ML – Geld sparen mit Wahrheit

Warnung: Teilweise technisch, aber vermutlich interessant genug, um trotzdem zu lesen.

Es fing damit an, dass ich einen Strom-Spar Fetisch habe, genauer einen „Strom nicht sinnlos verballern“ Fetisch. Sprich, ich bin keiner, der mit dem Taschenrechner herum läuft und z.B. manisch die schwächsten Lampen kauft und sie ausschaltet, wenn sie auch nur 2 Minuten (z.B. wegen Toiletten-Gang) nicht gebraucht werden. Nein, es geht mir darum, Energie (hier: Strom) *nicht völlig sinnlos und ignorant* zu verschwenden.
Und: Ich habe gelernt, dass man dem Staat und den diversen Instituten auch in diesem Bereich nicht trauen sollte; von den Konzernen rede ich gar nicht erst.

Immerhin ist Strom teuer, hierzulande sogar *sehr teuer*. DE ist unter den Top-3 im Hinblick auf die höchsten Strompreise in eu-ropa. In FR z.B. zahlt man nur knapp über die Hälfte und FR ist bei weitem nicht das billigste Land.

Ca. 30 Cent pro Kilowatt klingt unschuldig. Ist es aber nicht. Es bedeutet nämlich, dass man pro Watt (Watt, nicht Kilowatt!) ca 2,63 euro im Jahr bezahlt, wenn das Watt rund um die Uhr verbraucht wird. Daraus ergibt sich auch eine zweite Kennzahl, die dessen, was ich „Büro-Watt“ nenne, also der Verbrauch von Geräten, die fünf Tage die Woche jeweils acht Stunden laufen. Das Büro-Watt liegt bei ca. 80 cent im Jahr.

Aber das ist nur Teil eins. Teil zwei der hässlichen Situation sind der stille und der ignorante Stromverbrauch.
Erklärung: Der stille Verbrauch ist das, was verbraucht wird von Geräten, die aus der Sicht normaler Menschen *ausgeschaltet* sind und der ignorante ist der Verbrauch, der sich aus schierer Ignoranz (oder Raffgier) der Nutzer bzw. Firmen ergibt. Und aus schlichter Verarsche und Lügen. Und dieser Verbrauch ist oft beträchtlich.

Zum Einstieg mal ein konkretes Beispiel. Es gibt von einer ungarischen Firma („Kolink“), die recht ordentliche PC Netzteile herstellt (oder zumindest die Vorgaben macht und verkauft) und die als ziemlich günstig bekannt ist, ein PC Netzteil mit „80+ Bronze“ für 35 bis 40 euro. Will man ein „80+ Gold“ Netzteil (Erklärung folgt), dann muss man schon um die 60 euro hinlegen. Will man ein „80+ Titanium“ Netzteil, also die derzeit sparsamste Klasse von Netzteilen, so muss man um die 160 euro und aufwärts zahlen; nebenbei bemerkt gibt es in dieser Klasse keine Kolink Produkte mehr sondern nur noch wenige Marken (die teils wirklich gut sind, z.B. Seasonic, teils aber auch nicht, z.B. große ami Marken-Namen, die in Asien einkaufen und nur ihr Schildchen drauf kleben).

Zunächst mal: Was ist dieses „80 + „? Es ist ein de-fakto Standard, der aber freiwillig/unverbindlich(!) ist und von einer *privaten Firma*. Anders ausgedrückt: Das kommt von der Industrie selbst und ist weitgehend (aber nicht ganz) marketing. Leider ist es aber auch das für normale Menschen Greifbarste. Natürlich gibt es auch allerlei amtliche und quasi-amtliche Standards und Vorgaben, nur interessieren die niemanden, übrigens aqnscheinend auch die Behörden selbst nicht. Hässliches und leider typisches Beispiel: „ErP“ und „EuP“ von der eu. *Theoretisch* sind die durchaus verbindlich und man bekommt ohne sie z.B. das sehr begehrte „CE“ Schildchen nicht – praktisch allerdings interessieren sie kein Schwein und ich habe sowohl „CE“ wie auch sogar „EuP 6“ und ähnliche Label schon bei diversen Produkten gefunden, die die Vorgaben ganz offensichtlich *grob* missachten und verfehlen.

Ein typisches – und gravierendes Beispiel sind die max. 5 W „standby“ Stromverbrauch, also der Stromverbrauch eines Gerätes, das „soft“ ausgeschaltet ist, z.B. ein herunter gefahrener (also „ausgeschalteter“) PC. Das günstige Kolink Netzteil (das ich wohlgemerkt nicht verteufeln will!) z.B. verbraucht ca. 18 W, wenn der PC *ausgeschaltet* ist. 18 W! Und Kobil ist da wohlgemerkt vergleichsweise noch richtig gut! Ich habe so etliche gängige Netzteile gesehen (und gemessen), die 25, 30 und sogar 40 W verbrauchen – im „ausgeschalteten“ Zustand wohlgemerkt! Von 5 W kann man vielleicht ab „80+ Gold“ anfangen zu träumen; verlassen darauf sollte man sich allerdings besser nicht.

Man bedenke: 18 W das ganze Jahr über kosten knapp über 47 euro im Jahr! Das ist mehr als viele „80+ Bronze“ (oder Silber) Netzteile überhaupt kosten! Meines z.B. kostet mich *pro Jahr* mehr als den Anschaffungs-Preis für Strom, der im „ausgeschalteten“(!) Zustand verbraucht wird!
Um das wirklich deutlich zu machen: Wenn ich diesen Computer 4 Jahre lang benutze, dann kostet mich das Netzteil 40 (Kaufpreis) + 4 * 47 euro, also ca. 230 euro, wovon 188 euro nichts als Stromverschwendung ohne jeden Nutzen sind! Und nochmal: Dieses Netzteil ist noch eins von den „guten“ billigeren.

Was sind die Gründe? Hauptsächlich zwei Klassen: Ahnungslosigkeit und/oder Dummheit (der Nutzer) -und- schiere Profit-Gier der Hersteller. Letztere zeigt sich bereits bei der „80+“ Verarsche, denn „80+“ und „80+ Bronze sind nur mit Mühe zu unterbieten oder anders ausgedrückt: Alles unter „80+ Silber“ ist schlicht ein aufhübschendes „Qualitäts“-Label für schieren Dreck.
„80 + Silber“ entspricht in etwa dem, was ein eher unerfahrener Hobby-Elektroniker schafft, wenn er „schnell maln Netzteil“ zusammen frickelt – oder aber – das, was eine ausschließlich auf maximalen Profit bedachte Firma entwickelt, wenn sie versucht, das absolut billigste Netzteil zu konstruieren, das nicht *offensichtlich* beschissen ist.

„80+ Gold“ – wir erinnern uns: dafür zahlt man schon locker 50+% Aufpreis – ist die erste „80+“ Ebene, die nicht völlig lächerlich ist, die in wenigstens zwei Bereichen mal immerhin 90% Effizienz erreicht und die in etwa dem entspricht, was ein halbwegs erfahrener Elektroniker durchaus im heimischen Keller fertig bringt.

Und doch ist es sinnvoll, die 20 oder 30 (oder noch mehr) euro mehr auszugeben, die ein „80+ Gold“ Netzteil kostet! Warum? Weil es spätestens im zweiten Betriebs-Jahr tatsächlich unterm Strich Geld spart (jedenfalls im teuren deutschland).

„80 + Platinum“ kostet schon richtig Geld und ist die erste Ebene, die die 90% Effizienz Marke in allen Last-Bereichen (die „80+“ betrachtet!) erreicht/übertrifft.

Und zuletzt noch „80 + Titanium“, wo die Effizienz endlich mal im relevanten Bereich um die 95% herum liegt. Das ist wohlgemerkt *nicht* das heute technisch Mögliche und nicht wirklich Spitzenklasse! Es ist in etwa das, was in einer normalen gesunden Welt als gutes (aber nicht Spitzenklasse) Netzteil verkauft würde.

Nur mal zur Orientierung: Ja, Netzteile interessieren mich und ich habe da relativ viel Ahnung, aber ich bin keineswegs ein Spitzen-Elektroniker – aber die Netzteile, die ich baue (halb, weil es mir gefällt und halb weil ich angesichts der erbärmlichen Situation muss) sind durch die Bank locker so gut wie „80+ Titanium“ und haben zudem einen standby Verbrauch (den „80+“ wohl aus triftigem Grund gar nicht betrachtet …) von unter 1 W (aber ich missbrauche meinen PC auch nicht als teure handy Ladestation).

Allerdings kostet mich so ein Netzteil auch um die 60, 70 euro an Material. Die Arbeit rechne ich nicht ein. Nur: Ich bin keine asiatische Firma, geschweige denn eine große mit einer kompletten fetten Produktions-Linie und ich kaufe meine Bauteile im Schnitt in 10 Stück Mengen, also *erheblich* teurer als eine Firma, die mindestens 10.000er Mengen einkauft.
Und trotzdem lohnt meine Mühe, denn das Ergebnis sind Netzteile, die sich für 150 euro das Stück verkaufen ließen und „80+ Titanium“ locker übertreffen und die vor allem nicht 40 – 100 euro im Jahr sinnlos verblasen.

Was ist das Geheimnis, welches Zauber-Kraut habe ich, das die großen Firmen nicht haben?

Erstens: Wenn ich ein Netzteil entwickle und baue, dann tue ich das aus dem Blickwinkel eines Ingenieurs mit einem technisch sachlichen Ziel (Effizienz und Qualität/Zuverlässigkeit) – und nicht als „business man“ ausschließlich mit Profit im Blick.
Zweitens: Wegen 1) wähle ich die Bauteile nicht mit der Zielstellung „möglichst billig!“. Beispiel: Meine Netzteile über 100 W sind alle resonant half bridges mit sekundärseitiger Transistor Gleichrichtung. Bringt Daumen mal Pi 96% – 98% Effizienz, über den gesamten Last-Bereich. Auch nutze ich zwei getrennte Stränge für die hauptsächlich benötigten Spannungen (5 und 12 V) und generiere nur 3,3 V und -12 V mit nachgeschalteten DC/DC Wandlern.
Drittens: Ich hantiere nicht mit grundsätzlich völlig überdimensionierten Netzteilen, also z.B. 300 oder gar 500 und mehr Watt, wenn ich doch nur ca. 100 W – 150 W brauche. Das wiederum hat auch damit zu tun, dass ich auch beim Rest des PCs, insb. bei der CPU und Graphik, darauf achte, das zu verwenden, was ich *wirklich brauche* (inkl. großzügiger Reserve) und nicht das, was intel oder PC „Fach“-Magazine mir aufschwätzen. So reicht mir z.B. praktisch immer eingebaute Grafik („APU“) und ich verwende grundsätzlich keine „schicken, angesagten“ Grafik-Karten, die ich nicht brauche und die wie irre Strom fressen.
Viertens: Ausschalten heisst bei mir ausschalten, will heissen, entweder weiss ich und habe gemessen, dass der „standby“ Stromverbrauch bei unter 1 W liegt oder aber ich verwende eine Netzleitung mit Ein/Aus-Schalter und fertig.
Fünftens: Nicht vernachlässigbare Strom-Verbraucher, die ich nicht immer aktiv brauche, sind auch an und abschaltbar. Beispiel: 5 bis 8 Festplatten auf einem storage server fressen nicht wenig Strom und ich brauche sie nur relativ selten – ergo werden sie nur angeschaltet, wenn sie gebraucht werden.

Ihr meint, ich spinne? Nun, ich spare locker 100 W an Dauer-Strom Verbrauch, sprich, über 250 euro im Jahr. Nur bei meinen Computern. Und ich muss auf nichts verzichten, muss keine besonderen Mühen auf mich nehmen; schlimmstenfalls muss ich einen Ein/Aus-Schalter bedienen.
Könnt ihr zumindest teilweise auch haben. Steckt z.B. euren PC (TV, etc.) in eine *schaltbare* Steckdosen-Leiste, *achtet* auf den Stromverbrauch und gebt, wenn ihr denn irgend könnt, etwas mehr für ein ordentliches Netzteil aus, das sich schon bald selbst bezahlt.

Nebenbei bemerkt: Man könnte im Schnitt 10 bis 20% an Energie bei PCs einsparen. Mal ein paar Hundert Millionen PCs weltweit. Seltsam, dass die „Umwelt- und Energie-bewussten“ gruenen nichts (oder nur pro-forma, siehe „80+“) in all den parlamenten unternehmen…

Noch mal kurz zurück zum „warum?“. Bei meinen Angaben zu den Kosten habe ich mit qualitativ guten Bauteilen gerechnet, sprich, meine Netzteile halten „ewig“ – im Gegensatz zu denen beim Händler. Die Hersteller schauen im „Consumer“-Bereich (sprich, bei Produkten für uns Konsum-Viecher) nämlich nicht darauf, welche Lebensdauer ein Kondensator hat oder welche Verluste ein Transistor mit sich bringt, sondern *ausschließlich* auf den Preis. Da wird das unerlässliche Minimum spezifiziert (siehe auch -> geplante (kurze) Lebensdauer), das nötig ist, damit 75% der verkauften Produkte die Garantiezeit überleben und dann werden die billigsten Baueile dafür beschafft. Will heissen, wo ich Kosten von 50 euro angebe, da könnte ich auch mit 35 – 40 hinkommen, wenn ich nur nach Kosten spezifiere. Und natürlich kaufen die Firmen auch mit ganz anderen Rabatt-Staffeln ein als ich, so dass aus 35 – 40 bei denen 20 – 25 wird.
Klartext: Diese Firmen (die meisten im „consumer“ Bereich) erzeugen Hunderte euro Kosten bei den Endkunden, damit sie selbst 20 euro mehr Profit einstreichen können.
Ich sage das so deutlich, um zu zeigen, dass die *nicht* *für uns* arbeiten, sondern uns als Melk-Viecher betrachten, denen man nur einen Anreiz und ein bisschen Show (Marken-Name, hübsche Schildchen, usw) bieten muss, um maximal viel Geld heraus zu holen. Und die Rechnung „lass es die Konsum-Viecher ruhig ein paar Hundert euro kosten, wenn wir damit 20 euro mehr verdienen können“ ist eine beklagenswert normale und übliche. Die wenigen Konsum-Viecher, denen das nicht passt, können ja ordentlich Geld drauf legen, um weniger von den Strom-dealern geschröpft zu werden.

Bedenkt man nun noch, dass die Kosten für ein „80+ Platinum“ Netzteil nur wenig höher liegen, sagen wir bei 30 – 35 euro und stellt daneben den Preis im Laden, nämlich 120 euro und aufwärts, dann sieht man mal die fetten Profite. 75% Profit ist da durchaus nicht ungewöhnlich.
Allerdings: Diesen Profit streicht nicht der Hersteller ein, bzw. nur zum kleinen Teil, nein das Gros des Profits landet in den Stufen danach, vor allem bei großen Distributoren, die ein oder mehrere Länder beliefern und bei den Händlern, bei denen die Kunden letztlich kaufen. Und natürlich bei den Werbe- und Marketing-Aufhübschern und Lügnern.
In besonders üblen Fällen lassen sich diese Berufs-Lügner dann auch noch von politster-Banden dafür bezahlen, um professionell Hetze gegen z.B. chinesische Hersteller zu betreiben, von wegen wie schlimm es den Arbeitern dort gehe. Aber seid euch sicher, würde man diese Leute fragen, ob sie gewillt sind, 10% von ihrem sehr üppigen Profit an die armen chinesischen Arbeiter zu geben, dann würde man euch ganz schnell den Ausgang zeigen …

(Keine Sorge, das nächste Dies und Das kommt sehr bald …)

35 Gedanken zu „ML – Geld sparen mit Wahrheit“

  1. Danke Russophilus, ich finde es interessant.

    Ich hatte mich früher, als Jugendlicher, auch ein wenig mit Elektrotechnik beschäftigt.
    Zum Beispiel, hatte ich damals ein Radio auf eine kleine Platine gelötet, welches ohne Batterie funktionierte, nur mit der Energie vom Sender. Bestand ja nur aus 3-4 Bauteilen und hatte aber auch nur einen fix eingestellten Sender.

    Bei mir tauch jetzt jedoch die Frage auf, ist ein Netzteil kein Transformator?
    Also hat es im Netzteil nicht auch Wicklungen? Wenn ja, wickeln Sie diese selber oder kaufen Sie diese?

    Ich weiss, dass die Netzteile auch bei ausgeschalteten Verbraucher Strom brauchen, dachte aber nicht, dass es so viel sei. Ich habe zwar immer ein wenig darauf geachtet, werde das aber intensivieren.

    Bei mir ist es aber auch nicht so schlimm, da wir hier in etwa (weiss es jetzt nicht ganz genau) um die 4-6 Rubel bezahlen, dass sind je nach Kurs (das schwank ja extrem in letzter Zeit), sagen wir, um die 5 Eurocent pro Kilowatt.

    Ach ja übrigens, für einen Liter Milch bezahlt man hier in etwa 1 Euro (75 Rubel).
    Genau bei diesem Beispiel – Stromkosten zu Milchprodukten – kann man sich schon fragen, wie verzerrt sind die Märkte und Preise wirklich?

    Ich hatte ja viele Jahre für ein kantonales Energieversorgungsunternehmen gearbeitet. Ich weiss, wieviel Geld die machten und hatten. Wir hatten nur das Beste vom Besten.

    Ich hatte ja auch Zugang zu den Programmen mit den Lohnabrechnungen und ich weiss, was für Schweinegeld die oberen Kader abgesahnt hatten. Also das war vor über 20 Jahren und da gab es Leute, welche über eine 1/4 Million im Jahr verdienten. (Ich hatte nie verstanden, was die wirklich in ihren Büros gearbeitet hatten.)
    Der Hauptaktionär war der Kanton, also weiss ich auch wohin das Geld geflossen ist.

    Also ich kann mir gut vorstellen warum der Strompreis in DE und CH so extrem teuer ist.

    1. Bei mir tauch jetzt jedoch die Frage auf, ist ein Netzteil kein Transformator?
      Also hat es im Netzteil nicht auch Wicklungen? Wenn ja, wickeln Sie diese selber oder kaufen Sie diese?

      Hässliches Thema. Wo es möglich und sinnvoll ist, kaufe ich gerne fertige „Trafos“ (in Gänsefüßchen, weil es nicht wirklich Trafos sind, auch wenn sie so aussehen) – aber das ist schwer; auf der einen Seite verlangen die guten Hersteller sündhafte Preise, auf der anderen Seite sind die meisten bezahlbaren Induktoren (aus meiner Sicht) Dreck. Ergebnis: Selbst wickeln, fast immer.

  2. Irgendwie sind wir Alle extremst verwöhnt, total unbedacht und ahnungslos.

    Hier wurde erst vor ca. 3 Jahren damit begonnen im Haushalt Strom zu sparen und achtsamer zu sein.
    Jahresverbrauch 2018 ca. 3500 kWh, was richtig heftig war, denn die meisten Geräte sind Energieklasse A++ (sofern das irgendwas zu segen hat).

    Daraufhin wurden überall im Haus Halogenspots und Birnen gegen LEDs ausgetauscht. Der Verbrauch rutschte damit auf der Rechnung in 2019 runter auf 3200 kWh.

    Im letzten Jahr kamen die abschaltbaren Steckdosen dazu.
    Stereoanlage samt Fernseher werden nur noch bei (seltenem Bedarf) eingeschaltet.
    „Ab und zu“, also wenn man abends vor dem Schlafen gehen dran dachte (ca. alle 7 Tage)
    – wurde der WLAN Verstärker (ohne geht leider nichts dank der dicken Decke im Keller in dem der Router steht, im EG gibts keinen LAN Anschluß)
    – die komplette Computeranlage
    – und der Drucker ebenfalls per Steckdose abgeschaltet. (Problem dabei ist nur, dass beim hochfahren der Computeranlage dann der FI-Schutz gerne mal fliegt, warum weiß ich nicht).

    Ergebnis der Rechnung vor wenigen Tagen: Jahresverbrauch nochmal runter auf 2900 kWh

    Jetzt frage ich mich, ob eine Investition in Zeitschaltuhren vielleicht eine gute Idee wäre:
    – eine die den Router nachts komplett vom Netz nimmt (da will ich eh keine Telefonate oder Störungen haben)
    – eine für die Computeranlage (da ich zu selten „aktiv daran denke“ komplett abzuschalten)
    – für den WLAN Verstärker suche ich gerade nach der Betriebsanleitung, da kann ich mich dunkel an eine Stromsparfunktion erinnern
    – der Backofen wird ab heute nur noch manuell per Stecker angesteckt.

    Und nun was meint Ihr: wäre vielleicht eine weitere Zeitschaltuhr für die Kühl-Gefrierkombi sinnvoll?

    Definitiv ist das einer der größten Verbraucher im Haus.
    Was wäre wenn man jede Nacht die Kombi sagen wir mal abwechselnd für 0,5h vom Netz nimmt, dann wieder für 1,5 h laufen lässt (von 24–6 Uhr). Dank geschlossener Türen und Isolation dürfte die Temperatur nur minimal absinken, die Stromersparnis wäre beachtlich.
    Die „Kühlpausen“, die das Ding trotz A++ selbst einlegt sind recht rar (warum?) und derweil wird ja auch da im Standby weiter Strom geschluckt.
    Könnte so etwas sinnvoll sein?

    Von „Smart Home“ etc halte ich sowieso nichts, ich denke noch selbst 😉

    1. Erst mal: Heute steckt ja fast schon auch im Klopapier Elektronik; Ergebnis: „soft“ power-off und man muss immer raten (oder messen), was „soft power off“ heisst (0,5W? 3W? 20W?), aber beim Backofen gehe ich mal davon aus, dass kein Handlungsbedarf besteht.

      Der vermutlich hässlichste und meist ungesehene Brocken (ausser PC/Drucker/Monitor(!)) sind mAn die „Wand-Warzen, also die unscheinbaren kleinen Stecker-Netzteilchen. Da kann man ziemlich häufig mit makabren Effizienz-Werten rechnen; zwar geht’s da meist nur um wenig Leistung, aber viele davon summieren sich schnell.

      „Lustiges“ Problem: So einiges an Kniffen lohnt sich einfach nicht bei Klein-Netzteilen und so ziemlich alle Steuerungs-ICs sind auf den Leistungsbereich 40 – 70 % (der jeweiligen nominalen Leistung) optimiert und Richtung Minimal-Leistung wird’s richtig hässlich. Ein sich geradezu aufdrängender Ansatz (aus meiner Sicht) wäre es, wo möglich und sinnvoll ein (1) größeres Netzteil zu verwenden aber mit mehreren Ausgängen. Macht aber niemand. So ziemlich der einzige Weg für Nicht-Elektroniker dürfte der sein, die Dinger sinnvoll zu gruppieren und in eine schaltbare Mehrfach-Steckdose zu verfrachten.

      Zu WLan sage ich lieber nix (das ist ein rotes Tuch bei mir) und zu Zeitschalt-Uhr: Ja, gute Idee, wenn a) nicht selbst ein Stromfresser und b) passabler Preis.

      Ihre Kühlschrank-Gefriehrtruhen Idee betreffend bin ich nicht begeistert. Grund: Dann frisst das Ding eben in der Zeit, in der es Strom hat, umso intensiver um „aufzuholen“.

      1. Danke für die vielen Tipps Russophilus! Habe wieder einiges gelernt hier.

        Das mit dem Kühlschrank verwerfe ich dann wieder, aber für die Router- und die Computer-Anlage habe ich eine manuelle (kein Elektronik-Teil) Zeitschaltuhr gefunden.

        30 Min. in der Genauigkeit reicht absolut und Strom sollte die auch keinen fressen. Scheint den Dienst zu tun für sehr kleines Geld.
        https://www.conrad.de/de/p/basetech-1528589-steckdosen-zeitschaltuhr-analog-tagesprogramm-3680-w-ip20-1528589.html

        Das mit dem WLAN sehe ich genau so. Jedoch gibt es derzeit dazu leider keine alternative Option.

      2. Hallo Russophilus, geschätztes Dorf, interessanter Artikel!
        Was oft auch unterschätzt wird, sind die Umwälzpumpen der Heizung (wenn man einen Wasserkreislauf hat). Diese saugen gerne mal an die 75-90 Watt und es gibt mittlerweile welche (in der Anschaffung teurere), die weniger als die Hälfte verbrauchen (ich glaube sogar um die 20 Watt, oder regelbar 5 – 40Wkommt darauf an welche ausreichend ist).
        Von den Umwälzpumpen sind meist mehrere am Werke. Das läppert sich, denn die laufen im Winter Stunden und in den Übergansmonaten auch.
        Die Kühltruhe ist schon so geregelt. Die schaltet sich ohnehin ab (unterbricht den Kühlprozess) wenn Solltemp. erreicht und regelt wieder an, wenn Wert überschritten. Wie Russophilus sagt, die würde dann halt, wenn die Zeitschaltuhr Stom gibt nachholen weil sie sich in der Zeit einfach mehr „aufwärmt“.
        Übrigens „Wandwarzen“ (haha) hat mich mal wieder zum lachen gebracht. So richtig schön abfällig für Produkte die *so* wirklich nur in unserer heutigen Zeit in Erscheinung treten können.
        Ich bin übrigens durch die Bank (soweit das möglich ist) in Besitz von (Elektro)Geräten aus den 70er Jahren. Wenn man die ausschaltet sind die auch aus. Nebenbei laufen die immer noch zuverlässig und wenn was kaputt ist kann man das reparieren…
        Wenn es nach „unseren“ Klimawandel-polit-clowns geht, müssen wir uns Richtung „smart“ Heim / Stadt usw. bewegen. Sprich Elektrogeräte können gar nicht mehr abgeschaltet sein!
        Irgendwie drehen zunehmend alle durch….
        Man vermisst zunehmend die klare Gedankenlinie.

      3. Als sogenannte ‚Energieinsel‘ sind die von Kris 11 genannten Neuerungen bei uns selbstverständlich.Vergessen ging da wohl noch der Boiler. Warmwasserkollektoren auf dem Dach können die Stromrechnung zusätzlich massiv drücken.
        Problem Kühlschrank: Unser Modell arbeitet wieder mit dem altbewährten Gasfühler, der null Energie verbraucht und der Kompressormotor arbeitet mit einem Cosinus phi von etwa 95%. Zusätzlich verfügen wir jetzt über ein Tiefkühlfach, das seinen Namen wirklich verdient. (Vor Jahren arbeitete unser Kühler mit einem Cosinus phi von gut 60%, d.h. 40% der bezahlten Energie sind zum vorneherein flöten. )

    2. hallo alligator – hoffe sie verfolgen diesen beitrag noch.
      zum thema kühlschrank hatte ich selbst schon das problem: hoher verbrauch und ständig laufendes kühlaggregat. zuerst war es nicht nachvollziehbar aber dann bin ich ihm auf die schliche gekommen.
      vereinfacht kann sagen ein kühlschrank funktioniert dadurch das im innern die wärme durch das kühlmittel aufgenommen, nach aussen transportiert und dort an die umgebung abgegeben wird. wird nun diese wärmeabgabe behindert z.b. wenn der kühlschrank als einbaugerät in möbel integriert ist dann ist es oft der fall das der hintere bereich wo das bauteil zur wärmeabgabe an die umgebung montiert ist stark eingehaust und schlecht belüftet ist – das heißt der kühlschrank kann die wärme nicht richtig abgeben und das aggregat läuft sich mehr oder weniger tot. bei mir waren da nur wenige kleine luftlöcher und diese noch zum teil verbaut. wenn sie die möglichkeit haben den hinteren teil des kühlschrankes da wo die wärme abgegeben wird besser zu belüften dann arbeitet der kühlschrank wesentlich sparsamer, er benötigt wesentlich weniger laufzeit um die wärme aus dem inneren abzutransportieren und die benötigte temperatur zu erreichen. wenn es möglich ist das gerät in einem unbeheizten raum (z.b. speisekammer neben der küche) aufzustellen oder im kalten keller soweit möglich und vorhanden dann läuft der kühlschrank noch weit sparsamer. wichtig ist in jedem fall den teil an der rückseite der die wärme abgibt gut zu belüften im idealfall durch strömende luft. je höher die temperaturdifferenz zwischen gekühltem innenraum und umgebendem raum in dem das gerät steht ist um so mehr muss das kühlaggregat arbeiten um die eingestellte temperatur zu erreichen also wird dadurch der stromverbrauch stark beeinflusst.

      1. @heimatloser
        Danke für die Hinweise!

        Frage: gibt es so etwas wie „beabsichtigt“ erhöhten Strombedarf?
        Bei einigen Dingen scheint das gar nicht so unwahrscheinlich zu sein. Ich frage, da das Gerät hier nur selten Kühlpausen einlegt.

        Ein anderer Fall: letztes Jahr wurde ein neuer Gebrauchtwagen angeschafft. Modell Opel MokkaX (Diesel mit Torbo).
        Lief einwandfrei bis zum Service vor 4 Wochen.

        Erste Auffälligkeit bei der Abholung aus der Werkstatt war bereits: der „nagelte“ lauter als vorher, trotz Ölwechsels.
        Seither gibt es zudem – nahezu wöchentlich – eine Anzeige im Bedienfeld: „Dieselpartikelfilter voll, Fahrt nicht unterbrechen!“. Die Anzeige verschwindet, nach einigen (völlig unnützen) km auf der Autobahn, erst wieder.

        Ein guter Freund ist Automechatroniker und erklärte mir kürzlich beim Abendessen: „Ja, die haben bei der Wartung wohl das neueste Service-Update eingespielt. Danach wurde der Motor auf die neueste EU-Richtlinie eingestellt und das eingspritzte Gemisch ist nun fetter. Ergebnis: mehr Emissionen, zugerußte Einspritzdüsen und ein Motor der max. 200.000 km hält. Wenn du die Meldung ignorierst und nicht weiter fährst, dann krebst dein Auto bald nur noch mit 80 bei Vollast, weil der Turbo nicht mehr geht und der gesamte Motor verabschiedet sich kurz danach. Ist gewollt, du sollst ja regelmäßig ein neues Auto kaufen.“

        Meine Frage war danach:“Kann ich was dagegen tun?“
        Seine Antwort: „Ein Software-Reset. Das machen aber nur sehr wenige, freie Werkstätten. Was glaubst du, warum alle Oldtimer momentan Hochkonjunktur haben: die sind noch absolut frei von solchen willkürlichen Manipulationen. Selbst wenn du den Reset schaffst, kommt das nächste Update vielleicht schon mit dem Reifenwechsel wieder rein.“

        Der emissionsarme Diesel scheint nun endgültig mit allen Mitteln ins Visier zum Abschuß frei gegeben worden zu sein.

        1. gewollt höheren strombedarf ? schwer vorstellbar aber heutzutage ist wohl nichts mehr unmöglich, eher wahrscheinlich ist aber wohl eine schlampige umsetzung irgend welcher vorgaben.
          seltene kühlpausen können schon ein hinweis sein auf die von mir oben beschriebene problematik. ist der kühlschrank ein einbaugerät welches in die küchenschränke integriert ist? dann unbedingt mal prüfen ab die abwärme weggeführt wird. es sollte eine luftzirkulation möglich sein durch lüftungslöcher / lüftungsgitter.
          eine weitere möglichkeit ist auch eine defekte türdichtung oder starke eisbildung im gerät.
          wenn es ein frei stehendes einzelgerät ist mal ein wenig von der wand abrücken und schauen ob der wärme abgebende teil möglicherweise schmutz angesetzt hat und wie gesagt belüftung zur wärmeabfuhr ist wichtig.
          zum auto: ich fahre auch seit jahrzehnten diesel und bin nicht bereit mir das so einfach vermiesen zu lassen. zunächst könnte ja der dieselpartikelfilter tatsächlich voll sein wenn er öfter versucht zu regenerieren. wann das soweit ist hängt sehr stark vom fahrprofil ab. wenn das auto sehr viel kurzstrecken fährt also weniger als 15…20 km dann kann das schon nach einer relativ geringen laufleistung soweit sein. wenn die gelegenheit/möglichkeit besteht sollte mal eine längere zügige autobahnfahrt unternommen werden oftmals brennt sich der partikelfilter dadurch wieder frei. wenn er ersetzt werden muss ist das ja eine recht teure angelegenheit aber es gibt heutzutage diverse firmen die solche filter regenerieren können. dann bleibt der preis überschaubar, aber aufpassen – es gibt auf dem gebiet auch schwarze schafe und unseriöse anbieter.
          natürlich sind auch andere defekte möglich, ich hatte ein ähnliches problem das letztendlich von einem defekten schlauch zu einem drucksensor verursacht wurde. eine gute quelle für detailierte informationen sind auch diverse foren rund ums autothema dort mal ein wenig recherchieren hat schon viel geld gespart. ob die software wieder auf den vorherigen stand zu bringen ist kann man dort am ehesten rausfinden.
          gegen willkürliche softwareupdates und manipulationen kann man sich ganz gut schützen wenn man nicht in die (meist teuren) markenwerkstätten geht sondern sich kleine freie werkstätten sucht. diese haben oft nicht die ausrüstung jedes auto per se erst einmal an den computer anzuhängen und machen oft noch richtige klassische reparaturen/wartungsarbeiten.

  3. Meine Frau tadelt mich immer, aber selbst wenn wir 10 Minuten aus dem Haus gehen wird *alles* abgeschaltet über Ein/Aus Schalter, Ausnahme: Kühlschrank und Heizung. Weniger wegen des Stromverbrauchs, aber ich traue consumer Elektronik nicht und will keinen Brand haben der sich vermeiden läßt.

  4. Hends: hatte letztens mal das Handy meiner Schwester in der Hand, das war völlig aufgebläht (der Akku war aufgequollen). Ich habe die „Fehlerquelle“ gefunden, sie hat ihr Handy an dem Ladegerät vom Tablett geladen (geht so schön schnell und hat nebenbei bemerkt auch den gleichen Stecker). Ihr wäre das nicht aufgefallen. Das hätte durchaus einen Brand geben können.
    Brandschutz in D (und eu) wird doch extremst „auf die Spitze getrieben“ (ganze Bauprojekte verzögern sich um Jahre…).
    Steckernormen für verschiedene Ladeströme sind nicht hinzubekommen.

  5. Servus!

    Die „Blitzableiter“ der ultimativen globalen Macht?

    Das ist eine gewagte These und zugleich ein „Angriff“ auf den Mainstream von mir.

    Ich behaupte:
    + Georg Soros
    + Bill Gates
    + Mark Zuckerberg
    + und einige andere
    und deren nebulöser Reichtum und Einfluss – die für alles und jedes verantwortlich gemacht werden – sind ausgewählte „Figuren“, die den viel größeren Reichtum (und damit die ultimative globale Macht) weniger, verschleiern helfen. Sie sind „Blitzableiter“!

    Meine Kronzeugen hierfür:
    + Andrej Fursov (8 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=wBw6ZKg3b14

    + Song Hongbing (als pdf im Netz): https://gefira.org/en/2019/09/24/song-hongbings-currency-wars-a-review/

    + Valeriy Pyakin (der globale Prädiktor, Thema bereits unlängst hier, id: 477669 : https://www.youtube.com/watch?v=i8Uo47IYP5M

    Rockefeller zu China: https://www.nytimes.com/1973/08/10/archives/from-a-china-traveler.html
    Rothschild zu China: https://www.youtube.com/watch?v=kMn2L2cp1OU

    Die These, dass „Superlogen“ die Welt steuern (diese sind n.m.b.M. allenfalls in der Funktion von Prokuristen tätig), halte ich ebenso für nicht tragfähig, wie die These, dass exponierte „Politiker“ (ich nenne sie lieber „Hirten“) nennenswert das Weltgeschehen gestalten. Wie diese ausgewählt werden, ist am Beispiel des Herrn Putin völlig verschwörungsfrei „offenkundig“. Ein kleiner (bis dahin unbekannter) KGB-Offizier wird über Nacht (von wem?) als Jelzin Nachfolger auf die Bühne geschoben?

    Die sog. „Denkfabriken“, als Helfergruppen der „globalen Macht“, bleiben übrigens völlig unterbelichtet.

    Läuft nun das Weltgeschehen nach Plänen, Protokollen, Anweisungen? Nun, mir gefallen z.B. die „Spaßsteine“ in Georgia andere Möglichkeiten rühre ich nicht mit der Beißzange an.

    Die Geburtsurkunden, eingemauert in den Fundamenten der globalen Macht (Finanzen, Pharma, …), sind ja einsehbar. Lassen „wir“ uns nicht lieber von Bühnenbildern und guten und schlechten Schauspielern täuschen? Der Corona-Krieg 2020 (wohl erst am Beginn und „Krise“ ist eine Täuschungs-Worthülse) zeigt übrigens eines ganz deutlich: Beinahe alle großen wie kleinen „Hirten“ handelten völlig alternativlos, sie können nur in Usancen ihren Herden Erleichterungen gewähren. Frau Merkel ist für diese Wortschöpfung zu danken.

    Freiherr von Reich

      1. (gelöscht)

        ———————————-
        Ich wies Sie doch deutlich darauf hin, dass dieser Strang *Themen-gebunden* ist. – Russophilus

  6. Danke für die Anregung, mal einen näheren Blick auf das gute „Alte Stück“ von 2012 zu werfen, dass ich damals nach Gehör mit Platin Netzteil gekauft habe.
    22nm, 44 W im Betrieb, 2,4 W Energiesparmodus, 0,5 W heruntergefahren.
    Wird die ganze Prozessor-Entwicklung (7nm) eigentlich unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung betrieben?

    1. Jein. Primär geht es darum, mehr Leistung heraus holen zu können. Man könnte es auch zur Verbrauchs-Optimierung nutzen, aber das wird in der Regel über „Verkrüppelung“ der Prozessoren gemacht, also niedrigere Frequenz, weniger cores und ein paar Energie-fressende features deaktiviert.

      Übrigens: 22 nm sind gut und fein; man muss nicht unbedingt 7 nm Prozessoren haben. Ich weiss von sehr vielen servern mit 22 – 65 nm, die ihren Dienst gut verrichten. 22 nm sind also sogar noch auf der modernen Seite.
      Der inzwischen zum Wahn gewordene Weg, die gate Größe immer weiter zu minimieren ist im übrigen nur *ein* Weg und es ist nicht zufällig der Weg, den die amis (und mithin auch deren Vasallen) genommen haben. Er ist sehr Kapital-aufwendig, so dass – wie beabsichtigt – z.B. die Sowjets ihn nicht beschreiten, bzw nur langsam folgen konnten und man könnte ihn mit dem Ansatz „einfach größer, mehr Hubraum!“ bei Auto-Motoren vergleichen; typisch amis.
      Die Russen mussten einen anderen Weg wählen und entschieden sich ihrer Natur und ihren Fähigkeiten entsprechend für den, *Grips* einzusetzen. Eines der Ergebnisse ist z.B. der Elbrus Prozessor, der schon vor Jahrzehnten um die 20 Instruktionen pro Takt-Zyklus verarbeiten konnte. Das schaffen wohlgemerkt auch heute noch selbst die besten ami Prozessoren nicht.

      Modernisieren Sie also Ihr gutes altes Stück ein bisschen, z.B. durch das Ersetzen der Festplatte mit einer SSD und lächeln Sie sanft, wenn irgendwelche Deppen mit 500 W Kisten Ihnen sagen, wie Sie rückständig Sie doch seien.

      1. Guten Tag Russophilus! Ja sie haben natuerlich recht ich selbst arbeite noch mit einem 32nm ( Xeon 4650 engineering sample ) sehr gut und sehr schnell ( 64Gb Ram)
        das ist der alte ( ca 9 Jahre ) Photoshop-Komputer meiner Frau mit der sie 8 Jahre lang Bildbearbeitung und das sehr viele Stunden taeglich machte.
        Das ist jetzt mein normaler Office PC und wird hoffentlich noch ein paar Jahre arbeiten ( Strom spart er aber sicher nicht )
        Meine Bueroangestellte arbeitet mit dem noch aelteren I5-750i (45nm !!!) der auch noch erstaunlich flott arbeitet ( mit 32 Gb Ram)
        Ich warte die ganze Zeit darauf das er den
        Geist aufgibt um einen neuen sparsameren PC anzuschaffen aber er will anscheinend noch buckeln bis zur Rente.
        Wir haben natuerlich auch neuere PCs wie den AMD 1920X und 1900X (14nm) wobei der 1920X wirklich superschnell alles macht was man ihm vor die Nase haelt
        der 1900X jedoch ist in etwa mit dem alten Xeon 4650 vergleichbar und fuehlt sich kaum schneller an ( hat aber auch weniger Ram)
        Ich denke fuer Officearbeiten sind all die obengenannten CPUs von 45 bis 14 nm auch heute absolut Top wenn genug Ram drin ist. Je mehr je besser.
        In Polen haben wir den kleinen Vorteil das Strom noch relativ guenstig ist ( ca 12 Cents ) aber in unserem neuen gebrauchten Haus mit 2 Waermepumpen verbrauchen wir aus verschiedenen Gruenden ca 1800 – 2000 KW monatlich
        Weshalb wir in Kuerze eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher einbauen lassen in der Hoffnung auf viel Sonne…..

        1. Jein, das Geheimnis ist der Speicher. Die AMD Zen Prozessoren sind erheblich schneller als die alten Xeons, aber – und das wissen sehr viele nicht (es wäre auch den marketing-Leuten bei intel und AMD im Weg) – bei den meisten Lasten ist Speicher wichtiger als die reine Prozessor-Leistung.

          Ich persönlich rate von (den meisten) Xeons für Büro.PCs ab, weil sie gewaltig Strom fressen (im Vergleich zu modernen Desktop Prozessoren).

          Ehrlich gesagt sind die meisten Büro-PCs völlig über- und falsch dimensioniert. Mal abgesehen von Video-editing und einigen anderen (eher ungewöhnlicheren) Aufgaben im Büro-Bereich reichen da selbst sehr „schmale“ PCs, was auch Sinn macht, weil diese PCs den größten Teil der PC Flotte in Unternehmen ausmachen; da lässt sich also – ohne Beeinträchtigung – richtig Geld sparen.

          Meiner Mimu z.B. habe ich eine Kiste mit einen low-power 4 Kern Prozessor hingestellt (mit locker ausreichend Speicher) und sie ist quietsche-zufrieden mit der Kiste. Allerdings ist das auch eine Linux Büchse (mit einem zurecht getrimmten Linux) und mit Softmaker Office (deutsche software), das erheblich weniger Resourcen als MS Office verbraucht und obendrein mAn zuverlässiger und besser ist. Dazu noch eine ordentliche SSD (sprich, nicht knauserig aber auch nicht im „mehr ist besser“ Wahn beschafft) und, wichtig einen *guten Monitor* und gute Tastatur und Maus.

          Ich denke fuer Officearbeiten sind all die obengenannten CPUs von 45 bis 14 nm auch heute absolut Top wenn genug Ram drin ist. Je mehr je besser.

          Ja, absolut, sehr locker sogar. Nur: Auf den Stromverbrauch achten. TDP jenseits von 60W ist wirklich nicht nötig.

          1. Der letzte große Sprung nach vorne war bei mir die SSD, ansonsten merke ich zwischen meinem i7 Rechner und meinem i3 in der Geschwindigkeit keinen Unterschied.
            Selbst Photoshop ist da nur unmerklich langsamer.
            Und da die meisten Intel Prozessoren heute 4K mit 60 Hz darstellen können braucht’s auch keine Grafikkarte mehr.
            Außer bei den Gamejungs ist hier nichts mehr groß zu holen, für Office und co. braucht es die dauernde Hardwareaufrüstung nicht mehr. Mal sehen was die sich einfallen lassen um neues Zeug zu verkaufen.

            1. Na ja, die Game-Jungs bringen richtig fett Umsatz (auch den E-Versorgern …) und ich denke, die wird’s nicht nur noch lange geben, sondern es werden auch noch mehr.

              Mal sehen was die sich einfallen lassen um neues Zeug zu verkaufen.

              Wozu einfallen lassen? Die werden einfach das (gar nicht) gute alte „wintel“ Spielchen weiterspielen, sprich, windows (und linux übrigens auch) wird immer fetter und braucht stärkere Prozessoren. Das spielen die schon seit 30+ Jahren. Manchmal übertreiben die es sogar so, dass manche (zurecht) meinen, unterm Strich seien ältere PCs mit älterem Windows schneller gewesen.

              Übrigens treiben auch google (mit android) und die ganzen Arm Prozessor-Hersteller dieses Spielchen. Und es funktioniert; die verdummten Konsumenten-Herden laufen artig und geben zig Milliarden für immer neue smartphones aus.

              1. Kopfschütteln meinerseits, wenn ich in den Schulen die beständige Aufrüstung bzw. Neuanschaffung alle paar Jahre der PC-Flotte mitansehen muss.Wenn da nicht schon längst mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird…

      2. Danke für die Antwort. Die 860 EVO wurde vor 3 Wochen eingebaut. Leider höre ich jetzt nicht mehr, wenn mich Microsoft mit einem neuen Update beglückt.
        Außerdem musste ich feststellen, dass der riesige passive Prozessor-Kühler fast das gesamte Motherboard abdeckt. Noch keine Idee, wie ich an die CMOS-Batterie für einen eventuellen Wechsel herankomme.

        1. Diese passiven Kühl-Körper kann man fast immer (mehr oder weniger) schmerzfrei entfernen. Nur nicht vergessen, dabei den Kühl-Körper, den Prozessor (und eventuelle andere Bauteile, z.B. evtl. vorhandenen Grafik-Chip) gut zu reinigen und Wärme-Leit Paste aufzutragen.

          Übrigens @Alle: Bald wird es chinesische SSDs in soweit absehbar einwandfreier Qualität geben. Die Chips werden schon produziert.

        2. Seit ich mit Komputern arbeite und das geht bis in die Anfänge der 80er Jahre zurück musste ich noch nie eine CMOS Batterie austauschen ( hatte vieleicht Glück…)
          Das älteste MB das momentan bei uns noch täglich arbeitet ist aus dem Jahre 2008 und die original CMOS Batterie funzt tadellos..
          Also das ist wahrscheinlich das letzte Teil weswegen ich mir Gedanken machen würde
          Da wird eher die 860 evo aufgeben aber die halten eigentlich auch fast ewig
          Eine Samsung SSD 830 128gb ZB läuft seit 2012 ununterbrochen ohne Probleme und auch immer noch recht schnell

  7. Kosten senken – ein unendliches Thema

    Ein ziemlicher Anteil unseres sauer verdienten Geldes wird gedankenlos ausgegeben, da ist Strom einzusparen nur ein Teil davon und mit etwas Überlegung lassen sich in allen Lebensbereichen Kosten einsparen ohne an Lebensqualität zu verlieren – immer abhängig von der persönlichen Situation.
    Nur ein kleines Beispiel: Der Großteil der Eigenheimbesitzer hat die Möglichkeit eine Solaranlage (Warmwasser) zu installieren. Ca. 8 Monate pro Jahr ist dann ausreichend Warmwasser vorhanden um auch die Waschmaschine direkt mit Heißwasser zu versorgen. Dies senkt die Stromkosten der Waschmaschine drastisch und hat noch einen weiteren Effekt – normalerweise wird das Waschgut nach Ablassen der Waschlauge mit kaltem Wasser gespült. Wird allerdings mit Heißwasser gespült, so ziehen sich die Fasern nicht zusammen und die restliche Waschlauge wird besser ausgepült. Der Unterschied macht sich dann durch mehr Hautfreundlichkeit bemerkbar.
    Jeder von uns hat 1000 Möglichkeiten sein Leben besser zu organisieren. Jammern oder Schimpfen hilft nicht, man muß es nur tun.

      1. Soll das ein Späßchen sein?
        Sonnenkollektoren, die notwendigen Kupferleitungen, eine Steuerung und einen passenden Wärmetauscher für den Boiler montiert Ihnen jeder x-beliebige Installateur. Das Ganze ist seit 30 Jahren Stand der Technik.

  8. (gelöscht)

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    „zum Thema Geld und Wahrheit“ war in diesem *Themen-gebundenen* Strang nicht das Thema. Daher habe ich Ihren langen Text (mit reichlich Aufwand) ins letzte Dies und Das verschoben, wo er hin gehört – Russophilus

  9. Leute; Es geht eigentlich um viel gigantischere Summen, die uns von unser ALLER Lebensleistung einkassiert werden. In jedem Preis den wir, für irgendwas, mit IHREM Geld zahlen MÜSSEN, ist ein Anteil, von min. 30 bis 70 %, für die Zinseszinzenzinsen, also nur für den Unterhalt, der Herrscher über diesen Planeten drin. Da könnten wir hunderte und Tausende, an hard Erarbeiteter Lebensleistung für uns behalten. Gegenseitiger Tauschhandel, hat IMMER ein gerechteres Austauschverhältnis. So könnten WIR, aufrecht und Menschen WÜRDIG Leben. Wenn wir endlich die 30 bis 70 % Sklaven Ketten ablegen.

  10. Sehr interessant, wie praktisch immer hier.

    Angesichts des Inhaltes muss ich mich jetzt selbst loben. Vom Kühlschrank abgesehen ist meine komplette, recht reichhaltige Elektronik an (guten) abschaltbaren Steckdosen angeschlossen.
    Da sollte also kein Strom fliessen,wenn ich ihn nicht brauche. Gilt ebenso für die Ladegeräte.

  11. Wie es der Zufall so will gibt es gerade einen ausführlichen Artikel auf PCGamesHardWare: https://www.pcgameshardware.de/Netzteil-Hardware-219902/Specials/Kaufberatung-Vergleich-beim-Netzteilkauf-1232428/

    Es wird auf das 80+ Zertifikat eingegangen und nachher sehr ausführlich die Netzteilspezifikationen erklärt. Und am Schluss diverse Empfehlungen von Netzteilen obwohl diese hier im Blog eher uninteressant sind da diese eher die Zielgruppe der Seite (Gamer) anspricht.

    1. Kurz mal überflogen. Erst mal: Einer Seite, die in ein und demselben Bereich „testet“ und Werbung einblendet, glaube ich rein gar nichts.
      Dass man für einen Büro-Rechner „nicht unbedingt einen hoch effizienten Spannungswandler“ braucht ist unhaltbarer Blödsinn (aber wohl verständlich bei einer *gamer* Seite).

      Wenn Sie auf einen komplett stillen PC angewiesen sind, empfiehlt sich ein passiv gekühltes Netzteil. In der Regel werden hier hochwertige Baugruppen verbaut, da diese höheren Temperaturen und Belastungen ausgesetzt werden können – extrem wichtig, wenn es keine aktive Kühlung gibt.

      Das ist typischer Blödsinn. Richtig ist, dass da a) nicht die billigsten Bauteile (oft auch noch fraglicher Herkunft) verbaut sind und b) die Schaltung selbst nicht der billigste Dreck ist. Aber Vorsicht! 1) wird davon ausgegangen, dass diese Kunden auch zu schröpfen sind und zweitens wird da oft mit Ineffizienz bezahlt.

      Die „wieviel kann man einsparen ist lächerlich. Einsparen im Vergleich zu was? und mit welcher Leistung? Wer mir erzählt, man könne mit einem 80+ Bronze Netzteil 15 – 20 euro einsparen, der ist entweder ahnungslos oder dreist. Ich vermute, diese Graphik, in der „Tag“ mit ‚d‘ abgekürzt ist (wie „day“ …) wurde vom 80+ Club übernommen.

      Dadurch werden auch die elektrischen Eigengeräusche, wie etwa Spulenfiepen, am besten unterdrückt.

      Wieder Blödsinn und Ahnungslosigkeit. Die relevanten Parameter sind im wesentlichen a) der Frequenz-Bereich der Schaltung und b) die Art der Spulen-Montage.

      Der nachfolgende Absatz zu Schall, Lüftern, etc. ist fast durchgängig Blödsinn. Beispiel: Weiter oben steht (für die meisten Netzteile korrekt), dass der Bereich zwischen 45 und 75% der effizienteste sei, hier aber raten sie dazu, Bürorechner bei 25% Last zu betreiben.

      „im aktuellen Design-Guide 2.52 sehen kann: Hier wurde die 3,3-Volt-Leitung aus einer SATA-Verbindung entfernt, empfohlen wird sie aktuell nur noch, um eine Abwärtskompatibilität zu garantieren. Neben einheitlichen Dimensionen, die nur bedingt in Stein gemeißelt sind, behandeln die ATX-Spezifikationen für den Betrieb weitaus wichtigere Punkte, die sich dann in der Performance, Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit niederschlagen. Mit der neusten Iteration 2.52 hat übrigens auch das Modern Standby Einzug enthalten, sodass auch rotierende Medien (Festplatte) in das S0-Low-Power-Leerlauf-Modell schalten kann, sodass während einer Nicht-Nutzung möglichst wenig Energie verbraucht wird.“

      Typisches „Fachleute“ Geschwätz. *Wie* signalisiert man einer (Sata) Festplatte oder SSD, dass sie abschalten kann („Ruhe-Modus“)? Bingo. Über die ungeliebte 3,3V Leitung.

      An der Stelle hats mir gereicht und ich habe weg geklickt.

  12. Wenn man dieses Nuklear-Kraftwerkskonzept zum Laufen brächte:

    https://dual-fluid-reaktor.de

    „….Um die riesige Bedeutung dieser Erfindung zu beschreiben, muss ich die Unterschiede der bisherigen Kernreaktoren mit dem Dual-Fluid-Reaktor etwas herausarbeiten.

    In einem herkömmlichen Reaktor wird eine Kettenreaktion energiearmer Neutronen in nuklearen Brennstäben, die mit Urantabletten gefüllt und umgeben von Wasser unter sehr hohem Druck sind, zur Energieerzeugung genutzt. Solche herkömmliche Reaktoren regulieren ihre Leistung mit beweglichen Steuerstäben. So soll gewährleistet werden, dass immer nur die gewünschte Neutronenmenge Wärme erzeugt. Wenn dies versagt, wird zu viel Energie frei, und es kann durch unkontrollierte Freisetzung der im Reaktor gespeicherten Reaktivitätsreserve zum Auslegungsstörfall kommen, d.h. der Reaktorkern kann schmelzen (Tschernobyl). Dies kann auch geschehen, wenn der Kern nicht in allen Betriebssituationen ausreichend gekühlt werden kann (Fukushima).

    Im metallgekühlten Dual-Fluid-Reaktor besteht der Spaltstoff aus einem geschmolzenen Gemisch von spaltbaren Materialien und Chrom, welches langsam durch einen Reaktorkern aus Keramik fließt, der zur Kühlung von flüssigem Blei umspült wird. Der Spaltprozess ist selbstregelnd, ohne Steuerstäbe, allein durch die abgenommene Wärme. Bei Temperaturanstieg verringert sich der Spaltprozess durch die Ausdehnung des Brennstoffes – die Reaktorleistung sinkt ganz von alleine. Wird mehr Wärme abgeführt, kühlt sich der Brennstoff ab, und die Leistung steigt bis zum Gleichgewicht.

    Der Dual-Fluid-Reaktor arbeitet im „drucklosen“ Zustand, statt mit Hochdruck von über 100 Bar in einem Druckwasserreaktor. Dieser große Vorteil vereinfacht die Konstruktion und Fertigung des Reaktors erheblich und macht das System sicher gegen Lecks.

    Der wesentlichste Unterschied zu herkömmlichen Reaktoren besteht darin, dass bei herkömmlichen Reaktoren ein großer Vorrat an spaltbarem Material im Kern des Reaktors – ausreichend für ein bis zwei Jahre – vorgehalten wird, dessen kontrollierte, das heißt langsame Nutzung das größte Sicherheitsproblem dieser Technologie darstellt. Beim Dual-Fluid Reaktor hingegen ist stets nur die im Moment zur Energieerzeugung benötigte Brennstoffmenge im Reaktor – just in time – vorhanden. Er kann demzufolge nicht „durchgehen“, er kann höchstens „ausgehen“. Wird der Brennstoff trotzdem zu heiß, schmelzen Sicherungsstopfen, und er fließt in Sicherheitsbehälter ab, rein durch die Schwerkraft.

    Auf Grund seiner extrem hohen Energiedichte ist der Dual-Fluid-Reaktor erheblich kleiner als ein herkömmlicher Reaktor gleicher Leistung. Ein Dual-Fluid-Reaktor ist bei der 1.000-Megawatt-Variante nicht größer als ein Smart-PKW. Dadurch kann er unterirdisch sicher gegen Flugzeugabstürze und terroristische Angriffe installiert werden.

    Ein weiterer wesentlicher Unterschied sind die hohen Temperaturen, mit denen der Dual-Fluid-Reaktor arbeitet und mit denen effizientere Energieumwandlung in Strom und Prozesswärme möglich werden. Je höher die Temperatur, desto besser der Wirkungsgrad und die Einsatzmöglichkeiten in der Chemieindustrie oder zur Gewinnung nichtfossiler, CO2-freier synthetischer Treibstoffe, die es erlauben, unsere vorhandene Mobilitätsinfrastruktur praktisch unverändert weiterzuverwenden…..“ (www.vera-lengsfeld.de)

    Ob das kommt? Oder haben es die Russen ohnehin schon?

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