Zur Herkunft der Semiten (1)

Vorbemerkungen

Von jeher interessierten sich Menschen dafür, wann genau die Welt erschaffen wurde und was den Schöpfer dazu bewog.
1650 veröffentlichte der irisch-anglikanische Theologe und Bischof James Ussher (1581-1656) – Erzbischof von Armagh, Primas von Irland – sein Werk „Die Annalen des Alten Testaments, hergeleitet von den frühesten Anfängen der Welt“. Darin bestimmte er den 23. Oktober 4004 v. Chr. als Termin des göttlichen Schöpfungsaktes gemäß dem Julianischen Kalender. Nach Bischof Ussher kamen andere Geistesgrößen wie Isaac Newton zu ähnlichen Ergebnissen.

Obwohl Theologe war James Ussher zweifellos ein Universalgelehrter seiner Zeit, längst hatte sich das heliozentrische Weltbild von Kopernikus in der Astronomie durchgesetzt, die Keplerschen Gesetze waren seit 1609 bekannt, was der Kalender-Wissenschaft neue Impulse gab.

In der Neuzeit griff Herbert Gabriel das Werk Bischof Usshers wieder auf und versuchte, es durch die Re-Historifizierung der Altertumsgeschichte zu vollenden. Nimmt man den Schöpfungstag 23. Oktober 4004 v. Chr. als Kalenderanfang an, so dürfte völlig klar sein, dass die biblische Sintflut zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt, als die Erde von Menschen schon gut besiedelt war, stattfand und folglich viel näher zur Gegenwart ist, als weithin vermutet wird.

1. Furchterregende Wandelsterne und Kometen

Noch bis ins späte Mittelalter sorgte das Auftauchen von Kometen am Firmament beim einfachen Volk und auch beim Adel für Furcht und Schrecken. Astronomen wie Tycho Brahe beobachteten die Gestirne, um kaiserliche und königliche Hoheiten vor drohender Gefahr zu warnen.
Aus der griechischen Mythologie war bekannt, dass Zeus als Oberhaupt der Götter jahrtausendelang mit dem Ungeheuer Typhon kämpfen musste, um es zu besiegen und in die göttliche Himmelsordnung zu zwingen. Die Sage lässt vermuten, dass Angst und Schrecken durch katastrophale Erlebnisse im Laufe der Menschheitsgeschichte geprägt wurden. Könnte also „Typhon“ als Zerstörer der irdischen Welt (und Werkzeug Gottes) jener Schreckensauslöser gewesen sein?

2. Katastrophen-Ereignisse und Kalender

Im weiteren folge ich der Chronologie Herbert Gabriels.
Vor der ersten Begegnung der Erde mit Typhon lagen die magnetischen und geografischen Pole auf der gleichen Position beim heutigen Magnetpol in Kanada, die Sonne ging im Osten auf.
Typhon 1 fand 4004 v. Chr. statt. Der geografische Pol verlagerte sich nach heutiger Gradeinteilung auf 60° Nord und 10° Ost im heutigen Nordmeer westlich Mittelnorwegens. Die Sonne ging im Westen auf! Das Jahr hatte vermutlich 260 Tage gemäß dem aztekische Kalender. Die Umwälzung führte zur weitgehenden Auslöschung großer Teile der irdischen Flora und Fauna sowie menschlicher Kulturen.
Typhon 2 fand 2535 v. Chr. statt. Der geografische Pol veränderte sich auf 86° Nord und ca. 150° Ost. Die Sonne ging wieder im Osten auf. Das Jahr hatte 320 Tage.
Typhon 3 fand 880 v. Chr. statt, die Zeit der Sintflut. Der geografische Pol wanderte auf 77° 10′ nördlicher Breite und 162° 20′ östlicher Länge. Die Sonne ging wieder im Westen auf. Das Jahr hatte 360 Tage.
Typhon 4 fand 256 v. Chr. statt, die Zeit der Plagen des Pharaos und des biblischen Exodus. Der geografische Pol gelangte auf 87,75 ° Nord und 99,5 ° Ost. Die Sonne ging wieder im Osten auf. Das Jahr verlängerte sich auf 361,25 Tage.
Weitere „himmlische Rendezvous“ der Erde verliefen ohne Richtungswechsel des täglichen Sonnenlaufes.
204 v. Chr. kam es zum „Sonnenstillstand“ über mehrere Stunden. Das Jahr verlängerte sich auf 375 Tage!
152 v. Chr. fand die „Xerxes-Nacht“ statt. Der geografische Pol gelangte auf 90 ° Nord in die heutige Position. Das Jahr stellte sich auf 365,24 Tage ein, die Grundlage des julianischen Kalenders.

3. Klimawandel und Völkerwanderung

Vor dem Schöpfungsakt Typhon 1 befand sich das nördliche Polargebiet im heutigen Kanada. Trotz sonnen-näherer Umlaufbahn der Erde lag Nord-Amerika unter einer mächtigen Schnee- und Eisdecke und war für Flora, Fauna und Menschen zu unwirtlich. Europa und Asien sowie andere äquatornahe Regionen boten für Natur und Menschheit gute Lebensmöglichkeiten. Die sibirischen Gebiete östlich des Urals waren ein dicht bevölkerter, natürlicher „Garten Eden“ mit mildem Klima.
Während im Norden Europas und Asiens arische Völker lebten, waren Mittel- und Südeuropa sowie Westasien von karischen Völkern, als Megalithiker, Lapiden oder Zyklopen bezeichnet, in dörflicher Kultur besiedelt.
Mit dem Ereignis Typhon 2 verlagerte sich das arktische Gebiet nach Skandinavien. In Nord-Amerika begann die Vergletscherung abzutauen, während Nord-Europa unwirtlich kalt wurde und dauerhaft vereiste. Obwohl sich die Erd-Entfernung von der Sonne vergrößerte, blieb der „Garten Eden“ Sibirens erhalten. Noch heute künden schock-gefrorene Mammute davon, dass damals dort riesige Mammut-Herden alles Nötige zum Leben fanden. Die germanischen Arier Nord-Europas wanderten süd- und ostwärts aus. Teils zogen sie in die Gebiete der karischen Völker Mittel- und Südeuropas, teils zogen sie nach Sibirien.
Typhon 3 beendete den „Garten Eden“ in Sibirien abrupt. Der geografische Nordpol stellte sich nördlich der Neusibirischen Inseln ein, die zwischen 73°bis 77° nördlicher Breite und 135° bis 151° östlicher Länge liegen. Kälte und Vereisung breiteten sich in Sibirien aus, während die Gletscherreste in Nordost-Amerika verschwanden. Skandinavien erwärmte sich, so dass dort die Gletscher wieder schmolzen. Noch bevor die Natur Sibiriens unter „ewigen Eis“ erstarb, zogen die arischen Völker in Richtung wärmerer Gefilde. Große Gruppen wanderten südwärts nach Mittelasien und wurden von den Nachdrängenden in das Hochland von Iran und Afghanistan getrieben, von wo aus sie in das Fünf-Strom-Land des Indus-Tales gelangten. Die Völker der alteingesessenen Indus-Kulturen wichen unter dem Druck der Arier süd- und ostwärts (in die Ganges-Ebene) aus, andere beschlossen, ohne Kampf an Bord ihrer Schiffe zu gehen und entlang der Küsten im Westen und Süden nach neuem Siedlungsraum zu suchen.

4. Die Besiedelung Mesopotamiens zur Zeit der Sintflut (Ereignis Typhon 3)

Nach Typhon 2 war Mesopotamien zunächst von bäuerlichen und Städte bauenden Proto-Euphratern besiedelt. Vorsintflutliche Keramik-Funde bei Samarra zeugen durch Farb- und Formschönheit von hoher Meisterschaft und Kultur. Später wanderten früh-kanaanitische Völkerscharen aus dem wüster werdenden Grasland der arabischen Halbinsel ein und übernahmen das gesamte Tiefland samt der Städte der Proto-Euphrater. Obgleich mit den karischen Megalithikern verwandt, hausten sie mangels Gestein im Schwemmland meist in stroh- bzw. schilfbewehrten und aus luftgetrockneten Lehmziegeln errichteten Hütten oder gar Zelten. Sie bewirtschafteten kleine Felder oder beweideten mit ihren Herden das umliegende Grasland.
80 Jahre vor der Sintflut näherten sich der Küste an den Flussmündungen „schwimmende Ungeheuer“, die fisch-ähnlich gekleidete Wesen mit sich brachten. Die Mesopotamier sahen mit Erstaunen, wie unter den „Fischhäuten“ normale Menschen zum Vorschein kamen, mit denen man sich gestisch und sprachlich verständigen konnte. Die Ankömmlinge begehrten Siedlungsplätze. Sie brachten nicht nur die nützlichen Erfahrungen von straffer, hierarchisch geprägter Organisation und Administration auf Expeditionsreisen mit, sie verfügten auch über nautische, astronomische sowie mathematische Kenntnisse, wussten über Steinbauten und Bewässerungsanlagen Bescheid und brachten Saatgut und Werkzeuge mit.
Die Ankömmlinge – Sumerer genannt – kamen in drei Schüben. Der Anführer der ersten Gruppe namens Oannes (= Ea) macht sich zum König von Bad-tabira (= Pautiblion = Babylon). Dank des überlegenen Wissens und administrativer Kunst konnte er überall Stadtkönige ernennen, um die Gemeinschaften zu größeren wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen anzuspornen. Doch da Sumer am nördlichen Wendekreis der Sonne im Sommer sehr heiß und trocken war, zogen die Großkönige das Hochland von Aratta um Anschan als Residenz vor. 40 Jahre vor der Sintflut folgte auf Ea Anudotos (= Anu) als neuer Großkönig Sumers, auf welchen Utnapischtim von 5 Jahre vor der Flut bis 30 Jahre nach der Flut regierte.

Im Jahre 9 vor der Flut wurde Dumuzi, der Schäfer (also früh-kanaanitischer Herkunft), von Anu zum Stadtkönig von Babylon ernannt. Dumuzi begehrte des Großkönigs Tochter Inanna zur Gemahlin, wurde aber abgewiesen. Stattdessen wurde Inanna noch vor der Flut mit Enkidu, dem Bauern, aus dem sumerischen Adel verheiratet, dem sie den Sohn Enmerkar gebar. Von Inannas ersten Gemahl wurde berichtet, dass er durch die Sintflut den Verstand verloren hätte, zu einem Tier geworden und schließlich verschwunden sei.
Wie Dumuzi die Sintflut überlebte, ist nicht überliefert. Die königlichen Beobachter von Aratta protokollierten folgenden Augenzeugenbericht: „Da sahen wir in der Ferne eine große graue Wolke am Himmel hochsteigen, immer höher und immer näher. Doch dann mussten wir feststellen, dass es keine Wolke war, sondern eine hohe und gewaltige Wasserwand, die rasend auf uns zukam.“
Die Hunderte oder mehr als tausend Meter hohe Flutwelle riss im Tiefland den Kulturboden, menschliche Bauten, Pflanzen und Tiere weg oder begrub sie unter Schlamm. Mehr als 90 Prozent der Tieflandbewohner kamen ums Leben. Nur Wenige, die einen „Kasten“ wie Noah besaßen oder sich im Hochland aufhielten, überlebten die Katastrophe.

5. Die Semiten nach der Sintflut

Kalenderberechnungen zu Noahs Reise mit der Arche ergaben, dass er nach zehn Tagen wieder festen Boden fand. Ähnlich dürfte es anderen „Kasten-Fahrern“ auf dem Wasser ergangen sein.
Für die Hochlandbewohner von Anschan bot sich in der Tiefe, wo früher Mesopotamien gelegen hatte, ein schrecklicher Anblick. Dort dehnte sich „das Gewässer der Sintflut“, der „Abzu“, viel größer als das Meeresbecken des Persischen Golfes, bis vor die Tore des heutigen Bagdads reichend. Ein temporärer See bedeckte das Zweistromland, aus dem das Wasser nur langsam durch die Pforte von Hormuz abfloss.
Aus dem Hirten Dumuzi wurde der Fischer Dumuzi. An der Euphrat-Mündung beobachtet er, wie der „Abzu“ im Laufe der Zeit immer mehr Land frei gab. Wie andere auch ernährte er sich von Fischerei. Nach fünf Jahren schien sich die Meeresküste zu stabilisieren, der Euphrat bot an der Mündung günstige Liegeplätze für Boote. Also beschloss Dumuzi gemeinsam mit den Fischern, die Stadt Kisch zu gründen und wurde zu ihrem Oberhaupt gewählt.
In Anschan beim Großkönig wurde die Neuigkeit mit Wohlgefallen aufgenommen. Nach den Verheerungen der Flut begann sich das Leben im Tiefland zu normalisieren. Dumuzi, vor der Flut ein junger Stadtkönig unter Vielen, hatte sich als Einziger als überlebenstüchtig, tatkräftig und herrschaftsfähig erwiesen. Für Großkönig Utnapischtim nun ein guter Ehe-Kandidat mit der verwitweten Inanna, die ihren Freier aus der Jugendzeit noch immer mochte. Die Ehe wurde geschlossen, um den Wiederaufbau des Tieflandes zu fördern und dort die politische Kontrolle auszuüben. Schon bald gebar Inanna Dumuzi den Sohn Lugalbanda.
Da in den folgenden Jahren der sinkende Wasserspiegel des „Abzu“ weiteres Land frei gab und Kisch nun im Binnenland lag, wurde einige Zeit später die Stadt Uruk (Erech) gegründet, in der Enmerkar, Inannas älterer Sohn, als Vize für den Großkönig über das Tiefland regierte. Etwa 45 Jahre nach der Flut stellte sich die endgültige Küstenlinie ein, so dass an der Mündung des Euphrat Enmerkar nun die Hafenstadt Eridu gründete. Lugalbanda nahm Nimsun (= Nisaba), die Tochter seines Halbbruders Enmerkar zur Frau und folgte diesem als Vize-Herrscher in Uruk. Dem jungen Paar wurden die Söhne En-men-bara-gisi und Gilgamesch geboren. En-men-bara-gisi begründete die sabäische Hauptdynastie von Kisch, während mit Gilgamesch die Kalam-dug-Dynastie von Uruk begann, die später ganz Mesopotamien unterwarf.

Enmerkar war der letzte Sumerer als Vize-Herrscher des Großkönigs in Mesopotamien. Alle ihm nachfolgenden Dynasten in Kisch und Uruk trugen sumerisches und semitisches Erbe in sich.
Als die Enkel geboren wurden, regierte Dumuzi (=Dagan od. Dagon) immer noch in Kisch. Er hatte sich wieder der Viehzucht zugewandt, was ihm erneut den Namen „Dumuzi, der Hirte“, einbrachte. Die Bewohner Kischs begegneten ihm und seiner Gemahlin Inanna mit großem Vertrauen und Ehrerbietung. Sie begannen sogar, Altäre zu errichten, um Andacht zu halten und ihnen zu danken. Nur wenige Jahre später erfreuten sich auch Lugalbanda und Nimsun solcher Verehrung. Nimsun’s zweitem Namen Nisaba wurde die Bezeichnung „Sabäer“ für die Anhänger des Kultes um Dumuzi, Inanna und Nimsun entlehnt, einem der bedeutsamsten semitischen Völker des Zweistromlandes.

6. Von Gilgamesch bis Puzur-Assur

Gilgamesch wurde etwa 37 nach der Flut (n.d.Fl.) geboren; Dumuzi starb 52 n.d.Fl. Seine Witwe Inanna residierte kuz in Uruk. Mit Dumuzis Tod ging ein gesellschaftlicher Halt verloren. Gilgamesch und andere junge Leute begannen in Enmerkar zu dringen, dass es zeitgemäß sei, die Gefolgschaft zum Großkönig in Anschan / Aratta aufzukündigen und sich selbständig zu machen. Bei über Wochen oder Monate gehenden Laufzeiten von Depeschen ins Hochland bis zum Eintreffen des verlangten königlichen Ukas verging oft zu viel Zeit, um der Notlage abzuhelfen. Manchmal verstanden die königlichen Ratgeber den Ernst der Lage nicht, rieten falsch oder zauderten. Das etwa waren die Argumente an Enmerkars Adresse, um die Geschicke in die eigenen Hände zu nehmen.
Der Vize-Herrscher, damals etwa 60 Jahre alt, zögerte und zauderte, zumal der Großkönig solche Ambitionen missbilligte. Schließlich ließ er eine Volksabstimmung durchführen, die eine Mehrheit für die jugendliche Fraktion der Abtrünnigen ergab. Gilgamesch wurde 53 n.d.Fl. zum Anführer des Heeres gewählt, das zum Großherrn ziehen sollte, um ihm die Botschaft zu überbringen. Die Legende besagt, dass Gilgamesch sogar bis uns Land seiner Vorfahren (Indus-Tal) zog, um das „Kraut des ewigen Lebens“ zu holen. Realpolitisch wollte sich der Jüngling wohl nur vergewissern, ob der Machtwechsel in Mesopotamien von dort bedroht sei.
Enmerkar, seit 53 n.d.Fl. König von Sumer, der als Erfinder der Keilschrift gilt, starb 75 n.d.Fl. Ihm folgte Enmenbaragisi. Gilgamesch übernahm nach seiner Rückkehr in Uruk die Herrschaft von 53 bis 83 n.d.Fl. über Südmesopotamien, wo er die Städte Lagasch und Ur gründete. (In Ur wurde auch sein Grabmal gefunden.) Ebenso wohl auch die Stadt Mari, später ein wichtiges administrtives Zentrum der Sabäer. Im Jahr 83 n.d. Fl. starb König Enmenbaragisi, doch der Regent von Kisch, der bedeutendsten Stadt Mesopotamiens, machte Gilgamesch – dem letzten leiblichen Nachkommen der Gottkönige von Aschan, die Herrschaft streitig. Er musste 93 n.d.Fl erst seinen Neffen Agga besiegen, bevor er mit dem Namen Mesa-Lim die Herrschaft als Gottkönig antreten konnte. Er starb 126 n.d.Fl. In der Überlieferung gilt Gilgamesch zu zwei Dritteln als von den Göttern (Sumerer – Enkidu und Inanna) und zu einem Drittel von den Menschen (Dumuzi) abstammend.

Ob nun wegen der wachsenden Bevölkerungsdichte oder weil die Verfügungen Gilgameschs und seiner Nachfolger das Leben erschwerten, viele semitische Sabäer von Kisch zogen nordwestwärts und siedelten sich am mittleren Euphrat an. Sie gründeten dort u.a. die Städte Nisibis (=Soba), Ebla und Haran.
Nach Gilgamesch zerfiel das Großreich in einzelne Herrschaften unter verschiedenen Dynastien. Um 200 n.d.Fl. begann die Dynastie von Lagasch zu erstarken und unterwarf die Dynastien von Uruk und Mari. Um 270 n.d.Fl. herrschte Eannatum über ein imperiales Großreich, das weit über die Grenzen Sumers von Gilgamesch hinaus reichte und auch das Saba-Land (= Zabalam) umfasste.

Im vierten Jahrhundert n.d.Fl. erreichte eine neue Wanderwelle arischer Völker (unter Führung von Thiras?) Vorderasien und besiedelte die Bergregionen im Norden. Die neuen Nachbarn wollten sich mit dem Machtgefüge Mesopotamiens, bestehend aus dem göttlichen Großkönig und seinen sieben Regionalfürsten (= Erzengeln), die dem Großkönig von Angesicht zu Angesicht begegnen durften, arrangieren. 360 n.d.Fl. beschlossen die sieben Unterkönige, zu denen auch der arische Vater Assurs gehörte, den Großkönig Iblul-Il in Mari abzusetzen und dafür Enna-Dagan von Ebla auf den Thron zu heben- Der neue Großkönig nahm den Herrschernamen Enukduanna von Uruk (Enuk = Henoch) an. Dieser übereignete Assur die Felsnase am Tigris, auf der sich vor der Sintflut eine Stadt befunden hatte. Assur ließ dort eine neue Stadt erbauen, der er seinen Namen gab. Ab 370 n.d.Fl. übernahm Assur nach dem Tod seines Vaters die Statthalterschaft (= Puzur). 380 n.d.Fl. starb Großkönig Enukduanna, und dessen Sohn sollte auf den Thron gelangen. Doch Puzur Assur erhob sich dagegen und riss die Macht an sich. Als Großkönig nannte er sich fortan Illuschuma von Assur.
Illuschuma gilt als der Stammvater aller arischen Herrscherdynastien der Hethiter, Meder und Perser usw. Seine Erhebung gegen den Gott- (könig) machte ihn zur Personifizierung des Konflikts zwischen Gott und Luzifer. Seine Namen Illuschuma und S(ch)ema-El führen zu „Semael“. In erster Ehe gebar ihm Lilith den Thronfolger Irischum, der als Gutäer-König Eridu-Pizir inschriftlich erwähnt wird (= Abel). Illuschuma (=Adam) war in zweiter Ehe mit der Arierin Cheva (= Chepa = Eva) verheiratet, die den Sohn Kain zur Welt brachte. Kain ging später auf Wanderschaft. Weiteres bitte hier: https://www.informationen-bilder.de/altertumsgeschichte/BAND102.040.html

Kommentar HPB: Puzur-Assur = Illuschuma (=Adam) war der erste Indoarier, der auf den von den sumerischen Großkönigen (=Göttern) geschaffenen und seit Jahrhunderten von deren sumerisch-semitischen Abkömmlingen besetzten Thron gelangte. Vor seiner Empörung und Thronbesteigung diente er dem Großkönig (=Gott) Enukduanna loyal und wurde dafür reich mit eigener außerordentlicher Machtfülle beschenkt. Auf göttlicher Ebene betrachtet, fungierte er als oberster Erzengel Luzifer. Infolge seiner Empörung gegen die durch Geburtsrecht bedingte göttliche Thronfolge wurde er zum Widersacher Gottes, Satan. Jedoch fehlte es dem geburtsrechtlich bevorzugten Nachfolger an göttlicher Allmacht und menschlichen Unterstützern, so dass der satanische Machtputsch des Puzur-Assur erfolgreich verlief.
Zumindest lässt sich erahnen, aus welchen irdisch-menschlichen Quellen und Begebenheiten die biblischen Berichte über die Verhältnisse und Konflikte zwischen Gott und seinen Erzengeln entstammen.
Zudem zeigt Illuschumas Ehe mit Lilith (Sohn Abel), dass die durch ihn begründeten Dynastien sowohl indoarischen wie auch semitischen Ursprungs waren und Erbgut beider „Rassen“ enthielten.

(Kommentare bitte bei Teil 2! – R.)

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