HPB – Die englische Revolution (3)

Autor: HPB

6.4 England – Konsolidierung der Macht, Rückkehr der Monarchie und gloriose Revolution

Die politischen Spannungen im republikanischen England blieben nicht verborgen und ließen die royalistischen Kräfte im In- und Ausland neue Hoffnungen schöpfen. Nach den Rebellionen der Independents musste die Armee wieder durch Kämpfe mit äußeren Feinden „beschäftigt“ werden, um sie von den inneren Konflikten abzulenken. Außerdem bot die Rück-Eroberung Irlands die Möglichkeit, sich verschiedener Probleme zu entledigen. Durch weitere Landbeschlagnahme konnten dort einerseits Armeeveteranen auf zugewiesenem Land angesiedelt und wohlhabenden Kriegs-Kreditgebern ganze Ländereien als Gegenwert übereignet werden.

James Butler, 1. Duke of Ormonde, war inzwischen aus dem französischen Exil nach Irland zurückgekehrt, hatte die Führung der royalistischen Streitkräfte übernommen und 1649 einen Friedensvertrag mit der Irischen Konföderation von Kilkenny abgeschlossen. Royalistische protestantische und irische katholische Kämpfer gingen ein Bündnis ein, das unter Ormondes Oberbefehl stand. Das Bündnis rückte auf Dublin vor, das sich als letzter Stützpunkt unter Kontrolle des englischen Parlamentes befand, um die Stadt und den Hafen einzunehmen. Karl II. hatte James Butler dieses Ziel gesetzt, um eine feste Basis zur Anlandung seiner aus Frankreich kommenden royalistischen Streitmacht zu gewinnen.

Am 02. August 1649 ging die zahlenmäßig unterlegene Parlaments-Garnsion von Dublin überraschend bei Rathmines zum Angriff auf den Gegner über, zwang ihn zur Flucht und konnte seine gesamte Artillerie und Vorräte erbeuten. Während es der englischen Flotte gelang, die Flotte der royalistischen Invasionsstreitmacht bei Kinsale im Südwesten Irlands zu blockieren, konnte Cromwell am 15. August in Dublin mit 35 Schiffen anlegen, denen am 17. August weitere 77 Schiffe folgten. Insgesamt wurden 15.000 Soldaten mit Ausrüstung, Artillerie und Munition nach Irland übergesetzt, deren Übermacht den Gegner in die Defensive zwang. Der New Model Army gelang es, bis 1650 wichtige befestigte Städte der Iren einzunehmen, wobei in mehreren Fällen die Einwohner und die Verteidiger massakriert wurden.
Im Mai 1650 erklärte Karl II. das Bündnis mit der Irischen Konföderation für aufgelöst, weil er inzwischen einen Bund mit den schottischen Presbyterianern geschlossen hatte und eine Invasion in Schottland plante. Cromwell nutzte die Gelegenheit, um den royalistischen Protestanten ein großzügiges Kapitulationsangebot zu unterbreiten.
Infolgedessen zerbrach Irlands politischer und militärischer Widerstand. Die protestantischen Royalisten wählten Kapitulation oder Übertritt zur Parlaments-Armee. Die katholischen Iren blieben auf sich allein gestellt und verloren bis 1652 alle strategisch wichtigen Positionen. Sie kämpften in kleinen Gruppen von Stützpunkten im unwegsamen Gelände aus weiter, indem sie englische Konvois und Streifen aus dem Hinterhalt überfielen, während die englische Armee mit Terror an der Zivilbevölkerung darauf reagierte.
Krieg, Missernten, Hunger und Seuchen verlangte einen hohen Preis. Von den 1,5 Millionen Iren fanden von 1641 bis 1652 mehrere Hunderttausend den Tod. Doch auch die Parlaments-Armee hatte große Verluste infolge der Kämpfe, Verletzungen und Seuchen zu beklagen.
1652 wurde ein neues Land- und Bodengesetz erlassen, das weitere Enteignungen vorsah und die Plantations aus früherer Zeit bekräftigte. Irisch-katholischer Landbesitz in Ulster wurde unmöglich. Katholischen Iren wurde der Erwerb der britischen Staatsbürgerschaft und somit auch jegliches Wahlrecht versagt.

Noch im Mai 1650 reiste Oliver Cromwell nach England, um den Kampf gegen Schottland vorzubereiten, wo die Invasion Karls II. mit royalistischen Truppen aus Frankreich und dem HRR erwartet wurde. Er übernahm den Oberbefehl von Fairfax.
Am 23. Juni 1650 erreichte Karl II. Schottland. Er unterzeichnete dort das „Scottish Covenant“ mit der Zusicherung der Glaubensfreiheit für die schottischen Presbyterianer. Am 01. Januar 1651 wurde er in Scone zum König von Schottland gekrönt. Ab September 1650 begann Oliver Cromwell mit einem Feldzug gegen Schottland, um die Konsolidierung der Macht Karls II. zu verhindern und die Schotten nachträglich für ihren Angriff auf England im zweiten Bürgerkrieg zu bestrafen. Die Schlacht von Dunbar am 03. September endete mit einer schottischen Niederlage. In Edinburgh und Stirling stationierte Cromwell englische Garnisonen in schottischen Festungen. Im Sommer 1651 spitzte sich die militärische Lage zu. Karl II hatte eine Armee von 16.000 Soldaten mobilisieren und ausbilden lassen. Da er glaubte, Cromwell sei in den Kämpfen nördlich von Leith in Mittelschottland gebunden, entschied er sich zu einer Invasion Englands, anstatt der englischen Armee auf schottischen Boden entgegen zu treten. Dabei rechnete er in England auf Unterstützung durch Royalisten und Presbyterianer.
Am 02. August nahmen Cromwells Truppen die Stadt Perth nördlich von Leith ein. Zur gleichen Zeit hatte sich die südlicher stehende schottische Armee nach England in Bewegung gesetzt und errichtete am 08. August zwischen Kenrith und Kendal ihr erstes Feldlager. Karl II. hoffte, in Eilmärschen das Wettrennen auf London gegen Oliver Cromwell zu gewinnen. Doch Cromwell hatte dieses Manöver rechtzeitig durchschaut. Schon am 05. August führte er die Hauptkräfte in Schottland nach Süden auf Leith zurück und befahl berittenen Truppen, den schottischen Invasoren nachzusetzen und sie durch Angriffe im Vormarsch zu behindern. Gleichzeitig ließ er die Milizen in und um London mobilisieren. Thomas Fairfax wurde aus dem Ruhestand geholt, um die Abwehr zu organisieren und mit den kampfstärksten Milizen der königlichen Armee den Weg zu verlegen. Am 03. September endete der Feldzug in der Schlacht von Worcester mit einer katastrophalen Niederlage für Karl II. In den Kämpfen zeichneten sich viele Milizen als kampfstark aus insbesondere die Miliz aus Essex , was Cromwell in seinem Bericht an das Parlament lobend hervor hob.
Etwa 3.000 der Soldaten des Königs fielen, etwa 10.000 wurden gefangen genommen, von denen etwa 8.000 später nach Neu-England und Bermuda deportiert wurden.

Dem erst einundzwanzigjährigen König gelang eine abenteuerliche Flucht, die am 16. Oktober 1651 mit der Landung bei Fecamp in der Normandie endete. In der Zwischenzeit jedoch brach auch in Schottland der militärische Widerstand zusammen, so dass Cromwell die Kontrolle dort übernehmen und in Ayr, Leith und Perth Zitadellen errichten lassen konnte.

Damit unterstanden nun alle wichtigen Häfen der britischen Inseln der Regierung in London. Aber in Cardiff, Plymouth, Portsmouth, London, Newcastle oder anderswo tummelten sich niederländische Schiffe an den Lade-Kais. Ob Kohle von Newcastle nach London oder Fertigprodukte von Worcester nach London zu transportieren waren, oft unterboten die Holländer mit ihren niedrigen Frachttarifen die englischen Reeder, so dass sie erheblichen Anteil am englischen Küstenhandel hatten und prächtig mit verdienten. Sogar der Handel mit englischen, royalistisch-beherrschten Kolonien wie Barbados war in ihre Hände gefallen. Sowohl im West- wie Ostindienhandel hatten sie den Portugiesen den Rang abgelaufen. Sie beherrschten inzwischen den Ostseehandel ins Baltikum. Ihre Flotte an Handelsschiffen übertraf die aller anderen Staaten zusammen genommen. Nirgendwo anders in der Welt wurden Schiffe serienmäßig in Werften so hochsee-tauglich und preiswert gebaut wie in den Niederlanden.
Die Situation der englischen Reeder verschlechterte sich noch durch das englische Marine-Gesetz vom 10. November 1650. Das Gesetz erlegte der englischen Handelsschiffahrt eine Steuer von 15 Prozent auf, die zur Finanzierung der Kriegs-Marine und dem Schutz von Geleitzügen dienen sollte. Doch anstatt sprudelnder Steuereinnahmen gingen diese wegen der kostengünstigeren niederländischen Frachttarife sogar noch zurück. Jeder Engländer, der Seefrachten hatte, lief lieber in die niederländischen Kontore als zu den einheimischen.
Englische Reeder und Handelsgesellschaften registrierten neidvoll, wie die niederländischen Konkurrenten durch Frachttransporte und Zwischenhandel scheinbar maßlose Profite scheffelten und immer weiter expandierten. Und das trotz ihres verlustreichen Krieges bis 1648 gegen Spanien. Obendrein begannen sie nach dem Westfälischen Frieden den Handel mit Spanien zu dominieren. Jetzt 1651, nachdem die royalistische Opposition niedergeworfen war, wurde es Zeit, den Niederländern die Grenzen zu zeigen und den „Profit-Kuchen“ selbst zu verspeisen.

Am 09. Oktober 1651 wurde das erste der „Navigation Acts“ im Londoner Parlament beschlossen und trat am 01. Dezember 1651 in Kraft. Verfasser dieses Gesetzes, das Schifffahrt und Seehandel regeln sollte, war Oliver Cromwell. Gleichzeitig wurde ein Embargo gegen die royalistisch beherrschten Kolonien verhängt, um demnächst dort selbst die Herrschaft zu übernehmen.
Das Gesetz bestimmte, dass der Küstenhandel und der Fischfang in englischen Gewässern nur noch Schiffen unter britischer Flagge erlaubt war. Ebenso war die Einfuhr außer-europäischer Handelsgüter nur auf Schiffen unter britischer Flagge zulässig. Europäische Handelsgüter durften entweder auf Schiffen der Herkunftsländer oder solchen mit englischer Flagge eingeführt werden.
Das neue Gesetz war ein schwerer Schlag gegen die Rolle des niederländischen Zwischenhandels und deren Reeder und stieß dort auf heftige Opposition, denn die inner-niederländische Konkurrenz musste sich nun um einen kleineren Fracht-Kuchen balgen, dessen Tarife dabei auf Talfahrt gingen.
Außerdem hatten französische und holländische Schiffe auch Frachten für die royalistischen Kräfte transportiert, was im Ärmelkanal und angrenzenden Meeren zum Aufbringen, Durchsuchen oder Beschlagnahmen der Schiffe durch englische Marinekräfte geführt hatte.

Während die Niederländer sich ärgerten und sorgsam beobachteten, wie ihre bisherigen englischen Geschäftspartner mit dem teuren Protektionismus umgingen, segelte ein britischer Flottenverband unter dem Kommando von General George Ayscue nach Westindien und Nordamerika, um die dortigen Kolonien zurück zu gewinnen. Unter Berufung auf das geltende Embargo brachte George Ayscue im Frühjahr 1652 bei Barbados insgesamt 27 niederländische Handelsschiffe auf. Aufgrund der wachsenden Kriegsgefahr beschlossen am 03. März 1652 die Generalstaaten, mit der Flottenrüstung zu beginnen und 150 Handelsschiffe zu Kriegsschiffen umzurüsten. Nur wenige Tage später begannen auch in England die Kriegsvorbereitungen.
Am 29. Mai 1652 fand das erste Gefecht der Seestreitkräfte beider Staaten statt. Am 10. Juli wurde der Krieg erklärt, und bereits am 12. Juli fing General Ayscue einen von Portugal kommenden niederländischen Geleitzug ab, wobei sieben Handelsschiffe erbeutet und drei versenkt wurden. Das deutet darauf hin, dass englischerseits bewusst die Kriegserklärung so erfolgte, dass die unterwegs befindliche, fast wehrlose niederländische Handelsflotte sofort erbeutet werden konnte. Überraschende Angriffe auf holländische Geleitzüge prägten die Anfangsphase des ersten englisch-niederländischen Seekrieges, als der Feind noch nicht auf Krieg eingerichtet war. Die Kriegs-Initiative ging folglich von der britischen Seite aus, die auf Protektion des Heimatmarktes und ihrer Kolonial-Sphäre aus war.
Noch im Herbst 1652 neigte sich die Waage von Sieg und Niederlage zugunsten der Niederländer, um sich dann im Folgejahr in die Gegenrichtung zu bewegen.
Am 08. Mai 1654 beendete der Friedensvertrag von Westminster den Kriegszustand. Die Sieben Provinzen der Niederlande anerkannten das Commonwealth und verpflichteten sich, die Navigation Acts zukünftig zu respektieren.

Der erste Seekrieg von 1652 bis 1654 verdeutlicht, dass englischerseits, ebenso wie bei den Niederländern, die Handels- und Kolonialinteressen im Mittelpunkt standen, denn die versprachen den höchsten Profit. Auch konnten Schiffbau, Rüstungsindustrie und Zulieferanten davon profitieren.
Zum Schutz der britischen Wirtschaft mussten die Niederländer von der Küstenschifffahrt und dem Zwischenhandel Britanniens fern gehalten werden. Um den Protektionismus notfalls auch gewaltsam durchzusetzen, brauchte es starke Seestreitkräfte und musste bereit sein, davon rücksichtslosen Gebrauch zu machen. All das wurde im ersten Seekrieg als einem Krieg um die Seeherrschaft realisiert.

Der Krieg brachte die englische Wirtschaft in Schwung. In Irland wurden Veteranen der New Model Army auf enteignetem Land angesiedelt, was der Armee neuen Zulauf einbrachte. Kriegs- und Handelsmarine warben überall um Matrosen und Offiziere, wodurch die Heuer stieg.
Doch der breite wirtschaftliche Aufschwung darf nicht darüber hinweg täuschen, dass der Krieg im vorrangigen Interesse einer kleinen Gruppe von Handels- und Reederei-Oligarchen geführt wurde, die ihre Interessen politisch im Londoner Parlament vertreten ließen. Oliver Cromwell wurde zum Vollstrecker dieser Interessen. Sein Titel „Lorrd-Protector“ umreißt den Hauptinhalt seiner Funktion als Regierungs-Chef und Staatsoberhaupt in einer faktischen Militärdiktatur, nämlich durch Protektionismus unter Einsatz aller vorhandenen Machtmittel die eigenen Wirtschaftsinteressen vor auswärtigen Konkurrenten zu schützen.
In der Sphäre der Politik trat an die Stelle des befürchteten Absolutismus des Königs der reale Absolutismus des Profits anderer Machtgruppen, der von nun an nach innen und außen Großbritannien prägte.

Oliver Cromwell starb am 03. September 1658. Die inzwischen erbliche Stellung des Lord-Protektors wurde seinem Sohn Richard übertragen. Wie sich bald herausstellte, war Cromwells Sohn den hohen Anforderungen eines Regenten bei weitem nicht gewachsen. Neben der Kooperation mit dem Staatsrat spielte das gute Zusammenwirken mit den hohen Militärführern eine entscheidende Rolle. Gerade im Umgang mit Generalen und Admiralen, die zu den Stützen der Militärdiktatur gehörten, fehlte es Richard Cromwell an Führungsstärke und Durchsetzungskraft. Ein demokratisch legitimiertes Parlament existierte nicht mehr. Nach einem reichlichen halben Jahr – im April 1659 – trat der Lord-Protektor von seinem Amt zurück und reiste ins Exil.
Das leitende Militär-Kollegium stand nun vor dem Problem, ob und wie die britische Konstitution ohne einen Lord-Protektor aus dem Hause Cromwell aussehen sollte. Es beriet sich mit erfahrenen Veteranen wie dem ehemaligen Oberbefehlshaber Thomas Fairfax. Im Ergebnis beschloss es, die noch lebenden Abgeordneten des (langen) Parlamentes, einschließlich all derjenigen, die der Säuberung von 1648 zum Opfer gefallen waren, einzuberufen, um darüber zu befinden. Das im Frühjahr 1660 zusammentretende Parlament votierte für die Wiederherstellung der Stuart-Monarchie. Im Mai 1660 übertrug es Karl II. die Königswürde. Thomas Fairfax leitete die Abordnung des englischen Parlamentes, die zu Karl II.ins niederländische Exil reiste, um ihm die Parlaments-Entscheidung zu überbringen und ihn nach England zu geleiten.
An seinem 30. Geburtstag – am 23. Mai – landete Karl II. in Dover auf englischem Boden und zog am 29. Mai, vom Volk umjubelt, in London ein.

Nach fast 25 Jahren als König starb Karl II. am 06. Februar 1685 ohne einen legitimen Erben zu hinterlassen. Kurz vor seinem Tod konvertierte er noch zum katholischen Glauben, um seinem katholischen Bruder.Jakob die Thronfolge zu ermöglichen. Dieser folgte ihm am 23. April 1685 als König Jakob II. in England, Schottland und Irland nach.
Am 30.Juni 1688 endete ein Gerichtsverfahren gegen den Erzbischof von Canterbury und sechs anglikanische Bischöfe, die auf die Verlesung der königlichen „Nachsichtserklärung“ in den Kirchen mit einer Petition an den König für mehr religiöse Toleranz geantwortet hatten und wegen Volksverhetzung inhaftiert und angeklagt worden waren, mit Freispruch. Am gleichen Tag wurde bei Wilhelm III. von Oranien, dem Statthalter der Niederlande und Schwiegersohn Jakobs II., eine Abordnung protestantischer Adliger aus England vorstellig, die ihn um sein Eingreifen bat, noch ehe England gänzlich re-katholisiert sei.
Am 06. November 1688 landete eine niederländische Armee unter Führung von Wilhelm III. von Oranien in England. Der König hatte geglaubt, die Invasion mit eigenen Kräften abwehren zu können und deshalb auf französischen Beistand durch Ludwig XIV. verzichtet. Doch inzwischen hatten seine Re-Katholisierungs-Maßnahmen das protestantische Offizierskorps so verärgert, dass es ihm den Befehl verweigerte. Jakob floh am 11. Dezember aus London und verließ am 23.12.1688 England.
Am 12. Februar 1689 erklärte das neu einberufene Konventionsparlament Jakobs Flucht als Abdankung und erhob dessen Tochter Maria zur Königin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Wilhelm III. von Oranien herrschen sollte. Am 11. April 1689 übernahm das schottische Parlament diese Beschlüsse.

Der Machtumsturz verhinderte eine absolute Monarchie und bereitete der konstitutionellen Monarchie den Weg. In Form der „Bill of Rights“ wurde einerseits die künftige Thronfolge geregelt, andererseits erhielt das Parlament auf Dauer das Recht, gemeinsam mit den königlichen Gerichtshöfen den Inhalt und die Grenzen der königlichen Vorrechte zu bestimmen. Im Verlauf der folgenden zwölf Jahre bis 1701 entstanden so die konstitutionellen Fundamente der neuen englischen Monarchie.

Und noch ein letztes Datum aus jener Zeit:
Nach der Vernichtung des niederländisch-englischen Smyrna-Konvois 1693, eines Geleitzuges von Hunderten Handelsschiffen im Schutz von einigen Kriegsschiffen, im Mittelmeer durch die französische Flotte, herrschte aufgrund der gewaltigen Verluste bei Londoner Händlern und Versicherern Krisenstimmung. Etliche Beteiligte gingen pleite. Staatseinnahmen für die dringend benötigte Flottenrüstung waren knapp.
In dieser Situation erklärte eine Gläubigervereinigung die Bereitschaft, der Regierung eine Anleihe zu gewähren. Dafür erhielt sie am 27. Juli 1694 das königliche Privileg, unter der Firma „The Governor and Company of the Bank of England“ eine Notenbank als Aktiengesellschaft zu gründen. Das Stammkapital in Höhe von 1,2 Mio. Pfund ging als Darlehen mit Zins von 8 Prozent p. a. an die Regierung. Das Unternehmen erhielt das Recht, Bankgeschäfte zu betreiben und Banknoten in Höhe des Stammkapitals in Umlauf zu bringen. Geschäfte zur Finanzierung der Regierung bedurften der Zustimmung des Parlamentes.
Das war die „Geburtsstunde“ der berühmt-berüchtigten „Bank von England“, dem Tier der Johannesoffenbarung, „das aus dem Meer aufstieg“!

6.5 England – Ein aktueller Ausblick (Stand 31.12.2018)

Als im September 1658 Oliver Cromwell starb, hinterließ er ratlose Mitstreiter und einen unfähigen Nachfolger. Dennoch gab es in England etliche klar denkende Männer wie Thomas Fairfax, die schnell Wege aus der Krise des Commonwealth fanden. Bis zur Wieder-Errichtung der Monarchie vergingen nur 21 Monate, bis zur Auflösung der Armee reichlich zwei Jahre.
Das heutige Großbritannien befindet sich angesichts des Brexits ebenfalls in einer wirtschaftlichen und politischen Krise. Nur dass heute mit gefälschten Zahlen, gefälschten Meinungen, Täuschungen, Illusionen und falschen Agenden von politischen Marionetten mit einem Zerrbild der Realität ein politischer Trennungs-Prozess von der EU „gestaltet wird“.
Die herrschende Klasse ist zerrissen und fragmentiert. Selbst für die eigentlichen Drahtzieher des Brexit wird es nicht leichter, die Fäden in der Hand und den Durchblick zu behalten. Bis die einfachen Briten (auch im Hinblick auf die Zuwanderer) die Tragweite und die Folgen ihrer vermeintlich „demokratischen Entscheidung“ überblicken, dürften Jahre vergehen, die immer wieder von gesellschaftlichen Kollisionen und Meinungsumschwüngen geprägt sein werden.
Ob die Konventionen des seit 1700 entstandenen britischen Parlamentarismus dem jetzigen Wandel politischer Kräfte genügend Raum und Einfluss geben, ist durchaus fraglich.

Ich halte es für möglich, dass die politische Krise infolge wirtschaftlichen Einbruchs in eine allgemeine Staatskrise und in gesellschaftliche Agonie Großbritanniens mündet, in der keine Politiker-Marionette mehr bereit und fähig ist, den Staat als Premier-Minister durch die Untiefen und Stürme der gesellschaftlichen Umwälzung zu führen. Ob dann aus dem Volk ein kompetenter und charismatischer Anführer als „Fährmann“ hervor steigen wird, ist zwar nicht auszuschließen aber doch zweifelhaft.
Dann verbliebe als letzter „konventioneller Anker“ Britanniens nur die Monarchie. Es wäre dann also nicht auszuschließen, dass Prinz William oder Prinz Harry vorübergehend das vakante Amt des Premier-Ministers übernimmt. Wenn der Prinz einigermaßen bei klarem Verstand ist und sich auf gute Ratgeber stützt, wird er seine Sache gut machen, noch dazu von wohlmeinenden, hoffenden Briten unterstützt. So könnte aus der temporären Notlösung durchaus eine Dauerlösung werden, in deren Gefolge die Vorrechte von König und Premier im Verhältnis zum Parlament neu austariert werden müssen. Dass dabei ein absolutistisches Königtum im historischen Sinne von Ludwig XIV. entstehen würde, ist nicht zu erwarten. Jedoch sollte die staatsrechtliche Konstitution dem König so viel Handlungsfreiheit gewähren, dass er ggf. auch als fähiger Herrscher wirken kann.

Setzen wir für den Wandelprozess in Großbritannien die dreifache Dauer des Geschehens von 1658 bis 1660 an, so ergeben sich daraus etwa sechs Jahre vom Brexit 2016 an. Im Sommer 2022 dürften folglich die neuen Kulissen auf der konstitutionellen Bühne Großbritanniens allmählich Gestalt annehmen.
Ob dabei Ähnlichkeiten mit der Meiji-Restauration von 1868 in Japan, bei der damals das Shogunat abgeschafft wurde, zu entdecken sein werden, bleibt dem zukünftigen Beobachter überlassen.

43 Gedanken zu „HPB – Die englische Revolution (3)“

  1. Wow! Das hat Spass gemacht es zu lesen, war überaus informativ und ohne ideologische Bias auf den historischen Punkt gebracht (schade dass es keine „Wikipedia“ mit derartig guten Artikeln gibt). Sehr interessant auch Ihr Ausblick und der Vergleich mit der Meiji-Restauration.

    Eigentlich könnte man das auf 40 Seiten strecken und als Abschlussarbeit im Fach Geschichte abgeben.

  2. Mal wieder ganz Große Klasse, vielen Dank für diesen weiteren Teil, unter Einbeziehung des aktuellen Austritt englands aus der eu, HPB!

    Neben dem Treiben in den usppa, wird der weitere Weg der Briten für uns Deutsche bestimmt auch weiterhin von Belang sein. Die Geschichte hat ja gezeigt, daß man auf der Insel großen Wert darauf legt, daß es dem/n Nachbarn nicht zu gut ergeht (oder sie gar *friedliche* Bündnisse schliessen!), denn neben den Niederlanden hatte England ja schliesslich auch mit einigen anderen Nationen diverse Kriege – aber immerhin ging`s da nicht um Brunnen oder Schulen bauen.
    Prinz Harry dürfte jedoch nach dem gewollten Abschied (oder sagen wir lieber, der Flucht aus dem goldenen Käfig?) kaum noch in Frage kommen. Hier ging es ja auch nicht mehr blos darum, auf Distanz zu gehen, sondern um eine klare Absage und Trennung. Ich las irgendwo eindas Zitat Meghan Markels, daß es um „Leben oder Tod“ ginge – oder von Harry man „nicht das Schicksal meiner Mutter erleiden wolle…“. Und ich denke, der Peak für`s englische Königshaus ist noch lange nicht erreicht, da könnte noch einiges kommen.
    Gönnen würde ich den Briten jedenfalls was anderes, nämlich einen weisen – aber vor allem, sein Volk liebenden- König, der auch für sein Volk einsteht und keinem „Interessenkomplex“.

    Vielleicht übernimmt ja auch Charles für einige Zeit die Krone, raus aus der Prinzenrolle, er war ja viel unterwegs in der letzten Zeit, während man besorgt darüber berichtet, daß die Queen zum ersten mal aus gesundheitlichen Gründen nicht an Zeremonien teil nimmt.

    1. Sehr geehrter TB, das mit dem Großohr, war von Ihnen aber nicht erst gemeint: Oder ?
      Den Briten, das Tampon seiner Camilla, genauso wie in Frankreich, die Herrschaft, der Uralten BÖSEN Hexen, zu wünschen. wie werden wohl die uralten Hexen, ihre Burschen beherrschen, doch wohl kaum, mit ihrem Jugendlichen Liebreitz, doch schon eher, mit Satanischen Praktiken.
      Ist gar nicht Nett, denen das zu Wünschen.
      Der ist mit Sicherheit, noch um ein paar Umdrehungen Perverser und AMenschlicher, wie sein jüngerer Bruder.
      Das würde dann im Endefekt heißen: Seelenlose Bestien, Soziopathen und Kinderficker an die Macht.

      1. @ Felix Klinkenberg
        „Ist gar nicht Nett, denen das zu Wünschen.“ <- Habe ich das tatsächlich so geschrieben, Herr Klinkenberg?

        Ich hätte zwar viele Gründe, die Brits (weiterhin) nicht zu mögen, aber ich habe die letzten Jahre in zunehmendem Maße darauf hingearbeitet, nicht mehr alles in einen Topf zu werfen und habe damit mal mehr, mal weniger Erfolg. Als ich am 31.01. (also am Brexit-Tag) hier in meiner Stadt unterwegs war, stand da plötzlich eine kleinere Menschengruppe herum, mittendrin eine mannshohe Englandfahne und es kam ganz spontan über mich – ich drehte noch einmal um, nur um ihnen herzlich zu gratulieren, weil ich eben keine Brits gesehen hatte, sondern einfach ein paar Menschen, die um etwas gekämpft haben und eines ihrer Ziele erreichten.

    2. @ TB

      Über die persönliche Eignung verschiedener Prätendenten in der Thronfolge will ich nicht spekulieren. Wenn die Notwendigkeit da sein sollte, wird sich der Richtige finden (lassen).

      Mit dem Brexit hat nun etwas Neues für Großbritannien begonnen. Aber bis zum Jahres-Ende 2020 durch die Zoll-Union mit der EU nur mit eingeschränkter Souveränität und folglich relativ engen politischen Gestaltungs-Möglichkeiten.
      Hinzu kommt, dass in Nord-Irland Bestrebungen existieren, sich mit Irland zusammen zu schließen, um gemeinsam in der EU zu verbleiben.
      Die Schotten treten ebenfalls mehrheitlich für den Verbleib in der EU ein. In Parlament und Regierung geben dort die EU-Befürworter den Ton an. Aber man ist (war) sich einig, dass das schottische Unabhängigkeits-Referendum für die EU von 2015 eine Generationen-Entscheidung gewesen sei und frühestens erst 2025 neu darüber votiert werden solle. Doch ob sich alle Beteiligten an diese Vorgabe halten wollen oder lieber eine „Hauruck-Aktion“ anstreben?

      Ob Boris Johnson die Briten zusammen zu halten vermag, hängt von den wirtschaftlichen Perspektiven ab. Ein 2020 beginnender wirtschaftlicher Aufschwung in allen Teilen Großbritanniens könnte die lauten Stimmen der Separatisten deutlich dämpfen.
      Boris Johnson will beispielsweise 10 Freihäfen ohne Zölle und Mehrwertsteuer etablieren. Vorbild sind Singapur und Hongkong. In den Häfen könnte man die Güter „stapeln“ bzw. zwischenlagern und für verschiedene kontinentale Märkte konfektionieren, bevor sie ausgeliefert werden.
      GB würde sich zum Haupt-Zwischen-Händler auf den See-Wegen nach Europa entwickeln. Quasi wieder die Stellung, die einst im 17. Jahrhundert die Niederländer einnahmen. Das erinnert auch an das Geschäftsmodell der Hanse.

      Bevor das zum Tragen käme, müssten aber erst die EU-Fesseln ganz abgestreift werden. Die Wirtschaft in EU und GB ist gewiss an schneller Klärung aller handelsvertraglichen Regelungen interessiert. Bei den Politikern in Brüssel und Berlin sieht das jedoch ganz anders aus. Es wäre ja äußerst fatal, wenn GB jetzt konjunkturell „Fahrt“ aufnähme und der EU wirtschaftlich davon segeln würde. Ein Vorbild gar für andere EU-Austritts-Willige?!
      Wahrscheinlich werden bei der EU und im Berliner Kanzleramt schon die Messer gewetzt, um Boris Johnson den wirtschaftlichen Erfolg zu verunmöglichen. Es würde mich nicht wundern, wenn 2020 kein Handelsvertrag zustande käme, stattdessen Hürden über Hürden…

      Geschichtlich scheiterte derjenige schon öfter, der die Tür für eine neue Staatlichkeit öffnete. Meist infolge zu schnellen voran Gehens und des rasch wachsenden Widerstandes antagonistischer Kräfte. Das ist auch im Brexit-Fall zu erwarten, wobei die äußeren Gegner eher verdeckt „arbeiten“.
      Das würde bedeuten, dass Boris Johnson seine Saat nicht ernten kann, sondern derjenige, der Johnsons Werk feinfühlig und durchsetzungsstark fortführt.
      Ob wir zwischendurch ein auf England und Wales reduziertes Klein-Britannien erleben werden, weil sich die anderen Teile lossagen, bleibt abzuwarten. Gänzlich ausschließen würde ich diese Möglichkeit nicht.

      1. Zwei kurze Anmerkungen dazu:
        boris johnson muss die brits nicht zusammenhalten. Das tut das königshaus.

        Und: Ich gehe nicht davon aus, dass man in london zulassen wird, dass irland oder schottland sich selbständig machen. Zumal die brits dann auch eu-ropa so einige Sezessions-Bestrebungen anheizen und unterstützen könnten. Das kann sich die eu, die sowieso schon wackelt nicht leisten.

      2. Von mir aus ginge es auch ganz ohne Adel + Königshäuser, sehr gerne auch weltweit. Aber falls die Brits unbedingt einen König wollen, dann sollen sie ihn haben – und dabei wünsche ich ihnen den besten, den sie kriegen können!

        Russophilus hat weiter unten geschrieben, daß das Königshaus das Volk zusammen hält – ich hingegen könnte mir jedoch auch vorstellen – je nach dem wie hoch die Scheisse kocht – daß man das Königshaus auch abschaft, weil das Volk dieses elitäre Pack (aber mehr noch die Gewohnheiten, die man entwickeln kann, wenn man nicht malochen muss, stetig auf der Suche nach dem nächsten abgefahrenen Kick, geschützt von königlicher Gnaden = Imunität)) nicht mehr haben will (ich sage jetzt nur mal Jimmy Savile). Da wurden ja so einige Böcke geschossen, die dem englischen Volk auch heute noch schwer im Magen liegen ( siehe z.B. die Beliebtheit und Betroffenheit, wenn es um Lady Diana geht).
        Nun wissen wir ja aber auch, daß es neben dem Königshaus auch noch andere Player gibt, die bestimmen, was gespielt wird – weltweit gut miteinander vernetzt!

        „Wenn die Notwendigkeit da sein sollte, wird sich der Richtige finden (lassen).“

        Wenn man denn vernünftige Politik machen wöllte, liesse sich das sofort angehen. Man sieht ja am Beispiel Russlands sehr gut, daß vernünftige Politik funktioniert! Und da wären wir wieder in den usppa und den uns dargebotenem Schauspiel, das gerade läuft und dessen Ausgang für uns maßgeblich sein wird.
        Ich will nur sehr hoffen, daß wir zur gegebenen Zeit genügend & fähige (und das Vaterland liebende!) Charakter-Köpfe (mit EIERN!) parat haben werden, um die uns bevor stehenden Probleme in die Hand zu nehmen – hoffentlich radikal!

        1. Nur am Rande: Das königshaus kostet das Volk *bei weitem* weniger als die korrupte und betrügerische „demokratie“ Inszenierung.

          Was „gute Leute für die Führung“ angeht, stimme ich zu, ab er nur theoretisch. Begründung: Der Grund, der entscheidende Faktor ist die Dämlichkeit des Volkes. Das Volk würde, um es mal grob zu sagen, *nicht* fähige Leute an die Spitze bringen (u.a. weil sie die gar nicht einschätzen könnten) sondern DSDS „Stars“ oder fußballer oder dergleichen. Weil die Mehrheit, tschuldigung, nun mal nicht sonderlich helle ist.

          Und *nein*, Putin ist *nicht* der Beweis des Gegenteils. Der wurde dem Volk nämlich seinerzeit vor die Nase gesetzt. Das Besondere an ihm ist, dass er die *nicht wirklich demokratisch* verliehene Macht von Anfang an *für* das Volk genutzt hat. Das ist *seine* Qualität, *nicht* die des Volkes.

          1. @Russophilus,

            da haben Sie Recht – auch die Russen haben sich damals beispielsweise beeindrucken lassen und Jelzin wiedergewählt.

            Oder wie es Tucholsky ausdrücken würde: Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.

          2. „Nur am Rande: Das königshaus kostet das Volk *bei weitem* weniger als die korrupte und betrügerische „demokratie“ Inszenierung.“

            Natürlich sind die Millionen Pfund an das KH nichts, im Vergleich zu dem, was man „am Volk vorbei“ erwirtschaftet = zig Millarden, ermöglicht durch Mindestlöhne bei stetig steigenden Preisen für alles mögliche, Mieten und Energiepreise jetzt nur mal als Bspl. genannt.
            Aber das meinte ich auch nicht, sondern viel mehr das, was die Brits in *ihrem* König sehen (*wollen*) – das hat weniger mit Materialismus zu tun, als denn mit Herz & Liebe zum Vaterland, behütet und geführt durch einen „heiligen“ und unantastbaren König. (Gibt ja auch genügend Menschen hier bei uns, die romantisch von einer Tronbesteigung durch Hohenzollern träumen…). Es ist also eine Art Idol welches man vor sich her – oder besser gesagt, im Herzen trägt und Millionen von Yellowpress-Blättchen-Lesern , die nix anderes tun, als von roayals und anderen elitärem Abschaum zu lesen (zu träumen!), flüchten sich für Momente in diese Welt, die bestätigen das. Und ja, das gehört eben bei einer breiten Masse von Dumpfbacken dazu – aber ich hoffe, Sie verstehen was ich meine…
            Und jetzt springt auf der Bühne eine Kiste auf, heraus kommt ein Korodil und schmiert dem „heiligen“ König einen riesengroßen hässlichen Popel aufs Revers- stößt ihn von seiner erhobenen Position hinab, auf die Ebene eines Untiers.
            Oder anderes Beispiel; Sollte an dem ein oder anderem Gerüchtlein um den Vatikan etwas dran sein, oder gar mehr, und es bestätigen sich die übelsten Dinge, was mag dann in den ganzen Christenhirnen passieren?!
            Ist letztlich das gleiche, und da frage ich mich schon, wie sich das so auswirken wird. Wir leben ja schon in einer ziemlich gottlosen Zeit und man arbeitet ja auch offensichtlich gegen (Glaubens)Systeme wie König oder Kirche.
            Aber ich glaube, daß es hier auszuschweifen droht, ich wollte nur klar machen, was mich im besonderen an diesen Entwicklungen interessiert – denn mit dem Glauben (an Kirche / König), verhält es sich vermutlich ähnlich wie mit jedem anderen Fanatismus.

            Nur noch eins (da Sie ja mit Recht auf die Dämlichkeit hier zu Lande hingewiesen haben); ich habe mir eben eine Rede von Herrn Maaßen (vor der WerteUnion und Interessierten am 16.01.2020 in Bergisch Gladbach) angeschaut und war beeindruckt, wie ruhig er da über eine Stunde lang unsere politster-führung auseinander genommen und der supi-dupi-Migration (wie auch dem wdr) die Maske herunter gerissen hat.
            Ich war vor einem Jahr noch sehr skeptisch was Herrn Maaßen betrifft (und bin es noch, wenn er die Politik von „früher“ all zu sehr lobt) aber im großen & ganzen, fand ich die Rede doch sehr engagiert und entschlossen, und es sieht so aus, als ob er hier bei uns tatsächlich die Veränderungen herbeiführen will, die er in seinem Neujahrstweet verkündet hat.
            Ich wünsche dem Mann alle erdenkliche Kraft dafür und hoffe, daß er seine Ansagen auch umsetzen wird können – ohne, daß der Michel da einen großen Einfluß drauf nehmen wird(müssen)! Das sollte man dann künftigen Generationen erstmal wieder beibringen, also, was Glaube, Ethik & Moral bedeuten, was Leben wirklich ausmacht und was nicht.

            Wer sich die Rede anschauen mag, hier der Link –
            Titel:
            „Politiker die Probleme nicht lösen, werden Teil des Problems“

            Link: https://www.youtube.com/watch?v=OcakmMd-p5U&feature=youtu.be

            1. Glauben (an Kirche / König), verhält es sich vermutlich ähnlich wie mit jedem anderen Fanatismus.

              Wenn jemand Kirche und König und (religiösen) Glauben unter „Fanatismus“ subsumiert, dann sehe ich keine Diskussions-Grundlage.

              Übrigens: Selbst wenn die Chancen so schlecht stünden, dass nur 1 von 10 Königen brauchbar und fähig ist, wäre das immer noch *immens viel* besser als in der demokratie. Da nämlich stehen die Chancen deutlich schlechter als 1 zu 100.

              1. Sehr geehrter Russophilus, bei Blaublütlern kann man mal Glück und mal Pech haben ( die permanete Inzucht )
                Bei den DemoRatten weiß man es ganz genau, das NUR Soziophaten , nur Seelenlose Bestien, die ihre Seele Verkauft haben, über die Schwelle gelassen werden. Also nur Pech.

  3. Sehr geehrter HPB
    *** In dieser Situation erklärte eine Gläubigervereinigung die Bereitschaft, der Regierung eine Anleihe zu gewähren.***
    Nun wäre noch interessant zu wissen, wer diese Gläubiger waren, auf welche Materielle Basis, ewt. aus der Beute von Piratenakten, sie sich Stützen konnten, sprich wo sollte die Kohle herkommen oder fing es damals schon mit Leergeschäften an. Die Eröffnung der Zockerbude.

    1. @ Felix Klinkenberg

      Bei der Antwort kann ich nur aus meinem Verständnis der Lage schöpfen, denn Quellen über die finanzielle oder materielle Basis der Gläubiger habe ich nicht.
      Im Prinzip waren das reiche Londoner, die sich als Reeder und Fracht-Versicherer betätigten. Der Total-Verlust der Smyrna-Flotte war zwar eine wirtschaftliche Katastrophe, dennoch hatten die meisten von ihnen noch Rücklagen.
      Durch den Verlust drohten die Versicherungs-Prämien „durch die Decke“ zu gehen, ebenso drohte infolge gestiegener Risiken ein kräftiger Zinsanstieg für Kredite. Hemmnisse für zukünftige Geschäfte pur.

      Man musste also die Rücklagen „aktivieren“, um diese Kosten-Treiberei zu unterbinden, und da kam die Idee mit der Bank gerade recht. Die Rücklagen dürften damals schon überwiegend aus Kolonialhandel, vielleicht auch Sklavenhandel hergerührt haben. Für die ursprüngliche Kapital-Akkumulation war auch die Piraterie eine Reichtumsquelle.

  4. Auch nach 3 maligem Lesen verstehe ich nicht warum der Text mit Anfuehrungsstrichen endet“?

    Tolle Arbeit.

    Hatte mich ja schon die ganze Zeit ueber gefragt
    wann der hochgeschaetzte
    HPB die Arbeit an den
    „Linien auf dem Weg zur NWO“ wohl wieder aufnehmen werde.

    Noch spannender war fuer mich von Anfang an die Frage, wie HBP
    die Linien zusammenführen sollte um dann die Brücke zur heutigen Zeit zu schlagen.

    Das Ungeheuer aus der Offenbarung sticht mir ein bisschen aus der nüchternen Erzaehlweise
    hinaus……
    …… da haette ich gerne von HPB gewusst, was er sich wohl dabei gedacht hat
    und ob das soetwas wie ein Zugeständnis an den
    Geschmack und die Erwartungen der hier versammelten Leser
    bedeutet?

    1. @ firenzass

      Den Text zur englischen Revolution hatte ich bereits im Dezember 2018 fertig bearbeitet und dann zur Veröffentlichung frei gegeben. Danach habe ich einfach aufgehört.
      Es gibt von anderen Autoren gute Zusammenfassungen zur französischen Revolution von 1789 und den napoleonischen Kriegen. Die belgische Revolution von 1830 ist gut berichtet.

      Zur französischen Revolution von 1848 und den Jahren danach gibt es außerordentlich spannende Lektüre, wenn man sich an den Stil von 1850 „gewöhnt“ hat. Der Name des Autors wird Manchem vielleicht einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Es ist Karl Marx. Er verfasste „Die Klassenkämpfe in Frankreich“, worin das Geschehen von 1848 beleuchtet wird, und die Schrift „Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte“, welche die Ereignisse von der Präsidenten-Wahl des Neffens von Napoleon bis zum Sturz der Republik umfasst.
      Wenn man sich anschaut, wie der Präsident damals Schritt für Schritt das von großbürgerlichen Kräften beherrschte Parlament ausmanövrierte und schließlich das neue Kaisertum etablierte, könnte man ihn für den wieder geborenen Macchiavelli halten.
      Für alle Trump-Fans könnte Napoleon III. ein Lehr-Beispiel sein, denn der hat vorgemacht, wie das „Spiel“ mit mächtigen Gegnern erfolgreich verläuft.

      Was den Bezug zur Johannesoffenbarung betrifft, habe ich meine Zufalls-Entdeckung des „Tieres“ aus dem Jahre 2009 mit eingeflochten, weil es ja unter den Lesern auch Interessenten an solchen Bezügen gibt. Man schaue sich nur die in der Offenbarung genannten Charakteristika der beiden „Tiere“ an und schon erblickt man das Wesen Großbritanniens mit seiner BoE/CoL und der USA mit seiner FED.

    2. Ach so die Anführungsstriche am Schluss noch:
      Ich hatte den ganzen Text in einen Kommentar eingefügt und durch An- und Ausführungsstriche eingerahmt. Russophilus übersah vermutlich beim Einstellen des Textes die Strichel am Schluss. Die könnten noch entfernt werden.
      Trotz der „Strichelei“ ist das mein Text und kein Zitat von aus anderer Quelle

  5. Gute Arbeit! Danke!

    kleiner Zusatz: Nachdem Karl II am 29. Mai in London eintraf, ließ er den toten Cromwell ausgraben und die einzelnen Teile in allen Himmelsrichtungen Londons „aushängen“; aus Rache für seinen Vater.

    Barbarische (Blut)Rache gibt es nur an Orten wie den Balkan! In der Geschichtsschreibung des vornehmen wertewestens – NIEMALS! Da ist es häufig, wenn überhaupt, nur im Kleingedruckten zu lesen …

    1. Neh nicht als Rache für seinen Vater, die Väter oder Brüder, solcher Seelenlosen Bestien, musten genauso über die Klinge springen, wie jedes andere Hindernis, zu seiner Herrschaft. Das mit den in allen Himmelsrichtungen Aushängen, hat Schwarz Magische Gründe. Das so eine Gefahr, die von dem Plebs ausgeht, NIE wieder die Krone bedrängen darf und das Ritual wirkt doch bis Heute.

    2. Der sog. „westen“, lieber Sloga, besteht nur aus zwei Dingen: eine Abgestandene Brühe die man „show“ nennen könnte und dem *Kleingedrucktem*, welches man aber NIEMALS ausgehändigt oder zu sehen bekommt.
      Halt, zwei, drei Varianten gibt es noch: mitten im Spiel die Regeln ohne Vorankündigungen ändern, und tataaa: mit zweierlei Maß messen.
      Natürlich nicht ohne immer die Unschuldigen bezahlen zu lassen, Sie verstehen, die „Werte“!
      Gruß

      1. @ Luzifer

        Im Großen und Ganzen ist og. das Spielfeld des wertewestens. Wir kennen es nur allzu gut (sogar jene, die es nicht immer bzw. voll umfänglich wahrhaben wollen …). Tagtäglich durch neue Beispiele bestätigt. Das System ist das Problem; nicht einzelne Akteure (wie: Könige/Kaiser/Kanzler/Präsidenten etc.). Innerhalb des Systems haben wir natürlich Nuancen (etwas besser – eher selten … etwas schlechter – die Regel); allerdings immer ein- und dasselbe Ziel … seit Jahrhunderten.

        anderes Thema: Prozessionen – Montenegro

        Habe nach den beiden Stichwörtern „gegockelt“ und dabei nur einen einzigen Treffer gehabt (mit Einschränkung: nur die letzten 7 Tage durchsuchen): im Beitrag wird „der serb. Journalist Sloga“ zitiert (hehehe)

        https://sariblog.eu/modell-ukraine-auch-fuer-montenegro/

        zurück zum Thema: Sonntag, der 02.02.2020. Auf den Straßen Montenegros sollen 200.000 Menschen unterwegs gewesen sein; das wären dann rd. 30% der Gesamtbevölkerung (also: inkl. Albaner, Muslime, Kroaten, Roma etc.). Aber, runden wir ab; auf 25%.

        Alleine in Podgorica sollen 60.000 Menschen an der Prozession teilgenommen haben (hier können wir ebenfalls abrunden (wer mag …): bei 50.000 wären es 25% … Podgorica hat um die 200.000 Einwohner).

        ab Min. 05:00 sieht man die Menschenschlange (schreckliches Wort!) … und kein Ende … obwohl die Kamera der Prozession entgegenkommt …

        https://www.youtube.com/watch?v=Q1QXaTzvLd8

        vor der Kirche (erinnert irgendwie an die Bilder aus Teheran (Bestattung) vor ein paar Tagen … NEIN! … das sind Bilder von Christen aus Europa!)

        https://www.youtube.com/watch?v=vyd0JvozOSk

        Warum das Thema in wertewesten „nicht so gut ankommt“?

        1. Christen treten in einem nato-Staat(!!) für ihren Glauben ein. Das geht gar nicht!
        2. Serben demonstrieren friedlich; ganz ohne Gewalt. Das geht ÜBERHAUPT NICHT! Das passt doch nicht ins Bild eines „Schlächters von Balkan“, der reihenweise Genozide veranstaltet hat …

        Wie heißt es so schön: Aus dem Augen, aus den Sinn! Findet WIDERSTAND fern der Medienscheinwerfer statt, findet er irgendwie gar nicht statt. Die, von der Matrix, „organisierten“ Gelbwesten dafür allemal …

        1. Sehr geehrer Sloga, solange es die NATO nicht hindert, lassen sie die Menschen spazieren gehen, genauso wie in der Domäne de Rothschild oder auch vor dem IRAK Völker Recht Verbrechen, in der BRD. Hätten damals die Hunderttausende, statt folgenlos Spazieren zu gehen, die Zu und Ableitungen, zu allen von der Siegermacht beschlagnahmten Geländen und Gebäuden Zerstört, wäre das Blut hier in Strömen geflossen.
          Wenn es die Nato stören sollte, dann wird sie nicht zögern, die 300 000 mit einem Bombenteppich zu beerdigen. Bei den Millionen Opfern, die letzten Jahre, würde das auch nicht mehr groß auffallen.

  6. @HPB,
    vielen Dank für Ihren Geschichtsunterricht. Auch Ihr jetziger Artikel ist ein Schmankerl. Sie schreiben: „Der erste Seekrieg von 1652 bis 1654 verdeutlicht, dass englischerseits, ebenso wie bei den Niderländern, die Handels- und Kolonialinteresen im Mittelpunkt standen, denn die versprachen den höchsten Profit.“
    Immer dann, wenn ich Ihre Geschichtslektüre lese, vergleiche ich es mit der heutigen Zeit. Da hat sich ja, seitdem gar nichts geändert. Nach wie vor nur Rüstung und Profit. Dieser Krieg brachte die englische Wirtschaft in Schwung.
    Danke auch für den dargestellten Überblick auf die heutige Situation in England anlässlich des Brexits und dem evtl. einzigen Ausweg Britanniens durch Monarchie.

  7. Hallo HPB,
    danke für die ausführliche Geschichtsstunde. Besonders der Bezug zur Gegenwart macht mich nachdenklich.

    Stimmt ebenfalls, ein wirtschaftlicher Aufschwung von GB (den ich übrigens stark vermute) wäre für die EU ausgesprochen ungünstig.
    Ob allerdings die EU angesichts ihrer inneren Gegensätze und ihren gewaltig unfähigen Politikern einer halbwegs intelligenten GB-Politik, die ich Herrn Johnson wirklich zutraue, etwas entgegen setzen kann, das bezweifle ich. Hier wird sich rächen, daß die EU als Lagerplatz für abgehalfterte nationale Politiker benutzt wurde.

    1. @ Stubido

      Auf die individuelle Ebene bezogen, setzt sich der Fähigste und Beharrlichste durch (Durchsetzungsstärke). In der Vergangenheit war das meist auch der Skrupelloseste, zur Soziopathie Neigende (Beispiel Cromwell).
      Gesellschaftliche Krise verlangt also nach individueller Bewahrung und Entwicklung von Fähigkeiten einschließlich Durchblick.

  8. Im ersten Teil der „englischen Revolution“ (März 2019) hatten wir vorgreifend schon diskutiert, wie die Juden nach England kamen. Der Beginn der Zuwanderung fällt in Cromwells „Protektorats-Zeit“.
    Link: https://www.vineyardsaker.de/2019/03/20/hbp-die-englische-revolution/#comment-65318

    Nach der Diskussion dazu fasste ich einige – abstrahierende – Überlegungen zusammen, die ich nicht vorenthalten will:

    Schaut man sich um, so entdeckt man folgendes: Die Juden Osteuropas sprachen Jiddisch. Sogar im Jüdischen Autonomen Gebiet um Birobidshan (in der Äußeren Mandschurei gelegen) wird Jiddisch in Sprache und Schrift gelehrt und verwendet.
    Die Verwandtschaft von Jiddisch mit der deutschen Sprache, dem Mittelhochdeutschen, ist unübersehbar. Historiker und Sprachforscher stimmen mit jüdischen Chronisten darin überein, dass die Juden einst im Hochmittelalter im Heiligen Römischen Reich (HRR) lebten und hier sprachlich und kulturell fest verwurzelt waren.
    Als die Pest und andere Naturgewalten im 13./14. Jahrhundert die Stabilität der christlichen Mehrheitsgesellschaft infrage stellten und sie an Gottes Segen zweifeln ließ, lenkten interessierte Mächte den Blick des verunsicherten Volkes auf die Juden als vermeintlich Schuldige und feuerten die „kochende Volksseele“ zur Austreibung der Juden an.
    Die Auswanderer nahmen mehrheitlich den Weg nach Osten in Richtung Polen, Ungarn und Litauen. Und sie nahmen das im HRR erworbene Kulturniveau mit, um es weiter zu pflegen und zu tragen. Zumindest sprachlich manifestiert sich das im Jiddischen.

    Überall, wo sich Juden als Neuankömmlinge in einer zunächst fremden Mehrheitsgesellschaft ansiedelten, unterlagen sie der Notwendigkeit, sich sprachlich, in den Umgangsformen und den gesellschaftlichen Hierarchien (Herrschaftsverhältnissen) anzupassen. Sie wurden zu kulturellen Assimilanten des aufnehmenden Landes.
    Im Buch „Der Zionismus“, Abschnitt c) lässt sich darüber mehr nachlesen:
    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/10/04/der-zionismus-seine-theorien-aussichten-und-wirkungen/#Assimilation

    Bemerkenswert ist dazu, dass sie sich sehr wohl über das unterschiedliche Kulturniveau der aufnehmenden Völker und Kulturen im Klaren waren und danach strebten, die erlebte Hochkultur in ihren eigene Bräuchen zu bewahren. Siehe das Jiddische.
    Gewiss besahen sie sich die eigentümlichen gesellschaftlichen Umstände und Verhältnisse überall sehr genau, um hinter „Nutz und Frommen“ zu kommen. Und dabei kamen auch die Marotten und üblen Machenschaften nicht zu kurz. Das musste alles ausprobiert werden.

    Verallgemeinernd betrachte ich die heutige Judenheit als einen „Kulturspiegel“ der Menschheit. In ihr spiegeln sich all die Verschiedenheiten, Gegensätze und Widersprüche, die auch die ganze Menschheit prägen. Sogar das Unmenschliche und Verbrecherische.
    So wie beispielsweise der bürgerliche Nationalismus vom ausgehenden 18. Jahrhundert an bedeutsam wurde, fand er im 19. Jahrhundert in der Entstehung des Zionismus seine Entsprechung.

    Nun zu dem wirtschaftlichen Aspekt. Im Notenwechsel zwischen Manasse Ben-Israel und Oliver Cromwell wurde präzise gesagt, womit die jüdischen Zuwanderer nach England ihren Lebensunterhalt verdienen wollten: Großhandel, Geldwechsel, Handel mit edlen Metallen und Steinen usw. (Letzteres war übrigens später das erste Geschäft des jungen Mayer Amschel Rothschilds.)
    Sie wollten gewissermaßen wie Angler ihren Köder in die Waren- und Geldflüsse werfen, um kleine und große Fische an Land zu ziehen. Ein heute noch übliches Verfahren im Wertpapierhandel und anderen Geschäften. Bei Geld- bzw. Kreditgeschäften versprach Manasse auskömmliche Zinsen um 4% p.a. unter den freiheitlich-republikanischen Verhältnissen Englands. Also nicht mit den horrenden Zinssätzen wie im HRR oder Polen, wo das Judenregal nach erheblichem Schutzgeld verlangte.
    Die hohen Zinsen – gerade im HRR und Polen – hatten fatale Wirkungen weit über die Ökonomie hinaus.
    Grundsätzlich machen Wucherzinsen die Produktion miserabel, indem sie der Ertrag verteuern und die Produzenten zusätzlicher Ausbeutung durch Wucher unterwerfen. Doch ob hoher oder niedriger Zins, – überall belastet er die Produktion und tendiert dazu, die Grenzen der Rentabilität und Profitabilität schneller zu erreichen. Er zwingt dazu und ermöglicht es auch, die Bewegungsgesetze und Abhängigkeiten der Produktionsprozesse schneller geistig zu durchdringen, er beschleunigt die Entwicklung von Produkten und Produktionsmitteln auf der ingenenieurmäßigen Erkenntnisebene und deren physische Realisierung.
    Zudem spitzt er die ökonomischen Gegensätze in einem Ausmaß zu, so dass der Charakter gegensätzlicher Interessen und davon geprägter Verhältnisse den Menschen schneller bewusst und durch sie erkannt werden kann.
    Somit treibt der Zins die menschliche Gesellschaft dazu an, hinter den Gang der ökonomischen Gesetze und überhaupt aller gesellschaftlichen Gesetze zu gelangen, um den jetzt noch wirkenden Erniedrigungen zu entgehen und dafür Neues zu etablieren.

    Bezogen auf die Arbeitsteilung in Industrie und Landwirtschaft ist feststellbar, dass sie – ob regional, national oder global – dem Handelsinteresse stets entgegenkam, indem die Juden als Händler/Distributoren oder Finanziers die Möglichkeit erhielten, in die Ströme von Waren und Geld vermehrt einzutreten. Daher lässt sich das jüdische Geschäftsinteresse durchaus als motivierender Antrieb, Initiator oder „assitierender Helfer“ von arbeitsteiligen Produktionen erklären.
    Die jetzt neu entstehenden Produktionsketten mit großer Fertigungstiefe oder gar voller Integration bis hin zum finalen Produkt in Unternehmen schmälern hingegen tendenziell das Feld profitabler Zwischen-Handels-Geschäfte mit Komponenten und Vorprodukten. Deshalb wird den früheren Händlern nichts anderes übrig bleiben, als selbst in die Produktentwicklung und -fertigung zu investieren und nützliche Güter auf den Markt zubringen.

    Jedoch gibt es auch die Kehrseite des Zins- und Darlehensgeschäftes, die in der Korrumpierung des staatlichen Überbaus zum Tragen kommt, indem damit das Streben der Machthaber auf verschiedenen Ebenen nach Sicherung und Ausbau ihre Machtstellung unterstützt wird. Dadurch wird das Wirken gesellschaftlicher Gesetze verhüllt und deren notwendige Erkenntnis sabotiert.

    Erst mal so weit. Wenn es interessiert, füge ich morgen noch etwas Spezifisches hinzu.

    1. Zitat:
      „Als die Pest und andere Naturgewalten im 13./14. Jahrhundert die Stabilität der christlichen Mehrheitsgesellschaft infrage stellten und sie an Gottes Segen zweifeln ließ, lenkten interessierte Mächte den Blick des verunsicherten Volkes auf die Juden als vermeintlich Schuldige und feuerten die „kochende Volksseele“ zur Austreibung der Juden an.“

      Möchte gerne anfügen:
      Wobei auch hier wieder interessanterweise ein zwar nicht Unmittelbarer, aber doch eine relativ zeitliche wie örtliche Nähe zum Niedergang und Vernichtung der Chasaren durch u.a. Juden zu finden ist !
      Kann, muss aber nichts bedeuten ?
      Gruß

      1. Sehr geehrter Luzifer
        Das einsickern der Chasaren, in die Gebiete östlich ihres Reiches, wo sie die Ost Juden wurden und die durch Mord und Raub Reich gewordenen Chasarischen Aristokraten, sich aufmachten Europa zu Erobern und später die ganze Welt. Denn ihrgent eine Materielle Basis, muss beim Aufbau, der Herrscher Dynastien der City und Wall Street, vorhanden gewesen sein. Wenn man nichts Kaufen / Anschaffen kann, so kann man auch nichts Unternehmen ( Dreimol Null es Null es Null
        Denn mer woren en d\’r Kayjass en d\’r Schull ), macht man das auf Kredit, ist man kein freier Mensch mehr, hat dann immer noch seinen Gläubiger über sich, egal wie viel Reichtum, Er einem Zubilligt. Die Rothschilds haben , keinen Gläubiger über sich.

    2. Jetzt noch die spezifische Fortsetzung zum Obigen, leider etwas von der englischen Revolution wegführend,

      Für die Deutschen und die Juden kommt besonders erschwerend hinzu, dass nach dem WK II ein „dogmatischer Opfer-, Schuld- und Sühne-Kult“ etabliert wurde, der Beiden den geistigen Zugang zum Fortschritt verschließen soll. Zwar wähnen sich die Einen als Nutznießer und die Anderen als Ausgenutzte dieser Kulte, doch letztlich wird die Erkenntnisfähigkeit sowohl von Juden als auch Deutschen dadurch gefesselt.
      Es war ja ein deutscher Jude namens Karl Marx, der (trotz allem Für und Wider) die Funktionsweise des Kapitals so entschlüsselte („Das Kapital“, Band I 1864), dass selbst bürgerliche Opponenten ihm nicht ihre Hochachtung versagen konnten. Trotz aller kleingeistigen Kritteleien, praktisch oder auch in akademischer Forschung festgestellter Defizite, war das damals ein gewaltiger geistiger Anstoß, der auch für die miserablen Verhältnisse der Gegenwart das Nachdenken und Forschen noch lohnt.

      Doch wie gesagt, ist momentan der o. g. Opfer-, Schuld- und Sühne-Kult eine ernsthafte Erkenntnis-Barriere für Deutsche und Juden. Im Paragraph 130 „Volksverhetzung“ (3) des hiesigem Strafgesetzbuches wird Jedem eine Strafe angedroht, dessen öffentliche Äußerung böswillig unter Bezug auf Handlungen des Nationalsozialismus im Sinne einer Störung des öffentlichen Friedens auslegbar ist. Eine elastische und dennoch feste Barriere für den gesellschaftlichen Diskurs, die jeglichen Erkenntnisfortschritt außerhalb der vorgegebenen Grenzen blockiert.
      Dass freie Gespräche und Diskussionen das gegenseitige Verstehen erleichtern und vertrauensbildend wirken, kann man schon im Kindergarten oder in der Schule lernen. Was Inquisition auf geistigem Gebiet anrichtet, ist aus der christlichen Geschichte oder aus der Verfolgung Anders-Gläubiger hinreichend bekannt.
      Die zentrale Frage ist: Gibt es irgendeinen Weg über diese „Barrieren“ hinweg? Ich antworte mit „ja, aber es muss ein individueller sein“, – ein Weg außerhalb der Öffentlichkeit.
      Was im gesellschaftlichen Diskurs strafrechtlich blockiert wird, bedarf vielfältig-individueller Aufarbeitung.

      Ich verdeutliche es an einem Beispiel, und zwar mit meiner jüdischen Schwiegertochter. Bevor sie in die Ehe mit meinem Sohn einwilligte, unternahm sie intensive Nachforschungen über ihre im Holocaust umgekommenen Ahnen und Verwandten. Sie wandte sich dazu an Standesämter und andere Behörden der Heimatstädte, um eine stattliche Liste abzuarbeiten. Von mehr als einem Dutzend Namen ließ sich aber weder ein Lebens- noch eine Sterbe-Zeugnis erlangen, kein Foto, einfach nichts, so als hätte es nie einen Menschen dieses Namens dort gegeben. Schließlich vertraute sie ihre Erkenntnisse meinem Sohn an.
      Ich meine, dass erst diese individuelle Wahrheitsfindung in Gang kommen muss, ehe sie auch im gesamtgesellschaftlichen Maßstab Anerkennung finden wird.
      Mit dem Verlangen an die Adresse der Deutschen, dass sie endlich ihre historisch ererbte Schuld anerkennen sollen und büßen mögen, ist es ja nicht getan. Denn auf die Waage von Schuld und Sühne wurden „Gewichte“ aufgelegt, die dort nicht hingehören. Deshalb wäre es befreiend, wenn jeder Jude dabei hilft, diese Waage nach bestem Wissen und Gewissen – und von Wahrhaftigkeit motiviert – auszutarieren und mit einem Deutschen seines Vertrauens darüber zu sprechen.

      1. … mit meiner jüdischen Schwiegertochter. Bevor sie in die Ehe mit meinem Sohn einwilligte, unternahm sie intensive Nachforschungen über ihre im Holocaust umgekommenen Ahnen und Verwandten. Sie wandte sich dazu an Standesämter und andere Behörden der Heimatstädte, um eine stattliche Liste abzuarbeiten. Von mehr als einem Dutzend Namen ließ sich aber weder ein Lebens- noch eine Sterbe-Zeugnis erlangen, kein Foto, einfach nichts, so als hätte es nie einen Menschen dieses Namens dort gegeben. Schließlich vertraute sie ihre Erkenntnisse meinem Sohn an.
        Ich meine, dass erst diese individuelle Wahrheitsfindung in Gang kommen muss, ehe sie auch im gesamtgesellschaftlichen Maßstab Anerkennung finden wird.

        Ich schätze Sie und insbesondere Ihre Geschichts-bezogenen Ausführungen sehr, aber dabei (-> Zitat) sträuben sich mir die Haare.

        Ein Sohn bringt eine jüdische Frau an? Fein, kein Problem, ich wünsche den Beiden alles Gute (nachdem ich geprüft habe, dass das Mädchen nicht aus einer zionisten-Familie kommt). Ob die Frau, die mein Sohn will, katholisch, evangelisch, jüdisch, buddhistisch oder hinduistisch ist, ist mir völlig egal. Allerdings erwarte ich, dass *beide* Religionen berücksichtigt werden und meine Enkelkinder nicht automatisch z.B. jüdisch sind, weil ihre Mutter jüdisch ist.

        Soweit, kaum Probleme. Aber in der Sekunde, in der mir eine Schwieger-Tochter in spe mit einer Nachforschung „all ihrer im holocaust umgekommenen Verwandten“ ankäme, hätte sie ziemlich genau 10 Sekunden, um zu verschwinden und sich nie wieder bei uns sehen zu lassen.
        Einer der Gründe für meine Reaktion wäre der, dass es dieser Frau *nicht* um meinen Sohn ginge und dass sie ihn locker „wegwerfen“ würde für ihre *wirkliche* „Religion“, den holocaust. Abgesehen davon würde ich die Frau für psychisch gestört halten.

        „Mit dem Verlangen an die Adresse der Deutschen, dass sie endlich ihre historisch ererbte Schuld anerkennen sollen und büßen mögen“ … ich anerkenne *keine* solche Schuld. Null, nada, zilch. Weil ich nämlich noch nicht mal gelebt habe damals. Aber auch, weil ich mich nicht auf akut einseitige und komplett getürkte Verfahren einlasse.

        Muss ich auch nicht. Ich hatte so einige jüdisch-Gläubige – aber nicht zionistische! – Freunde – und keiner davon, nicht ein einziger war so debil, infam und dreist, mir mit der Schuld der Deutschen zu kommen. Kein einziger.

        Ähnlich stehe ich zu der Idee, dass „jeder Jude dabei hilft, diese Waage nach bestem Wissen und Gewissen – und von Wahrhaftigkeit motiviert – auszutarieren“. Wozu? Wozu bitte sollten jüdisch-Gläubige das tun? Die sind zu 99,99% genau wie ich lange danach geboren.
        Und warum müssen nicht auch wir Deutschen „dabei helfen … auszutarieren“ in Sachen brits und amis und vielleicht auch noch in Sachen italiener, denn deren Vorfahren haben doch vor 2000 Jahren viele unserer Vorfahren massakriert.

        Tot ist tot. Wenn Opfer und (angebliche oder tatsächliche) Täter tot sind, dann gibt es nichts mehr auszutarieren oder zu urteilen.

        Zu Ihrer jüdischen Schwiegertochter habe ich nur zwei Fragen – und nur die sind relevant: a) ist sie Ihrem Sohn eine gute Ehefrau? und b) ist sie ihren und Ihres Sohnes Kindern eine gute Mutter? Ich hoffe und vermute, dass die Antwort auf beide Fragen „Ja“ ist. Mehr gibt es dazu nicht zu wissen. Ob und zu welchen Gott Ihre Schwiegertochter betet, ist alleine ihre Sache.

  9. VERZEIHUNG, da beitragsfremd!
    Nur eine kurze Bemerkung. Die Lage ist es wert, beobachtet zu werden.
    Der Türke spielt ein mieses WerteWestenSpiel. Putin scheint ihn zu durchschauen.
    https://www.anti-spiegel.ru/2020/eskalation-in-syrien-gefahr-eines-militaerischen-konfliktes-zwischen-der-tuerkei-und-syrien/

    ————————–
    NEIN! Hier *nur* themenbezogene Beiträge! Gleich nebenan ist ein Dies und Das.
    Und Leute, mal allgemein: Ich bin es langsam leid, dass immer wieder auf die (ohnehin wenigen) Regeln geschissen wird, weil jemand meint, er hätte etwas überaus wichtiges zu sagen. – Russophilus

    1. *NEIN! Hier *nur* themenbezogene Beiträge! Gleich nebenan ist ein Dies und Das.
      Und Leute, mal allgemein: Ich bin es langsam leid, dass immer wieder auf die (ohnehin wenigen) Regeln geschissen wird, weil jemand meint, er hätte etwas überaus wichtiges zu sagen. – Russophilus*

      jaja,,,die leute vergessen das man nicht da scheisst wo man ißt, ganz allgemein, ohne jemanden persönlich anzugehen.

  10. au jau wunderbar !

    damit ergeben sich mir viele auffüllungen zu gewissen filmen die man im laufe seines lebens gesehen hat.
    auch ist es erschreckend zu wissen, wie um des profits willen in diesen zeiten möglich war, ohne skrupel millionen in irland und schottland durch repressalien der englischen krone durch künstlich erzeugten hunger und krankheiten über die klinge springen zu lassen. die grausamkeiten durch kriegerische akte der englischen armee eingeschlossen.

  11. Wie es zum Vereinigten Königreich von Großbritannien kam

    Eine interessante historische Problematik, zu der mich ein Kommentar von Russophilus lenkte.

    Bis 1707 waren Schottland und England zwei rechtlich getrennte Königreiche mit eigenem Parlament und und eigener Krone, durch Personal-Union seit Jacob I. ab 1603 verbunden. Seit 1701 tobte der spanische Erbfolge-Krieg, an dem auch englische und schottische Heeres-Kontingente auf Seiten von Kaiser und Reich und der Niederlande gegen das Frankreich König Ludwig XVI., des Sonnenkönigs, kämpften.
    Bis weit in das 16. Jahrhundert (Maria Stuart) hinein war Frankreich die Schutzmacht Schottlands gegen englische Übergriffe gewesen. Sollte durch das Erlöschen der Stuart-Thronfolge die Personal-Union mit England zerbrechen, stand zu befürchten, dass sich Schottland wieder der früheren Schutzmacht Frankreich zuwenden könnte. Unter den Bedingungen des Krieges um die spanische Erbfolge konnte daraus für England sogar ein Zwei-Fronten-Krieg im Süden und im Norden der Britischen Hauptinsel erwachsen.

    Es wurde 1707 höchste Zeit, den kontroversen Disput und die feindseligen Akte zwischen den Parlamenten in London und Edinburgh mit dem „Act of Union“ beizulegen und durch gemeinsame Krone und Institutionen eine Real-Union zu gründen.
    Aufgrund der Kriegs-Ausgaben und hoher Gläubiger-Forderungen an das gescheiterte Darien-Projekt in Panama stand Schottland vor dem Staats-Bankrott. Durch die englische Zusage, für alle Verluste des Darien-Projektes aufzukommen, konnte der Widerstand des schottischen Parlamentes gegen den Einigungs-Vertrag überwunden werden. Durch Zahlung von 398.085 Pfund wurden alle Gläubiger-Forderungen für Darien / Panama und andere Außenstände beglichen und Schottland die Unabhängigkeit „abgekauft“ bzw. abgepresst.

    Für das Verständnis der damaligen Lage sind das Wirken William Patersons und das Glencoe-Massaker von 1692 dienlich.
    Zwar hatte das schottische Parlament Maria II. als Königin und die Regentschaft Wilhelm III. von Oranien im April 1689 akzeptiert, doch die Clans der Highlander hielten König Jakob II. die Treue und traten ab Mai 1689 in den Aufstand. Jakobs Parteigänger gingen als Jakobiten in die Geschichte ein. Niederlagen 1690 in Schottland und 1691 (Jakob) in Irland beendeten die Kämpfe. Im August 1691 bot Wilhelm III. den Aufständischen eine Amnestie an, wenn sie bereit waren, ihm bis zum 01. Januar 1692 den Treu-Eid zu leisten. Einige Clan-Chefs wie der 12. Chief von Glencoe, Alastair MacDonald; zögerten mit dem Trei-Eid auf Wilhelm III., weil sie zuerst die Erlaubnis Jakob II. dazu erbaten. Als der 12. Chief schließlich am vorletzten Tag der gesetzten Frist Fort William erreichte, um den Eid zu leisten, erklärte sich der örtliche Kommandeur der Garnison für nicht zuständig. Weitere Hindernisse (Schneesturm …) machten die Beeidung erst sechs Tage später möglich.
    Dieses scheinbare Frist-Versäumnis wurde ab Ende Januar von Feinden der MacDonalds zu einer Verschwörung missbraucht. In Unkenntnis der Tatsachen segnete sogar Wilhelm III. den Liquidierungs-Befehl gegen die MacDonalds als Aufrührer ab. Die seit Februar-Beginn in Glencoe einquartierten und gastfreundlich aufgenommenen königlichen Truppen, die unter Befehl eines mit dem Clan-Chief verschwägerten Offiziers standen, erhielten am 12.02. den Befehl, am Folgetag 5:00 Uhr alle männlichen MacDonalds, die jünger als 70 Jahre alt waren, zu töten. 38 Männer wurden zu Hause oder auf der Flucht getötet. 40 Frauen und Kinder starben auf der Flucht an Hunger und Kälte.

    Das Glencoe-Massaker blieb der schottischen Öffentlichkeit nicht verborgen, die darauf hin nach Aufklärung verlangte. 1695 musste eine Kommission zur Untersuchung und Anklageerhebung berufen werden.

    Gerade in dieser aufgeheizten politischen Atmosphäre trat der Kaufmann William Paterson mit seinem Kolonialprojekt für Darien in Panama an die Öffentlichkeit, was dem Lord High Commissioner zur Ablenkung gerade recht kam. Paterson hatte sich in London mit mehreren Bank-Projekten einen Namen gemacht und war führend an der Gründung der Bank of England beteiligt gewesen. Das in Aussicht genommene Gesetz zur Förderung einer schottischen Kolonie versprach ein Handels-Monopol für 31 Jahre, Steuer-Befreiung für 21 Jahre, das Recht zum Bauen und Ausrüsten von Schiffen für 10 Jahre und unbewohntes Land in Besitz zu nehmen. Der Initiator gründete bald darauf die Company of Scotland als Kolonial- und Handelsgesellschaft und gab Anleihen aus, die mit 1,4 Mio. Pfund (etwa einem Viertel des schottischen National-Reichtums) gezeichnet wurden. Das Kolonial-Projekt wurde in Schottland mit großer Begeisterung ausgenommen, in England hingegen als ärgerliche Konkurrenz verstanden.
    Patersons Streben, in London englische Finanziers zu gewinnen, stieß auf Ablehnung. Auch seine Reise nach Hamburg, um Kapital einzuwerben, verlief erfolglos, weil der englische Konsul ihm mit düsteren Schilderungen der Risiken zuvor gekommen war. Als er mit leeren Händen nach Schottland heimkehrte, stellte er entsetzt fest, dass sein Treuhänder die ihm für Anschaffungen überlassenen Gelder unterschlagen und sich nach London abgesetzt hatte. Obwohl Paterson von Vorwürfen frei gesprochen wurde, entzog man ihm die Führung der Company. Als die Flotte 1698 auslief, war er mit Frau und Kind an Bord.
    Das koloniale Abenteuer entwickelte sich jedoch zu einem kolossalen Fehlschlag. Zunächst wurde das Ziel verfehlt und erst mit Hilfe eines Fährmanns aus dem Kreis der karibischen Piraten erreicht. Die Eingeborenen zeigten sich erfreut, weil die Neuankömmlinge keine Spanier waren. Aber das Wetter mit dem täglichen „Zenital-Regen“ ließ die Saat verfaulen und die Vorräte auf den Schiffen verderben. Ein Hilfe-Ersuchen an die englische Kolonie Jamaika beantwortete der Gouverneur mit der Androhung von Strafe für jeden Helfer. Hunger und Krankheiten verlangte menschlichen Tribut. Als schließlich ein Kontingent der spanischen Kolonial-Armee anrückte, blieb nur noch die Flucht.
    Paterson erreichte im November 1699 mit wenigen Getreuen Glasgow. Was er In Edinburgh berichtete, ergab einen Total-Verlust des Vorschuss-Kapitals, der auch den schottischen Staatsfinanzen große Schulden bescherte.

    Doch zurück zur staatlichen Vereinigung. Mitten im Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1688 bis 1697, an dem unter Wilhelm III. England und die Niederlande gegen Frankreich kämpften, starb 1694 Königin Maria II. Ihr Gemahl konnte in London und Edinburgh seine Anerkennung als königlicher Monarch durchsetzen, indem er nach seinem Ableben die Thronfolge für Marias Schwester Anne als Nachfolgerin zusicherte.
    1701 mehrten sich die Anzeichen für die bevorstehende Thronfolge. Der Schlag-Abtausch zwischen den Parlamenten in Edinburgh und London begann mit dem englischen „Act of Settlement“, der die protestantische Thronfolge nach Königin Anne regeln sollte.
    Die Schotten widersetzten sich dem englischen Verlangen, dieses Gesetz zu übernehmen und bestanden auf dem Recht auf eigene Wahl eines königlichen Souveräns. Um die englischen Befürchtungen zu zerstreuen, erließen sie 1704 den „Act of Security“, der die politischen, wirtschaftlichen und religiösen Eignungs-Bedingungen des Prätendenten festlegte und einen Protestanten versprach. Obwohl der königliche Commissioner die Vorlage verwarf, erlangte sie Gesetzeskraft, nachdem das schottische Parlament damit drohte, keine Steuern mehr zu erheben und die schottischen Truppenteile vom europäischen Kriegs-Schauplatz abzuziehen.
    Wegen der schottischen Widerspenstigkeit verabschiedete das englische Parlament 1705 den “Alien Act“. Dieser bestimmte, dass schottischer Grundbesitz in England dem von anderen Ausländern gleichgestellt werden sollte und somit kaum noch vererbbar war. Zudem enthielt er ein Import-Verbot für schottische Waren nach England. Da etwa die Hälfte aller schottischen Exporte nach England ging, bedeutete das Embargo einen heftigen Schlag gegen die schottische Wirtschaft. Ein Passus bestimmte jedoch die Suspendierung des Gesetzes, wenn die schottische Seite sich zu Verhandlungen über den Disput der beiden Parlamente bereit erklärte.

    Die Schotten gaben – Not gedrungen und vom Bankrott ihrer Staatsfinanzen bedroht – der englischen Erpressung nach, indem sie in Verhandlungen einwilligten, die im „Act of Union“ von 1707 gipfelten. Die englische Seite „belohnte“ das vergewaltigte Opfer mit der Zahlung der o. g. Summe, um die Schäbigkeit des „Acts“ für die schottische Öffentlichkeit und deren Honoratioren „freundlich“ zu verhüllen.

  12. Sehr gut ihr Beitrag!
    Für mich bleiben da keine Fragen offen, außer denen die zur Diskussion anregen sollen.

    Da ich selbst in einem Teil Deutschlands lebe, in dem es starke Gegensätze gibt zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten, die noch aus der Zeit stammen über die ihr Beitrag handelt, beschreibe ich in Gedicht wie es ist und war.

    Also sie haben uns Leser mitgenommen zu einer Reise in die Geschichte Englands, und ich schildere wie verschroben es noch Heute zu Wege geht, weil diese damaligen Herscher ein Volk von Idioten herangezogen haben.
    Ein Volk das sich abservieren lässt mit Spielen, Halbwahrheiten, Konsumverblödung, Mainstream-Medien, Sex and Drugs and Rock’n Roll usw.

    viel Spaß beim lesen und Schmunzeln.

    (Namen von Städten wurden in Phantasienamen geändert)

    Ein Städtchen das sich Hierraus nennt,
    ein jeder nach dem Bierchen rennt.

    Im Sommer grünt und fleucht es dort,
    und Gangsterseelen hängen ab an diesem Ort.

    Mal ist es Kalt mal ist es warm,
    Hauptsache das Fressen stopft des Hierrauser’s Darm.

    Bier schallt es aus des Hierrauser’s Kehle,
    dieser Stoff ist gänzlich eng verbunden mit seiner Seele.

    Auch fährt in Urlaub der Hierrauser mit Sack und Pack,
    und macht wo anders dicken Kack.

    Als Schrott trägt man Ihn zu Grabe den toten Hierrauser,
    Keine Blasmusik erschallt dazu, nein laut dröhnt Stjepan Hauser.

    Man sagt der Hierrauser stirbt am Gesöffe Durmelbräu,
    im Sixpack kommts, es schäumt und zischt und blubbert, ach wie neu.

    Hierrauser Polizisten kontrollierten ihr Revier,
    dabei fanden sie in dunklen Verstecken sehr viel Bier

    Sie warteten bis zum offiziellen Dienstschluss um Vier,
    dann soffen und tranken sie es in der Kneipe zum Stier.

    Ganz voll gepumpt nach dem Gelage verliesen sie den Ort,
    fuhren Auto unter Alkoholeinfluss und sind nun fort.

    Hierrauser Aerzte helfen kranken Menschen mit Support,
    hier und da, in Schulen Betrieben und im Kinderhort.

    Ihr Support besteht aus teurer Medizin und gutem Wort,
    drum danken Ihnen die Menschen ihren Einsatz mit Komfort …. oh Lord.

    Hierrauser Kaufleute sesshaft in engen lebhaften Schnuckelgassen,
    die Dörfler dies dort hineinzieht können’s nicht lassen.

    Sie schauen hier und schauen dort
    in einem fort

    Finden die Dörfler auch dort nicht was das Herz begehrt,
    wird das nächste Städtchen mit Besuch beehrt.

    Diese andere Ort ist Tillensil am Fluße Namens Tille,
    der fließt und fließt in einem fort, mal blubbernd, mal sausend aber aber meist ganz stille.

    Die Städte Tillensil Asgar Kiesen und auch Niesen haben sie im Sinn,
    mit ÖPV dem Kraftfahrzeug und auch dem Radl gehts dahin.

    Ja die Dörfler machen für ihr Herzbegehren große Wege,
    nehmen Landstrasse Schiene und die Radler auch mal Stege.

    Manche Städter schimpfen Dörfler Schildbürger und obendrein dumm,
    die meinen allen Ernstes ihre Augen schauen fragend stumm

    Sie mögen die Dörfler nicht gerne verstehen,
    denn im Dorf da herrscht Ruhe wie im Wald bei den Rehen.

    Frische Zeitgenossen bieten im Internet Waren feil,
    Auf Ebay Amazon und anderen Portalen, ach wie geil.

    Der Reiz dieser Waren ist der Wundertüteneffekt,
    und die Zeit bist du Sie in den Händen hältst ist der Countdown hast du’s gecheckt?

    Internetwaren maßstäblich abgebildet auf einer LCD Licht-Pixelwand.
    Sie kommen von Nah und Fern, aus aller Herren Länder und dem eigenen Land.

    Junge beruflich erfolgreiche Hierrauser, ganze frische,
    sie präsentieren sich den Menschen stolz als echte Fische.

    Sie sitzen im Biergarten bei Hopfenliane der Pflanze
    HL. braucht weiter nichts als Erde Sonne eine Leiter
    oder ne Lanze

    Die braucht man zur Herstellung von Bier das uns beschert eine Fahne,
    die hat nichts zu tun mit dem Lied mit Kaffee und Sahne.

    Ganz saloppe unter ihnen, sprachgewandt und toll pafümiert,
    sind exzellent gekleidet, da sind vornehme Damen von Herzen
    gerührt.

    Sie denken die Dörfler riechen nur Mist aus dem Stall
    Doch für ihr denken findet sich kein Ton und kein Schall.

    Hierrauser Arbeitsplätze besetzt von lustfeindlichen Gesellen,
    dekorieren ihr Umfeld mit Pornokalendern an allen Stellen.
    Denken allen enstes Pornographie wäre die reinste Lust,
    daran verdient nur die Sexindustrie und ihnen bleibt der Frust.
    Sie denken Pornokalender hätten was mit Dating zu tun,
    das ist ungefähr so dumm wie ein verlassenes Huhn.
    Hierrauser Bahnreisende früh morgens auf ihr Verkehrsmittel warten,
    auf den Bahnsteigen des Bahnhofs stehen sie wie Pflanzen im Garten.
    Viele von denen zeigen sich als wirklich echte Raucherseelen,
    unbekümmert ziehen sie den Rauch durch ihre rauhen Kehlen.
    Wie egal sind ihnen dabei die Nichtraucher die das hassen,
    denken obendrein in ihrem Schrank da fehlen ein paar Tassen.
    Doch dieser Konflikt an dem sich die Gemüter reiben,
    rauchten sie am erlaubten Platz würde es unterbleiben.
    Unterbleiben würde es nur für eine gewisse Zeit, denn vielen Nichtrauchern geht auch dies noch zu weit.
    Sie fordern Nichtraucherkabinen, in Japan gibts diese sehr viele,
    da wird der Rauch abgesogen das ist das Ende der Spiele.
    Hierrauser Ämter besetzt mit drohenden Bearbeitern von Sachen,
    sie weisen auf dies und das hin, doch einiges lässt sich eben nicht machen.
    Ihre Öffnungszeiten nutzen sich am Anfang und Ende stark ab,
    diese Zeiten sind Montags wie Freitags, daß Wochenend und Kater gehab.
    Der Hierrauser gemütlich im warmen Pantoffelkino sitzt,
    sein spiegelglatter Bildschirm-TV vor Sauberkeit blitzt.
    Auf dem Couchtisch steht bereit die Cola und die Chips mit Paprika,
    da fühlt es sich bei Urwaldreportagen wie der Buschmann in Afrika.
    Diese Zerralien ihm geschmacksintensives Erleben schenken,
    doch seinen Leib machen sie träge und fett, ob er daran muß denken?
    Hierrauser Jungs ganz blasse und zarte,
    so manches Mädel denkt, dass sind aber nicht die auf die ich warte.
    Hierrauser Kleinkriminelle, von denen sind manche nicht ganz helle,
    am Bahnhof raufen Sie sich zusammen und bilden eine unnahbare Zelle.
    Tillensil
    Da gibts die kleine beschauliche Kleinstadt Tillensil.
    Das ist nicht die Geburtsstadt des Natascha-Entführers Wolfgang Přiklopil.
    Der Tillensiler Bürger eifrige Beschaulichkeit (mmh!),
    bekannt als große Schwätzer pfeifen sie auf die solide Vertraulichkeit.
    Alles was man ihnen verrät sie zu Markte tragen,
    wo sie sich über Gott und alle Welt beklagen.
    Große Steinmauern erheben sich im Tillensiller Westen,
    Das sind Überbleibseln von ihrem Allerbesten.
    Dieses Allerbeste war ein großes prunkvolles Fürstenschloß,
    wo der Franzoße mit vielen Kanonen drauf schoss.
    Die Kanonenkugeln aber waren härter als das Schloß aus Felsenstein,
    drum wurds zerbröselt und hörte auf zu sein.
    Es hörte auf zu sein ein Fürstensitz,
    und Fürst und Hofscharen flohen vorm Franzosendonnerblitz.
    Seit dieser Tage nur noch alte Mauern die Erinnerung stützt,
    man ließ sie stehen, nicht wie wo anders wo man sie als Baustoff nützt.
    Seit dieser Tage liegt Tillensil im Dornröschenschlaf,
    dass wissen Igel Hase und auch das Schaf.
    Und nun ist Schluß mit der Kleinstadt Tillensil an der Tille
    Benannt nach dem Fluß, der da fliest ganz ruhig und stille.

    Fluss Tille
    Viele Bauten die Tille überqueren, stauen, zerteilen und lenken,
    und so manche recht arglose Zeitgenossen
    ihren Müll in ihr versenken.
    Die arme Tille mag aber den Müll gar nicht,
    genau so wenig wie wenn man sie überfischt.
    egal ob von Fischersleuten oder fremden Arten,
    Fremdarten sind nunmal keine Dinge aus dem Garten.
    Es sind Raubfische die hat Gott für dieses Ökosystem nicht vorgesehen,
    und werden Sie nicht wieder entfernt dann ist es um den Fischreichtum geschehen.
    Tille dieser ruhige Fluß beherbergt Fische, Wasservögel und Amphibien,
    sie kommen aus fernen Landen, vieleicht sogar aus Namibien
    Eingeschleppte sehr seltene Arten aus aller Welt,
    wer weiß, vieleicht kommen einige selbst aus des Himmels Zelt.
    ASGAR
    Ein Städchen wildromantisch wie ihr Name Asgar,
    liegt zu Fusse einer Bergkette mit einem Hauch von Alaska.
    Diese Bergkette ist die Grenze zum nächsten Bundesland,
    Einst hatten Sie Räuber und Schmuggler in ihrer Hand.
    Doch Heute wird diese Bergkette überwunden durch eine Autobahn und einen Bahntunnel,
    damit läüft der Verkehr völlig reibungslos und super superschnell.
    Auch ein Hauch wie im Mittelalter den spürt man in Asgar,
    Männer tauschen dort Waffen aus der Zeit von Kaiser König und dem Zar.
    Auch Waffen aus späteren Epochen werden getauscht,
    wer weis obs legal ist und die Polizei dabei nicht lauscht.
    Asgarer Jungvolk hochbekannt, da dreht so mancher arge Dinger,
    doch wers zu arg treibt dem haut die Obrigkeit auf die Finger.
    Für seine lebhafte Heimatgeschichte, dafür ist Asgar wirklich berühmt,
    und viele Einwohner gehen darin auf, so beschreibt man das völlig unverblümt.
    Asgar Flußauf gelegen südseitig der Tille,
    dort beten Christen zu Gott, damit geschehe sein Wille.
    Und Gottes Wille geschehe damit sein Reich komme in Frieden und Gerechtigkeit,
    Für den einzelnen im Stillen, und für die große Masse der Öffentlichkeit.
    Für heute und immer und in alle Ewigkeit. Amen

    Doch die Geschichte ist noch nicht ein für allemal vorbei,
    unerwähnt bleibt das Leben im Dorf das rund ist wie ein Ei.
    Dort ranken sich Mythen und Sagen im andächtigen Licht,
    und die Menschen leben und arbeiten im Schweiße ihres Angesicht.

  13. Fortsetzung des Gedichtes
    Wenn es mal ganz fertig ist füge ich es zusammen, ordentlich formatiert vom RTF in dieses Blog-Format

    Kiesen kleine Unistadt eine halbe Autostunde von Hieraus entfernt,
    Studenten Berufsschüler und auch Ganoven haben dort gelernt.

    Gelernt haben sie das Leben und die Krisen geschickt zu meistern,
    gegen den Willen von bösen, und mit Willen von guten Geistern.

    Aber mancher der dort Gast war um des aufrichtigen Lernens willen,
    wurde Berufsdemonstrant und kämpfte mit Steinen und auch Zwillen.

    Er kämpfte gegen Staat und Obrigkeit die ihn erdrücken wollten,
    doch Moral und Ideal aus seiner Jugend hat er eiskalt abgegolten.

    Und heute gehört er selbst zu denen die morden und unterdrücken,
    ist so stark beleibt das er sich nicht mal mehr kann bücken.

    Morden und unterdrücken tut er nicht mit eigener Hand,
    Nein er organisiert Söldner und Willige aus jedem armen Land.

    Das alles geschieht unter der Hand mit einem reinen Engelsgesicht,
    und die Spuren werden mit Schmiergeld höchst ordentlich verwischt.

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