Sintflut geboren wurden. alle anderen Erzväter hätten der kurzlebigen 120-Jahresbegrenzung unterliegen müssen, da sie nach der Sintflut gezeugt wurden.

              Offenbar hatten sich die AT-Autoren da ein bisschen verheddert? Oder hat Gott das mit der Bestrafung nicht so genau genommen?

              1. So langsam reichts.

                Die 120 Jahre in Abschnitt 6 (Noach und die Sintflut) sind einfach der Bezug auf das, was jeder Leser in seinem Geschlechterverband als „normale Obergrenze“ kannte und zu akzeptieren bereit war.

                (a) Ach, Sie haben zuverlässige Kenntnisse dazu, was – vor tausenden Jahren – “ jeder Leser in seinem Geschlechterverband als „normale Obergrenze“ kannte und zu akzeptieren bereit war“?
                (b) Sie kennen jemanden, der zu Ihrer Lebenszeit solide belegbar über 120 Jahre alt wurde?

                Sehen Sie, das ist der große Vorteil des Christen gegenüber jenen, die das Geschwätz von gabriel, hubbard und Co. glauben oder zumindest nicht als offensichtlichen Humbug (günstigenfalls) ausschließen. Wir haben keine Probleme mit wirklichen wissenschaftlichen Erkenntnissen, insb. auch im Bereich Physik und Biologie.

                Mein Rat: Weniger Pseudo-„wissenschaft“ und eso-Mist, dafür mehr Geschichte; dort schätze ich Ihre Expertise sehr.

                1. Ich kann mich noch relativ gut an spektakuläre sowjetische Altersrekorde aus dem Kaukasus erinnern. Wie habe ich damals gestaunt, dass einzelne Rekordhalter schon zu Napoleons Lebenszeit geboren wurden!

                  Im Altertum umfasste ein naturwüchsiger Familien- und Geschlechterverband, der nicht durch Krieg und Unbilden dezimiert wurde, Hunderte Mitglieder und mindestens drei bis vier Generationen. Man wusste recht genau, welchem von ihnen als Ältestem das Höchstmaß an Ehrerbietung zukam…

                  Bei der Geschlechterfolge des Sem (11), sieht man übrigens recht gut, wie die AT-Autoren versuchten, die „120-Jahre-Kurve“ zu kriegen, indem sie den Nach-Sintflut-Nachfolgern des Sem das Lebensalter immer mehr „einkürzten“. Gott hat also die Strafe für die Sünden auf einem Altersgradienten „vollzogen“, weil die Erzväter zu den Guten gehörten, denen er ein höheres Lebensalter als anderen zubilligen konnte und musste?

                  1. Aus dem Kaukasus, aha. Nun dort gibts ja auch sonst so allerlei Spektakuläres …

                    „Gott konnte und musste?“ – Denken Sie bei Gelegenheit, soweit Ihnen möglich, mal über den Unterschied zwischen Gott und irgendeinem „Imperator“ oder auch hubbard nach.

                2. Ja ich kenne einen, der ist 169 Jahre plusminus 7 Jahre alt geworden: Armenien oder Aserbaidschan – da, wo Freeman hingezogen ist. Da gibts auch den Chor der Hundertjährigen.
                  Nagelt mich bitte nichtt auf den Namen fest, das stand in der Jungen Welt 1970 oder so – mit Interview und Foto von dem. Schirali Achmed Mamur.

                  Gruß Konrad

                    1. Quelle: https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1558110#Auswahl_an_F.C3.A4llen_unsicheren_sehr_hohen_Alters

                      Der aus dem aserbaidschanischen Ort Barzavu stammende Schafhirte Shirali Muslimov (26. März/19. Mai 1805–1. September 1973) beanspruchte ebenfalls den Titel des ältesten Erdenbürgers. Er soll mit 136 Jahren geheiratet haben, später eine Tochter gezeugt haben und erst 168-jährig verschieden sein. Als stichhaltiger Beweis galt seine Geburtsurkunde aus dem Jahr 1805.

                    2. Was soll das? Wollen Sie ernsthaft irgendwelche Schafhirten mit gefälschten Geburts-Urkunden (ist nicht selten und kommt durchaus auch heute noch vor) ins Feld führen? Und mich damit überzeugen? Ernsthaft?

                      So Einigen scheint wirklich viel daran zu liegen, die Bibel unglaubwürdig zu zeichnen, scheint mir.

                    3. @ Konrad Fitz

                      Was die „Alters-Rekord-Jagd“ in der Sowjetunion betrifft, stimme ich Russophilus völlig zu.
                      In der Regel waren es doch einzelne Vertreter der jungen Generation, die mit ihren Alten um öffentliche Aufmerksamkeit buhlten, um sich darin zu „sonnen“.
                      Seit den 60-ern gab es darüber hinaus in der SU auch viel öffentlichen Streit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen „Schulen“. Dabei ging es weniger um die wissenschaftliche Substanz als um gesellschaftliche Aufmerksamkeit und Zuweisung üppiger Budgets.
                      Für mich war damals das Buch „Dem Gewitter entgegen“ (Daniil Granin) ein Augenöffner.

                      Hinter der Alters-Rekord-Jagd im Kaukasus steckten ähnliche Aufmerksamkeits- und Gewinn-Motive wie es in der etablierten sowjetischen Wissenschaft mitunter sichtbar wurde. Schließlich versprach ein „Gesundheits- oder Kur-Ressort“ dort neue Infrastruktur, Gäste und Einnahmen?!

                    4. @Russophilus 16. JANUAR 2024 UM 4:24 UHR

                      Die Bibel und Jesus Christus müssen zur Zeit in der Tat einiges aushalten.

                      Trump meinte bereits vor Längerem: „Its going to be biblical.“

                      Das Christusmonogramm (X) fand Einzug in (ehem.) twitter. Und das „Satanic Empire“ legt jetzt nach:

                      Eine unbekannte Krankheit „X“ soll 20x mehr Todesopfer fordern als c19…

          2. @ Don Carlos

            Danke für die Hinweise.
            In meinen Ausführungen hatte ich an zwei Stellen das im Altertum übliche Verständnis der Proto-Semiten für göttliche Abstammung gestreift. Das war zum einen bei Gilgamesch, dessen zwei Drittel-Gott-Sein von den sumerischen Vorfahren kam. Nach der Sintflut galt den Semiten folglich der sumerische Adel als die göttlich.
            500 Jahre später war das zwar noch nicht vergessen, doch inzwischen nahm der arische Adel diese Stellung ein. Bei Perseus springt die Analogie besonders ins Auge, weil er seine Residenz wieder in Anschan / Aratta (quasi im Himmel – über den Wolken – aus der Tieflandperspektive) einrichtete. Die arischen Dynastien brachten das passende Selbstverständnis für ihre besonders erhabene Stellung mit.

            (Die wussten damals schon, dass man besser hoch oben auf dem Berge saß und von dort aus alles kontrollierte, als unten mitten im teils aufrührerischen Volk zu residieren. – Die Bischöfe in Würzburg und Passau mussten die Lektion auch lernen…)

  25. @HPB
    Hallo. Vor Jahren kam mir ein Buch von Dr. Hermann Burgard in die Hände. Ist Ihnen vielleicht bekannt der Mann. Er untersuchte die Entwicklung der Keilschrift der Sumerer, ihrer Schreibtechnik und der verwendeten Sprache und setzte sich mehr oder weniger zwangsweise mit den Inhalten und deren zeitlichen Bezug auseinander. Dafür bot sich Encheduanna an, die im 23. Jahrhundert v. Chr lebte und deren Werke überliefert sind.
    Burgard meinte nachweisen zu können, dass seit der Entstehung der Schrift sich ebendiese über die Zeit teils unmerklich, teils sprunghaft veränderte, was natürlich auch die Sprache nicht unverändert ließ und somit über die Zeit auch die Deutung der „aufgehobenen“ Textinhalte.
    Dazu kommt, dass die historischen Texte von höchst unterschiedlichen religiösen Denkschulen stammen und somit an sich gleiche Sachverhalte unterschiedlich dargestellt sein können und auch anderen Datierungen unterliegen können.
    Von einer Authentizität kann also überhaupt nicht die Rede sein. Von einer Grammatik ist ganz zu schweigen, zusätzlich zu dem Problem gleichklingender Wörter unterschiedlicher Bedeutung. Wenn schließlich tatsächlich gefundenen Mosaiksteinchen zu einer fließend lesbaren, aber fragwürdigen Saga der fernen Vergangenheit zusammengehalten würden, ist dies unmittelbar der Phantasie der (Auf-)Schreiberlinge geschuldet.

    Ebendies tut Dr. Hermann Burgard nicht. Muss er auch nicht, denn er ist nicht befangen in dem für Forscher in diesem Sektor vorhandenen Korpsgeist. Für die von ihm bearbeiteten 4.000 Jahre alten Keilschrift-Texte bzw. deren Übersetzung steht er auch gerade. Und das ist ja wohl in den Kreisen nicht gerade üblich.

    Die Entstehung der Keilschrifttafeln der Encheduanna müsste um die Zeit der Sintflut einzusortieren sein. Der sumerische Text wird in dem Buch von Burgard in modernem deutsch präsentiert und kommentiert. Original und Begleittext sind gut unterscheidbar und bieten ein paar Überraschungen…

    Wichtig! Dr. Burgard verzichtet in dem Buch auf die vollständige wissenschaftliche Begründung jedes einzelnen übersetzten Wortes, denn das Ergebnis verschwände nach seiner Ansicht in den Archiven der Universitätsbibliotheken und wäre für die Öffentlichkeit genauso verloren. Das nehme ich ihm auch ab, weil ebendas nicht nur mit den apokryphen Texten der Bibel passiert ist.
    Titel des Buches: Encheduanna ISBN 978-3-943565-03-4
    D. C.

    1. @ Don Carlos

      Bei meinem „Grundlagenstudium“ zum obigen Artikel fiel mir noch folgendes auf:
      – Wie darin betont wird, war der berühmte Enlil nie Großkönig (und Gott). Stattdessen fungierte er als Kanzler des Großkönig Anu. Als solcher nahm er alle Anliegen der Regionalfürsten und Untertanen entgegen und entschied, welche davon wichtig genug waren, um sie Anu vorzutragen und welche er von ihm fernhalten und selbst entscheiden konnte.
      Er dürfte wohl als erster eine Kanzlei mit einem Register aller Geschäftsvorfälle geführt haben, der schriftlicher Aufzeichnungen bedurfte. Die Ursprünge der Keilschrift wären also vor der Sintflut zu Enlils Amtszeit zu suchen?

      Als Zweiter in ähnlicher Funktion wird am Hofe von Großkönig Lugalzagisi der älteste Sohn Kains erwähnt. Jener „Henoch II“ (der von den Göttern Entrückte) fungierte als Mundschenk und Kämmerer (so etwa wie die Haus-Hof-Meister der Merowinger-Könige). Zu seiner Zeit – reichlich 400 Jahre später – war die Keilschrift vermutlich schon klassisch ausgeformt.
      Änderungen im Laufe der Zeit wären nicht verwunderlich. Eher sollte man sich wundern, wenn eine Sprache oder Schrift über Jahrhunderte oder Jahrtausende „steril“ bliebe.

      Weil ich gerade auf den „Entrückten“ kam. Henoch II hatte eine sehr herausgehobene Machtstellung. Der zweite Mann im Staate und auf das Vertrauen des Großkönigs angewiesen. Noch der dazu, weil er dem Geschlecht des Ariers Illuschuma angehörte, während Lugalzagisi der Dynastie des Enukduanna entstammte. In Gottes heiligem Erzengel-Reigen war er der Achte!
      Wie schon erwähnt, erhob sich Hiob-Promethsael, der die Tochter des Henoch II (Selene) geehelicht hatte, gegen den Großkönig und scheiterte. Später konnte dessen ältester Sohn (dann als Sargon I.) Lugalzagisi besiegen stürzen.
      Dass solche Konflikte die Stellung des wichtigsten Ratgebers des Großkönigs zu untergraben drohten, noch dazu, wenn böswillig Gerüchte über dessen Konspirationen in Umlauf gebracht wurden, dürfte wohl verständlich sein.

      So könnte sich also die „Entrückung durch die Götter“ des Henoch als ein Macht- Komplott gegen den Kämmerer entpuppen, in dem er zeitweilig oder dauerhaft von der Bildfläche verschwand. Ob das Komplott von den Anhängern oder Gegner des Lugalzagisi ausging, ist nicht mehr feststellbar.

  26. @ Don Carlos

    Danke, sehr interessant.
    Vom Namen her klingt das nach dem“ Enukduanna“ (Henoch) in meinem Text oben, dem letzten unangefochtenen Großkönig mit teis sumerischen Wurzeln, bevor die Arier unter Illuschuma (Zeus I ) die Macht ergriffen

  27. @HPB
    Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe und Darlegungen.
    Meine Anfrage von vor Weihnachten ist nun „zum Teil“ bestens, mit neuen Erkenntnissen, beantwortet.

    Vielen Dank auch an die Erinnerung auf Erhard Landmann’s Bücher und sonstige Schriften.
    Hinweis : „The Curse of Canaan“ by Eustace Mullin (auch als pdf deutsch im www – für auch andere Sichtweisen; das Land „Kanaan“ wurde dabei mit dem Zusatznamen des Ham (Ham Kanaan) vermengt)

    Mit dem angenommenen Ausgangspunkt – 23. Oktober 4004 v. Chr. – verblieben ca. 130 Jahre bis zum 0-Beginn des Judäa-Kalenders. Gibt es für diesen Zeitraum irgendetwas Markantes ?

    29. DEZEMBER 2023 UM 16:39 UHR
    „5. Für mich war die Rekapitulation geschichtlicher Zusammenhänge mit Erkenntnis-Gewinn verbunden, weshalb ich die Mühe nicht bereue. Allerdings sinkt meine Neigung jetzt, diese Erkenntnisse noch zu teilen.“

    Schade.
    Gerade die geschichtliche Einordnung ist wichtig für die Frage, wie wir unser Leben für die Zukunft gestalten und die Ziele, Motivation der „Schattenspieler“ hinterfragen. Muster, Mittel, Werkzeuge bleiben, mit wenigen Nuancen, gleich. Bsp. Brüssel EU – Babylon.
    Auch „Corona“ (= die Krone der Schöpfung ?!), sollte uns in den letzten 4 Jahren sehend gemacht haben, um zu verstehen, daß dieser Anspruch, sich menschliches Leben zu seinem Anspruch „basteln“ zu wollen, nicht das erste „Experiment“ war. Die Einordnung der ganzen W-Fragen bezog sich nicht auf das Wer und Wie, sondern auch auf die Auswirkungen auf die jeweiligen Nachbarvölker. Die Riten (sehr geehrter Herr Russophilus, Sie gestatten daß diese nicht benannt werden), sind ein Mittel nicht nur psychologischer, sondern physisch erzeugter Abhängigkeit zur Erzeugung des maximalen „Gehorsams“ ohne den eigenen Denkapparat zu benutzen (s. Geschichte der Sklaverei) beginnend innerhalb der 12 Stämme, um dann die „Seelenlosen“ zu parasitieren. Der Kalergie-Plan, als Anspruch der „EL“lte auf den „neuen Menschen“ (s. Sozialis-, Kommunismus) ist also nur eine Neuauflage von Früherem mit anderen Worten.

    Fazit : Es geht nach wie vor um das „Lehen“ und die Schuldtitel, als Rechnung in die heutige Zeit.
    Seirirot – ist das mit Kanaan (Wortbedeutung Kanaan = unterworfen) bezeichnete Gebiet. Richtig ?
    Vor ca 6/7 Jahren haben wir uns einen, damals aktuellen, „internationalen“ Vertrag angesehen (Dankeshymne an Cecil Rhodes, also Millner usw.; Ausführungen zu AH geschwärzt …), bei dem nicht nur sonst sehr viel geschwärzt war, sondern es um einen Betrag ging, der ca. 1/3 einer DIN-A4-Seite, mit den ganzen Nullen, ausmachte, wofür die deutsche Sprache gar kein Wort kennt (Quellverweis nicht möglich, nicht mehr im Internet zu finden).
    Wer ihn findet, sollte sich die Unterschriftslisten ansehen.

    Zur „Lehensherrschaft“ in Palästina : Völkerbund, mit Mandat an Großbritanien – Großbritanien iSv Rhodes, Millner usw Geheim-Vertrag mit Muslimbruderschaft, Palästina und Anspruch auf dieses Gebiet bei Kriegsteilnahme (= Sold) gegen das Osmanische Reich und gleichzeitig „Versprechen“ auf dieses Gebiet an Isra“EL“ später benannt als Balfor-Deklaration

    „6. Es sei noch erwähnt, dass ich eine Erzählung entdeckt habe, die der von Don Carlos, dessen junger Stiefmutter und König Philipp II. ähnelt. Eine Erzählung von verbotener Liebe und frühem Tod. Aber lassen wir das.“

    Könnten Sie bitte diese Erzählung übermitteln ? Danke.

    1. @ Spatz

      „Mit dem angenommenen Ausgangspunkt – 23. Oktober 4004 v. Chr. – verblieben ca. 130 Jahre bis zum 0-Beginn des Judäa-Kalenders. Gibt es für diesen Zeitraum irgendetwas Markantes ?“
      Ich kann die Differenz nicht schlüssig herleiten. Aber Bischof James Ussher dürfte mit dem damals aktuellen Gregorianischen Kalender gerechnet und dabei auch die kalendarischen Veränderungen infolge der Typhon-Ereignisse mit einbezogen haben. Jedes Ereignis veränderte die Jahreslänge. Ich halte die Differenz für ein rein rechnerisches Phänomen, das den Annahmen und Rechenansätzen des Bischofs entspringt.

      Mit meinen Erkenntnissen habe ich mich dann doch nicht zurück gehalten. Sie stecken in etlichen Kommentaren von mir.

      Zum Namen Israel ergibt sich folgendes: Während des Isaak’schen Magan-Zuges wurde darunter Edom-Seirirot verstanden, dessen Kern das Gebirge Seir bildete. Man nannte das Land der Esauiter und Enakiter auch Seiria.
      Die Ägypter bezeichneten das Land nach Isaak’s Rückzug unter Bezug auf seinen ägyptischen Herrscher-Namen als „Re-Zet-nu“. Das sogar Jahrhunderte lang.
      Edom-Seirirot wandelte sich im Laufe der Zeit zu „Je-Seira-El“, woraus Jesreel und Israel entstanden. Das große Israel (=Kanaan), vom Nil bis zum Euphrat reichend, gab es nur für kurze Zeit unter der Herrschaft von Saul (=Salatis).

      Das Schicksal des Don Carlos wurde hier bereits im Text über die niederländische Revolution gestreift und hat manchen Künstler herausgefordert.
      Ich denke, dass in der kritischen Lebens-Phase seine junge Stiefmutter Elisabeth von Valois die einzige Vertraute war, die sein rastloses Gemüt zu beruhigen vermochte und ihm ein Gefühl von Halt und Zuneigung gab.
      Problematisch könnte überdies gewesen sein, dass er im zarten Kindesalter mit Elisabeth verlobt worden war, sie ihm von den königlichen Vätern als Zeichen des Friedens zwischen Spanien und Frankreich als Gemahlin versprochen wurde.
      Um die dynastische Verbindung der beiden Staaten nicht durch langes Warten aufs Spiel zu setzen, freite dann Philip II. selbst um Elisabeth, heiratete sie als 14-Jährige.
      Infant Don Carlos starb unter sonderbaren Umstände im Sommer 1568 im Hausarrest. Elisabeth traf das wohl wie ein schwerer Schicksalsschlag, weil sie sich an Carlos‘ Tod mitschuldig fühlte. Das schwächte ihre eigene gesundheitliche Kondition, so dass sie ebenfalls erst 23-jährig noch 1568 an den Folgen der fünften Schwangerschaft starb. Ein tragisches Geschehen.
      Genau wie Philipp II. um seine „Beinahe-Schwiegertochter“ warb, tat das auch Sem-Juda (Sumu-Abi) mit Schwiegertochter ar-Tamara.
      Siehe hier: http://www.vineyardsaker.de/2023/12/28/zur-herkunft-der-semiten-2/#comment-126943

      Was sich ar-Tamara von dem außerehelichen Techtelmechtel mit Tirigan-Orion versprach, bleibt ihr Geheimnis. Es liegt nahe, dass weder Ehemann Ger noch der wesentlich ältere Sem-Juda ihre Erwartungen als junge Frau zu erfüllen vermochten. Obwohl sie inzwischen Arpachschad geboren hatte. Nach der Tötung Sem-Judas verschleppte Tirigan seine herrschaftliche Konkubine mit dem Söhnchen nach Mari, wo sie ihm ebenfalls einen Sohn gebar.
      Damals dürfte ar-Tamara wohl klar geworden sein, dass es an Tirigans Seite kein dauerhaftes Liebesglück für sie geben würde.
      Erst durch das harte Eingreifen ihres Vaters Lamech, der die weltlichen und privaten Angelegenheiten neu ordnete, fand sie in der Partnerschaft mit dem Puzzur von Assur ab 505 ndFl das ersehnte familiäre Glück. Als Mutter des Perseus verehrten die Griechen sie als Danae-Naema (=Diana, Artemis).

  28. Wie durch meine Kommentare ersichtlich ist, hab ich aus meinen widersprüchlichen Gedanken zur heiligen Schrift hier keinen Hehl gemacht, auch wenn es vielleicht besser gewesen wäre, darüber zu schweigen. Auf jeden Fall sollte die Position dazu Privatsache sein und bleiben.

    Doch einen Gedanken, der über das Private hinaus geht, möchte ich noch anreißen. Mir fiel auf, dass weder Isaak noch Jakob oder Jesus Christus einer heiligen Schrift bedurften. Das waren so starke Persönlichkeiten, dass ihre Absichten und Taten den Menschen ihrer Umgebung eindrucksvoll und vorbildhaft zeigten, dass sie in Übereinstimmung mit gesellschaftlichen Impulsen, den kosmischen Gesetzen und Gott handelten, also Erfolg manifestierten.

    Isaak errichtete auf dem Magan-Zug die ersten Altäre für Jahwe und hielt dort Andacht. Er musste nicht für den neuen Glauben missionieren, es war die Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit seiner Suche nach geistiger Erbauung, die seine Mitstreiter „ansteckte“.
    Als Bauherr und Architekt des Hephaistos-Tempels in Ägypten beeindruckte er die ägyptischen Handwerker offenbar derartig, dass sie keinem Anderen als ihm mehr dienen wollten. Deshalb zogen mindestens zwei Handwerker-Gruppen samt ihrer Familien mit ihm, als er Ägypten wieder verlassen musste, und wurden zu Keimen der zwölf Stämme.

    Jakob war ein überaus konstruktiver Zeitgenosse. Nicht nur, dass ihn der Pharao Menes zu seinem Berater und Unterkönig in Oberägyptens erkor. Dort ließ Jakob auf der Nil-Insel Elephantine ebenfalls ein Jahwe-Heiligtum errichten, ohne in missionarischen Eifer zu verfallen.
    Jakob lag immer an friedlichen Beziehungen Ägyptens zu den Großmächten im Norden, wo seine Halbbrüder und Verwandten an den Schalthebeln der Macht saßen, ebenso am Gedeihen seines ägyptischen Herrschaftsbereiches. Und solches Bestreben fand bei seinem Freund und Pharao stets Wiederhall.

    Zu Jesus Christus kann ich mir die Worte sparen.

    Fazit: Die Schriften entstanden erst viel später, als „kleine Männer“ nach der Macht zu greifen begannen oder diese behaupten wollten?

  29. @HPB
    Sehr geehrter HPB,
    A. „Jedes Ereignis veränderte die Jahreslänge.“ Und genau das ist es. Ich dachte, man kann mit purer Mathematik die Zeitpunkte bestimmen. Einem großen Rechenzentrum wäre das sicher möglich, wenn gewollt.
    B. „Kanaan“
    Ich habe sehr lange nach der Wortherkunft, Bedeutung und ggf Übersetzung in allen möglichen Sprachen/Dialekten gesucht. Dieses „unterworfen“ scheint mir die Problematik genau zu verdeutlichen.
    Sie, als auch Eustace Mullins (so.) setzen das Groß-Israel mit Kanaan gleich, das mag logisch sein, wenn man die Vorgeschichte und die Wortherkunft kennt. Bzw. Mullin geht noch weiter mit dem Zunamen Ham`s, also Ham Kanaan.
    Da gibt es für mich sehr viele Widersprüche.
    Mir geht es nur um das Gebiet Israel/Palästina.
    Der Isaak’sche Magan-Zug macht sich mit seinen 70 „Seelen“ (= Leuten) auf den Weg in das Land von Esau/Enak. Edom-Seirirot.
    Es gibt eine alte Erzählung (Buch ca 1830/50), ich kann es aber auf die Schnelle nicht finden, die Bilder sind sehr interessant : Kern: Da suchen Leutchen einen Weg ins Paradies um ihr Glück zu finden. Sie hatten schon vorher gehört, daß das Land urbar, blühend, mit allen möglichen offenen Obst-/Gemüsegärten, Land- und Viehwirtschaft gemacht wurde (der Garten Iduna). Nur da leben die rundäuigen, rot-/blonden Riesen und sie kamen nicht vorbei, als diese nach ihrem Tagwerk auf den blühenden Wiesen im Schatten der Bäume schliefen. Was haben sie also gemacht ? *… Ende : „Wir“ haben unser Glück gefunden.
    * Genau aus diesem Grunde hat Herr Russophilus sicherlich den Kommentar von vor Weihnachten nicht freigeschaltet. Verständlich.
    Deutsch ist eine sehr genaue Sprache. Sie haben umgangssprachlich „geschlafen“, weil sie es toleriert haben.
    C. Warum war es Noah verboten, dieses „Wunschland“ zu betreten ?
    D. Danke für die Erzählung.
    Tragisch, es sind die im Grunde „verbotenen Früchte“. Moral. Werte.

    1. „Ham Kanaan“ klärt sich, wenn man das politische Wechselspiel im Altertum einbezieht.
      Bei der „Weltfriedenskonferenz“ von Kirjat Arba (Hebron) 487 ndFl trafen zusammen:
      – Ham: Pharao Amun-Menes mit Jakob und Snofru (Ägypten)
      – Sem: Manischtischup-Ilum=Sumu-Abi=Juda (Amurru)
      – Japhet: Lamech (Zeus) mit Ach-Tit (Poseidon) und Charops (arische Herrschaftsgebiete im Iran, Kleinasien und Transkaukasus)

      Nachdem die „Weltfriedensordnung“ gescheitert war, änderten sich die Machtverhältnisse in Kanaan mehrfach.
      Über längere Zeit gehörte es zum Machtbereich von Amurru. Doch schon damals konnte Ägypten Einfluss auf das Ostjordanland bis Midian gewinnen.
      Bereits vor der „Plagenzeit“ – und erst recht danach – kämpften die Großmächte in Kanaan um die Vorherrschaft. Ägyptische Feldzüge gingen zeitweise bis an den Euphrat.
      Es wäre deshalb nicht verwunderlich, wenn man die Zeit ägyptischer Oberhoheit über die Region mit „Ham-Kanaan“ als Kennzeichen der politischen Realität ausdrückt.

  30. Nochmals zur Altersbestimmung

    Es war durchaus nicht so, dass die Redakteure des AT in ihrem Babylon-Domizil nichts Genaueres über das Lebensalter von Sem-Juda (Sumu-Abi) oder Arpachschad wussten (im Unterschied zu den daheim-gebliebenen Bauern und Handwerkern). Auch wenn Ägypten weit weg schien, hatten doch Abkömmlinge des Isaak wie Jakob und auch Josef dort in dem Herrschaftsgefüge bedeutende Stellungen erlangt und die Sethariden bereits mehrfach nach dem Thron des Pharaos gegriffen. Die ägyptischen Gepflogenheiten waren nicht unbekannt.
    Seit Pharao Amun-Menes das dynastische Ägypten etabliert hatte, oblag die Bestimmung des Thronfolgers der Amun-Priesterschaft. Diese hatte alle Zeugnisse des Kandidaten von seiner Geburt an, über die Kindheit, Ausbildung als Priester oder Kämpfer / Heerführer bis hin zur Rolle als Gau-Fürst, Unterkönig oder gar Hohe-Priester zu prüfen und zu würdigen und im Ergebnis den Anwärter mit den höchsten Thronfolge-Ansprüchen zu küren. In dieser Angelegenheit galt keine Willkür des Herrschers.
    Bei der Inthronisation wussten sowohl Amun-Priesterschaft als auch ägyptische Öffentlichkeit über das Alter des Thronfolgers Bescheid. Über die Höhepunkte und jährliche Thronjubiläen gab der bei Null beginnende Herrschaftskalender Auskunft, so dass jeder Ägypter auch das Sterbealter des Pharaos wissen konnte. (Leider trugen ungeordnete und zudem lückenhafte archäologische Funde sowie „aus der Luft gegriffene“ Angaben der AT-Autoren zum verworrenen und mangelhaften Verständnis der Altertums-Historiker bei.)

    Der wohl krasseste „Fall“ des Altertums dreht sich um Geb, um einen 7-jährigen Jungen, der zum Pharao erhoben wurde und 94 Jahre später als Pharao starb, also 101 Jahre alt wurde. Von dieser langen Frist standen ihm aber nur 15 Jahre mit den Rechten und Pflichten des Pharaos zu.
    Je nach gesellschaftlicher Position in dieser langen Lebenszeit und Quelle wurden Geb viele Namen verliehen oder falsch zugeordnet: Geb – Annubis – Phiops – Phrix – Typhon – Phritiphantes – Painozem – Ramses III – Ramses VIII.

    Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: 503 ndFl endete der „Krieg der Götter und Titanen“ mit der Vertreibung der Titanen-Fraktion um Ach-Tit – Poseidon und Tirigan-Orion vom kleinasiatischen Festland. Die danach folgende Titanen-Invasion in Ägypten, um von dort aus Kanaan zu erobern, scheiterte ebenfalls. Poseidon (Seth III) unterlag Osiris und musste Ägypten verlassen. 507 ndFl starb Poseidon im Schlafgemach der Athene-Metiadusa, die kurz darauf intrigante Machtspiele gemeinsam mit Tirigan-Orion begann.
    Tirigans Brüder festigten inzwischen von ihren Residenzen auf Kaphthera (Santorin-Atlantis) und Kreta aus die Macht des atlantischen See-Reiches.
    520 ndFl waren die Rüstungen des „Kapthoriters“ Seth IV -Atlas zu Wasser und zu Lande für eine neue Invasion in Ägypten weit genug gediehen. Er landete im Nildelta, brachte Osiris überraschend eine militärische Niederlage bei und erzwang einen Vertrag, der ihm die Herrschaft über Unterägypten (Herrschername Tifibi Radames) gewährte.
    523 ndFl wurde Geb als Sohn des Seth IV in Ägypten geboren. Bis 529 ndFl vermochte Seth IV seine Herrschaft in Unterägypten zu festigen und immer mehr Magnaten Oberägyptens auf seine Seite zu ziehen. Osiris ‚ Macht schwand dahin, so dass sich Seth IV-Atlas spätestens 530 ndFl mit einem letzten Schlag gegen Osiris auch des oberägyptischen Reichsteiles bemächtigen konnte. Während Osiris dabei starb, gelang seiner Gemahlin Isis mit dem 10-jährigen Sohn Horus die Flucht nach Nubien bzw. Äthiopien.

    Die Flucht der Isis mit dem Osiris-Sohn barg für Seth IV unkalkulierbare Thron-Folge-Risiken, da zu gegebener Zeit Horus von Geburt her höhere Ansprüche als Geb auf den Pharaonen-Thron in die Waagschalen der Amun-Priester einbringen würde. Daher nutzte er (Atlas) seine Macht als Herr über ganz Ägypten, um die Amun-Priesterschaft zur Kinds-Krönung seines sieben Jahre alten Sohnes zum Pharao zu zwingen, die seiner Forderung Folge leistete.
    530 ndFl wurde Geb Pharao. Allerdings zerrann die Macht von Seth IV – Atlas in den nächsten Jahren, und der kindliche Pharao besaß keine Machtmittel, um den Verfall aufzuhalten. Bereits 538 ndFl übernahmen die alteingesessenen ägyptischen Eliten wieder die Herrschaft. Der Staatsgerichtshof unter Thot untersuchte, ob bei der Pharao-Krönung des Geb alles mit rechten Dingen zugegangen war und annullierte den fehlerhaften Rechtsakt. Man sah von der Tötung des „falschen Pharaos“, eines Kindes, ab und schickte den inzwischen 15-Jährigen außer Landes ins Exil. Vermutlich gelangte Geb in die ägyptische Kolonie Kolchis, wo er etliche Jahre verbrachte. (Griechische Reisende beschrieben die Kolchis-Bewohner später als relativ dunkelhäutig mit schwarzem Kraushaar, den Hamiten gleichend, was auf die Nachkommen einer ägyptischen Kolonialtruppe schließen lässt.)

    Von 538 bis 567 ndFl herrschte Pharao Achmose-Neb-Pecht-Re über Ägypten. Doch 567 ndFl fiel Geb mit einem phönizischen Heer ein, um seine Thronansprüche geltend zu machen. In Dirke Nefertari fand er eine „Macht-Frau“, die gewillt war, mit Geb gemeinsam die Herrschaft zu übernehmen. Die Beiden heirateten und errichteten eine Doppelherrschaft, indem sie die Machtbereiche aufteilten. Obwohl Geb und Dirke weit voneinander entfernt residierten, brachte Dirke von 567 bis 571 ndFl mehrere Kinder zur Welt. 571 ndFl fiel Dirke einem Mordanschlag zum Opfer, ihr Bruder übernahm die vakante Herrschaft und das Gefüge der Doppelherrschaft mit Geb zerbrach.

    Geb ging erneut ins Exil (oder ins Gefängnis?). Andere Herrscher nahmen den Pharaonen-Thron ein. Gefährliche Prätendenten wie Herakles oder Chus wurden als erfahrene Militärführer ins koloniale Ausland abkommandiert oder mit Feldzügen in Asien beschäftigt. Um 587 ndFl kam Herakles nach Ägypten zurück. Chus hingegen beendete um 600 ndFl seine militärische Karriere und ging auf Reisen nach Kolchis und Urartu, dann weiter nach Assur, wo er Semiramis begegnete und einige Jahre blieb. Doch bevor der um 608 ndFl geborene Sohn Nimrod (aus dem später der assyrische Großkönig Sanherib wurde) seinen Vater richtig kennen lernte, gelangten schreckliche Nachrichten aus Ägypten zu Chus, die ihn zur sofortigen Abreise zwangen. In Ägypten hatte Herakles die Macht übernommen und – vom Wahnsinn übermannt – ein blutiges Regime errichtet, dem fast das ganze Herrscherhaus einschließlich Chus Kindern zum Opfer fiel. 610 ndFl eilte Chus herbei, um dem Wahnsinnigen die Macht zu entreißen und selbst den Pharaonen-Thron zu übernehmen.

    Der Schrecken des Herakles hatte große Lücken in die Landes-Elite gerissen. So blieb Chus nichts weiter übrig, als auch früher Verfemten wie Geb und dessen Kindern einflussreiche Posten zu überlassen, um das Reich gut zu regieren. Tatsächlich übernahmen Geb’s Söhne Posten als Gaufürsten und Hohepriester und gaben dem Pharao sicheren Halt. Chus‘ Hauptproblem bestand darin, dass er nach dem Wüten des Herakles keinen leiblichen Thronfolger (keinen Sohn) in Ägypten mehr hatte. Die Idee, Semiramis und Nimrod nach Ägypten zu holen, kam ihm offenbar nicht. Im Unterschied zu Chus besaß der inzwischen schon über 90-jährige Geb eine zahlreiche Nachkommenschaft, die überall im Reich nützliche Funktionen erfüllte.
    Schweren Herzens entschied sich Chus schließlich, eine Nachfolgeregelung mit Geb zu vereinbaren.
    Er trat 617 ndFl als Pharao zurück (wie Papst Benedikt XVI.) und überließ den Thron Geb als Nachfolger (ähnlich wie Papst Franziskus). So wurde der 94 Jahre alte Geb doch noch Pharao und regierte sieben Jahre bis 624 ndFl.

    Von allen aus dem Altertum durch archäologische Funde überlieferten Herrschern des Orients erreichte Geb mit 101 Jahren das höchste Sterbealter! Die Griechen verliehen ihm den Beinamen „Typhon“, weil beim Nahen von Geb’s Tod auch der gleichnamige „kosmische Störenfried“ ins Blickfeld trat und „die Plagen des Pharaos“ begannen. Dies geschah lange, bevor das AT-Autoren-Kollegium in Babylon zusammentrat.

  31. @HPB
    Sehr geehrter HPB, gestern Abend habe ich nachfolgendes Buch gelesen und bin aus dem Lachen gar nicht mehr herausgekommen, auch über mich selbst. Die Zusammenhänge werden klarer.
    Die These des unter Pseudonym „Jens Jürgens“ 1921 veröffentlichten Buches „Der biblische Moses als Pulver-, Sprengöl und Dynamitfabrikant“
    wurde aufgegriffen von Jürgen Rahf „Der Scharlatan Moses – Wie aus Schwefel und Feuer Gottes Erscheinen kreiert wurde“, 2015
    DER SCHARLATAN MOSES DE 1.0.pdf (archive.org)
    Auszug :
    „Die im 6. bis 3. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten eingewanderten Völker schufen dort eine Kultur, die uns heute noch in Erstaunen setzt. Ihre Bauwerke, die zum Teil heute noch zu sehen sind, erregen die Bewunderung unserer tüchtigsten Baumeister. In der Kenntnis und Verwertung der Naturkräfte waren sie außerordentlich weit gekommen, in manchen Dingen gar weiter als wir. Noch heute versteht 9 unsere Farbenindustrie die Farben nicht so dauerhaft und schön herzustellen wie die ägyptischen priesterlichen Chemiker. Die in den Grabkammern der 6000 Jahre alten Pyramide des Neh Vermed verwendeten Farben sehen heute noch wie neu aus. Unsere Ärzte und Chemiker verstehen heute noch nicht Leichen so gut einzubalsamieren wie die ägyptischen Priester. Diese kannten auch Naturkräfte und Naturgesetze, die wir heute noch nicht kennen. So wissen unsere Physiker heute noch nicht das hydraulische Gesetz, nach welchem ägyptische Baukünstler manche Wasserleitung anlegten. Weitgehend, wenn auch limitiert, waren auch ihre Kenntnisse in der Astronomie. Wie großartig das Wissen und Können dieser Priesterkaste war, kann man schon daraus ersehen, daß sie schon vor 6000 Jahren die Lese- und Schreibekunst beherrschte, daß sie Elektrizität und Blitzableiter und die Bereitung von Ölen aller Art, von Bier, von Glyzerinöl, Seife, Papier, Glas, Parfüm, sogar die Herstellung von Schießpulver und seine Verwendung zu Feuerwerkszwecken und eine Art Griechisches Feuer (bestehend aus Erdöl, Schwefel, und Salpeter) kannten (Anmerkung der Redaktion: auch die Kenntnis der Chirurgie war enorm; selbst Antibiotika kannte man).“
    „Etwa 1800 Jahre v. Chr. brach eine Horde indischer Nomaden im schönen und reichen Ägypten ein. Der ägyptische Priester und Geschichtsschreiber Manethon erzählt darüber: „Von Osten erschienen auf unerwartete Art Leute von geringer Herkunft, die mutig in unser Land einbrachen und es gewaltsam in Besitz nahmen, ohne ernsten Widerstand gefunden zu haben. Nachdem sie die Gewalthaber gefangen genommen hatten, verbrannten sie unsere Städte, zerstörten die göttlichen Wohnungen und taten den Einwohnern alle Grausamkeiten an: die einen wurden erschlagen, die Weiber und Kinder der andern zu Sklaven gemacht.“ Eine im britischen Museum aufbewahrte uralte ägyptische Schrift nennt diese eingedrungenen arabischen Hirtenvölker Aad-tu, d. h. „Kuhleute“. In der ägyptischen Geschichte bezeichnet man sie mit Hyksos (Hirtenvölker).“
    „Es gelang diesen Juden an der östlichen Nilmündung, im Lande „Gosen“, festen Fuß zu fassen. Durch Söldnerheere hielten sie die ausgesaugten Ägypter in Schach. – I. Mos. 47, 11–27, erzählt von Josef, dem jüdischen Finanzminister und Reichskanzler, anschaulich, daß er in Notjahren durch unerhörten, gemeinen Getreidewucher die Ägypter um all ihr Geld, ihr Vieh, um all ihr Land, um all ihre Habe und um ihre persönliche Freiheit gebracht habe.“

    1. @ Spatz

      Zu den Hyksos äußere ich mich nicht. Dazu gibt es bei I. Velikovsky und H. Gabriel genug an Aufklärung.

      Nur zur ägyptischen Wissenschaft, die wohl tatsächlich außergewöhnlich war, noch eine Anmerkung. Der Leuchtturm von Pharos gilt ja als das 7. Weltwunder des Altertums. Wikipedia berichtet einiges über die Funktion, die Konstruktion und den Zeitraum der Errichtung. Doch nicht die Größe und Langlebigkeit des bis ins 15. Jahrhunderte (in Resten) stehenden Bauwerks waren das Wunder sondern sein fortwährendes Leuchten. Darüber schweigt Wikipedia.

      Auf der Grundlage des Siemens-Expedition nach Gizeh im 19. Jahrhundert und dessen elektrischen Messungen an der Pyramidenspitze kamen moderne physikalische Interpreten zu der Schlussfolgerung, dass der Pyramiden-Körper eine Sammelvorrichtung der zur Ionosphäre strebenden Ionen sei. Die Kammern dienten der informationellen „Impfung“ des sich zur Pyramiden-Spitze hin verdichtenden Energiestroms, der von dort aus auf das Ziel gelenkt wurde. Folglich sei der Pharos-Leuchtturm bzw. der dortige Leuchtkörper ständig von einer Pyramide energetisch versorgt worden.
      (Übrigens werden heutzutage – auf diesem Prinzip fußend -sogenannte Sundariten hergestellt.)

      Aber soweit muss man vielleicht gar nicht deuten. Immerhin ruhte auch der Oberbau des Pharos-Turms auf einem Pyramidenstumpf, der als Ionen-Sammel-Vorrichtung fungierte, – ein Energiestrom, der auch nachts nicht völlig zur Ruhe kommt. Die Räume und Kammern im Turm-Inneren könnten genauso gut die „Impf-Funktionen“ erfüllt haben, wie sie den Pyramiden von Gizeh zugeschrieben werden.

      1. Von diesem „Leuchten“ habe ich schon gehört. Im unteren Teil der Gizeh ist Wasser. Hat man schon herausgefunden von welchem Material die Ionen stammen ? Eine sog HAARP-Anlage ? Sind es diese Kristalle (ggf Bernstein) iVm Äther ?

        1. Nach meinem Verständnis sind das Anionen, die durch die Wechselwirkung der energiereichen Sonnenstrahlung mit dem Erdboden freigesetzt werden und sich an der Oberfläche sammeln, um sich „bei günstiger Gelegenheit“ durch die Atmosphäre in Richtung Ionosphäre zu bewegen.

          Savannah Nobel hat dazu eine dreiteilige Videoserie verfasst, die mit der Siemens-Exkursion an die Pyramidenspitze beginnt und der Energiefortleitung endet.
          Link: https://www.brighteon.com/cdee4356-5c8b-4c3a-bdb6-6915c1707185

          Welche Stoffe nun die ergiebigsten Anionen-Quellen sind, dafür möchte ich meine Hand nicht ins Feuer legen.

              1. Ihre Entschuldigung nehme ich – merke aber auch an, dass es (reichlich) blogs und Foren gibt, die besser für sowas (ich hoffe, Sie bemerken, wie ich mich mühe, das höflich auszudrücken!) geeignet sind.

                Auch: *Für wen* interessant?

  32. @HPB
    Hier noch ein lesenswerter Artikel wem das Land Israel/Palästina „gehört“ (welcher „Bund“ ist gemeint)
    „Israelis oder Palästinenser: Wem gehört das Land wirklich?
    Im Nahost-Konflikt darf man die Wichtigkeit dieser Frage nicht unterschätzen.“
    Israelis oder Palästinenser: Wem gehört das Land wirklich? – Gute Nachrichten
    Auszug :
    Gott iSv Vertrag mit Abraham : „Sinngemäß sagte er: „Ich, für meinen Teil, verspreche euch das Land Kanaan [Palästina] zu geben. Euer Teil ist es, nach den Regeln oder dem heiligen Gesetz zu leben, das ich euch gebe. Wenn ihr euren Teil des Bundes brecht, bin ich nicht mehr länger an mein Wort gebunden.“
    „Von den Angehörigen des Volkes wurde aber erwartet, daß sie „seine Gebote hielten und seine Gesetze bewahrten“(Vers 45). Mit der Zeit entfernte das alte Volk Israel sich von seinen Verpflichtungen. … Es kam aber die Zeit, in der er den Bund für gebrochen erklärte: „Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund“ (Jesaja 24,5). …

    1. @ Spatz

      Die „gute Nachricht“ basiert auf der Erzählung der AT-Autoren. In Wirklichkeit traf der Ur-Ur-Enkel des Isaak namens Abraham, der sowohl dem Herrscher von Amurru wie auch später dem ägyptischen Pharao als Statthalter (oder politischer Oberaufseher) über Kanaan diente, nie mit Gott zusammen, um mit ihm einen Vertrag zu schließen.
      Soweit bei H. Gabriel nachlesbar, starb Abraham im Jahr 641 ndFl, also im gleichen Jahr, als das Siddim-Tal am Südende des Toten Meeres einstürzte – einer Spätfolge des voran gegangenen Typhon-4-Ereignisses – und den Untergang von Sodom und Gomorrha bewirkte. Typhon 4 walkte damals das gesamte ostafrikanische Grabenbruchsystem bis hin zum Jordan-Tal durch und hinterließ an diversen Schwachstellen des Erdmantels Bruchspannungen, die sich erst später „entluden“.

  33. @HPB
    Vielen lieben Dank.
    Ich werde Sie nun nicht weiter mit Fragen „löchern“ obwohl die Mosaiksteinchen noch nicht alle „offenliegen“.

    Dazu – es gäbe zwar noch viel zu kommentieren, aber es soll den Lesern überlassen werden, sich ihre eigenen Gedanken zu machen – ein Liedtext von Leonard Cohen im englischen Original :
    Give me back my broken night
    my mirrored room, my secret life
    it’s lonely here,
    there’s no one left to torture
    Give me absolute control
    over every living soul
    And lie beside me, baby,
    that’s an order!
    Give me crack and anal sex
    Take the only tree that’s left
    and stuff it up the hole
    in your culture
    Give me back the Berlin wall
    give me Stalin and St Paul
    I’ve seen the future, brother:
    it is murder.
    (…)
    You don’t know me from the wind
    you never will, you never did
    I’m the little jew
    who wrote the Bible
    I’ve seen the nations rise and fall
    I’ve heard their stories, heard them all
    but love’s the only engine of survival
    Your servant here, he has been told
    to say it clear, to say it cold:
    It’s over, it ain’t going
    any further
    And now the wheels of heaven stop
    you feel the devil’s riding crop
    Get ready for the future:
    it is murder
    There’ll be the breaking of the ancient
    western code
    Your private life will suddenly explode
    There’ll be phantoms
    There’ll be fires on the road
    and the white man dancing
    You’ll see a woman
    hanging upside down
    her features covered by her fallen gown
    and all the lousy little poets
    coming round
    tryin’ to sound like Charlie Manson
    and the white man dancin’
    Give me back the Berlin wall
    Give me Stalin and St Paul
    Give me Christ
    or give me Hiroshima
    Destroy another fetus now
    We don’t like children anyhow
    I’ve seen the future, baby:
    it is murder

    Übersetzung Deepl :
    Gib mir meine kaputte Nacht zurück
    mein verspiegelter Raum, mein geheimes Leben
    es ist einsam hier,
    es gibt niemanden mehr zum Quälen
    Gib mir die absolute Kontrolle
    über jede lebende Seele
    Und leg dich neben mich, Baby,
    das ist ein Befehl!
    Gib mir Crack und Analsex
    Nimm den einzigen Baum, der noch übrig ist
    und stopf ihn in das Loch
    in deiner Kultur
    Gebt mir die Berliner Mauer zurück
    gib mir Stalin und St. Paul
    Ich habe die Zukunft gesehen, Bruder:
    Es ist Mord.
    (…)
    Du kennst mich nicht vom Wind
    das wirst du nie, das hast du nie
    Ich bin der kleine Jude
    der die Bibel geschrieben hat
    Ich habe die Nationen aufsteigen und fallen sehen
    Ich habe ihre Geschichten gehört, habe sie alle gehört
    aber die Liebe ist der einzige Motor zum Überleben
    Dein Diener hier, ihm wurde gesagt
    es deutlich zu sagen, es kalt zu sagen:
    Es ist vorbei, es geht nicht weiter
    nicht mehr weiter
    Und jetzt bleiben die Räder des Himmels stehen
    spürst du des Teufels Reitgerte
    Mach dich bereit für die Zukunft:
    es ist Mord
    Man wird den alten
    westlichen Kodex
    Dein Privatleben wird plötzlich explodieren
    Es wird Gespenster geben
    Es wird Feuer auf der Straße geben
    und der weiße Mann tanzt
    Du wirst eine Frau sehen
    die kopfüber hängt
    ihre Gesichtszüge verdeckt von ihrem heruntergefallenen Gewand
    und all die lausigen kleinen Dichter
    die herumkommen
    die versuchen, wie Charlie Manson zu klingen
    und der weiße Mann tanzt
    Gebt mir die Berliner Mauer zurück
    Gebt mir Stalin und St. Paul
    Gebt mir Christus
    oder gib mir Hiroshima
    Zerstöre jetzt einen weiteren Fötus
    Wir mögen sowieso keine Kinder
    Ich habe die Zukunft gesehen, Baby:
    Es ist Mord

    1. Ist das Ihr Ernst, auf der Basis eines Lala-Texts von leonard cohen zu diskutieren?

      (Übrigens: War das nicht der, der öffentlich gesagt hat, er habe einen deal mit dem Teufel und sei deshalb so erfolgreich?)

      1. @Russophilus.
        nur weil es interessant ist, Satan bei der Arbeit zuzusehen, es ist wohl alles mehr oder weniger eine Liga.

        Drei Namen stechen hervor:

        Bob Dylan. War der mit dem „Deal“ (mit dem „chief commander“, sagte er).

        Leonard Cohen („You want it darker“). War Jude (oder „Jude“) und verwirrte sich (nach Schicksalsschlägen) zwischen den Religionen (Judentum+Zen Buddhismus+Jesus Christus).

        David Bowie („Blackstar“).
        I can’t answer why (I’m a blackstar)
        Just go with me (I’m not a filmstar)
        I’ma take you home (I’m a blackstar)
        Take your passport and shoes (I’m not a popstar)
        And your sedatives, boo (I’m a blackstar)
        You’re a flash in the pan (I’m not a marvel star)
        I’m the Great I Am (I’m a blackstar)

        **I’m the Great I Am**

        Im Westen nichts Neues, könnte man sagen.

      2. @Russophilus

        Mit Verlaub und Ihnen zollenden Respekt, hätte wohl doch noch ein Hinweis nötig gewesen sein müssen.
        In dem Strang geht es um die Herkunft und weitere „betreffende“ Völker auf dem jeweiligen Gebieten (Bsp. vor Kanaan, oder das ägyptische Volk). Einen Hinweis auf die „verschwundenen Völker“, die die Semiten/Zion offenbar schon gesehen haben, ergibt sich aus dem Liedtext : „Ich habe die Nationen aufsteigen und fallen sehen
        Ich habe ihre Geschichten gehört, habe sie alle gehört.“ Diesen Gedanken wollte ich öffentlich nicht anmerken, da jeder Leser die Zusammenhänge erkennen bzw. sich „auf die Suche begeben“ kann. Und wenn bitte erinnert werden darf, es ist ein Kampf gegen die weiße Rasse. Es ist durchaus eine Gratwanderung.
        Sie sagen die Wahrheit (als Karmaausgleich ?) und wir erkennen und hören es nicht. Wenn wir die Vergangenheit nicht kennen, gibt es nur eine eingeschränkte Zukunft.

        Es handelt sich also nicht um einen „Lala-Text“ des „Deal-Inhabers“.
        Wenn Sie es wünschen, kann eine umfassende Analyse beigesteuert werden.

      3. (Übrigens: War das nicht der, der öffentlich gesagt hat, er habe einen deal mit dem Teufel und sei deshalb so erfolgreich?)

        Als bekanntestes Beispiel habe ich diese Aussage recht früh über Bob Dylan gehört (und er selbst hat es auch genau so formuliert) … allerdings ist das heute in quasie überall zu finden, sowohl in Hell-ywood, als auch in der „Musik“-Branche … es gibt sogar einige die damit kokettieren, so als wäre es schick.

        Zu Herrn Cohen (und Texten im allgemeinen); da stecken tatsächlich in manchen Stücken gewisse Hinweise drin, das kann man nicht abstreiten, es schadet gewiss nicht, sie mal im Hinterkopf zu behalten.

        Aber, ob es gut ist, mir daraus eine Art „Ableitung/Formel für die Welt“ zu basteln, wage ich zu bezweifeln.

    2. Es ist ein verzweifelter Hilferuf, aus dem man keinen Optimismus schöpfen kann.

      Nachdem ich mich mit der Herkunft der Semiten und der Entstehung der Bibel befasste, kam ich zu dem persönlichen Schluss, dass wir es hierbei nicht mit der reinsten Wahrheitsquelle zu tun haben, sondern mit einer vom Zeitgeist und den jeweiligen Interessen der Autoren bzw. ihrer Auftraggeber geprägten Schrift. Auftraggeber waren herrschsüchtige Menschen und nicht Gott. – Das klingt hart.

      Für mich ist das auch hart, weil ich früher (vorher) annahm, dass die Bibel- und Endzeitexperten bei der prophetischen Vorausschau richtig liegen (was natürlich die eigene Beobachtung nicht ersetzen soll).
      Eben weil viele Erzähl-Elemente des AT nicht stimmig sind, ist sie auch als Ganzes kein verlässliches „Prognose-Instrument“.
      Es bleibt gar nichts anderes übrig, als wieder die Gesetze des physikalischen Universums, der Natur, der menschlichen Gesellschaft und des Denkens in den Mittelpunkt der Zukunftsdeutung und -planung zu stellen.
      Natürlich muss man dabei auch beachten, wie die Menschen materiell, spirituell und religiös „ticken“. Und ich habe den Eindruck, dass unter Wladimir Putins Präsidentschaft eine „strategische Synthese“ im Sinne dieser Anforderungen stattfindet, die alle wesentlichen Faktoren zweckmäßig und lebensfreundlich verbindet.

  34. @HPB
    Lieber HPB, vielen Dank nochmals für Ihre Arbeit. Mich hat es jedenfalls ein „Stück weitergebracht“.
    Man sollte „beides“ in Betracht ziehen, wie Sie richtig sagen „die Gesetze des Universums“ (dazu gehört eine wahre, tatsächliche Naturwissenschaft (keine ideologisierte).) und die insbesondere christliche Wertebezogenheit (also diese Werte auch bewußt leben).
    Ich freue mich jedenfalls, von Ihnen und den weiteren Dorfbewohnern hier, weitere Kommentare zu lesen, auch zu anderen Themenbereichen.

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